Proto Throttle

  • Im WEEE gibt es keine Ausnahme für Drittländer sondern unter Geltungsbereich nur eine Regelung über die Art der Elektrogeräte. Anderes würde bei der Zielsetzung der Richtlinie keinen Sinn machen, da ein Großteil in Deutschland angebotener Elektronik aus Asien stammt.


    Die nordamerikanischen Modellbahnhersteller haben keinen Grund zum Jammern, da die Sache der in Verkehr bringenden Importeure ist. Es verteuert nur deren Produkte bei uns.


    Die Proto Throttle mag die RoHS wegen der strengen kalifornischen Regelungen ja erfüllen, wegen der derzeitigen gegenseitigen Nichtanerkennung der Landesprüfungen muss der Nachweis in der EU aber erneut erbracht werden mit allem damit verbundenen Papierkram.


    Digitrax hat meines Wissens eine CE Zertifizierung einschl. aller dafür erforderlichen Nachweise. Im 2,4 GHz Bereich ist bei der FCC der Mittelwert der Sendeleistung begrenzt, in der EU is es der Maximalwert, wobei der Zahlenwert gleich ist. Deshalb die Reuzierung der Sendeleistung in der EU gegenüber den USA.

    Gruß,Volker

  • Die Nachweise zur Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe (RoHS) sollten sie eigentlich vorweisen können, da die Standards in Kalifornien teils höher sind als in der EU (Stichwort: FCC Rules). Soweit mit bekannt, betrifft die EU-Abfallrichtlinie für Elektro- und Elektronikgeräte (WEEE) insbesondere die Mitgliedstaaten und deren ansässige Hersteller, Importeure und Verkäufer. Das ist beim ProtoThrottle nicht gegeben. Ansonsten müssten alle nordamerikanischen Modellbahnhersteller jammern.


    Ich bleib dabei, es ist die EMV-Zertifizierung, welche wirklich fehlt und dass sie keine Lust haben, ihr Produkt in Europa zu verkaufen.


    Wie macht es Digitrax, haben sie auch eine EMV-Zertifizierung? Bezüglich CE findet man bei Digitrax nur folgenden Absatz: "Die CE-pflichtige Transceiver-Zertifizierung nach ETSI EN300-328 V2.2 begrenzt die spektrale Leistungsdichte unter die von der FCC erlaubte, so dass der RF28 beim Betrieb in der CE-Version mit etwa -8dB weniger Sendeleistung arbeitet. Dies spiegelt einfach die nationalen Anforderungen wider." Im Handbuch steht dies aber nicht. Dort sind nur Hinweise für FCC und Canada ISED aufgeführt.

  • XBee Pro kann man ja nicht als eigenes Funkprotokol bezeichnen. Wie der Auszug von Lutz und Werksunterlagen zeigen, ist das XBee Pro Funkmodul CE zertifiziert.

    Das Funkmodul ist aber nur ein Bauelement, das zertifiziert ist. Die gesamte Proto Throttle muss CE zertifiziert werden und ihre Elektro-magnetische Verträglichkeit nachweisen und das wäre auch mit WiFi erforderlich gewesen. Außerdem sind Nachweise zur Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe (RoHS) und EU-Abfallrichtlinie für Elektro- und Elektronikgeräte (WEEE) zu führen.


    Wenn ich das richtig verstehe, ist die Proto Throttle nicht CE zertifiziert sondern nur das Funkmodul.


    Ich denke, alles lässt sich auf den für die PT mit ihrem Preis zu kleinen europäischen Markt zurückführen.

    Gruß, Volker

  • So ist es eben, wenn man auf ein eigenes Funkprotokoll setzt und nicht ein bestehendes wie WLAN (Wi-Fi) nutzt. Eine EMV-Zertifizierung hat eigentlich überschaubare Kosten. Des weiteren haben sie wohl bei ihren bisherigen Auslieferungen viele Garantiefälle, ansonsten kann ich mir die Angst über die möglichen Rücksendungen aus Europa nicht erklären. Ein vom Hersteller geschulter Elektroniker könnte bestimmt auch in Europa die Servicefälle im Auftrag durchführen.


    Ich wäre vorsichtig mit einer Bestellung. Ein eifriger Zöllner kann schnell die Einfuhr verweigern, falls ihm die CE-Kennzeichnung nicht genügt.

  • Hallo,


    einmal hier herüber kopiert, eine sozusagen inoffizielle Stellungsnahme:



    Just to add a little clarity...

    The issue with Europe is really two-fold. The first is CE certification. The radio module we use is already pre-certified for EU operation as an intentional radiator, and we pass the EU unintentional radiated emissions standards without any issues. The issue is that CE compliance also requires additional testing beyond radiated emissions, such as EM susceptibility and a few other consumer product standards, that aren't applicable to US/CA/AU/NZ. Basically, it's going to add a bunch of cost to have a lab run those tests and file all the paperwork. Probably would eat the profits from the number we'd sell in Europe.

    The other half of it is support and warranty issues, and the cost of sending the things back and forth for any repairs (and the number of international mail shipments that just go missing). The brake pot issue that's caused a significant number of warranty repairs is pretty the sort of thing we feared, and if we had dozens or hundreds of these things in Europe that needed the same work, the shipping alone would kill us.

    The short version is you can operate them in Europe and the UK without fear that your compliance police will hunt you down for taking out the neighbor's television. All the radios are in spec. The problem lies in the cost of doing the necessary testing, paperwork, and support to expand to that market. So you can use them, we just can't ship them to you.


    Quelle: MRH Forum

  • - Nachbildung der richtigen Fahrdynamik: Hier sehe ich die wirklichen Schwierigkeiten. Denn wie soll die Lok mitkriegen, ob sie nun leicht den Berg hochrollt oder geradeaus fährt? Wieviel Kraft effektiv am Haken hängt oder eventuell sogar stösst? Da ich mich schon seit Längerem mit der Thematik beschäftige und auch schon selber Versuche gemacht hatte weiss ich wie komplex das Thema ist und wie mikrig die Lösungsansätze waren, die ich im Modellbahnbereich bisher mitgekriegt hatte.


    https://www.youtube.com/watch?v=haECJar88Ls
    Problem gelöst. Die Lok reagiert hinsichtlich ihrer Fahrdynamik, mitsamt sich dynamisch anpassenden Sound, schon mit dem effez Fredi so. Mit Proto Throttle würden noch weitere dem Vorbild nachempfundene Effekte möglich sein.

  • Nur gefragt: Hat jemand Erfahrung mit dem Proto Throttle gemacht?

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  • ch hatte bei Digitrax ein Ticket geöffnet und gefrat ob es technische Unterschiede gibt zwischen dem UT4D und dem UT4DCE, weil ich beide im Mischbetrieb verwenden möchte.


    Auf einer mir bekannten Privatanlage werden sie gemischt verwendet. Ohne Probleme ...

  • Hallo Ulli, das Ganze Zeug funktioniert in den ISM Bändern, die Lizenzfrei sind.

    Das Problem ist nur, dass die ISM Bänder in den Regionen unterschiedlich sind. 433 MHz ist nur in Region 1 (Europa, Afrika) ein ISM Band, 915 MHZ nur in Region 2 (Nord-, Südamerika)

    die UT4D und UT4DCE verwenden beide das 2,4GHz band (in dem z.B. auch das Lizenzfreie WLAN arbeitet).


    Allerdings verlangt die EU die CE Kennzeichnung, dass die Geräte den Vorgaben der Lizenzfreien Bestimmungen erfüllen.

    Es ist richtig, dass 2,4 GHz generell ein ISM Band ist. Der Teufel steckt im Detail, d.h. Sendeleistungen können unterschiedlich geregelt sein. Wenn ich mich recht aus meiner Zeit im R/C Modellbau erinnere, ist in den USA die mittlere Sendeleistung begrenzt, in Deutschland die maximale Sendeleistung, wobei der Wert gleich ist. Ein Sender, der gerade noch die US-Norm erfüllt, wird die deutsche nicht einhalten.

    Ich hatte bei Digitrax ein Ticket geöffnet und gefrat ob es technische Unterschiede gibt zwischen dem UT4D und dem UT4DCE, weil ich beide im Mischbetrieb verwenden möchte.


    Die Antwort war dass beide technisch identisch sind und es damit keine Probleme geben darf.

    Dann müssten sie die Teile nach den deutschen/europäischen Normen entworfen haben. Auf die Kompabilität hat es keinen Einfluss, da ja nicht das Sendeprotokoll sondern die Sendeleistung betroffen ist.
    Gruß, Volker

  • Hallo Ulli, das Ganze Zeug funktioniert in den ISM Bändern, die Lizenzfrei sind.
    die UT4D und UT4DCE verwenden beide das 2,4GHz band (in dem z.B. auch das Lizenzfreie WLAN arbeitet).
    Allerdings verlangt die EU die CE Kennzeichnung, dass die Geräte den Vorgaben der Lizenzfreien Bestimmungen erfüllen.
    Der Aufwand ist einmalig um ein Pordukt registrieren zu lassen.
    Danach darf man legal (die Chinesen machen das auch hin und wieder zum Spaß) das CE Label am Produkt anbringen, und auch auf der Verpackung.


    Ich hatte bei Digitrax ein Ticket geöffnet und gefrat ob es technische Unterschiede gibt zwischen dem UT4D und dem UT4DCE, weil ich beide im Mischbetrieb verwenden möchte.
    Die Antwort war dass beide technisch identisch sind und es damit keine Probleme geben darf.

  • AFAIK sind bei der FUNK-Version (nur da !!!) andere Sendebausteine drin, welche EU Zulassung haben.


    Das kam damals ins Rollen wie ein Zöllner wissen wollte was für ein komisches Ding in den MRC equipped Athearn Loks beigepackt ist: Das Funkspielerchen welches mit nur US konformen Frequenzen und Sendeleistungen arbeitete.
    Foilge: riesenaufstand und Athearn Loks durften nur ohne den Handsender eingeführt werden. Waren damit unter DC nicht mehr einsetzbar. (Wer es nicht mehr weiß: Man hat die Lok bei DC aufs Gleis gestellt, den Trafo aufgedreht und die Lok über die Fernsteuerung gefahren. (Das ging übrigens garnicht so schlecht).)
    Und da hat man auch andere Funksender unter die Lupe genommen, eben auch die Digitrax, und festgestellt dass auch da die EU Normen nicht passen.

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  • Habe heute die Mail zur endgültigen Bestellung bekommen.
    Ich werde das Teil aber erst einmal nicht kaufen.


    Zum einen weil man für Digitrax noch einen zusätzlichen Empfänger benötigt.
    Zum anderen weil mir das im Augenblick auch einfach zu viel Geld ist.


    Dazu kommt noch, dass sie nicht direkt nach D liefern.
    Wäre sicher zu umgehen, aber es ist ein zusätzlicher Aufwand.


    Von daher lasse ich erst einmal die Finger davon.


    Bestellt denn jemand von Euch?

  • Die EU Version der Digitrax kam nachdem irgendwann raus kam das die US Version mit Funk nicht eingeführt werden darf.
    Bin mir nicht mehr 100% sicher aber das war glaub ich im Nachgang zu dem Funk Firlefanz von MRC für Athearn. Bei dem kam es raus weil ein Zöllner es sich genauer angesehen hat.

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  • Was bei einem auch in der EU zertifizierten Modul eigentlich nicht sein kann. Etwas das EU zertifiziert ist kann im Prinzip nicht gleichzeitig stören

    Es ist ja nur das XBee Modul EU zertifiziert. Der Rest der Electronik strahlt ja auch ab. Und da sind Prüfungen nach EMV-Richtlinie erforderlich. Es sind ja wenig Zweifel, dass es die Grenzwerte einhält. Es sind die Kosten, es nachzuweisen.


    Mein Eindruck ist, ISE hat nach US-Regeln entwickelt und geschaut für welche anderen Märkte es passt. Die Frage nach Europa hat vermutlich überrascht.


    Was Digitrax betrifft, da war der prognostizierte Markt sicher um ein Vielfaches größer als bei der Protothrottle. Die Prüfkosten je Funkthrottle sind also geringer. Und wenn man weiß, dass man auch den europäischen Markt bedienen will, kann man auch mit Blick auf US- und EU-Regeln entwickeln. Ob Digitrax gemacht hat? Keine Ahnung, die Europa Version kam ja wohl später.
    Gruß, Volker

  • Uns ist aber doch allen klar das der eine oder andere Proto Throttle schon bald nach der Auslieferung in den USA seinen Weg zum einen oder anderen Layout in Germany and in the Rest of Europe finden wird.
    Ob mit oder ohne CE oder RoHS...


    Oder glaubt wer was anderes?


    (Nee ich definitiv nicht, mir ist der Nutzen im Verhältnis zu Handling und Preis zu gering.)

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  • Quote

    Er schreibt, dass das XBee-Modul auch für Europa zertifiziert ist. Das Gesamtproduct ist es nicht, erhält also kein CE Zeichen und das wird den Zoll interessieren. Und vielleicht die Nachbarn, falls das Gerät zu stark abstrahlt und seine Heimelektronik stört.
    Gruß, Volker


    Was bei einem auch in der EU zertifizierten Modul eigentlich nicht sein kann. Etwas das EU zertifiziert ist kann im Prinzip nicht gleichzeitig stören. Die berühmten Zufälle bei gleichen Frequenzen etc mal aussen vor.
    Vielleicht sind da Bedenken wegen er in Europa bei Elektronik nötigen RoHS Konformität usw. Da kann es schon Ärger geben wenn bleihaltiges Lötzinn verwendet wird. Wobei da in der Regel eine Technische Dokumentation gemäß DIN EN 50581 ausreicht.


    Vorschriften für die Funkabstrahlung von Geräten stammen im Grundsatz von der in der Schweiz beheimateten Internationalen Fernmeldunion ITS, und sind weltweit gültig. Hat man die in den USA eingehalten gilt die Prüfung in Europa.


    Was ich in dem Zusammenhang noch immer nicht verstehe ist wie es so kleine Hersteller wie Digitrax gemacht haben.
    Mit kann niemand erzählen das die $100000, ja selbst nur $50000, in die Hand genommen haben um DT402CE, DT502CE, UT4CE und die CE Empfänger zugelassen zu bekommen.
    Ich sehe den Markt für Digitrax - sicher größer wie beim Proto Trottle - in der EU nicht der diese Kosten rechtfertigen würde.


    Anders gesagt: Wieviel muss ich absetzen damit ich diese Kosten wieder reinbekomme ohne jedes Teil gleich 50 Euro zu verteuern.


    Aber in dem Zusammenhang: Wie groß ist die Auflage 1 des Proto Throttle, so aus dem Bauch sage ich: 100 bis 200 Stück! Wie groß ist der Markt gesamt dafür? 1000 halte ich schon für optimistisch.
    Und dann ist die Devise "Finger weg von EU" genau richtig.

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  • Die CE-Kennzeichnung ist daher kein Qualitätssiegel, sondern eine Kennzeichnung, die durch den Inverkehrbringer in eigenem Ermessen aufzubringen ist und mittels der er zum Ausdruck bringt, dass er die besonderen Anforderungen an das von ihm vertriebene Produkt kennt und dass selbiges diesen entspricht.

    Der Hersteller bestätigt damit, dass er alle für das Produkt gültigen Regeln der EU erfüllt, soweit hast Du recht. Beim Import aus einem nicht EU-Land ist der Importeur verantwortlich. Falls der Hersteller das CE Kennzeichen angebracht hat, muss der Importeur die der Zertifizierung zugrunde liegenden Testergebnisse/Messergebnisse auf Verlangen vorlegen. Ist es nicht werks-zertifiziert hat der Importeur sie machen zu lassen.


    Was Weichen, Gleise, Waggons betrifft, gilt das nicht als Spielzeug. Hier haben wir uns über eine Funksteuerung unterhalten.


    Wo ich noch im Zweifel bin sind Modellbahnlokomotiven mit ihren Elektromotoren. Hier könnten Elektro-Magnetische Verträglichkeit (EMV) und Beschränkung gefährlicher Stoffe in Elektro- oder Elektronikgeräten (RoHS) eine Rolle spielen.
    Inzwischen hat der Zoll wohl eine Spur n Lokomotive als elektisches Betriebsmittel eingestuft und zurückgeschickt.


    Was sind denn die entsprechenden Unterlagen? Was ich versuchen würde, ist die Angebote deutscher Händler der gleichen Lok mit nehmen und fragen, wieso dürfen die sie in Deutschland verkaufen und ich sie nicht für den Privatgebrauch einführen? Bisher habe ich es noch nicht ausprobieren müssen.


    Das Problem ist, dass jedes Zollamt nach eigenem Gusto handhabt. Die Rechnung auf dem Paket ist ein Weg, das Paket vom örtlichen Zollamt fernzuhalten.
    Gruß, Volker

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