Florida East Coast

  • Hallo Matthias,


    um erstmal einen Eindruck von den Größenverhältnissen zu bekommen, eine Frage. Kann man die Maßangaben 4,00 m x 2,70 m der 2. Ausbaustufe als Maßstab der Skizze heranziehen ?
    Spielwert - der ist wahrscheinlich für jeden anders zu definieren. Je nachdem was die speziellen persönlichen Interessen sind. Er ist somit subjektiv. Sollen vorbildgerechte Prozesse nachvollzogen werden, stellt sich vielmehr die Frage, ob ein fikitives Vorbild die Infrastruktur, sprich alle zum Transport notwendigen Anlagen, so anlegen würde. Das ist das Schwierige an einer fiktiven Anlage. Beim Design der Anlagen muss man sich das Ziel der, in diesem Fall, Eisenbahngesellschaft vor Augen halten und so gestalten, wie es die Ingenieurere der Gesellschaft unter den gegebenen Umständen getan hätten. Eisenbahnen müssen mit ihren Ressourcen ausreichend Geld erwirtschaften. Dazu müssen die Anlagen so angelegt sein, dass der Transport mit dem geringsten Aufwand an Anlagen und Zeit effizient durchgeführt werden kann. Werden die Anlagen im Modell auch so gestaltet, ergibt sich notgedrungen ein realistisches Modell. Bei der Modellbahn kommt weiterhin dazu, dass ein Transportprozess im Modell dargestellt wird - ein Zug fährt aus einem realistischen Grund von einem Punkt zu einem anderen und hat auf seinem Weg bzw. an den verschiedenen Punkten Aufgaben zu erledigen. Die Gründe für die Fahrten können die Transporte von Gütern und/oder Personen sein. Bei der Modellbahn stellt man in der Regel Teile davon dar. Der Zug kommt von irgenwo, fährt zu einem Ziel auf der Anlage, tut dort etwas Notwendiges für den Transport und fährt wieder nach irgendwo; der Zug fährt von einem konkreten Punkt auf der Anlage zu einem anderen und erfüllt dabei Aufgaben; der Zug kommt von irgendwo, befährt die Anlage und verschwindet wieder nach irgendwo; der Zug erfüllt Aufgaben an einem konkreten Punkt auf der Anlage. Dabei soll Anlage "der gestaltete Teil" bedeuten. Je nachdem wie komplex die Aufgaben des Zuges sind und was die persönlichen Interessen sind, ist der Spielwert der Anlage einzuschätzen. Dabei sollte aber bedacht werden, dass in der Regel Rangierpuzzle nicht sehr vorbildgerecht, da ineffizient sind. Das gilt auch für die Gleisanlagen allgemein. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie z.B. Anlagen, die aus verschiedenen Gründen zurück- bzw. umgebaut wurden. Gründe wären z.B. die Fusion bzw. die Übernahme von Gesellschaften in deren Ergebnis redundante Anlagen umgebaut werden, die Änderung der hauptsächlich transportierten Güter, die Änderung des Anschusses an das übrige Netz, Änderungen der Anlagen von Kunden/Anschließern u.a. .
    Schaut man sich vielleicht aus diesem Blickwinkel Modellbahnanlagen an, lassen sich einige Aussagen treffen.


    Grüße Tom

  • Nach ewigen Zeichen mal wieder ein Lebenszeichen:
    Meine Regalanlage ist fertig verkabelt. Erste Fahrtests zeigten kleine notwendige Ausbesserungen die hier und da noch vorgenommen werden müssen an meinem selbstgebauten Gleis. Insgesamt funktioniert aber alles ganz hervorragend. Man kann schön im Langsamgang umherfahren und Rangieren, soweit so gut.
    Außerdem habe ich eine SW1200 von Life-Like Proto mit einem Digitaldecoder und neuen LED-Spitzenlichtern ausgestattet. Da ich mir Sounddecoder im Moment nicht leisten kann/will, baue ich Lokpilot-Multiprotokoll-Decoder ein, die im Falle einer Umrüstung auf Sounddecoder ein zweites Leben in meinen Märklinmodellen (ja, erwischt... :-) ) fristen könnten ...
    Leider gibt es davon noch keine Fotos.


    Heute hatte ich etwas frei und habe was gezeichnet: Eine Anlage in drei Ausbaustufen, bisher fertig ist die grüne Umrandung. Falls ich mal mehr Platz haben sollte (genaugenommen 4x2,7m) könnte man zu Ausbaustufe 2 (blaue Umrandung) mit der möglichen gestrichelte Möglichkeit zum Kreisverkehr erweitern.


    Ab 4x3,5m kann die Stufe 3 (rote Umrandung) hinzugefügt werden. Nicht wundern, das Foto ist etwas schief, die Zeichnung ist genauer. Mit noch mehr Platz würde ich versuchen so zu erweitern, dass die Bedienplätze für Personen größer werden.


    Es sieht etwas krumm aus, was daher rührt dass möglichst viele vorhandene Segmentkästen wiederverwendet werden sollen, unter anderem die globige Ecke hinten mit den Kreuzungen.


    Ich würde gerne eure Ideen und Ratschläge hören, was meint ihr zum Spielwert außerdem?




    Liebe Grüße
    Matthias

  • Hey Lutz und vielen Dank. Ich hatte schon sowas vermutet :-) Heute morgen habe ich ausprobiert, ob die letzten Schotterstueckchen, die man teilweise schwer von den Schwellen abbekommt eingentlich auffallen, wenn man das Gleis neu schottert. Antwort: Kaum. Ausserdem habe ich verschiede Farben ausprobiert: Asoa Kalkschotter H0, Vogelsand mit und ohne Kalkschotter, Baustellensand in Gelbton, von der Farbe her identisch mit dem Basisgrund von H0Fine (stammt eventuell beides aus der schwaebischen Alb? :D )
    Alles drei habe ich noch teilweise als Uebergang zusammengemischt, ich bin aber noch nicht sicher was mir am besten gefaellt, wahrscheinlich Vogelsand mit mehr oder weniger Asoa-Schotter (je nach Hauptgleis oder Nebengleis). Insgesamt dunkelt das beim kleben sehr nach, aber seht selbst:



    Ausserdem hatte ich dabei noch eine Idee fuer die Gestaltung des angesetzten Moduls. Ich habe mal ein paar Stellproben gemacht und mich dann sofort an die Gleisverlegung gemacht, ich gebe zu da konnte ich nicht warten...



    Ich habe das vorne liegende Teamtrack gekuerzt, da hier jetzt eine Strasse zu liegen kommt. die leicht schraeg quer ueber die Anlage fuehrt. Die Pappen am Teamtrack sollen eine Laderampe darstellen.
    Die Umruehrstaebchen stellen den Bahnuebergang dar. Auch das Anschlussgleis im Hintergrund wird von der Strasse gekreuzt und somit ist an dem Gleis nur noch fuer zwei Betriebe Platz.
    Ich lasse aber lieber noch etwas mehr Platz, dann koennen an der Strasse noch die Autos der Angestellten parken und alles sieht nicht so gedraengt aus. Rechts liegt eine Cannery oder Cold-Storage mal sehen was es letztendlich wird (die Pappendeckel). Der linke Betrieb mit dem Holzbau wird nach "Amerikanisierung" eine Kistenfabrik. Das Anschlussgleis fuehrt in einem sanften Bogen Richtung Hintergrund (die beiden Pappen muesst ihr euch blau vorstellen, sie stehen da, damit die Wohnung im Hintergrund nicht so sehr das Bild stoert), die Kistenfabrik ist somit nur schraeg angeschnitten.




    Am Ende der Kaffestaebchen soll uebrigens noch eine Strasse parallel zum Anschlussgleis vor der Kistenfabrik vorbei fuehren, das wird etwas eng, vielleicht wird das auch ein kurzes Stueck Streetrunning, es wird die Zufahrtstrasse um Packinghouse auf dem Segment das ueber dem Schreibtisch steht.


    Ich denke so langsam fuegt sich alles zusammen. In der Zwischenzeit liegen auch schon die Gleise auf dem hinteren Anschlussgleis.
    Zum Abschluss noch ein verzogenes Panoramafoto aus meinem Samsung S2 (hab mich wohl zu schnell bewegt)



    Gruesse
    Matthias

  • ... Seltsamerweise hab ich festgestellt, dass sich der Kleber mit 70% Propanol aus der Apotheke einwandfrei löst. Mit 99% Isopropanol fast gar nicht. Hab ich da irgendwas chemisch nicht bedacht? Ist der 99% zu flüchtig und kann daher nicht richtig einziehen? Oder hab ich da im Internet einfach eine Flasche sch...ß gekauft?


    Gruß
    Matthias


    Hallo Matthias,
    die Apothekenmischung (zum Apothekenpreis) besteht aus 70% Propanol und der Rest ist? Wasser! Die 30% Aqua Destillta aus Deiner Apothekenflasche mit 70%igem Propanol ist hier das eigentliche Lösungsmittel. Das Propanaol hebt hier die Oberflächenspannung auf, so kommen die Wassermoleküle auch in die kleinsten Ritzen und Spalten.
    Also probiere einmal Aqua Kranebergeriensis aus, dem Du einen Schuß von dem Isopropanol zugesetzt hast.

  • Es ist halt ein optischer Kompromiss, bei man versuchen sollte, die alten Träger optisch verschwinden zu lassen. Wenn man das Modell im Original betrachtet, wären dessen seitliche Vollwandträger völlig ausreichend.

    Hej Volker,


    bei Bildern, die du gepostet hast, sind die Gruben absolut ziemlich tief, ca. 1,5 m oder sogar mehr. Aber die Proportionen ... Deinen Vorschlag, die Blechträger optisch verschwinden zulassen, halte für richtig und würde sogar noch radikaler vorgehen und ihn möglichst ganz entfernen, oder glätten und mattschwarz einfärben, damit er nicht mehr hinter den Gitterträgern auffällt.


    @ Matthias


    Ich bin in Sachen Chemie ziemlich Laie, doch überrascht mich das mit dem Isopropanol schon etwas. Ist doch ein recht ähnliches Molekül mit den gleichen aktive Enden. Nach dem flüchtigen Lesen der Wikipedia - Artikel scheint es doch einige Unterschiede, z.b. den Geruch, zugeben. In wie weit sich das auf den Einsatz als Lösungsmittel auswirkt, habe ich nicht gefunden.



    Gruß
    Gerald

  • Nebenbei habe ich außerdem noch zwei Caboose-Industries Weichenschalter umgesetzt. An dem einen blieb ein 72' Personenwagen von Atlas mit seinen Treppen hängen, wenn sich der Waggon durch die "enge"#6 Turnout quetschen musste.


    Außerdem habe ich auf dem nicht-permanenten Segment angefangen den Schotter zu entfernen. Hatte hier braunen Gneis von Conrad drauf geklebt... damals.... der passt natürlich farblich null,null Prozent zu den hellen Schottersorten in Florida. Seltsamerweise hab ich festgestellt, dass sich der Kleber mit 70% Propanol aus der Apotheke einwandfrei löst. Mit 99% Isopropanol fast gar nicht. Hab ich da irgendwas chemisch nicht bedacht? Ist der 99% zu flüchtig und kann daher nicht richtig einziehen? Oder hab ich da im Internet einfach eine Flasche sch...ß gekauft?


    Gruß
    Matthias

  • Noch eine Ergänzung zum Turntable in San Bernadino: Der gleiche Typ, 120 ft lang, wurde 1923 in Barstow gebaut.


    Mal sehen, ich bin noch nicht sicher, wofür ich mich entscheide, vielleicht mache ich beides: Setze die Träger (Plate-Girder) weiter nach außen und baue die von Volker vorgeschlagene Verstrebung, um das Gitter daran anzusetzen.

    Wenn Du bereit bist, auch an den Mechanismus zu gehen, würde ich die seitlichen Vollwandträger enger setzen auf ca. 6,5 ft. Dann ist das ganze keine Verstärkung, sondern eine so von Beginn an konstruierte Brücke. Ich denke, das sieht besser als eine Verstärkung aus. Ich muss zugeben, dass ich die andere Lösung noch nicht gesehen habe obwohl ich sie für technisch möglich halte.
    Gruß, Volker

  • Hi und vielen Dank für die Antworten


    Also zum Thema "Mechanismus" der bei euch auf so viel Ablehnung stößt darf ich vielleicht noch bemerken, dass es sich um einen TT-Bausatz von Cornerstone handelt den ich mit dem Motorisierungs-Kit zum drehen gebracht habe. Die Stromzuführung zu den Schienen bewerkstelligt ein Schleifring (Ersatzteil einer Märklin-Drehscheibe) und Kupferbelch-Blattfedern. Meine Angst diesen zu zerlegen ist daher auf jeden Fall begrenzt, was ich zusammengefrokelt habe, bekomm ich (hoffentlich) auch nochmal zusammen 8)
    Außerdem muss ich auch bei der von euch vorgeschlagenen, wie ich finde im Übrigen höchst ansprechenden Lösung, die Bühne aus der Grube nehmen, um die Verstärkungen anzukleben. Um die Bühne aus der Grube zu nehmen muss ich auch an den Mechanismus ran, das lässt sich in dem Falle also nicht vermeiden.


    Mal sehen, ich bin noch nicht sicher, wofür ich mich entscheide, vielleicht mache ich beides: Setze die Träger (Plate-Girder) weiter nach außen und baue die von Volker vorgeschlagene Verstrebung, um das Gitter daran anzusetzen.


    Bleibt also noch einiges zu tun. Gut so :-)
    Langweilig wirds nicht.
    Liebe Grüße und vielen Dank
    Matthias
    P.S. Wenn euch noch was einfällt, immer her damit. Und zu Gerolds letztem Beitrag: Naja also diese Konstruktion würde sicherlich kein Vorbild so bauen denke ich mal...Hauptsache es sieht später mal brauchbar aus.

  • Hallo Gerald,


    im Prinzip hast Du recht, wobei eine Verstärkung eines Vollwandträgers nach oben ziemlich aufwändig sein kann. Eine Drehscheibe sollte möglichst immer zur Verfügung stehen, daher waren Bahngesellschaften eher geneigt, die Brücke auszutauschen als sie zu verstärken. Bei Verlängerung der Brücke musste die Grube vergrößert werden, aber es wurde eine neue Brücke eingebaut.


    Ich finde die Grube nicht zu tief für ein Truss. Zum Vergleich ist hier ein Foto des ATSF Turntable mit ähnlicher Konstruktion in San Bernardino aus dem Jahr 1943: http://www.shorpy.com/node/6789?size=_original#caption und http://www.railpictures.net/photo/387181/


    Die Drehscheibe bestand in dieser Form schon vor 1936. Ich denke, diese Grube ist relativ tief. Die Drehscheibe ist meines Wissens nicht verstärkt, sondern so gebaut worden.


    Von daher geht Matthias Konstruktion. Der einzige Nachteil ist, dass die Stringer normalerweise weiter innen liegen müssten und dazu müsste man auch an den Mechanismus.


    Es ist halt ein optischer Kompromiss, bei man versuchen sollte, die alten Träger optisch verschwinden zu lassen. Wenn man das Modell im Original betrachtet, wären dessen seitliche Vollwandträger völlig ausreichend.
    Gruß, Volker

  • Hej,


    ich habe da so eine Frage am Rande, im besonderen an Volker/espee:


    Die Basisdrehscheibe ist doch von der Bauhöhe her eine Belchträgebrücke mit Unterzügen. Was Matthias bauen möchte, ist eine Brücke mit Überzügen, bei der eine flache Grube zu erwarten wäre? Widerspricht sich nicht die Konstruktion, wenn nicht von einer nachtäglichen Vertärkung ausgegangen würde? Hätte man die Verstärkung nicht auch als Blechträger ausgeführt, wie es bei kleinen Brücken ab den 20ern üblich war? (siehe Art - Deco - Brücke von Walthers)


    Gruß
    Gerald

  • Hallo Matthias,


    den Mechanismus auseinander zu nehmen, wäre das Letzte was ich versuchen würde. Ich würde Gerolds Vorschlag folgen, aber dazu zum Verständnis ein paar Fotos:


    https://www.flickr.com/photos/…/album-72157654308005858/ Dieses Detailfoto zeigt deutlich, das OK Schiene ein ganzes Stück oberhalb des Fachwerk-Untergurts liegt.
    http://www.theweebsite.com/trains/images/sbfig09.gif Diese Zeichnung zeigt den Aufbau des Bodens einer Through plate girder bridge mit dem Knotendetail: http://www.theweebsite.com/trains/images/sbfig10.gif


    Setze an die Seite statt des Blechträgers das Fachwerk und Du hast Deine Situation. Um jetzt die Schiene höher zu bekommen, kannst Du den Stringer auch auf den Floor Beam auflegen oder um die Unterkante zu halten gedanklich den Stringer unten teilweise ausschneiden und mit dem verbleibenden Teil auf den Floor Beam auflegen. Diese Situation entspricht Gerolds Vorschlag.


    Dir fehlen nur die Floor Beams und der Untergurt. Die Floor Beams waren ca. 30'' bis 36'' hoch. Du kannst sie als fertige H-Profile einsetzen oder aus Blechen und Winkeln zusammensetzen.


    In der Mitte, verbunden mit der eng stehenden Pfosten des Fachwerks liegen zwei Querträger, die die Last aus dem Fachwerk zum King Post abtragen. Sie können bis UK Schwellen gehen.


    Du kannst also alles weiter verwenden, außer die Fotos regen dich zum detailierteren Nachbau an. Dann würde ich das bisherige Fachwerk durch eines aus den von Gerold verlinkten Central Valley Brückenteilen ersetzen und sonst wie oben beschrieben verfahren. Aber das muss nicht sein.


    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt. Wenn nicht müsste ich es mal zeichnen.
    Gruß, Volker

  • Matthias,


    Micro Engineering kannst du bei AAT und anderen deutschen Anbietern bestellen. Oder es gibt von Central Valley die Profile der bekannten Brücken extra zu kaufen, die nehm ich lieber für solche Zwecke.


    https://www.walthers.com/bridg…ns-heavy-duty-laced-pkg-5 .....es gibt auch punch plate girders, denk aber die laced girders passen besser.



    -- kannst du nicht einfach die schon gebauten Teile mit einem Träger unten versehen, und dann etwas tiefer als auf den Photos montieren? Dann wäre das ungefähr der Eindruck wie bei einer nachträglich verstärkten Brücke. Den Mechanismus würd ich nicht auseinandernehmen, das hört sich nach Ärger an.

  • Vielen Dank fuer eure Anregungen, Gerold und Volker die Links sind super, klasse Fotos vielen Dank.
    Obwohl ich geschrieben habe, dass das ganze eine freie Interpretation ist, (ihr habt ja bestimmt gesehen, dass die H-Profile nicht wie beim Vorbild zusammengebaut wurden sondern alle in der gleichen Ebene liegen, mit den Aussparungen des H zur Geruestmitte hin) denke ich jetzt darueber nach die restiche Drehscheibe umzubauen. Das mit dem tiefer Ansetzen ist glaube ich wirklich gut.


    Jetzt wieder eine Frage an euch, ich habe mir zwei Moeglichkeiten ausgedacht:
    1. Die ganze Drehscheibe zerlegen, die Plate-Girder unterhalb der Bruecke nach aussen setzen und wieder zusammenbauen. Vorteil: Die Teile passen auf jeden Fall aufeinander. Es muss nichts dazu gekauft werden, alle Teile sind vorhanden. Nachteil: Grosser Aufwand, alles muss zerlegt werden, die Mechanik der Drehscheibe ist sehr fummelig.
    2. Ich setze einfach ein weiteres paar Plate-Girder von aussen an. Vorteil: Bastelaufwand einfacher, ich muss nicht die ganze Mechanik zerlegen. Nachteil: Teile muessen gekauft und nachgearbeitet sowie angepasst werden. Das kostet auch wieder Zeit.
    Hat jemand vielleicht entsprechende Teile von Micro Engineering oder weiss eine Bezugsquelle? Ich will nicht uebermaessig viel Geld dafuer ausgeben.


    Was sagt ihr dazu?
    Gruesse Matthias

  • Mit den seitlich angesetzten Trusses sind die Drehscheiben anders konstruiert. Sie sind im Prinzip wie eine Pony Through Truss Bridge ausgeführt. Ein wunderschönes Bespiel war der ATSF Turntable in Bakersfield CA. Hier ist eine Zusammenstellung von Fotos des alten Betriebswerks. Dabei sind auch etliche Fotos des Turntables u.a. mit Details aus unterschiedlichen Perspektiven. https://www.flickr.com/photos/emd111/sets/72157654308005858/


    Wer Zugang zum Moder Railroader Archiv hat, findet einen Baubericht mit Zeichnungen in den Okt. und Nov. 1989 Ausgaben des MR. Ich habe leider keinen und auch den Bericht nicht mehr gefunden.
    Gruß, Volker

  • Hi Gerold
    Ja das hast du ganz richtig erkannt, die Gitter hängen im Moment noch freischwebend, wie du wahrscheinlich gesehen hast auch nur mit einem Streifen Tesa fixiert. Zur Verbinung kommt noch ein Längsträger über die gesamte Brückenlänge darunter. Ich werde allerdings Holz dafür nehmen, da es nach Bemalen und Einkleben sowieso kaum mehr sichtbar sein wird.
    Das Geländer kommt nach Innen als Sicherung für das Personal.


    Und auch mit der Statik hast du recht: Die Gitter müssten über den Längsträgern sitzen. Aber (ich hoffe jetzt erzähl ich nicht zu viel Quatsch da ich mir das aus wenig Material im Internet selbst zusammengereimt hab) diese Art von Brücken wurde eh verwendet, wenn die Grube nicht tief genug war um stabile Längsträger unter der Bühne zu platzieren, dann setzte man die Trusses eben oben an.
    Meine Drehscheibe hat aber stabile Querträger unterhalb, also in der Grube, so dass die Gitterträger gar nicht nötig wären. Sie sind rein kosmetisch, weil ich damit dem gezeigten Foto etwas näher kommen möchte. Ich vermute keine Gesellschaft würde so viel Material verhauen und oberhalb und unterhalb die Drehscheibenbrücke stabilisieren.
    Ich hoffe das war jetzt nicht totaler Quark, vielleicht gibt es hier ein paar Fans der Southern Pacific, die hatte soweit ich gelesen habe einige dieser Drehscheiben im Einsatz und vielleicht weiß hier jemand etwas mehr als ich.


    Grüße
    Matthias

  • So wie es jetzt aussieht, hat es ja keine echte Verbindung mit dem Körper der Brücke? M.M. nach müsste es direkt über den Haupträgern positioniert werden, um seinen Zweck zu erfüllen.

    Was Gerold sagt, ist richtig. Das Fachwerk ist zur Verbesserung der Tragfähigkeit vorhanden. Das funktioniert nur, wenn die Hauptträger als Untergurt wirken.
    Gruß, Volker

  • Wird das "Gitter" ( "Truss") dann hinter das Geländer plaziert? So wie es jetzt aussieht, hat es ja keine echte Verbindung mit dem Körper der Brücke? M.M. nach müsste es direkt über den Haupträgern positioniert werden, um seinen Zweck zu erfüllen.

  • Guten Tag
    Nach einer berufsbedingten Pause gab es nun mal wieder eine kleine Bastelei (die hoffentlich noch fortgesetzt werden kann):
    Ich habe begonnen, die Drehscheibe umzubauen. Das Gerüst bestehen aus 3mm H-Profil von Plastruct (hatte ich gerade da), Ich habe allerdings zur Vereinfachung entgegen dem Vorbildfoto für alle Träger das gleiche Profil benutzt. Dennoch finde ich, dass der massive Eindruck des Vorbildfotos gut wiedergeben wird. Es fehlen noch die Nietbleche (Trapezbleche? Oder wie heißt das richtig?), diese werden aus dünner Pappe (oder kräftiges Papier, wie man es nimmt, Stärke etwa Fotokarton) ausgeschnitten werden. Die Nieten werden dann von hinten mit einem Stechrad (mit dem Muster auf Stoff übertragen werden) durchgedrückt.
    Farblich wollte ich alles mit Primer grundieren und dann zunächst schwarz als Grundfarbe benutzen (weil alle "Metallteile" des Drehscheibenmodells schwarz sind) und dann natürlich wie der Rest verrostet mittels drybrush-Methode.
    Die Stromleitung zur Drehscheibe wird auch noch angepasst und wird auf den Trägern sitzen.


    Aber nun erst mal die Fotos der ersten Stellprobe (mit Tesa)





    Viel Spass beim Angucken und wie immer freue ich mich über Kommentare, Fragen, Gedanken, etc.


    Grüße
    Matthias

  • Ich wollte mal noch ein wenig blabla zum Gleisplan schreiben, also wie ich drauf gekommen bin und so weiter. Zunächst noch mal der Plan:



    Die hinteren beiden Gleise neben der Drehscheibe sind ein Anschluss eines Packinghouse für Früchte eines Anbaubetriebes. Außerhalb der Saison wird das vordere der beiden Gleise als Speichergleis benutzt. Das Packinghouse soll im Kitbashing erstellt werden, als Vorbild habe ich mir sowas vorgestellt wie auf dem nächsten Bild. Zumindest Anordnung der Fenster, Überdachung der Laderampe und Neigung des Daches sowie Dachbelag möchte ich als Stilelemente übernehmen, es wird eher kein sklavischer Nachbau, dazu fehlt auch der Platz:



    Daneben befindet sich die Drehscheibe, die eigentlich nur zum Wenden gedacht war, nun aber auf dem neuen Plan einen Anschluss zu einem RIP-Gleis bietet. Zuletzt habe ich nun einige Fotos aus dem Raum des FEC K-Branch um den Lake Okeechobee gefunden, zu dem ich diese Anlage örtlich ein wenig zuordnen will: In Okeechobee gab es (allerdings nur etwa bis zur Eröffnung des Cutoffs von Fort Pierce aus) eine Drehscheibe und einen Rundschuppen, siehe Bild, ich werde versuchen, die Drehscheibe dahingehend mit den Querträgern umzubauen. Der Rundschuppen soll als Dummi hinter der Drehscheibe entstehen, wird allerdings nicht befahrbar und soll ein wenig die Ecke tarnen (der Hintergrund ist ja leider nicht abgerundet)



    Warum überhaupt eine Drehscheibe in so einem Kuhkaff? Das erklärt sich durch den Anschluss der Zuckerrohrbahn, es ist nämlich deren Betriebswerk das am Anschluss zur durchfahrenden Bahngesellschaft FEC liegt. Dargestellt wird allerdings nicht die Zuckerfabrik sondern nur ein Übergabebahnhof, so dass ich hier einige Zuckerrohrwagen abstellen kann (bisher habe ich nur einen zur Probe gebaut). Die Idee zum rechtwinkligen Anschluss im Bogen kam beim betrachten von Google-Earth Bildern von US-Sugar in Pahokee, siehe Bilder. Allerdings ist in natura natürlich genug Platz, so dass man keine Bogenweichen braucht.


    Im Bereich der Bogenweichen liegt ausserdem ein kleiner Bach, und ein Strassenübergang und ein kleines Haus neben dem Bahndamm. Ein hübsches kleines Häuschen als mögliches Vorbild habe ich auch gefunden.



    Damit ist auch der Ort Pahokee fast schon fest vorgegeben, von Vorteil ist, dass die Bahnhöfe am K-Branch mehr oder weniger im Einheitsstil errichtet wurden. Hier zwei Bilder der Stationen Okeechobee und Pahokee, praktisch ein identisches Gebäude, das so oder in etwas kleinerer Form (sonst könnte das Gebäude zu mächtig aussehen) auf dem rechten Segment dargestellt werden soll und noch etwas warten muss, weil es sich um ein komplettes Selbstbauprojekt handeln wird.
    <im


    Hier führt jetzt noch ein Teamtrack oder Housetrack neben das Bahnhofsgebäude. Das hintere lose Gleis soll später über einen Fiddleyard nach rechts angeschlossen werden aus dem das Gleis über eine Schiebebühne erreicht wird. An dem Gleis sollen zwei oder drei Industrien zu liegen kommen, ganz exakt weiß ich das noch nicht. Meine Ideen waren in Richtung Konstruktionsmaterial, Kistenfabrik und eventuell noch ein Kühlhaus, das was man hier draußen halt so brauchen könnte und was groß genug ist für einen Bahnanschluss (auch wenn er geteilt ist).
    Das rechte Segment wird übrigens bei Betrieb mit einem Ikea-Seitenteil an das zweite Segment, das auf dem Gestell über dem Schreibtisch aufliegt, verbunden. Ein anschraubbarer Hintergrund für diese Konstruktion ist noch zu bauen, das zweite rechte Segment ist aber wie gesagt nicht permanent installiert.


    Ich hoffe ihr versteht ein bisschen was ich meine und was ich mir gedacht habe, soweit, Kommentare und Gedanken wie gesagt jederzeit gerne.
    Grüße
    Matthias

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