Abschaltung der Börse

  • Ob es ein schwarzes Brett wie hier überhaupt betrifft, ist ja noch unklar


    Aussage eines befreundeten Steuerberaters: Wenn da ein Verkäufer Mist baut, festgestellt wird das die Verkäufe über die Börse hier abgewickelt wurden und ich das (natürlich) nicht nachweisen kann, da die Abwicklung nicht über das System läuft, dann habe ich ein großes Problem. Also ist es besser dicht zu machen.


    Durch eine Dokumentationspflicht findet nun mal keine Kriminalisierung statt, es soll damit ein ungesetzliches Handeln leichter verfolgt werden können.Ob das vom Gesetzgeber hier sinnvoll oder erfolgversprechend ist, steht auf einem anderen Blatt.


    Die Dokumentation ist aber schlicht und einfach für mich und Simon, als den Forumsbetreibern, unmöglich leistbar.
    Zur Erinnerung: Das hier machen wir alle als Freizeit. Die Software speichert nix, dass war anno 2008 nicht vorgesehen. Ebay, Amazon und Co speichern die Daten eh, da macht es die Software.


    Ich hatte insbesondere bei einem Verkäufer den Eindruck eines Gewerbetreibenden, dass war zuviel Angebot.


    Quote

    Aber ich sehe schon, ich stosse hier nur auf Unverständnis.


    Nein, nein. Löschen o.ä. ist für mich das allerletzte Mittel. Ich gebe zu liegt auch an einem Blog, der gegen meinen Arbeitgeber, aber auch einzelne Mitarbeiter, tagtäglich irgendwelchen Dünnschi... verbreitet.
    Eine Klage wurde vor Gericht abgeschmettert: Recht auf freie Meinungsäusserung!

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    Bigboy4015 - Ulrich Wolf - Cajon Pass / Nebraska / Wyoming - DB / SBB / ÖBB - DVB Straßenbahn Dresden - H0

    The situation is hopeless but not serious !

  • Wo wird der Bundespräsident verunglimpft, daß du §90 StGB aufrufst? Das mit dem rechten Rand vergessen wir aber mal ganz schnell, denn das ist längst in seiner Pauschalität als Totschlagargument entlarvt von Leuten benutzt, die zu einem Thema keine Argumente haben oder jede Art der Diskussion über ein Thema abwürgen wollen.
    Demokratie geht anders!


    Okay, Markus, kleine Schludrigkeit, es ist der §90a, nicht der §90, der auf die "Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole" eingeht. Und das mit dem rechten Rand vergesse ich nicht ganz schnell. Es ist eben so, dass eine bestimmte Art des Rumgrölens und Unterstellens (siehe unten: "der Staat finanziert Statsfeinde und importiert Terroristen") aus einer bestimmten politischen Ecke kommt, eben die, die im Plenarsaal auch ganz rechts ist. Das ist kein Totschlagsargument, das ist überhaupt kein Argument, sondern lediglich eine Einordnung in das Meinungsspektrum. Und dass ich ein Thema abwürgen will, verstehe ich auch nicht. Erstens war der Beitrag von "Der Kutscher" ja schon off-topic, zweitens ist er in sich völlig unlogisch. Durch eine Dokumentationspflicht findet nun mal keine Kriminalisierung statt, es soll damit ein ungesetzliches Handeln leichter verfolgt werden können.Ob das vom Gesetzgeber hier sinnvoll oder erfolgversprechend ist, steht auf einem anderen Blatt.


    Dass aber nun derjenige, der ein ungebührliches, verbales Verhalten kritisiert, sich verteidigen muss, finde ich merkwürdig. Weder wollte ich die Diskussion über das eigentliche Thema abwürgen, denn darauf bin ich ja garnicht eingegangen, noch kannst Du mir vorwerfen, keine Argumente zu haben. Aber ich sehe schon, ich stosse hier nur auf Unverständnis.

  • Wo wird der Bundespräsident verunglimpft, daß du §90 StGB aufrufst? Das mit dem rechten Rand vergessen wir aber mal ganz schnell, denn das ist längst in seiner Pauschalität als Totschlagargument entlarvt von Leuten benutzt, die zu einem Thema keine Argumente haben oder jede Art der Diskussion über ein Thema abwürgen wollen.
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    Gruß Markus


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    Conrail, Norfolk Southern , CSX ... und BNSF ist auch ganz nett

  • Quote

    Ist es nicht wunderbar ?
    Ein Staat , der jedes Jahr Milliarden und Abermilliarden einfach so aus dem Fenster schmeißt , Staatsfeinde finanziert und Terroristen importiert , stellt seine Bürger unter Generalverdacht und kriminalisiert das ganze Volk wegen ein paar Cent "etwaiger Steuerausfälle"...
    Was kotzt (sorry,den entsprechenden smiley gibt´s ja nicht mehr) mich dieser Staat an !


    Wenn jetzt hier auch eine neue Plattform für Hasstiraden nach dem Muster des rechten Randes aufgemacht wird, finde ich das allerdings auch gar nicht witzig. Unter Umständen ist obiger Beitrag sogar strafrechtlich relevant nach Paragraf 90 StGB. Da das nun seit fast einem Tag unwidersprochen hier stehen darf, frage ich mich, ob ich in diesem Forum noch am richtigen Ort bin. Mit Meinungsfreiheit hat das jedenfalls nichts mehr zu tun.


    Was die Steuerregelungen angeht: Es ist eben so, dass massenhaft sogenannte ?sofa seller? sich über halbprofessionellen online-Handel, aber auch auf Kleinanzeigen-Plattformen etwas dazuverdienen, ohne die Gewinne daraus zu versteuern und damit in unfaire Konkurrenz treten zu Geschäften, die alles ordentlich abwickeln. Ob es ein schwarzes Brett wie hier überhaupt betrifft, ist ja noch unklar.


    Grüsse



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

  • Da diese Plattformen die Daten sowieso speichern brauchen die wohl pro Standort nur öfter eine neue Festplatte und ein neues Regal zum einlagern der Festplatten falls das Finanzamt klopft.

    Gruß Markus


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  • https://www.mazars.de/Home/The…nderungen-auf-einen-Blick




    Online-Marktplätze
    a) Aufzeichnungspflichten
    Am 1.8.2018 hat das Kabinett den Entwurf eines „Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet“ beschlossen. Betroffen sind hiervon „Betreiber von elektronischen Marktplätzen“. Als Beispiel zu nennen wären hier wohl u. a. Amazon oder Ebay. Jedoch gibt es auch indirekte Handlungspflichten für die Verkäufer auf den elektronischen Marktplätzen.
    § 22f Abs. 1 Satz 1 UStG-E wird zukünftig die Betreiber eines elektronischen Marktplatzes verpflichten, Informationen über Umsätze aufzuzeichnen, die Verkäufer über den Marktplatz generieren. Wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind, besteht für die Betreiber eine Aufzeichnungspflicht:

    • Der Verkäufer ist Unternehmer und
    • liefert einen Gegenstand.
    • Des Weiteren muss die Lieferung auf dem bereitgestellten elektronischen Marktplatz „rechtlich begründet worden sein“ und
    • die Beförderung oder Versendung des Liefergegenstandes beginnt oder endet im Inland.

    Zudem folgt noch, dass die Betreiber von ihren Verkäufern einen Nachweis fordern müssen, dass sie in Deutschland für umsatzsteuerliche Zwecke registriert sind. Hierzu soll es ein neues Formular geben, eine Registrierungsbestätigung, welche von den Finanzämtern ausgestellt werden soll. Dieses muss vom Verkäufer beantragt werden. Es ist bisher noch unklar, ob es genügt, wenn dem Betreiber eine Kopie dieser Bestätigung vorliegt. Verkäufer, die auf mehreren Plattformen tätig sind, sollten daher gleich mehrere Bestätigungen anfordern. Verkäufer aus dem Drittland erhalten die Bescheinigung nur, wenn zuvor ein Empfangsbevollmächtigter im Inland benannt wurde.



    .... hört sich nicht so dramatisch an, aber wer weiss. Scheint doch eine innerdeutsche Angelegenheit zu sein , was nicht heisst, dass die-Leute-die-uns-sagen-was-gut-für-uns-ist nicht hier auch aufspringen.
    - gibts einen Grund, warum ich meinen vorigen Beitrag nicht bearbeiten kann, oder spinnt mein PC?

  • in weiterer Folge müsste das ja auch und gerade Plattformen wie Flohbay , willhaben usw betreffen? Interessant dass ich von der Situation heute das erste Mal höre - das hat ja weitreichende Auswirkungen. Willhaben, das ja offensichtlich nicht provisionsweise mitschneidet, sondern sich nur aus Werbeeinnahmen finanziert, hätte plötzlich einen beträchtlichen Zusatzaufwand.


    Ich nehme ja an dass diese Änderung EU weit gilt.

  • ...schön kurz und knapp:


    Quote

    Das Umsatzsteuergesetz sieht ab 1.1.2019 eine Aufzeichnungspflicht vor, nach der ich als Webseiten-Betreiber die Daten, inklusive der Steuerdaten, von Verkäufern zu erfassen habe, bei Privatpersonen statt Steuernummer/USt-ID das Geburtsdatum. Dazu Lieferort und Preis zu jeder Transaktion. Diese Daten fielen unter die 10-jährige Aufbewahrungsfrist (aus welcher in der Praxis bekanntlich 13 Jahre werden) und die Finanzbehörden wären befugt, diese Daten ohne weitere Legitimation (insb. ohne richterlichen Beschluss) bei mir abzufragen.
    Ab 1.9.2019 wäre ich als Seitenbetreiber zusätzlich haftbar zu machen für hinterzogene Umsatzsteuer aus Transaktionen, welche über die Kleinanzeigen abgewickelt wurden und bei denen ich der Aufzeichnungspflicht wissentlich oder unwissentlich nicht nachgekommen bin oder nicht nachkommen konnte.

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  • Die Kleinteile-Suche lasse ich online...

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  • Die Geschäfte an sich sind Privatgeschäfte mit gebrauchten Dingen ohne kommerziellen Hintergrund


    Und da fängt die Sch.... an. Was wenn ein Gewerblicher als Scheinprivater verkauft?

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  • Wäre es nichteine Lösung, das Ganze "Schwarzes Brett - Suche - Biete" oder so ähnlich zu nennen ? Denn sowas in der Art ist es ja auch. Das Forum, oder Du ist bzw. bist ja letztendlich nicht am Geschäft beteiligt. Es werden keine Gebüren fällig. Es ist "nur" eine Stelle, wo Leute, die etwas suchen oder Bieten zusammengebracht werden. Die Geschäfte an sich sind Privatgeschäfte mit gebrauchten Dingen ohne kommerziellen Hintergrund. Oder?


    Grüße Tom

  • Mir war das ganze neu, aber Vorsicht iss die Mama der Porzellankiste.
    Der Gesetzestext ist gerade was so kleine Onlinebörsen angeht sowas von "verschwurbelt".


    Die Börse ist stillgelegt, kann aber in ein paar Minuten wieder online sein. Ich muss die Woche mal ein paar Freunde bei den Finanzbehörden sprechen.
    Auch weil die Börse eben nur Angebote zeigt, eine Transaktion aber extern abläuft. Ich also keine Chance habe irgendwelche Transaktionen zu speichern.


    Das ganze ist fast wie DSGVO - Wirrer Text und viel zu viel Auslegungsvarianten.


    PS: Den Kotz-Smilie gab es nie.
    Bin mir 300% sicher das ich Neue implementiert habe aber nie welche rausgenommen. :D

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