Siemens liefert ersten Charger an Amtrak

  • Siemens hat die erste Langstreckenlokomotive des Typs ALC-42 in Chicago an Amtrak übergeben. Die Lok mit der Betriebsnummer 300 wird jetzt auf verschiedenen Amtrak Strecken getestet und soll dann Ende August Anfang September den regulären Betrieb aufnehmen. In Zukunft sollen zwei Loks pro Monat geliefert werden.


    Gegenüber der SC-44 hat die ALC-42 200 kW weniger Leistung, nämlich 3100 kW. Mit 8100 L Tankvolumen hat sie 1500 L mehr als die SC-44. Andere Änderungen betreffen leichtere Wartbarkeit und Wheel Slip Kontrolle.

    Quelle: https://railcolornews.com/2021…emens-charger-locomotive/

    Gruß, Volker

  • hmmm.... wo sind die Zeiten. als ein amerikanischer Streamliner für uns wie ein Bote aus der Zukunft aussah, und bei uns jahrzehntealte US Designs abgekupfert wurden? Nun regiert weltweit der Einheitsbrei - so wie bei den PKW.

  • Vollste Zustimmung , Gerold :appl: ! Markante Formensprache muß nicht gleich den cW-Wert eines "Schuhkartons" haben und rundgelutschter Einheitsbrei ist nicht automatisch strömungsgünstiger.

    beavis Jörgen beavis


    "ALS DEIN ANWALT EMPFEHLE ICH DIR , MIT HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT ZU FAHREN !"



  • Als die ersten Wide Cabs auftauchten, hieß es in den USA: A face only a mother can love. Heute haben wir uns daran gewöhnt.


    Bei den in den USA gefahren Zuglängen und Geschwindigkeiten bei Güterzügen spielt der Luftwiderstand der Lokomotive nur eine untergeordnete Rolle. Da sind Schuhkartons (SD40, SD70Ace etc.) möglich.


    Bei 125 mph Personenzügen spielt der Luftwiderstand eine Rolle, weniger wegen aller anderen Widerstande als beim Auto, aber nicht vernachlässigbar wie bei US Güterzügen.


    Ob EMD F125, Siemens Charger, MPI MP36PH und MPI MSP46 etc. sie haben sicher eine markante Formensprache. Dem einen gefällt sie, dem anderen nicht. Egal zu welcher Gruppe man gehört, amerikanischer Barock wird nicht wiederkommen, die Herstellungskosten wären viel zu hoch.


    Form folgt halt doch Funktion, aber die moderne industrielle Fertigung und Wirtschaftlichkeit begrenzen die Möglichkeiten. Dabei zeigen die vier benannten Lokmodelle, dass mehr als ein Weg nach Rom führt.

    Gruß, Volker

  • Da doch was mit Form und Funktion. Bei höheren Geschwindigkeiten kann man eben nicht mehr mit Schuhkartons mit Vorbau antreten.

    Gruß, Volker


    eine E6 oder eine Shovelnose sieht aber einem Schuhkarton nicht wirklich ähnlich. Ob da ein Taurus oder ein Charger viel besser dasteht?

  • eine E6 oder eine Shovelnose sieht aber einem Schuhkarton nicht wirklich ähnlich. Ob da ein Taurus oder ein Charger viel besser dasteht?

    Die waren mit Schuhkarton auch nicht gemeint. Siehe Post #7, SD40, SD70Ace etc.


    Beim Charger bin ich mir ziemlich sicher, da die Frontfläche ca. 22% kleiner als bei einer E7 ist.


    E-Serie und F-Serie wie auch Shovelnose sind technisch so veraltet, dass ich mir über sie keine Gedanken machen würde, zumal ich kein Fan diese Loks war.

    Gruß, Volker

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