Posts by espee

    Bei der DPU-Steuerung gibt zwei Modi.

    1. Modus: Die DPU führen die gleichen Befehle aus, wie die Führungslok

    2. Modus: Die DPU werden unabhängig von den Führungsloks gesteuert


    Du hattest LZB ins Gespräch gebracht. Um die Unterschiede zu zeigen, habe ich die PTC-Anforderungen aufgeführt. LTC ist eine frühe Zugbeeinflussung, die bei hohen Geschwindigkeiten über die Blockgrenzen schaut


    PTC ist nicht gleich PTC. Die Unterschiede sind im englischsprachigen Wiki-Artikel bei den einzelnen Bahngesellschaften aufgeführt.

    Gruß, Volker

    Die Theorie, dass DPUs am Zugende den Unfall verursacht haben, ist vom Tisch. Der besagte in einer anderen Division arbeitende Lokführer der UP hatte Zugang zur Trainlist. Der Zug hatte demnach keine DPUs.

    Das ganze System ist sehr tricky, der Bediener muss sich zu jeder Zeit über die Zustände in seinem Zug und die Streckenverhältnisse bewusst sein. Ist nicht wie ICE fahren in LZB Führung.

    Hier geht es nur um die Steuerung der DPU vom der führenden Lok.

    Die deutsche LZB lässt sich eher mit der amerikanischen Positive Train Control (PTC) vergleichen. PTC soll folgende Aufgaben erfüllen:

    - Zugtrennung oder Kollisionsvermeidung

    - Durchsetzung der Streckengeschwindigkeit

    - Vorübergehende Geschwindigkeitsbeschränkungen

    - Sicherheit für Bahnarbeiter am Gleisbett

    - Überwachung des Dark Territory (nicht signal-überwacht)

    Hier sind Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Positive_Train_Control

    https://en.wikipedia.org/wiki/Positive_train_control


    Das von den Class 1 implementierte PTC greift imer noch aud die Signale zurück. Die Chance bei Verzicht auf Signale mit einem Moving Block System die Streckenkapazität zu erhöhen und Wartungskosten einzusparen, wurde nicht genutzt. Beim Moving Block definiert PTC eine Sicherheitszone um einen Zug und erzwingt die Einhaltung.


    Böse Zungen in den USA behaupten, diese Chance wäre vertan gewesen, als die Bahngesellschaften ihre Signaltechnik-Abteilung mit PTC betraut haben. Die offizielle Lesart ist, die Kosten wären zu hoch geworden und die Zeit wäre zu kurz gewesen.


    VR hat einen Zusammenschnitt von Unfall und Aufräumarbeiten ins netz gestellt:

    Gruß, Volker

    Es sieht so aus, als wäre das das Gegenteil von Stringlining. Der Zug steht so unter Druck, dass die Waggons nach außen kippen.


    Ein UP-Lokführer vermutet in einem US-Forum, dass der Druck von einem DPU kam, dass dieKommunikation mit dem Headend verloren hat. Das DPU würde in dem Fall für 90 Minuten dem letzten Befehl folgen und hätte dadurch veräumt, für di Kurvedie Leistung zurückzunehmen.

    Gruß, Volker

    Das ist auch in NRW fast Normalität. Alte in die Jahre gekommene und aus der Förderung fallende Windparks werden demontiert. Neu Windräder dürfen nicht aufgestellt werden, da die neuen Abstandsregeln nicht eingehalten werden.


    Technisch ist vieles machbar und mir wäre lieb, es würde umgesetzt, nur scheitert das Meiste an der Bürokratie.

    Gruß, Volker

    Technisch ist vieles möglich, aber ist auch umsetzbar? selbst wenn, wird es aus meiner Sicht am Zeitrahmen scheitern.

    Wie gesagt: Wir hatten schon Jahre, in denen wir in Deutschland 3x soviel Windenergie-Leistung installiert haben wie 2021. Wir hatten auch schon Jahre, in denen wir in Deutschland fast doppelt soviel Photovoltaik-Leistung installiert haben wie 2021. Das können wir. Photovoltaik erholt sich gerade auch aus dem Kahlschlag von 2012, jedes Jahr 10% mehr als im Vorjahr.

    Seitdem haben sich leider nur die Regeln in einigen Bundesländern geändert. In Bayern gilt 10xH als Abstand, in NRW 1000 m. In Bayern müssen damit die Windräder in Wälder ausweichen (Klagen garantiert), in NRW stehen nur 0,7% der Landesfläche zu Verfügung, statt der von der Bundesregierung geforderten 2%. Selbst wenn es keine Klagen gibt, dauert es bis zu 10 Jahre zur Inbetriebnahme eines Windpark, siehe unten.


    Das deutsche Planungsrecht hat noch eine unangenehme Eigenheit: Ändern sich Regularien während der Planungsprozesses, so sind alle änderung bis zu Abgabe der Planungsunterlagen zu berücksichtigen. Selbst während des Prüfprozesses eintretende Änderung sind gegebenenfalls zu berücksichtigen. All das kann den Planungsprozess zurückwerfen.


    Das Bundesländer in Details unterschiedliche Planungsregeln und Landesgesetze haben, ist weniger das Problem. Um das zu kompensieren, kann man örtliche Fachleute einschalten. Auch die Ämter selbst sind da aus eigener Erfahrung sehr hilfsbereit. Letztendlich ist das learning by doing.

    Gruß, Volker

    Ich denke, wir könnes es drehen und wenden wie wir wollen, mit dem derzeitigen Planfeststellungsverfahren werden wir weder die Energiewende noch die Sanierung unserer Infrastruktur hinbekommen.


    In Coesfeld-Lette ist gerade ein Windpark nach 10 Jahren Planungs- und Bauzeit in Betrieb gegangen, obwohl es wegen der Bürgerbeteiligung keine Klagen gab. 25% gehören den Landwirten, auf deren Land die 13 Windräder stehen 50% der Bürgerschaft und 25% den Stadtwerken.


    Das dänische Planungsmodell ist übrigens nach der Wende bei uns zur Beschleunigung eingeführt worden, wo für die nun erforderlichen Ost-West Verbindungen Eile war.

    Gruß, Volker

    Das Problem beim deutschen Verfahren ist aus meiner Sicht, dass die Anregungen/Widersprüche aus der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht rechtlich bindend sind. Der Antragsteller kann sie mit einer entsprechenden Begründung verwerfen. Da das Planfeststellungsverfahren in sich geschlossen ist kann erst nach dem Planfeststellungsbeschluss geklagt werden.


    In den Niederlanden sitzen für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) alle Stakeholder an einem Tisch, es wird ein gemeinsamer Bericht erarbeitet, auf dessen Basis die Genehmigungsbehörde entscheidet. Da die UPV ein gesondertes Verfahren ist, kann dagegen gesondert geklagt werden. Da vorher schon Kompromisse geschlossen wurden, sind Klagen seltener.


    In Dänemark wird für jedes große Bauvorhaben wie den Fehmarnbelt-Tunnel im Parlament ein eigenes eingebracht und beschlossen. Damit besteht dann Baurecht, gegen das geklagt werden kann. Beim o.g. Tunnel gab es auf deutscher Seite über 12.000 auf dänischer Seite knapp 50 Einsprüche.


    Im angeblich so unorganisierten Italien ist der Ersatz für die in Genua eingestürzte Brücke zwei Jahre nach dem Einsturz freigegeben worden. Der Ersatzbau für die gesperrte Rahmedetalbrücke im Zuge der A45 sind minimum 5 Jahre veranschlagt, neue Planfeststellung und UVP eingeschlossen. Und dann wird sicherlich irgendwer klagen.

    Gruß, Volker

    Naja Volker, ganz so ist es nicht.

    Es gibt schon die möglichkeit, früh, z.B. bei der Offenlegung eines Planes, seine Meinung kund zu tun.


    Nur aus eigener Erfahrung in fast 40 Jahren Verwaltung: Die nachher am lautesten schreien sind oft die, die es vorher nicht interessiert hat.

    Ja Du hast recht, nur was Du früh nennst ist der letzte Schritt vor der Planfeststellung. Die fertigen Planfeststellungsunterlagen werden an die Genehmigungsbehörde zur Planfeststellung eingereicht, die dann die Unterlagen öffentlich auslegt und zum Erörterungstermin einlädt. Das ist ein Zeitpunkt, wo planende Behörden widerwillig auf Änderungswünsche reagieren, da sie mit nicht unerheblicher Mehrarbeit und Zeitverzug verbunden sind.


    Mit einer Beteiligung aller Stakeholder in der Phase der Erstellung der Planfeststellungsunterlagen, könnte man später evt. die Klagerechte einschränken.

    Gruß, Volker

    Richtige Demokratie ist, wenn sich auch eine andersdenkende Minderheit der großen Mehrheit anschliesst. Und nicht umgekehrt eine lautstark quakende Minderheit ihre eigenen Ansichten und Meinungen der großen Mehrheit aufzwingen will.

    Zur Demokratie gehört aber auch, dass jede Regierungs- oder Behördenentscheidung gerichtlich auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft werden kann, wenn es Kläger gibt.


    So komplex wie Gesetze geworden sind, wird es in Umweltfragen leider immer unterschiedliche Auslegungen geben, die zu Klagen führen. Vor Gericht und auf hoher See ist man dann in Gottes Hand.


    Um das in den Griff zu bekommen, muss das Planungsrecht auf den Kopf gestellt werden. Vielleicht sollte man über die Grenzen schauen, wo in anderen Ländern alle Stakeholder, auch Umweltverbände, in den Planungsprozess eingebunden werden. In Detschland können sie erst gegen nach Einreichung des Plans angehört werden und nach dem Panfeststellungsbeschluss klagen.

    Gruß, Volker

    Bei großflächigem Einsatz würde der Strom vermutlich von AKW kommen.

    Wie gesagt: Von welchem AKW? Von einem der französischen, von denen gerade wieder 30% wegen technischer Probleme oder Wartung stillstehen, weshalb in Frankreich Großverbraucher abgeschaltet werden? Von Projekten wie Hinkley Point C, die in 20 Jahren (vielleicht) soviel Leistung zubauen, wie Wind/Sonne in Deutschland pro Jahr schaffen, zu Preisen, die doppelt so hoch liegen?


    MfG, Heiko

    Ich sprach von North Platte USA,


    Im Endeffekt ist es nicht eine Frage des Preises sondern der Machbarkeit. Und das gilt für Windkraft wie für AKW. Die Akzeptanz für Windräder ist nicht viel besser als für AKW, zumindest nicht in der unmittelbaren Nähe geplanter Standorte.


    Ich kann zwar mit Lutz Grünbashing nicht viel anfangen kann, aber in einem stimme ich zu: Wir werden die Energiewende nicht hinbekommen.

    Gruß, Volker

    Bleiben wir mal bei der UP, sagen wir in North Platte werden täglich 100 Loks im Service betankt, jede mit 5.000 Litern Diesel.

    Jetzt träumt man davon das mit Akku-Loks zu bewerkstelligen.

    Der Equivalent von 500.000 Litern Diesel in Strom? Prost Mahlzeit, wo ist das Kraftwerk?

    Ein Liter Dieselentspricht ca. 11 kWh. Berücksichtigt man die unterschiedliche Wirkungsgrade von diesel-elektrisch zu batterie-elektrisch bleiben ca. 5,5 kWh..


    500.000 l entsprechen 2750 MWh. 24/7 Berieb vorausgesetzt benötigt man ca. 115 MW Kraftwerksleistung. Machbar aber sinnvoll?


    Um die Ladeleistung über den Tag zu verteilen, müsste man ganze Consists austauschen oder mit austauschbaren Batteriewaggons arbeiten. Man kann mit einzelnen Batterieloks in Consists von Dieselloks Treibatoff sparen aber an einen Ersatz von Dieselloks glaube ich nur in Bereichen, wo eine Batterieladung für die Tagesleistung reicht und nachts neu aufgeladen wird.


    Eine Elektrifizierung mit Oberleitung würde kaum weniger Leistung benötigen.


    Bei großflächigem Einsatz würde der Strom vermutlich von AKW kommen.

    Der Zweck den Bedarf mit Strom sicher abdecken zu wollen, kann und wird nicht Grün sein. Kupferleitungen, bsplw., wachsen nicht an Bäumen.

    Greenpeace prangerte bereits vor Jahren Windparks an. Beeinträchtigungen von Zugvögel war eines der Argumente. Wasserkraftanlagen sind definitiv Fischschredder und.....woher soll die Kontinuität der Wasserführung in den Flüssen herkommen???? Egal wie wir es nennen wollen, es wird nie die erträumte Waldatmosphäre. Es sind doch zu viele Fragen offen! Einzigst, der Dreck entsteht fernab von unserer "Öko-Heimat".....:ironie:

    Auch Kupferleitungen kann mit grünem Strom herstellen. Fortescue stellt alle seine in Minen eingesetzten Fahrzeuge und Bagger etc. auf Batteriebetrieb um.

    Die Zugvogelproblematik ist sicher nicht flächendeckend und auch die Tötung von Vögeln durch Windräder ist relativ. Geschätzt werden ca. 100.000 Vögel pro Jahr in Deutschland getötet. Dagegen verlieren ca. 18 Mio. Vögel ihr Leben an Glasscheiben und geschätzt 200 Mio. Vögel werden von unseren lieben Katzen getötet.

    Gruß, Volker

    Dass wir von fossilen Teibstoffen weg müssen, ist notwendig. Ob es immer Elektrizität als Ersatz sein muss, stelle ich infrage.


    Leider erfordert ja nicht nur die Verkehrswende zusätzlich Strom. Industrien wie Stahl und Zement benötigen zur Klimaneutralität Wasserstoff, der durch grünen Strom gewonnen werden muss. Heizungen in Häusern werden durch Wärmepumpen ersetzt werden müssen und wenn der Klimawandel so fortschreitet, werden wir unzählige Klimaanlagen benötigen.


    All das soll laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in 2030 zu einem Stromverbrauch von ca. 700 Terrawattstunden (TWh) führen, eine erhöhung von ca. 30% gegenüber 2020.


    Da teile ich nicht Heikos Optimismus, dass das in Deutschland mit Wind Und Solar geschafft werden kann, geschweige denn in anderen Ländern.


    In NRW werden aus der Förderung fallende Windräder rückgebaut, dürfen aber wegen der neuen Abstandsregeln nicht ersetzt werden. Abstandsregeln und weitere Einschränkungen begrenzen dort den möglichen Ausbau und das ist in anderen Bundesländern ähnlich.

    Gruß, Volker

    Die nach Australien an Rio Tinto und Roy Hill verkauften Loks sind bereits die zweite Generation mit 7,2 MWh.


    Wenn Du Strom für diese sechs Loks meinst, dann solte das für einen Minenbetrieb kein Problem sein. Wenn Du den Stromverbrauch für die gesamte Verkehrswende zur Elektromobilität meinst..... Gute Frage, nächste Frage.


    Aber Scherz beiseite, so schwer es mir als Atomkraftgegner fällt, ich sehe nicht wie Wind- und Solarenergie den zusätzlichen Bedarf aus der Verkehrswende rechtzeitig in Deutschland decken kann. Ich fürchte, es führt kein Weg an Atomkraft vorbei, entweder bei uns oder zugekauft aus Nachbarländern.


    Zumindestens würde Kernkraftwerke als Übergangslösung uns Zeit erkaufen.


    Die Frage ist doch, was ist die größere Gefahr für die Menschheit, Klimakatastrophe oder Kernkraft. Ich halte die Klimakatastrophe für viel gefährlicher. Sie wird, wenn nicht gestoppt, die Welt für Menschen mit Sicherheit unbewohnbar machen, ein Kernkraft-GAU wir evt Teilflächen betreffen oder auch nicht.

    Gruß, Volker

    Die nach Australien an Rio Tinto und Roy Hill verkauften Loks sind bereits die zweite Generation mit 7,2 MWh.


    Wenn Du Strom für diese sechs Loks meinst, dann solte das für einen Minenbetrieb kein Problem sein. Wenn Du den Stromverbrauch für die gesamte Verkehrswende zur Elektromobilität meinst..... Gute Frage, nächste Frage.


    Aber Scherz beiseite, so schwer es mir als Atomkraftgegner fällt, ich sehe nicht wie Wind- und Solarenergie den zusätzlichen Bedarf aus der Verkehrswende rechtzeitig in Deutschland decken kann. Ich fürchte, es führt kein Weg an Atomkraft vorbei, entweder bei uns oder zugekauft aus Nachbarländern.


    Zumindestens würde Kernkraftwerke als Übergangslösung uns Zeit erkaufen.


    Die Frage ist doch, was ist die größere Gefahr für die Menschheit, Klimakatastrophe oder Kernkraft. Ich halte die Klimakatastrophe für viel gefährlicher. Sie wird, wenn nicht gestoppt, die Welt für Menschen mit Sicherheit unbewohnbar machen, ein Kernkraft-GAU wir evt Teilflächen betreffen oder auch nicht.

    Gruß, Volker

    Das werden Anwohner einer Bahnstrecke sicher anders sehen.


    Ich habe mal in Buena Vista, Co. in einem Motel an der Tennessee Pass Strecke übernachtet, möglichst weit weg von der Straße. Damals, 1976, wusste ich noch nichts von Eisenbahnen. Ich habe schnell gelernt, dass die Gleise 15 m hinter dem Zimmer lagen. Ich hätte mich über Batterie-Loks sehr gefreut.

    Gruß, Volker

    Rio Tinto in Australien hat vier Wabtec/GE FlexDrive Batterieloks der zweiten Generation gekauft. Sie haben eine Batteriekapazität von 7 MWH statt 2,4 MWh beim Prototyp: https://www.wabteccorp.com/new…tives-to-reduce-emissions


    Eine weitere Lok der zweiten Generation wurde bereits im September 2021 an die in der Pilbara Region in Australien tätigr Minengesellschaft Roy Hill bestellt: https://www.wabteccorp.com/new…xdrive-battery-locomotive

    Gruß, Volker

    Wenn man sich die Website von Fridays for Future und ihre Forderungen ansieht, stellt man fest, dass sie sich der Kosten bewusst sind. Sie haben ihre Forderungen wissenschaftlich prüfen lassen. Sie sehen auch, dass Nichtstun neben den katastrophalen Folgen für die Lebensumstände erhebliche Kosten versuchen wird.

    Zitat von https://fridaysforfuture.de/forderungen/

    Die Klimakrise stellt für die Stabilität der Ökosysteme unseres Planeten und für Millionen von Menschen eine existenzielle Bedrohung dar. Eine ungebremste Erderwärmung ist eine enorme Gefahr für Frieden und Wohlstand weltweit.[......]

    Es bleibt daher wenig Zeit, den Klimawandel aufzuhalten und so zu verhindern, dass die Kipppunkte im Klimasystem überschritten werden. Tun wir das nicht, werden die verursachten Schäden weit höhere Kosten mit sich bringen als alle Investitionen in konkrete Maßnahmen zur Vermeidung der Klimakatastrophe.


    Ob das allen streikenden Jugendlichen bewusst ist, wage ich nicht zu beantworten, sie könnten sich aber leicht informieren.


    Ich stimme zu, dass die Menschen mitgenommen werden müssen und soziale Härten ausgeglichen werden sollten. Diese Chance ist mit der CO2-Bepreisung der ehemaligen Groko erstmal vergeben worden.


    Es ist ist schwierig, Menschen klar zu machen, dass sie auf ihre so schön billigen Wochenendflüge nach XY, Inlandsflüge oder auf ihr großes SUV verzichten sollen, solange Politik halbherzig handelt und z.B. Lufthansa ohne Auflagen rettet, oder keine gleichen Verhältnisse für die Verkehrsträger herstellt oder ÖPNV immer weiter verteuert, die Autoindustrie weiterhin Pkw mit mehr als 150 PS anbietet - die Liste könnte man beliebig fortsetzen - kann es ja noch nicht so ernst sein.


    Ich nehme mich da nicht aus. Ich werde auf mein 11 Jahre alten RAV4 nur ungern verzichten, obwohl ich ihn von den Fahrstrecken sicherlich nicht brauche. Aber das Wohnen im Grünen am Stadtrand von Essen hat seinen Preis, der nächste Laden ist drei Kilometer entfernt. Und ein Einsteigen in einen Kleinwagen lässt mein Rücken nicht mehr zu.


    Vielleicht habe ich es hier schon mal gebracht: Kart Lauterbach wurde gefragt, ob die Corona-Pandemie seine politische Meinung geändert hätte. Seine Antwort: Er sei hinsichtlich der Bewältigung der Klimakrise sehr viel pestimistischer geworden, da da gäbe es keine Impfung.


    Nun stellen wir fest, dass die Impfung nicht die erhoffte schnelle Ausweg aus Corona ist........

    Gruß, Volker

    Es klingt zu schön, um wahr zu sein.


    Ich kann weder den Inhalt des Videos noch die Kritik im nachfolgenden Link fachlich beurteilen: https://www.golem.de/news/wiss…e-energy-2106-157097.html


    Nach der Kritik stimmen die hohen Energiedichten, wie sie in Nature Energy publiziert wurden, nicht mit den Ergebnissen aus dem Anhang überein.


    Danach scheint der Zink-Luft-Akku derzeit noch weit vom Lithium-Ionen-Akku entfernt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Gruß, Volker

    Ich überlege noch ob Du nicht irgend ein Klischee über Die Grünen vergessen hast. Manchmal hilft es Parteiprogramme zu lesen, aber vielleicht ist das zu anstrengend?

    Die bisherige Koalition hat die CO2-Bepreisung für den Verkehr eingeführt. Ziel die fossilen Kraftstoffe zu verteuern, um den Umstieg auf CO2-freie Fahrzeuge zu beschleunigen. Die Grünen wollen das auch, aber im Gegensatz zur Noch-Regierung wollen sie die gesamten Einnahmen aus dem CO2 in Form eines Bürgergeldes zu gleichen Teilen an jeden Bürger zurückgeben. Außerdem wollen sie die Kaufprämien für E-Fahrzeuge verdoppeln. Was sie nicht wollen, ist das Auto abschaffen.


    Was Friday for Future betrifft. Ich habe schon mal gesagt, ohne sie gäbe es das Urteil des Bundesverfassungsgericht zum Klimaschutzgesetz nicht. Sie halten uns immer wieder vor Augen, dass wir nicht wie bisher weiterwurschteln können. CDU/CSU, SPD, FDP und ein paar andere würden lieber nichts verändern, es könnte die Wähler ja aus der Komfortzone herausholen und bei der nächsten Wahl Stimmen kosten, Und irgendwo ist fast jedes Jahr eine Landtagswahl.


    Beim Kampf gegen den Klimawandel und der Anpassung an ihn geht es nicht um die Zukunft der Generation 50+ sondern um die der Jugend. Aber es sind wir Älteren, die ihre Zukunft verspielen


    Viele der Jungen dürfen noch nicht Wählen, aber Demonstrieren dürfen sie. Und das ist gut angelegte Zeit, Lernstoff kann man nachholen, Versäumnisse im Klimaschutz nur schwer.

    Gruß, Volker