Posts by berNd

    Mal ein Frage zu den Randbedingungen: wie breit ist denn das Fenster bzw. die Fensternische, die überbrückt werden muss? Wie groß ist der Abstand zwischen den beiden Anlagenebenen? Wie tief ist die obere Anlagenebene? Wie stabil ist die Anlage "verankert", dass der schwenkbare Teil auch zuverlässig wieder einschwenkt?

    Eine Schwenklösung mit Scharnieren mag am elegantesten, aber wahrscheinlich in vielerlei Hinsicht auch die aufwändigste Lösung. Ein selbstzentrierendes, herausnehmbares Segment ist IMHO wesentlich einfacher zu realisieren.

    Hallo zusammen,



    beeindruckende Bilder vom letzten FREMO americaN-Treffen gibt es hier zu sehen: https://hagen.langbartels.de/2022/12/02/2022-1...enhorst-impressions/



    Und verlinkt gibt es auch einen ausführlichen Treffenbericht (in englischer Sprache)



    In deutscher Sprache, allerdings mit kleinen Fotos, gibt's einen Bericht auf der FREMO-Homepage: https://www.fremo-net.eu/de/modulsysteme/baugr...ten/delmenhorst2022/



    Grüße


    berNd

    Hallo zusammen,

    ganz schön wenig los in dieser Kategorie in letzter Zeit. Wir waren immerhin mal wieder mit Spielen beschäftigt, ist ja auch so einen Art Arbeit: https://www.fremo-net.eu/modul…ivitaeten/mammendorf2022/

    Einen kleinen Film vom Arrangement in schlechter Qualität :D gibt´s hier:

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    Ich habe meine beiden ältesten americaN-Module, fast 20 Jahre alt, zum dritten mal begrünt und ein paar Details hinzugefügt. Jetzt habe endlich alle meine ca. 12 Meter gestalteten Module eine zueinander passende Begrünung.

    wwr220116a.jpg

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    Und am Freitag ist ein Kameramann vom SWR davor in die Knie gegangen. Vielleicht ist es demnächst auch im Fernsehen zu sehen... :)

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    wwr211107a.jpgIch habe mal versucht, meinen alten Autos ein bisschen mehr optischen Kick zu verpassen durch Auslegen der Fugen mit mattschwarzem Washing. Bei den alten Wiking-Teilen gibt es teilweise Wülste statt Fugen, so dass das dort eher nix wird mit der Kapillarwirkung ...

    2021-11-07_YardLimitSigns.jpg

    Und noch zwei "mobile" Yard Limit Signs erstellt aus Lötzinn-Batzen, MS-H-Profil und Ausdrucken des Schildes auf Etikettenpapier, die wiederum auf dünnes PS geklebt und ausgeschnitten wurden. Ein bisschen Farbe, Ground Foam und Sekundenkleber zur finalen Gestaltung. Jetzt können die Yard Limits von Manaukee einigermaßen ansehnlich auf benachbarten Modulen ausgeschildert werden.

    Ende 1995 fiel mir im Zeitschriftenhandel des Heidelberger Hauptbahnhofs eher zufällig die Oktober-Ausgabe des Model Railroaders in die Hände.

    Ein echter modellbahnerischer "Kulturschock" im Vergleich zu dem, was man so in der deutschen Modellbahnpresse damals, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, zu lesen bekam:

    • Anlage für Mehrpersonen-Betrieb
    • Vorbildorientierte Betriebsabläufe
    • Schwerpunkt auf Güterverkehr und Rangieren
    • Weathering
    • Scratchbuilding

    Da ich keine Kreditkarte hatte, habe ich meine ersten Bücher oder Zeitschriftenabos bei Kalmbach per Cash im Briefumschlag bezahlt. Der Dollar war damals auf Rekord-Tief (unter 1,50 DM; bei Marsilius war der Umrechnungsfaktor bei meiner ersten Bestellung 1,75 zum Dollarpreis). Für 17,50 deutsche Mark bekam man einen braunen Micro Trains-Boxcar!


    Und da ich die ganzen oben genannten Dinge auf "meiner" Modellbahn haben wollte, "musste" ich halt americaN erfinden. Es hat funktioniert :)

    Am Wochenende stieg auch der Süden der Republik wieder in das americaN-Betriebsgeschehen beim FREMO ein. Wir hatten beim Treffen in Mammendorf die kleine Halle ganz für uns:

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    Betrieb mit Track Warrants und CTC:

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    Modulare CTC-Technik mit Touch-Displays:
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    Kabelloses Steuern mit bis zu 17 WiFreds:
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    Echte Bergstrecke, die Vorspann oder Nachschub erforderte:

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    Yard Master bei der Arbeit:
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    Bekannte Module...

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    ...mit neuen Details.
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    Oder auch nun mal endlich lackierten Seitenwänden....
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    Auch immer toll in Mammendorf: die Verpflegung in der Halle und der örtlichen Gastronomie :)

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    So, die Shisha-Folie ist da und sie wird das Material der Wahl: sie lässt sich mit dem Bastelmesser super schneiden, mit dem im Bild unten noch sichtbaren Borstenpinsel (da Vinci Junior 305) sind die Wellen des Kofferaufbaus noch gut zu prägen und mit dem Finger bekommt man die Wellen anschließend auf einer flachen Oberfläche auch mit "Nachdruck" nicht mehr herausgedrückt. Und schon garnicht bei "normalem" Anfassen.

    20210125_Panzerfolie.jpg

    Hast du noch einen 2. LKW?

    So nach dem Motto der Klügere (hier die Alufolie9 gibt nach wenn 2 Kofferaufbauten mit der Folie dazischen aneinander gepresst werden.

    Der Rahmen um den Koffer und die Seitenstrahler würden verhindern, dass die Wellen ineinander greifen können :(

    Und ich nehme keine Alufolie, sondern die etwas dickere Silberfolie.Damit haben wir vor 50 Jahren die Weihnachskugeln gebastelt.

    Hallo Ingo,


    ich werde jetzt mal Shisha-Folie, auch Panzerfolie genannt, besorgen. Die soll rund dreimal so dick wie Haushalts-Alufolie sein.

    Die Methode mit den Flachkabeln hatte ich auch schon mal gelesen, aber da wird man auch nicht an die 0,6mm-Welle des Kofferaufbaus herankommen. Mit der erreichbaren Maximal-Länge kann ich leben. Grunsätzlich finde ich meine Paneele nämlich schon stimmig.

    Baust du für Otto Normalspieler, damit er bei normalem Abstand das auch noch als Wellblech erkennen kann oder baust du für den Fotografen, damit er sein Makro mal wieder auf Maxi bekommt?

    Ich baue für mich daheim, Otto Normalspieler ist mir völlig egal :D. Das Gebäude steht nur 30cm von meinen Augen entfernt! Und ich fotografiere auch gerne...
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    Frage: lässt sich Alufolie mit dem Bastelmesser schneiden?

    Antwort: Ja, wenn nur das Eigengewicht genutzt wird und mehrmals geschnitten wird

    Ergebis: 8mm breite Streifen mit sauberer Kante


    20210119_corrugated_metal_01.jpg


    Die Streifen habe ich diesmal mit dem Kofferaufbau des Lkws geprägt. Die drei recht flachen Paneele rechts habe ich nur durch Druck mit dem Finger geprägt, die links davon mit dem Pinsel.


    20210119_corrugated_metal_02.jpg


    Das Ergebnis heute, zweiter Anlauf: Teilung 0,6mm (nah am Vorbild von 0,47mm)...


    20210119_corrugated_metal_03.jpg


    Rechts der gestrige Versuch, in der Mitte der erste heutige Versuch: als ich das Alterungspuder in den feuchten Wash eingebracht habe, wurde wohl leider auch die Struktur ein bisschen geplättet. Die vier Paneele links sind dann wieder ausschließlich mit dem Wash bepinselt worden


    20210119_corrugated_metal_04.jpg

    Hallo Utz,

    da heute das Rollmaterial weitgehend maßstäblich ist, Anlagen nicht mehr auf Tischhöhe angeordnete, mit einer 40 Watt-Glühbirne beleuchtete Platten sind und fast jeder mit dem Smartphone Makro-Aufnahmen erstellen kann, von denen frühere Fotografengenerationen vielleicht nur geträumt haben, sollte sich die Fragestellung eigentlich erledigt haben ;). Heute legen IMHO nur die Fertigungstechnik bzw. die erreichbare Festigkeit und Haltbarkeit die Grenze bzgl. Maßstäblichkeit fest.
    Maßstäbliche Geländer an Loks wären auch in N machbar, aber halt nur etwas für den Vitrineneinsatz. Die Physik lässt sich nun mal nicht verkleinern.

    Heute habe ich nach einem Tipp von tacomaguy etwas Wellblech selbst geprägt. Als Prägematrize diente ein Stück Evergreen "Metal Siding", 1mm Spacing. Aus normaler Alufoie wurden 8ft breite Streifen ausgeschnitten und diese mit einem sehr kurzen, harten Borstenpinsel in die Platte gedrückt. Anschließend mit Weißleim auf die Gleisseite des Mockups geklebt. Danach mit einem kräftigen Wash "Dark Dust" gealtert, fertig.

    Optischer Eindruck: zu großer Rillenabstand, denn selbst Heavy Duty-Wellblech hat im Vorbild nur 3" Rillenabstand hat (https://www.corrugated-metals.com/3x1_corrugated.html), also auf N umgerechnet 0,47mm(!) . Aber was auf dem Bild noch auffällt: die Struktur des Kofferaufbaus des Ford-Lkws. Dieser Aufbau als Prägematrize ergibt bestimmt ein schönes Wellblech... Fortsetzung folgt!

    20210118_corrugated_metal.jpg

    Ein paar UP-Loks.... Speziell für Simon_Ginsburg

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    Hallo Sven,

    das sind ja echte feinmechanische Kunstwerke, die du erstellst. Ganz großes Kino :appl: Mal eine nicht-eisenbahnspezifische Frage: aus den Screenshots vermute ich, dass du mit CATIA konstruierst? :thumbup: Hast du auch die Kinematik des Fahrwerks inclusive Steuerung aufgebaut?

    Grüße
    berNd

    Abgesehen davon, dass Rost ein Eisen-Oxid ist, sollte man auch die potentiellen Kontakt-Korrosion nicht überbewerten, zumal das Korrosionsmedium fehlt: die Schweißtropfen, die dem Rangierer von der Stirn perlen, werden sofort weggewischt ;)


    Und davon abgesehen: Wie schließt ihr euren Trafo an den Booster an :/? Sind das Kupfer-Klemmen oder Kupferschrauben an euren Tarfos und Boostern? Auch sonst keine Klemm-Verbindungen in der Mobau-Verdrahtung? Keine Lüsterklemmen oder ähnliches? Alles stoffschlüssig gefügt, sprich gelötet oder Steckerverbindungen mit identischen Metallwerkstoffen bei Stecker und Buchse? Respekt :thumbup:


    Ich werde ganz unwissenschaftlich beobachten, wann die Loks anfangen sich wegen dieser elektrischen Verbindung auf damit gespeisten Modulen komisch zu verhalten und diesen Sachverhalt dann umgehend hier melden! Versprochen :awg)

    Split Hinge - Geteile Scharniere zur Segment- und Modul-Verbindung

    Ein Thema, zu dem ich mich noch "auslassen" wollte: Die mechanische und elektrische Verbindung meiner (ja, es sind) Module (nicht "nur" Segmente).


    Das Problem: die Modulkästen liegen auf Regalbrettern auf und sind nicht von unten zugänglich. Die üblichen (FREMO-) Methoden sind also nicht anwendbar.


    Die Lösung: geteilte Scharniere. Die Idee dazu entnahm ich dem Buch "Small, Smart & Practical Track Plans" von Iain Rice (Kalmbach, 2000). Allerdings ist zwanzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches auch dieses Thema gar nicht so einfach abgehakt. Denn die moderne Fertigungstechnik mit möglichst maximaler Kostenersparnis führt dazu, dass heute viele kleine Möbel-Scharniere keine genieteten Bolzen-Köpfe mehr haben, sondern der Bolzen in einem Scharnierblech verpresst wird. Zerlegen ist also nicht möglich. Ich wurde im Baumarkt auch nicht bei den Möbelscharnieren fündig, sondern zufällig dort, wo es alles mögliche zum Hausbau gab...
    Zum Zerlegen des Scharniers wird der Kopf einfach heruntergefeilt und mit einem Nagel o.ä. ausgetrieben. Dann feilt man eine Fase an das "kopflose" Ende, wie am Bolzen unten zu erkennen ist.


    20201230_Hinge.jpg


    Montiert wird das Scharnier, nachdem die Modulkästen mit Schraubenzwingen und eventuell provisorischen Holzdübeln verbunden und sauber ausgerichtet sind. Dann das Scharnier aufsetzen und dabei die Scharnierachse möglichst coplanar zur Trennebene der Module ausrichten. Die Gleisverlegung an den Übergängen erfolgt erst danach!


    Setzt man diese Methode für Module (also in Reihenfolge und Anzahl veränderbarere Konfiguration der Segmente) ein, sollte man ein paar Dinge beachten:

    • das Holz für alle (zukünftig geplanten) Module in einer Bestellung zusägen lassen, um absolut gleich breite Modulkästen zu erhalten.
    • soviele Scharniere des gleichen Typs kaufen, wie für den größen Aufbau der Anlage erforderlich sind. Denn wer weiß schon, wie lange der Bau des gesamten Projekts dauert und ob diese Scharniere dann noch lieferbar sind.
    • Zunächst die Verbindung der Module mit den Scharnieren und das Verlegen der Gleise an der Trennung zwischen erstem und letztem Modul durchführen. Weitere Module immer zwischen diese beiden Module setzen, präzise ausrichten und die Scharnierhälften anschrauben. Anschließend die Gleise zu den Modul-Enden des neuen Moduls legen.

    20201230_PullingPin.jpg


    Nachdem mit dieser Methode sehr schnell und einfach die mechanische Verbindung der Segmente bzw. Module und gleichzeitig die Zentrierung der Gleise erfolgt, bleibt noch die Frage der elektrischen Verbindung. Da ich nur die Digitalspannung durch meine Anlage führen muss, bieten sich die Scharniere auch als elektrische Verbindung an. Ich habe das Thema aktuell so gelöst, dass ich Litze von innen durch ein Loch unter den Scharnierblechen durchführe und die Litzenadern dann radial auslege. Bei mir sind die Adern recht dick, wahrscheinlich ist das ein billiges Lautsprecherkabel oder ähnliches. Darüber werden dann einfach wieder die Scharnierbleche geschraubt. Da meine Anlage in einem trockenen Wohnraum steht, habe ich keine Bedenken, dass es in absehbarer Zeit zur Problemen mit Kontaktkorrosion und damit des Übergangswiderstandes kommt. Und wenn doch, kann ich mir immer noch eine elektrisch "stabilere" Befestigung ausdenken.

    Grundsätzlich ist das Prinzip mit den geteilten Scharnieren aber schon genial, vor allem in der Bauphase, wenn man die Segmente oder Module zum Basteln auf dem Arbeitstisch oder der Werkbank hat und zum Spielen die Anlage wieder schnell zusammenfügen können möchte.


    20201230_Contact.jpg