Posts by tacomaguy

    Ich möchte ein neues Bauprojekt vorstellen, die Dairy in der Ortschaft Detour in Maryland. Die Sache fing damit an, dass ich zwei Kurvenmodule mit Grundbegrünung und etwas Renovierungsbedarf von einem Fremo-Kollegen übernommen habe und dachte, da könnte etwas mehr drauf sein als Gras und Bäume. Da die Maryland Midland ein beliebtes Vorbild ist, bin ich die Strecke im Satellitenbild entlang gewandert, bis ich zu der schon vom Namen her ungewöhnlichen Ortschaft Detour kam. Dort gab es eine Feed Mill und eben die Dairy. Schön an dem Vorbild ist, dass das Gebäude im 19. Jahrhundert gebaut wurde und heute noch kaum verändert ebendort steht, also bei Modultreffen in verschiedenen Epochen nie fehl am Platze ist. Früher hieß es Fairfield Farms Dairy Cooling Station, später dann Western Maryland Dairy mit Logo von Sealtest statt von Fairfield auf der Fassade. Ich habe auch eine homepage gefunden mit historischen Bildern:
    http://www.wisdomwingsandwar.com/trains/Detour_Cooling.html
    Ich habe gerade noch mal geschaut. Inzwischen gibt es dort sogar Bilder von der Rückseite, die ich noch nicht kannte. Was mir gleich gefiel, war die verblichene Fassadenwerbung. Diese habe ich ebenso wie die Anbauten auf die Zeit etwa um 1950 zurückdatiert. Damals mußte Sealtest recht neu gewesen sein als Schriftzug, darunter sollte aber der Vorgängerschriftzug durchschimmern. Als weitere Voraussetzung habe ich mir vorgenommen, das ganze nur aus Resten, die sich angesammelt haben, zu bauen, im wesentlichen Wandelemente von Cornerstone, Wellblech aus Aluminium und etwas Polystyrolprofile und -platten. Eine Besonderheit stellt der Bahnanschlusss dar, da er einerseits zum Entladen von Milk Cars an der Laderampe dient, aber auch zum Entladen von Kohle für die Eismaschine. Deswegen ist das Gleis als Trestle aufgeständert, die Kohlen konnten direkt in das Untergeschoss zum Kessel rutschen.
    Natürlich war die Vorbildrecherche nicht mit dem Äußeren des Baus beendet, ich wollte auch wissen, was eigentlich im Inneren vorgeht. So eine Eismaschine sieht ein bißchen aus wie eine Dampfmaschine, es gibt auch einen Kessel und in desem Fall außen liegend einen Kondensator. Der zur Straße hin liegende Anbau kam später dazu und enthielt eine Anlage zur Erstellung von Milchpulver.
    Der Bau begann mit einem mock-up, um zu sehen, welche Größe sowohl auf den vorgegebenen Platz passt als auch gut aussieht. Die Komprimierung ist am Ende recht moderat ausgefallen, das Gebäude ist größer als es aussieht. Der eigentliche Bau aus Polystyrolteilen ging recht schnell vonstatten. Schwieriger war die Fundamentierung in dem unebenen Gelände. Ich habe ein passendes Loch in den Gips gesägt und darunter quer ein Brettchen befestigt, auf dem das Gebäude nun ruht. Umgekehrt habe ich das Anschlussgleis erst in der Luft hängend verlegt und dann Stützen in richtiger Höhe zugeschnitten und untergeschoben.
    Die Kleinigkeiten haben wieder Mal länger gedauert als gedacht: Der Schornstein mit den waagerechten Flanschen alle 3 cm, der Wasserturm, der zweite Tank auf dem Dach mit dem kleinen Umgang. Unzufrieden bin ich mit der Aussentreppe zum Obergeschoss, die als Plastikteil zu grob ist. Die werde ich wohl mal durch etwas aus Ätzteilen ersetzen müssen.
    Als sehr einfach hat sich hingegen das Aufbringen der Fassadenwerbung erwiesen. Nachdem ich das Motiv mit den passenden Schrifttypen und Logos in Adobe Illustrator gezeichnet hatte, habe ich einen seitenverkehren Ausdruck in der richtigen Größe gemacht und die Wandfläche weiß mit Sprühfarbe grundiert. Mit Hilfe eines Transferklebers, denn das wollte ich schon lange mals ausprobieren, habe ich dann das Motiv auf die Wand geklebt und nach dem Trocknen des Leims das Papier nass gemacht und runtergerubbelt. Ich war erstaunt, wie fehlerfrei die Übertragung funktioniert, es ging nichts verloren. Die Fehler, die man sieht, habe ich hinterher mit Schmirgelpapier absichtlich hergestellt.
    Was noch fehlt, sind Geländearbeiten, Schotter auf dem Hof, Bäume und Büsche, wohl auch noch das eine oder andere Werbeblechschild, aber ich wollte es gerne vorher fotografieren, bevor alles zugewachsen ist. Es sind nur Handyfotos und das bei lausigem Licht, aber seht selbst den kleinen "Rundgang".
    Grüsse, Peter






    Eigeninitiative ist jetzt vielleicht als Begriff nicht nachvollziehbar. Aber Modelleisenbahn als verkleinerte Wiedergabe des Vorbilds orientiert sich am Vorbild und seiner Geschichte. Vorbild sind nicht nur Loks und Szenerien, sondern konkrete Transportbedürfnisse, auch Macht und Geld spielen mit, Bodenschätze, Wasser (Sweetwater!) und Kohle etc. Es gibt zahlreiche hervorragende Bücher zum Thema. Daraus ergeben sich organisch Themen und last but not least "betrieblicher Sinn". Die Frage, wie man dem imhO überbewerteten Timesaver betrieblichen Sinn gibt, ist irgendwie die falsche Frage. Du wärst sicher erstaunt, wie groß die Bibliotheken zum Thema Eisenbahn von vielen hier im Forum sind. Aber dieses "Hineingraben" in die Themen ist schon wichtig für das Verständnis. Auch Modellbahnplanung findet halt nicht im luftleeren Raum statt.
    Peter


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    Das heißt also "nicht offen" und in dem Fall auch ohne vorheriges Einplanen/Bauen von Höhenzügen.

    Guck Dir mal die Lösungen im Fremo-Bereich an, wie sie auch von Harald Brosch angeboten werden:
    http://www.williwinsen.de/werk…MO-USA-Bogenmodul-02.html
    Bei stärker bewegter Landschaftsoberfläche ist eine offene Bauweise vorteilhafter. Das Gelände ist dann z.B. mit Pappstreifengewebe und Gipsmatten machbar.
    Gekurvte Module lassen sich schön bauen, wenn die seitlichen Bretter nicht gerade durchgehen, sondern aus zwei gebogenen Platten 3 mm MDF ganzflächig zusammengeklebt werden. Da hab ich kein gutes Bild gefunden, ist bei uns in N aber Standard. Ich hab eins, wo ich versucht habe, die Landschaft auf der Rippenkonstruktion mit Bauschaum zu machen. Funktioniert, ist aber irgendwie eine Sauerei...
    Peter

    Nur kurz naiv dazwischenfragt: Die gestrichelten verdeckten Gleise in der Skizze links: Worauf sind die befestigt...?

    Ich würde da einfache Wandkonsolen (Metallwinkel aus dem Baumarkt oder Holzdreiecke im Eigenbau) vorschlagen, auf die ein Trassenbrett aus 12 mm Multiplex aufgelegt wird. In weiterer Planungsdetaillierung könnte hinten in der Ecke (rechts unten in der Zeichnung) ein dreigleisiger Schattenbahnhof angelegt werden. Dann wäre es vielleicht ganz gut, den ein paar Zentimeter abzusenken, was mit leichten Versatz der Konsolen geleistet werden könnte. Die "Augen" der beiden Dreiviertelkreise würden den Zugang zu den Weichen links und rechts der staging tracks gewährleisten. Nur so mal ins Grobe gedacht.


    Peter

    Hilfe wäre grandios dahin gehend
    - Segmente zum Bearbeiten an anderer Stelle
    - das fiktive Filmstudio
    - durchaus relativ vorbildgerechten sonstigen Betrieb bzw. Bahnhöfe, zB Santa Fe und Lamy
    unter einen Hut zu bekommen. Und sei es per Multideck.

    Ups, zu früh abgeschickt.


    Moin,


    ich glaube, das Problem ist, sich die Dimensionen und Wirkung im Raum vorzustellen. Außerdem würde ich nicht mit Multideck anfangen, viel zu kompliziert und langwierig.


    Anbei zwei Skizzen, wie ich mir das Konzept Hauptstrecke mit Nebenbahn zu Filmstudio vorstellen könnnte. Beim Radius folge ich Stephans Empfehlung von 80 cm. Gestrichelte Linien sind nicht einsehbare Strecke, graue Flächen die Segmente, normale Segmenttiefe 60 cm. Ich gehe davon aus, dass an der Hauptstrecke eine siding ist zum Umsetzen von Loks und dass zur optischen Auflockerung die Nebenstrecke mit etwas Gefälle ein paar Zentimeter abfällt bis zum "Filmstudio", das eventuell noch eine Drehscheibe bekommen könnte, aber das sind erstmal nachrangige Details. Auch einen Schattenbahnhof habe ich noch nicht angedeutet. In jedem Fall sehe ich die Landschaft nach "hinten" ansteigend, wobei das natürlich in der linken Skizze mit den beiden Tunneleinfahrten weit spektakulärere Ergebnisse bringen kann. Breite des Ganges dort hinten ist jetzt 1 Meter.


    Es geht erstmal darum, sich vorzustellen, 1. wie die Anlage wirkt und 2. welche Aktionen bzw. welcher Betrieb dort stattfinden kann. Was meint Ihr?


    Grüsse, Peter


    Noch eine Anmerkung: Ich könnte mir vorstellen, dass es gut wäre, das "Filmstudio" auf eine Halbinsel zu legen wie dargestellt. Dann kann später dies Segment problemlos gegen ein anderes Thema ausgetauscht werden und dadurch die gleiche Grundanlage mit Landschaft etc. in einer anderen Epoche oder mit einem anderen Gewerbe in der Branch betrieben werden, wodurch es insgesamt etwas multifunktionaler wird. Nicht weil die Idee schlecht wäre, sondern weil sich mit der Zeit und der Beschäftigung mit dem Thema ja gerne die Interessen am Vorbild etwas verschieben oder erweitern.

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    • Test1.jpg

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    Oder: Vielleicht gleich besser Rundum mit Verbindung von rechts nach links, so dass die Tür noch auf geht?

    Das ist Geschmackssache. Mich würde dieses entnehmbare Stück immer nerven, weil man nicht beliebig rein- und raus rennen kann, besonders wenn die Tür nach innen aufgeht. Außerdem ist dann der Schattenbahnhof eher ein verschenkter Raum bzw. voll sichtbar und somit kein Schattenbahnhof, es sei denn man operiert wieder mit verschiedenen Ebenen, was es aber gleich sehr kompliziert macht. Die "Hundeknochen-Anlage" gibt als relativ tiefes gestaltetes Bild meines Erachtens eher die Illusion amerikanischer Landschaft als ein Kreis, bei dem man in der MItte steht. Aber das sieht sicher jeder anders.


    Grüsse, Peter

    Danke, aber ließe sich das mit den erwähnten, möglichst jederzeit trennbaren Segmenten (wichtig) in meinem Raum wohl umsetzen?

    Zeichne Dir das doch mal maßstäblich auf. Sicher ist: Wenn Du auch nur minimalen Fahrbetrieb haben willst, kommst Du um die Kurven nicht rum, egal ob als verdeckte Wendel oder sichtbar und auf einer Ebene. Die Aufteilung in Segmente kommt später. Mit ausschließlich 50cm tiefen Segmenten geht nur ein Rangierlayout von A nach B. Bei HO im vorhandenen Raum brauchen die Kurven nun mal eine gewisse Fläche. Du kannst ja auch am Boden mit den vorhandenen Gleisen teppichbahnmäßig auslegen...


    Grüsse, Peter


    Edit: Das hat sich jetzt mit Deinem Beitrag überschnitten. Wie Du siehst, geht es nicht gut mit Zunge, weil die Gangbreite zu klein wird. Und die ist meines Erachtens auch garnicht notwendig. Schließlich wollt Ihr ja wahrscheinlich zu dritt im Raum sein.

    Hier eine kurze Skizze zur Erläuterung. Oben der erwähnte Hundeknochen. Dann wird der hintere Teil verdeckt durch Landschaft und zum Schattenbahnhof und im dritten Gedankenschritt gefaltet, so dass er in den Raum passt und um die bewußte Stichstrecke ergänzt.

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    • IMG_4514.JPG

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    Vielleicht wäre es ganz gut, das gedanklich auseinanderzunehmen. Landschaft und Bauten existierten ja wahrscheinlich unabhängig von dem Filmprojekt schon vorher und daher würde ich diese Filmidee nicht in die Planungsgrundlagen einarbeiten, sondern eher auf der Ebene der Ausgestaltung sehen.


    Grundsätzlich ist es doch die Anforderung, eine Strecke für durchgehende – oder an einem Halt stoppende Züge – zu haben und dann, wahrscheinlich von diesem Haltepunkt abzweigend, eine kurze Stichstrecke, die heute ev. für Filmaufnahmen, beim Bau aber sicher für was anderes gedacht war, vielleicht ein Bergwerk oder ähnliches.


    Damit nicht immer der gleiche Zug im Kreis fährt, wäre ein kleiner, vielleicht dreigleisiger Schattenbahnhof sinnvoll. Damit der versteckt ist, sind Tunneleingänge eine sinnvolle Lösung. So ergibt sich zusammen mit dem Thema Südwesten der USA eine gewisse Vorstellung von Landschaft, die auch mit Bergwerk zusammenpasst. Dieses Bergwerk könnte natürlich mit einer kleinen Geisterstadt Basis der Filmaktionen sein.


    Im ersten Schritt würde ich versuchen, eine Art gefalteten "Hundeknochen" in den Raum zu legen, also ein Oval, bei dem der hintere Schenkel nicht sichtbar ist. Ein seitlicher, schmaler Gang könnte Zugang zum Schattenbahnhof gewährleisten. Von vorne sieht man auf einer Seite den erwähnten Haltepunkt, auf der anderen das Ende der Stichstrecke. Jetzt kommt es auf die möglichen Radien und gewünschten Zuglängen an, denn letztere definieren die Länge des Schattenbahnhofs.


    Was da genau stattfindet, ist erstmal nicht sooo wichtig, weil die beiden Wünsche "durchgehende Züge" und "Sonderbetrieb mit Rangierleistungen" schon genug Anforderung für den Raum sind. Also, wie Stephan sagte: Versuch mal eine Planskizze, mit ausreichenden Radien, Längen und Gangbreiten. Dabei sind ja Alternativen denkbar: Alles auf einer Ebene? Oder, viel anspruchsvoller, die Stichstrecke mit Steigung, eventuell Brücke über Hauptstrecke? Es könnte auch im sichtbaren Bereich alles auf einer Ebene sein, aber der Schattenbahnhof tiefer gelegt....


    Grüsse, Peter

    Bei dem Logo an der Nase bin ich mir auch ziemlich sicher, dass das Folien sind, auf der Hood weiß ich nicht.


    Hier ein anderes Beispiel mit ungewöhnlicher Geschichte, die #1804:


    2007 ist #1804 in BN grün zusehen, eine SD38P:
    http://www.railpictures.net/viewphoto.php?id=202903


    2008 ist #1804 eine umgebaute SD40-2 im neuen „swoosh“- paint scheme:
    http://www.rrpicturearchives.net/showPicture.aspx?id=1448886


    2010 ist #1804 plötzlich eine Sd40-2 im älteren H1 mit den ominösen grünen Buchstaben und ausgetauschten Cab:
    http://www.rrpicturearchives.net/showPicture.aspx?id=2083129


    2016 in anderer Quelle immer noch hellgrüne Schrift:
    https://www.flickr.com/photos/95007796@N06/29658846143


    Erklärung: Die SD38P #1804 wurde um 2009 umgenummert in #1564. Hier der Patch nach dem Umnummern der SD38:
    http://www.railpictures.net/photo/575522/


    Aber was war die heutige #1804 früher? Erklärung: 2006 war die heutige #1804 noch die #6349, damals mit kleinem Schneepflug
    http://www.rrpicturearchives.net/showPicture.aspx?id=347550


    Und da ist der Schriftzug (noch) nicht hellgrün. Also haben wir wieder ein Beispiel für dieselbe Lok mit richtiger Farbe zuerst und ausgeblichener Farbe einige Jahre später.


    Nur, zwischenzeitlich habe ich gedacht, die Matrix hat wieder heftige Fehler beim Aufstellen der Kulissen gemacht und gedacht, das merkt keiner ;-)
    Grüsse, Peter

    Interessante Frage. In US-Foren wurden die zahlreichen Lackiervarianten der BNSF oft diskutiert, aber ein helles Grün in den Billboard Letters des H1 wurde imhO nie erwähnt.


    Könnte es sein, dass die richtige Farbe, ein dunkles Grün, ausgeblichen ist? Immerhin wurde beim sog. "swoosh" oder "power bar" scheme das dunkelgrün zu schwarz geändert, weil die grüne Farbe zu schnell ausgeblichen sei. Das galt allerdings unter Umständen nicht für alle Loks, sondern erst ab einer Umstellung auf Farben, die einem neueren Umweltstandard genügen mußten. Jedenfalls scheint es nicht auf die ersten Umlackierungen zuzutreffen.


    Wenn wir uns die GP35u #2547 anschauen, dann sah die 2008 völlig korrekt aus:
    http://www.rrpicturearchives.net/showPicture.aspx?id=1176501


    2015 hingegen mit heller grüner Schrift:
    http://www.rrpicturearchives.net/showPicture.aspx?id=4206174


    Die SD 40-2 #1626 sieht hier aus wie im Übergangszustand. Als wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt die dunklen Pigmentanteile ausgewaschen würden:
    http://www.rrpicturearchives.net/showPicture.aspx?id=4763557


    Trotzdem ist es merkwürdig, dass es im Ergebnis so ein leuchtendes Grün geworden ist.
    Grüsse, Peter

    Welchen ganzen Aufbau meinst Du? Und welche ungenutzte Kapazität? Ich sagte ja, ich bin kein Elektronikexperte. Mir geht es darum, dass die Lok so fährt, wie ich will. Wie machst Du denn z.B. Dein speed matching?



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    Moin,


    ich möchte Heiko beipflichten: Für das Programmieren ist der DCS 51 eher weniger geeignet. Seit ich das mit dem Computer über Sprog und JmRI mache, geht das so wie gewünscht, besonders für einen IT- und Elektroniklaien wie mich, allerdings mache ich nix mit CVs über 256.


    Auch in manch anderer Hinsicht verhält sich der DCS51 merkwürdig. Ein Beispiel: Schon nach wenigen Maßnahmen erklärt das Gerät, der Speicher sei voll und muß deswegen permanent zurückgesetzt werden. Der Anschluß mehrerer Handregler ist damit irgendwie nur theoretisch möglich, die 20, die angeblich möglich sind, kann man vergessen. Eine intuitive Bedienung ist auch nicht möglich. Noch nach Jahren bin ich ohne das Handbuch aufgeschmissen.


    Ich habe mir am Anfang einen DCS51 zugelegt, halte das aber inzwischen für eine Fehlinvestition. Immerhin kostet das Teil etwa 250 Euro. Eine Kombination aus guter gebrauchter Intellibox und Tams-booster dürfte fast für den gleichen Preis wie ein neuer Zephyr zu beschaffen sein, ist aber besser in größere dcc-Installationen einzubinden. Wenn Du aber das Gerät sicher immer nur alleine verwendest, sieht es vielleicht anders aus.


    Einen Vergleich mit anderen Geräten kann ich nicht ziehen, weil ich außer Zephyr und Intellibox noch nichts anderes im Einsatz erlebt habe.


    Grüsse, Peter

    Laut Hauptzollamt Lübeck, ist eine CE-Kennzeichnung von Modellbahnartikeln nur dann erforderlich, wenn diese Artikel für den Verkauf innerhalb der EU bestimmt sind. Wenn du dem Zollamt glaubhaft darlegen kannst, diese Artikel innerhalb der folgenden zehn Jahre, nicht an irgendjemanden weiter veräußern zu wollen, dann sollte nach der Entrichtung der Einfuhrsteuern und Zollgebühren, einer Einfuhr ohne CE-Kennzeichnung nichts im Wege stehen. Wichtig dabei ist aber, daß das Warenursprungsland zu Mindestens in der Zollinhaltserklärung oder dem Lieferschein oder auf der Rechnung (Invoice) vermerkt ist, z.B. Produced in USA oder Made in USA oder Made in China and Sold in USA for Export to Germany.

    Das ist eine eigentümliche Rechtsauffassung, die ich nicht unkommentiert lassen möchte. Grundsätzlich gelten hier verschiedene Verordnungen.


    Zuerst einmal: Was ist ein Modellbahnartikel? Siehe dazu auch ausführlich in Abgrenzung die EU-Spielzeug-Richtlinie 2009/48/EG, die ein CE-Kennzeichen erwähnt und verlangt:
    http://eur-lex.europa.eu/legal…=CELEX:32009L0048&from=DE
    Danach ist zur Abgrenzung nicht der Gegenstand in seiner alltäglichen Betrachtung ausschlaggebend, sondern die Herstellererklärung in Form eines Aufdrucks auf der Schachtel o.ä., die besagt, dass es KEIN Spielzeug ist und nur für Personen ab 14 Jahre. Also muß eigentlich korrekt eine Lok ohne Packung mit entsprechendem Aufkleber oder Text auf der Betriebsanleitung zurückgewiesen werden. (Was nicht heißt, dass ein Zollbeamter nicht auch mal ein Auge zudrückt...)


    Dementsprechend hat Noch offenbar, wie schon erwähnt, mit dem Hinweis auf Nutzer über 14 Jahre die CE-Kennzeichnung aufgegeben.


    Zum zweiten, das ist etwas komplizierter, kommt die Unterscheidung "Verkauf an privat oder gewerblich" so meines Wissens nicht zum Tragen.
    Entscheiden ist das "In den Verkehr bringen", das als Begriff auch in der o.g. Richtlinie erscheint und was durch Herstellung in Deutschland oder eben Import geschehen kann, wobei es gleichgültig ist, ob der Importeur dies gewerblich oder privat tut (denn dann wäre irgendwelchen Tricks zur Umgehung der Verordnungen ja Tür und Tor geöffnet). Dementsprechend verstehe ich die "glaubhafte Darlegung", einen Artikel nicht in einer Zeitspanne X weiterzuveräußern, auch eher als Scherz, denn das kann ja niemand prüfen (So interpretiert auch der Zoll hier bei uns gegenüber die Aussage).


    Was die erwähnten Zollgebühren angeht (Siehe dazu auch, insbesondere für Freigrenzen http://www.zoll.de/DE/Privatpe…oll-und-steuern_node.html) Entscheidend ist für uns letztendlich die Zolltarifnummer 95030030000 für "Eisenbahnen, elektrisch, einschl. Schienen, Signale und anderes Zubehör; maßstabgetreu verkleinerte Modelle zum Zusammenbauen." Diese Zolltarifnummer ist zur Zeit für Importe aus den USA zollgebührenfrei.
    Das bedeutet nicht, dass nicht aber einer gewissen Höhe des Zollwerts nicht trotzdem eine formelle Zollerklärung abgegeben werden muß, die über den bekannten grünen Aufkleber hinausgeht. Anmerkung: Im Rahmen der Freibeträge, die sich bekanntermaßen bei persönlicher Mitnahme oder Postverzollung ändern, und nur innerhalb dieser Freibeträge, kommt imhO der Privatkauf als Begriff zum Tragen.


    All das hat selbstverständlich nichts mit der konkreten, organisatorischen Zollabwicklung über Spediteure oder Empfänger selbst bei der jeweiligen Postverzollstelle zu tun.


    Grüsse, Peter

    Ich wollt kein Importeur sein...

    Nein, ich auch nicht. Wer weiß schon, was da alles dranhängt. Womöglich ist die Teilnahme am EAR (elektro-altgeräte register) vorgeschrieben mit den entsprechenden horrenden Gebühren, denn auch ein Importeur "bringt Sachen in den Verkehr", wie es so schön heißt.

    Wo kauft ihr die TCS Decoder? In Germany finde ich keinen Händler. England oder direkt USA? Evtl hat ja jemand eine gute Adresse.

    Je nach Preisen und Verfügbarkeit entweder bei MBKlein in den USA oder bei dccSupplies in UK. Bei UK ist der Versand viel günstiger und es gibt (bis jetzt jedenfalls) keine Einfuhrumsatzsteuer in D.


    Peter

    Den kleinen UT4 kann ich in einer Hand halten und bedienen, in der anderen hab ich den Entkuppler, das geht so beim Proto Throttle nicht. Im Streckenbetrieb wäre es egal, da kann ich Links halten, Rechts steuern.

    Das ist auf jeden Fall ein Thema. Eigentlich müßte man, wenn man in der Nachahmung des Vorbilds schon so weit geht wie es der Proto Throttle anstrebt, auch mit 2 Mann unterwegs sein. Einer kuppelt und stelt die Weichen, der andere fährt die Lok.

    aber ich spiele auch mehr das System Eisenbahn nach als eine einzelne Lok.

    :thumbsup: me too


    Aber dennoch ist das Design nett. Dass jetzt so viel vom Funk abhängt, finde ich bedauerlich. Die beim Fremo bewährte Methode, den Handregler mit Spiralkabel in die loconet-Buchse zu stecken, würde mir völlig reichen.


    Peter