Posts by SD40-2XR

    Mit etwas Erstaunen stelle ich fest, dass im deutschen US-Modellbahn-Forum seit April kein Beitrag zur deutschen US-Modellbahn-Convention mehr erschienen ist. Gerne berichte ich von diesem Wochenende...


    Beim letzten Mal hatte auch ich zu denen gehört, welche sich über die "Gesamt-Qualität" der Ausstellung kritisch geäussert hatten (siehe den entsprechenden Thread). Trotzdem habe ich auch dieses Jahr wieder ein Wochenende investiert und bin nach Rodgau gefahren....und wurde sehr positiv überrascht!
    Gegenüber Grossanlagen bin ich jeweils eher skeptisch eingestellt. Zu gross erachte ich die Wahrscheinlichkeit für "Quantität vor Qualität". Dies war aber an dieser Convention m.M. nicht der Fall.


    Gleich beim Eintreten in die grosse Halle wurde man von der grossen FREMO-Anlage zum Thema "Florida East Coast" fast erschlagen. Ein riesen Ding an Anlage mit grosszügigen Kurven. Der Gleisplan war eine "verbogene Acht" inkl. Diamond (Kreuzung). Die flache und wenig spektakuläre Landschaft Florida's wurde sehr glaubhaft wiedergegeben. Interessant war aber auch der Betrieb mittels CTC, Funk-Kommunikation und funktionierenden Signalen. Das Tüpfchen auf dem "i" war dann noch, dass die Anlage-Betreiber Shirts und tw. Warnwesten der Florida East Coast trugen. Und: Wann hat man schon mal einen Anlage mit dem Thema FEC gesehen?
    Aus Dänemark kam eine Anlage mit diversen West-Themen wie z.B. den Kingman Canyon. Auch hier war alles sehr überzeugend umgesetzt, wobei aber auch die darauf verkehrenden Zugskompositionen (z.B. der herrliche moderne Manifest mit teils interessanten Ladungen) faszinierten. Dass ein aus unzähligen Artikeln im Model Railroader bekannte Däne jeweils in der Nähe der Anlage anzutreffen war, war sicher kein Zufall. ;)
    Gleich daneben war die grosse Spur N-Anlage von AmericaN, welche irgendwo in Idaho oder im Süden Montana's angesiedelt sein könnte.


    Auch kleinere Anlagen erfreuten die Besucher. Ein ebenfalls exotisches Thema war z.B. die Kennecott Copper-Anlage, auf der typische Fahrzeuge wie z.B. die charakteristischen GPs mit den höher gelegten Cabs verkehrten.
    Das Thema "Canada" in TT umzusetzen stelle ich mir wegen dem geringen Umfang an Rollmaterial schwierig vor. Die entsprechende Anlage überzeugte vorallem vom Landschaftsbau sehr.
    Neben diversen Schmalspuranlagen war auch eine mit dual-gauge Gleisen auszumachen. Wenn ein Normalspurdiesel vorbildrichtig Schmalspurwagen rangiert, sieht dies ungewohnt aber auch faszinierend aus.


    Fazit: Schöne und interessante Anlagen gesehen, viele Leute getroffen und nette Gespräche geführt und mit voller Motivation wieder nachhause gekommen. Also eine tolle Sache.
    Und falls an der Convention Beteiligte hier mitlesen: -> :appl::appl::appl:



    Thomas

    ...Viele der UP's sieht man um Kamloops an den zahlreichen Grain .....


    In Kamloops oder sonstwo an der CP Transcon habe ich bislang kaum UP Loks gesehen. Wie gesagt, die CP-Züge über den Crowsnest Pass mit den UP Loks fahrwn südlich über Cranbrook in die USA.
    Anders verhielt es sich mit den zahlreichen geleasten CEFX Maschinen. Die sah man bis vor ein paar Jahren überall und waren eine gewisse Abwechslung im sonstigen CP-Einerlei.
    Elche fehlen mir bislang noch vor der Linse...bis auf ein Exemplar am Mullan Pass in Montana. Aber der war nicht so nett neben den Gleisen positioniert. :)


    Thomas

    Die Landschaften in BC sind schon sehr abwechslungsreich...und die Bahnlinien sind es auch. Wir Fans konzentrieren uns ja meist auf die Hautplinien der CP und CN, welche mit der Dichte an Verkehr am "ergiebigsten" sind.
    Nachdem man sich aber genügend am Kicking Horse Pass oder in den Fraser- und Thompson River Canyons ausgetobt hat, kommen auch die weniger bekannten Linien in den Fokus des Interesses. Deshalb finde ich es toll, dass Du Dir auch die schwach befahrenen ehem. BC Rail-Strecke ansiehst. Ich könnte das Buch "Northern Light" (White River Prod.) wohl noch hundert mal ansehen und träume davon wie es wohl gewesen wäre, wenn ich es vor 2004 mal nach Fort Nelson oder an die Takla Subdivison geschafft hätte.


    Eine andere, nicht so bekannte Strecke ist diejenige über den Crowsnest Pass, ganz im Südosten der Provinz. Passquerende Züge verbinden die Prairien Alberta's mit dem Nordwesten der USA. Sie nehmen jeweils den Weg von Fort Macleod, AB über Cranbrook und die Spokane International Richtung Südwesten. Leider sind sie oft mit UP-Loks "verseucht". Auf der Westseite in der Gegend um Fernie befinden sich zudem noch einige Kohleminen. Die Kohlenzüge werden dann aber durch CP-Loks geführt und finden ihren Weg die Kootenays hinauf und dann Richtung Westen bis an den Delta Port.


    Die Bilder entstanden im Herbst 2014.



    Thomas

    Da die First Nations-Ortschaft Seton Portage nur eingeschränkt über Strassen erreichbar ist, wurde schon zu Zeiten der Pacific Great Eastern und später BC Rail ein Anschluss an die restliche Welt sichergestellt. Dies geschah mit dem durch Budd RDC geführten "Cariboo Prospector". Für Schulkinder stand zudem in Lillooet eine Lok (m.W. RS-32) und ein Personenwagen bereit, welcher in Anlehnung an die RDC "Budd-Wiser" genannt wurde.
    Nachdem die RDC ab 2003 nicht mehr fuhren, behalf man sich mit den beiden Schienenbussen. Diese wurden zuvor in Kalifornien von einer Privatperson auf Basis von zwei Fairmont Speedern zusammengebaut und per Zufall durch die BC Rail gefunden und gekauft.


    Der Kaoham Shuttle (oder "Budd Light") fährt einmal täglich D'Arcy oder Seton Portage - Lillooet und zurück. Am Freitag werden zwei round-trips angeboten was es Touristen ermöglicht, ab Lillooet mitzufahren.



    Thomas

    2003 war ich im Sprachaufenthalt in Vancouver. Zwar waren da die Fahrten mit der Royal Hudson nach Squamisch und der Cariboo Prospector mit den RDC bereits Geschichte, aber immerhin gab es die BC Rail noch. Ein paar Mal habe ich das Yard in North Vancouver besucht und beim Rangieren zugeschaut. Und an einem Wochenende habe ich mir einen Mietwagen genommen und bin Richtung Whistler gefahren. Leider habe ich dann neben dem "Pemberton Push" nur diesen einzelnen PGSQ erwischt.


    Bei meinen späteren Railfan-Trips durch BC konzentrierte ich mich auf die anderen Linien der CN und CP. Aber 2011 kam ich mit meiner Freundin in Lillooet vorbei. Neben ein paar Bildern am Seton Lake untenahmen wir auch eine schöne Fahrt mit dem Kaoham Shuttle (sehr zu empfehlen!):
    https://youtu.be/P7jd4dbLeBw



    Thomas

    Ich poste es mal hier...
    Den "generischen" Hi-Railer von Bachmann habe ich in den letzten Tagen "auf MRL gemacht".
    Dabei wurde der hintere Teil blau gespritzt, diverse Teile separat bemalt, vorne die gelben "Ausricht-Antennen" und am Cab selbstgedruckte Decals sowie Number Plates angebracht.


    Nun möchte ich noch einigermassen plausible Scheibenwischer und Rückspiegel anbringen. Wo kann ich solche finden?



    Thomas

    ...Welchen Lacktyp verwendet ihr. Die Farbgebung sollte eigentlich klar sein.....


    Die Frage irritiert mich etwas. Eigentlich wäre ja die Farbgebung entscheidender, wie der Lacktyp. Oder anders gesagt: Es haften Lacke auf Verdünnner- wie auch auf Wasserbasis.
    Ich verwende "Skin Tone Dark" von Modelmaster. Je nachdem kommt noch etwas Rostpulver dazu.



    Thomas

    Da haben Sie es tatsächlich geschafft. ....

    Eine komplexe "Grossdampflok" welche lange nicht mehr im Einsatz resp. nicht für eine spätere Wiederinbetriebnahme konserviert abgestellt wurde, wurde nun also wieder funktionstüchtig gemacht. Grossartige Leistung!
    Aber: Im allerletzten Moment gelang es, damit mal eine erste Testfahrt zu machen. Und schon einen Tag später - also heute - soll es bereits auf eine längere Fahrt nach Ogden gehen. Mal ehrlich: Solange die Lok nicht wieder in Cheyenne zurück ist, würde ich mir als Verantwortlicher alle Fingernägel abknabbern. Denn dass da alles klappt resp. "geschafft ist" ist noch alles andere als sicher. Hoffen wir mal, dass doch.


    Zum Tender:
    Ist da nun wirklich der der 844 dran? Gem. letzter Planung war doch angedacht, die 4014 zusammen mit der 844 nach Ogden und zurück fahren zu lassen.




    Thomas

    Der "Digitalstrom" ist ja grundsätzlich ein Wechselstrom mit "aufgepfropften" Datenpaketen.
    Bei Wechselstrom-Modellbahnen ist der der Umschalter für die Fahrtrichtung verantwortlich. Beim Digitalbetrieb macht dies dann der Decoder, welcher auch die Spannung gleichrichtet und sie zum Gleichstrommotor weiterleitet.
    Somit ist es bei Digitalanlagen problemlos möglich, auf dem selben Gleis gleichzeitig in beide Richtungen zu fahren.


    Thomas

    Der Zufall will es, dass ich gerade heute auf diesen Hersteller gestossen bin.
    Offenbar handelt es sich beim Besitzer um denjenigen, dem früher Kaslo Shops gehörte. Und Kaslo hatte ganz ansprechende Bausätze im Programm.
    Wie das mit den heutigen Modellen ist, weiss ich aber auch nicht. Zumindest die Webseite scheint wenig professionell.


    Thomas

    Das ist sicher keine Schlecht Philosophie, meine Erfahrung im Selbst und Umbau ist aber noch sehr gering und 28 Quadratmeter Moba müssen auch erst mal gebaut werden...

    Ja, da geht es mir gleich. :)
    Als ich noch keine Anlage hatte, ging es beim Fahrzeugbau speditiver vorwärts. Heute teile ich auf: Im Sommer wenn es im Dachstock zu warm ist, werden draussen auf dem Balkon Fahrzeuge gebaut. In der kalten Jahreszeit dann aber vermehrt an der Anlage.


    ...Ich habe mir auch fest vorgrnommen mal den Worktrain mit SDP40 bespannung und den verbeulten blau grünen Gondolas zu basteln....

    Der "Jimbo" wird voraussichtlich mein diesjähriges Projekt werden. Ein paar Gons habe ich bereits. Aber der Kran inkl. der dazu modifizierten Gondola wird kompliziert.


    Taugen die nichts?

    Doch, schon. Aber für die umgebauten Wagen der MRL sind es die falschen. Es müssen modernere 'ran. ;)



    Thomas

    Meine "Philosopie" in solchen Fragen: Lieber wenige Fahrzeuge, dafür vorbildrichtige.
    Gerade class II RR wie die MRL haben immer wieder spezielle Fahrzeuge in ihrem Bestand, welche nicht in Grossserie "off the shelf" angeboten werden. Und gerade das macht diese Bahngesellschaften so interessant.


    Die Beschaffungskosten für die Modelle kann man auch noch in Relation mit dem Bastelspass stellen. Man packt die Wagen ja nicht nur aus und stellt sie auf die Schienen, sondern hat für das Geld noch einige Stunden "Hobby-Time" mit ihnen.
    Vom selben Shapeways-Hersteller gibt es zudem auch noch "Familien-Packungen" für die Ausstattung mehrerer Wagen, welche dann auch günstiger sind:
    https://www.shapeways.com/shop…tion=HO+Ballast+gates&s=0
    Bei den Kadee-Wagen müssen dann noch die Drehgestellt gewechselt werden. ;)



    So oder so: Happy MRL-modeling!


    Thomas

    Davon ausgehend, dass vor allem die ballast cars der MRL von Interesse sein dürften, beschränke meine Antwort darauf. ;)


    Neben den Difco side-dumpers besitzt die Bahn folgende "echten" Schotterwagen:
    - #110000 - 110047, 2200 Cu Ft, 100t, Darby Corp.
    - #110085 - 110099, 2003 Cu Ft, 70t, Pullman Standard (umgebaute 2-bay covered hoppers)


    Für erstere habe ich bislang keine Basismodelle gefunden. Zweitere können aber relativ einfach gebaut werden.


    Ausgangspunkt ist ein PS-2 2 bay covered hopper von Athearn. Bei diesem werden oben der "Deckel" und unten die beiden "bays" entfernt.
    Am Boden und an den unteren Stirnseiten werden Polystyrolplatten eingesetzt.
    Die MK ballast doors und die oberen Abdeckungen an den Wagenenden gibt es bei Shapeways: https://www.shapeways.com/prod…version?optionId=56547854
    Um die obere Ladeöffnung wird aus Polystyrol noch ein Rahmen gebaut.
    Danach wird der Wagen schwarz gespritzt und mit einer (einfachen) Beschriftung versehen.
    Auf Wunsch kann der Wagen zum Schluss noch entsprechend verwittert werden.



    Thomas

    Nachdem ich das LOKi America durchgelesen habe, erlaube ich mir folgendes Fazit:


    Seit über 25 Jahren beschäftige ich mich mit den Bahnen in Nordamerika und den entsprechenden Modellen. Unter der zahlreichen gelesenen Publikationen gehört dieses Heft klar zu den besten. Es handelt sich sicher nicht um ein "Grundlagen-Werk". Stattdessen werden ein paar wenige der zahlreichen Facetten behandelt. Diese aber qualitativ umso besser. Den "BigBoy-vor-rote-Felsen-Kitsch" resp. Wild-West-Romantik sucht man darin vergeblich. Stattdessen wird mehr Wert auf Realismus gelegt. American Railroading, wie es wirklich ist. Natürlich ist auch dieses Heft nicht zu 100 Prozent perfekt.


    Pelle Soeborg mag ein ausgezeichneter Modellbauer sein. Er versteht es aber auch, jeden einzelnen Satz zu vermarkten. So ist es vermutlich zu erklären, dass sein Beschrieb plötzlich abrupt endet. Schade.
    Die Anlage von Tom Johnson zeigt, wie man auch ohne lange Züge mittels einer (fiktiven) Shortline etwas Schönes bauen und betreiben kann. Hier hätte ich noch etwas mehr Informationen bzgl. der Idee "fictional shortline" erwartet.
    Der Bericht über den vorbildrichtigen Betrieb von Elmar Haug mag etwas langatmig erscheinen. Wer sich aber die Zeit nimmt ihn durchzulesen wird erkennen, dass man aus seiner Anlage mehr machen kann wie nur - wie es Elmar sagen würde - "Zügle im Kreisle fahre' lasse' ".
    Die Weathering-Tipps von Nick Campell zeigen gut verständlich auf, dass man auch ohne Airbrush, dafür mit viel Zeit Güterwagen ihren Plastikglanz nehmen kann. Ich muss zugeben, dass ich mir dann gleich ein paar Acrylfarben gakauft habe und nun nach ein paar "Kandidaten" zum verwittern suche.
    Mit seiner Timesaver-Anlage gibt Kim Nipkow einen guten Überblick, welche Anlagebaumethoden heute möglich sind.


    Ich bin der Meinung, dass das Heft für den Anfängern und auch den "alten Hasen", den American Railroaders wie auch den (vielseitig interessierten) Euro-Modellbahnern viel bietet.


    Wichtig ist mir zum Schluss anzumerken, dass ich dieses Fazit aus freien Stücken schreibe und mein Exemplar selbst bezahlt habe. Ich denke dass es angebracht ist, diese gute Leistung im Bereich von Hobby-Publikationen positiv zu erwähnen.



    Thomas


    P.S.
    Ich habe mir erlaubt, die Probleme mit dem Versand nach Deutschland dem Loki-Redaktor weiterzuleiten. Er wird der Sache nachgehen.