Posts by bigboy4015

    Um mal zum US Bereich zu kommen.

    Neu angekündigt für 2024 sind auch diverse US Army Trucks aus der M809 Serie von AM General aus den 1970ern. Nachfolger der optisch sehr ähnlichen M39 Truck Serie áus den 1950ern.

    Der M813A1 als Pritsche/Plane, der M813A1 Pritsche mit Tankaufbau und mein Highlight: Der M816 Wrecker. Wobei der preislich als fertigmodell über 60 Euro kosten wird, allerding schon in MERDC Tarn-Lackierung


    Auch angekündigt ist der CCKW-353, ein Verläufer von 1941 des M809. Der kommt auch als seltener, schon 1939 konstruierte AFKWX-353, Ein 353 als Cabover. nur rund 7.500 der über 570.000 von GMC gebauten 353 waren die Cabover Variante,´.

    Ich gebe ehrlich zu, mir dem hast du mich erwischt.

    Erster Gedanke war LSVR MKR15, der Wrecker der LSVR Familie.

    Dann der zweite Gedanke: Nö, stimmt nicht, der MKR15 hat keinen großen Bergekran, der MKR15 hat einen kleinen Faltkran und am Heck die Berge- und Abschleppanlage.

    Aber irgendwie... Den hab ich schon einmal gesehen.


    Das ist das Multi-Mission Recovery System (MMRS) mit 35tons Kran, schon gut 15 Jahre alt. Hat Oshkosh damals ohne Auftrag entwickelt. Basis ist der LSVR des Marine Corps (War natürlich schöner den auf dem neueren LSVR zu bauen wie auf dem optisch älteren M1074 :).

    Leider nie bei den Streitkräften eingeführt. (LEIDER!!!) X/.


    Wobei das Modell ein Hingucker ist, könnte mir gefallen... China 3D Print-hab ihn auf dem Schirm...


    PS: Das sieht bei der Bundeswehr etwas anders aus, die haben 33 G-BKF von Liebherr beschafft, geschützte Berge-Kran Fahrzeuge mit einem 20 Tonnen Kran.

    Ich kann dir zumindest sagen was der Zoll da gerechnet hat. Der hat nur die letzte Wertangabe ($89,99) auf der CP72 Zollinhaltserklärung genommen, mit dem September Wechselkurs von 1,0805 Dollar je Euro die 19% EUst gerechnet und war fertig.

    15,824 € hat er auf 15,83 € aufgerundet. Den Restwert zu $581,94 hat er schlicht übersehen.


    PS: Der gelbe DHL Aufkleber bedeutet das zollamtlich final abgerechnet wurde, die Post hat die ermittelte Summe einzuziehen und abzuführen.

    DHL hat tatsächlich einen Zoll-Abgabenbescheid zu deiner Sendung, den kannst du über den Link auf dem Aufkleber und die Sendungsnummer von USPS, funktioniert auch bei DHL, anfordern. Steht aber 100% nix anderes wie ich oben gerechnet habe. :)

    Kommt dann per Post, als Postsache.


    Das DHL bei dir weder die Zollabgaben noch ihre eigene Gebühr kassiert hat. Iss so...

    Mein Breacher ist von Arsenal. Lange ausverkauft....

    Aber....

    Letzte Woche hat Thomas Fichtl gepostet das er M1150 Breacher für einen Kunden nachgeordert hat. War im Zusammenhang mit dem JABs M1074 Angebot.


    Er hatte JABs geordert hätten Breacher sein sollen.


    Aber vielleicht kommen da ja noch M1150 in den allgemeinen Verkauf. Wird ja niemand 20 oder 30 Breacher kaufen.

    20 M88A2 könnte man bringen... =O


    PS: Simon hatte ihn mir vorgestellt. Glaube Robin stimmt.

    aktuell kenne ich nur 3 Mann im deutschsprachigen Raum, die Us Military Train als Thema haben, du, einen Kumpel in der Schweiz und ich.

    Du hast einen vergessen, wir sind vier: Mike aka "gi-depp" in Spur N.

    PS: Den Schweizer kenne ich glaube ich über Simon Ginsburg.

    :thumbup:   :thumbup:  :thumbup:  :thumbup:


    Quote

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    Die Oshkosh M1070A1 Zugmaschine, der rebuilt M1070A0, gefällt mir.

    Von wem ist der?


    Könnte sich in meine Militärische Schwerlast Sammlung verirren...

    Ist schlimm: Sieht man das EOT an der letzten Kupplung seines Trains hat man noch Vorbilder für locker 20 weitere Wagen.

    Und dann bin ich auch noch stur mit dem Marine Corps. "Schuld" daran waren meine ich LAV und AAV7, da bleibt nicht viel Auswahl :D.


    Aber das macht doch auch Spass rauszufinden, was anders ist, auch wenn es nur die Form der Klimaanlage am Werkstatt-Auflieger ist. Meine Bibliothek dazu ist stetig gewachsen.

    von MR Models gibt es einen schönen Resinbausatz für einen M88A2

    Sieht echt gut aus. Wobei, der sieht der zweiten Version des M88A2 von Arsenal-M echt sehr ähnlich, ich glaub irgendwie das ist der gleiche Bausatz.

    Wobei ich nicht schwören würde das der MR mir nicht noch zuläuft.


    Was ich am Besten finde: es gibt mehr die so irre sind und sich die Arbeit machen.

    Am Walthers nervt mich eines: Das Vorbild ist erst ab 2017 an TTX ausgeliefert worden. Bestellt hab ich den trotzdem... :)


    Manche Details der US Streitkräfte muss man nicht verstehen, da geht es denen wie jeder anderen Armee (Geld ist Mangelware)...

    • Es gab eigentlich über gut 20 Jahre KEINEN brauchbaren schweren Bergepanzer. Der M88 war als mittlerer Bergepanzer für den M48 gedacht, mit M60 und erst recht mit dem M1 war der M88 selbst als M88A1 hoffnungslos überfordert. Mit 2 M88A1 ging es leidlich einen M1 zu schleppen, bergab bremsen war sportlich. Erst dem komplett überarbeitete M88A2 HERCULES, der als Schwerer Bergepanzer konstruiert war, ist alleine brauchbar.
    • Der schwere M51 Bergepanzer ging bereits in den 1970ern in den Ruhestand (Ein imposanter Koloss auf Basis des schweren M103 Kampfpanzers). Soff im Gelände 1400 Liter auf 100 Kilometer.

    Das Marine Corps macht durchgängig ihr eigenes Ding. Die AAV7 Landungspanzer sind logisch nur beim Marine Corps, gleiches gilt eigentlich für die leicht amphibischen LAV 8x8 Radpanzer. Der ist mittlerweile in ein paar Exemplaren auch bei der Army.

    • Neben Hummer nutzten die Mercedes G.
    • Die Hummer der Marines haben durchgängig Luftansaugung und Auspuff hochgelegt.
    • Die Seabees haben Mobilbagger auf Unimog.
    • Statt dem auf dem Steyr basierenden FMTV (Family of Medium Tactical Vehicles) Frontlenker hat das Marine Corps den von Oshkosh entwickelten MTVR (Medium Tactical Vehicle Replacement) Hauber.
    • Nur den HIMARS Werfer hat das Marine Corps auf gepanzerten FMTV.
    • Den M1 Abrams nutzt auch das Marine Corps, aber nur in der Rüststufe A1.
    • Die Army bekam von Oshkosh den vierachsigen HEMTT. Das Marine Corps bekam von Oshkosh den LSV (Logistic Vehicle System) Knicklenker, ein zweiachiger Kopf mit diversen zweiachsigen Anhängern.
    • Aus dem HEMTT entwickelte Oshkosh den fünfachsigen M1074 / M1075 als PLS (Palletized Load System). Das Marine Corps hat was optisch sehr ähnliches bekommen, den LSVR (Logistic Vehicle System Replacement), der das ganze LSV System ersetzte. LSVR und PLS sind zwei technisch komplett unterschiedliche Fahrzeugfamilien.
    • Beide Systeme nutzen einen 3-Achs Anhänger von Oshkosh, tatsächlich identisch. Der PLST (Palletized Load System Trailer).
    • Der M1150 Breacher Minenräumpanzer ist eigentlich eine Entwicklung für das Marine Corps der dann auch von der Army übernommen wurde.
    • An manchen Modellen sind so kleine Details: Das Marine Corps hat völlig andere Nebelwerfer.

    Kniga ist ein Haufen Arbeit, stimmt schon, ich bin aber froh das die mir wenigstens brauchbare Basis für USMC liefern

    • Der Oshkosh JLTV ist okay, der Arsenal-M derzeit nicht zu bekommen. Dazu hat Kniga alle Varianten. Aber da bin ich von Arsenal-M noch nicht weg.
    • Das Arbeitsboot BEB USCSB MK-II mit Transportrack hat sonst keiner.
    • Den SGPRSMD, den Werkstatt-Auflieger, haben nur die. Inkl. der Teile die für die Marine Corps Variante gebraucht werden. Army Airforce und Marine Corps haben teils markante Unterschiede
    • Der Umbausatz für die MTVR Sattelzugmaschine, gibt es auch bei Arsenal-M, ist auch ein Umbau auf Basis des Kits welches Arsenal-M vertreibt. Fertig sieht der mit Kniga m.E. besser aus.

    Trident: Auch eher Exoten

    • Der LSVR. Das 10x10 Wechsellader USMC Pedant zum 10x10 PLS der Army. Ist eine eigenständige Baureihe mit z.B. deutlich anderem Fahrerhaus. Kann man so einfach aus dem HEMTT nicht bauen...
    • Den LAV, den kleinen 8x8 Bruder des Stryker
    • Cougar und Cougar H MRAPs

    FRAGE: Welche Felgen haben deine aus dem HEMTT gebauten PLS M1074/1075??? Die könnte ich gebrauchen, Tridents Felgen bei den LSVR sind leider völlig falsch.


    Heute sind die diversen MRAP ja ein Thema auf den Zügen, und so stehen bei mir als Beladung neben einem Buffalo und einem Husky, beide von Arsenal-M, ein paar JLTV (Kniga/Arsenal-M) und M-ATV (Shapeways) bereit.


    PS: Beim M88A2 habe ich den von Arsenal-M, den gab es in zwei Serien. Ich habe einen der ersten (der wird nicht verladen) und zwei der zweiten, die besser detailiert ist.

    Bei der zweiten Serie bin ich mir nicht sicher ob das nicht der heutige MR ist.

    Arsenal-M vertreibt ja auch unter eigenem Namen zugekaufte Modelle, die diversen Mercedes Wölfe und die MTVR Hauber des USMC zum Beispiel.


    Wie Arsenal-M jetzt den M1074 JAB Brückenpanzer auf dem M1 im Angebot hatte brauchte ich nicht lange zu überlegen. Auch wenn der M1074 eigentlich für mich zu neu ist, der lief erst ab 2017

    Ich bin am überlegen wie lange ich an dem Zug, an der Beladung bin. 5 Jahre? 7 Jahre? Mehr?


    Lieferbarkeit ist ein echtes Thema. Aktuell bin ich am happy weil Trident endlich wieder liefert und die seit Jahren offenen LAV Varianten ausgeliefert werden.

    Dann sind gerade Resin-Modelle oft nur kurz lieferbar.

    Wobei da Kniga aus München echt top ist. Er produziert extrem schnell nach. Okay das die Modelle noch viel Arbeit brauen, ist halt so. Sieht aber am Ende auch was aus.

    Deshalb 3D Druck....


    Die Ketten von Spring Mills sind der Hammer, garkeine Frage, ich hab auch einige... :) ;)

    Mit dem Befestigungsanker für die Channels, Spannvorrichtung, Kette, Haken usw. absolut perfekt. Nur wird das neben Nervensache ein Kostenfrage: Ein Abrams benötigt nach Vorschrift jeweils 16 Ketten. Macht bei 23 Abrams (M1A1 und M1150) 368 Ketten... Das wären alleine dafür Ketten im Wert von 1.000 €...


    Die 3D Lösung hat den Vorteil das man maximal den Winkel am Anker ändert, wie auch bei den Spring Mills selbst bleibt die Kette ansich in der Länge immer gleich.

    Mir sind die 6 Euro gerade recht.

    44 Kilometer nach Wetzlar, 44 Kilometer retour, ist der Sprit schon teurer.


    PS: Was für Prozentzahlen? 19% sind 19%, braucht keiner nachzulesen, EUSt Satz = Mwst Satz = einfach.

    Bei der Bahnverladung 1952 wurde die Lafette mit dem Mantelrohr verladen.

    Dass lange Seelenrohr, dass eigentliche Geschützrohr, wurde gesondert verladen, deshalb vier Flachwagen.

    Jedenfalls ist auf den Fotos sogar der zum Handbremsrad einzuhaltende Abstand erklärt,


    Ein kleiner Nachtrag zum Nachdenken:

    Erschreckend ist wie schnell die Entwicklung der Atomwaffen geschah. Der beim Test 1953 verwendete W9 Sprengkopf hatte mit 15kT die gleiche Stärke wie Little Boy über Hiroshima, acht Jahre zuvor.


    Die Mk. I "Little Boy" hatte ein Gewicht von 4.040 kg, einen Durchmesser von 71cm und eine Länge von 3,2 Metern.

    Die Granate inkl W9 der M65 hatte ein Gewicht von 390 kg, einen Durchmesser von 28cm und eine Länge von 1,39 Metern.

    Der von 1955 bis 1992 für die 203mm Haubitzen genutze W33 Sprengkopf hatte als Granate nur noch ein Gewicht von 110 kg bei einer Sprengkraft von 10 kT.


    Die Detonation der W9 am 25.5.1953 war die zweite einer Atomwaffe nach dem Gun-Design (Gaaaaaanz vereinfacht: Eine unterkritische Masse 235U wird auf eine ebenfalls unterkritische Masse 235U geschossen, eine überkritische Masse entsteht, die eine Kettenreaktion auslöst).

    Die erste Gun-Design Detonation war Little Boy am 6.8.1945. Die Manhatten-Projekt Wissenschaftler im Manhatten-Projekt in Los Alamos, Hanford und Oak Ridge waren sich früh sicher, das die Fehlerquote des Designs so zu vernachlässigen ist, dass man auf einen Test verzichen kann (Ausserdem hatte man gerade eben genug Uran für Little Boy, rund 60 Kilo).

    Die beiden Tests des W33 Sprengkopfes, kein Schuss, nur Zündung waren die dritten und vierten Zündungen des Gun-Designs und die letzten.


    Die am 16.7.1945 in White Sands gezündete Trinity oder Gadget war ein Test der Mk.III nach dem deutlich komplizierteren Implosions-Design unter Verwendung von 239Pu, die Fat Man, am 9.8.1945 über Nagasaki gezündet, war ebenfalls eine Mk.III. Mit 23 kT war Mk.III stärker, aber mit 4.670 kg Gewicht, 152 cm Durchmessser und 3,66 Metern Länge noch schwerer und größer. Das Plutonium der Mk.III musste zwar erst aus Uran erzeugt werden, in der Natur kommt es so gut wie nicht (mehr) vor, der Kern der Mk.III benötigte aber nur 6,2 Kilo).

    Eine Tatsache zeigt das für die Verantwortlichen im Manhatten Projekt das Gun-Design nur eine Notlösung war.

    Die 509th Composite Group der United States Army Air Forces, welche von Tinian aus operierte, hatte 15 der speziellen B-29 Silverplate Maschinen, diesen fehlte bis auf den Heckstand die Eigenbewaffnung, dafür hatten diese Maschinen fest eingebaute Zusatztanks und spezielle Aufhängungen für die schweren Bomben, nur drei der Maschinen, darunter die 82 "Enola Gay", die Aufhängungen für die Mk.I und diese wurden direkt nach Hiroschima auf die Mk.III umgerüstet.


    William "Deke" Parsons war der Waffenoffizier der Enola Gay, und er war der Militärische Leiter des Bereiches im Manhatten-Projekt für die Zündung der Mk.I Bomben. Auf Tinian sah er einige B-29 die beim Start abstürzten. Seine verständliche Angst war das Little Boy im Unglücksfall dann aus Versehen eine überkritische Masse bekommt und detoniert, das North Field dort war damals der größte Flugplatz auf der Welt und das hätte eine Katastrophe gegeben.

    (Auf dem "Schrottplatz" in Tinian lagen sicher 40 Wracks von verunglückten B-29.)


    Er entschied deshalb, ohne General Leslie Groves, dem Leiter des Manhatten Projekts, etwas zu sagen, dass beim Start die Bombe keine Treibladungen hatte, alle Sicherungsbolzen waren montiert usw.

    Erst während des Fluges, kletterte Parsons in den Waffenschacht und machte die Bombe scharf.


    Und wenn sich jemand fragt: Gab es ein Mk.II Design bei den Bomben: Ja, gab es, eine Plutonium Gun-Design Bombe mit dem Nickname Thin Man. Das Projekt wurde relativ früh beendet weil durch 240Pu Isotop Anteile im 239Pu die Gefahr einer unbeabsichtigten Kettenreaktion viel zu hoch war.

    Die Mk. II "Thin Man" hatte ein Gewicht von 3.600kg, einen Durchmesser von 97cm und eine Länge von 5,2 Metern. Die Länge kommt von der Notwendigkeit das "Geschoss" auf eine entsprechend hohe Geschwindigkeit zu bringen.

    Die Mk.II hatte mit den 5,2 Metern ein Problem: Der Schacht der B-29 war zu kurz, einzig die britsche Avro Lancaster hatte einen entsprechenden Waffenschacht. Man wollte aber ein Flugzeug aus US-Produktion, so wurde eine B-29 entsprechend umgebaut, der vorder Schacht deutlich verlängert. Kaum war die Maschine umgebaut wurden die Arbeiten an der Mk.II eingestellt.

    Ich habe einen Bausatz des US Army M65 280mm Geschütz, mit Zugmaschinen, von Arsenal-M.

    Wem M65 das nichts sagt: Wikipedia und als Bild....

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    Quelle: Wikipedia GNU (Das Foto stammt von 2007 aus Aberdeen)


    Die ab 1952 in 20 Exemplaren gebaute 280mm Atom-Kanone wurde auf der Krupp-Konstruktion des 280mm K5 Eisenbahngeschütz des deutschen Wehrmacht entwickelt.

    Die US Army erbeutete in der Schlacht von Anzio in Italien zwei der deutschen K5 und brachte diese in die USA.

    Eines der beiden existiert noch heute in Fort Gregg-Adams, die durch Lima bekannte "Leopold".

    800px-Anzioanniegun.jpg

    Quelle: Wikipedia GNU (Das Foto stammt von 2008 aus Aberdeen)

    PS: Wer jetzt sagt "Die sieht genau so gerupft aus wie das Lima-Modell, so ohne Geländer, ohne Kraftzentrale!" Die Antwort ist: "Genau deshalb!" Lima hat die K5 in Aberdeen als Vorbild genutzt, genau so wie die da steht.


    Die K5 bekam den Spitznamen "Anzio Annie", die M65 wurde fast logisch zur "Atomic Annie".


    M65 fährt auf der Straße. Statt Drehgestelle und Lok, ist hier vorn und hinten je eine von KENWORTH gebaute M249 und M250 Zugmaschine, jede mit 375hp, zwischen denen die Lafette eingehängt ist. Zwei Fahrer mit Sprechverbindung steuern den Koloss.


    16 der 20 je gebauten M65 waren von 1955 bis 1962 in Deutschland stationiert. Die übrigen vier in Südkorea und Okinawa.

    In Deutschland sah man die Geschütze im Straßenverkehr, hauptsächlich in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.

    Der überwiegende Teil der Fotos im Tankograd Heft zur M65 zeigt diverse Geschütze entweder in Aberdeen auf dem Proving Ground oder in Deutschland, eines mitten in Freudenstadt. (Ich könnte schwören ich hätte einmal eines gesehen aus unserem Nachbarort Diez...)


    Und jetzt kommen wir zur Schiene:

    Auf einer Seite in Detailfotos wie die Verladung des 26 Meter langen, und 77 Tonnen schweren, Geschützes auf vier Flachwagen zu erfolgen hat. Und da kam ich auf Ideen...

    • Den Transport auf den Fotos nachbilden. Die Geschütze wurden im Watervliet Arsenal bei New York und im Watertown Arsenal in Massachusetts hergestellt und mit den Zugmaschinen zusammengestellt. Zwei M65 wurden im Mai 1953 auf der Schiene nach Nevada transportiert.
    • Die moderne Variante: Sieben der Kanonen stehen in Museen. 2009 bis 2011 wurde die Sammlung aus dem U.S. Army Ordnance Museum in Aberdeen, Maryland, darunter eben die M65, aber auch K5 Leopold usw. über 215 Meilen in das United States Army Ordnance Training Support Facility in Petersburg in Virginia transportiert. Seit 2023 Fort Gregg-Adams.

    Kleine Story noch: 1953 wurden wie erwähnt zwei M65 nach Nevada geschickt für den Nuklear-Granaten-Test Grable in der Testreihe Upshot-Knothole. Der einzige jemals durchgeführte Abschuss einer Nuklear-Granate. Die Kanone, die den Schuss abgab sollte später in das U.S. Army Artillery Museum in Fort Sill in Oklahoma. Einfache Sache? Denkste!

    Die letzten, der in der Realität letzten Endes unhandlichen, M65 waren bereits nach 11 Jahren im Jahr 1963 ausgemustert worden. In diesem Jahr, die Kanone stand schon einige Zeit im Museum, entdeckte man in Fort Sill das diese das Reservegeschütz von 1953 war.

    Wo ist die "Echte"? Die ersten waren schon verschrottet!? Nach einiger Suche fand man 1964 die gesuchte, komplett und angeblich in Baumholder.uzf jeden Fall in Deutschland.

    Beim Transport in die USA wurden deren Zugmaschinen so beschädigt das eine Reparatur nicht mehr lohnte.

    Wieder komplettiert, die beiden Zugmaschinen stammen von einer anderen M65, steht die M65 von einzigen Schuss einer atomaren Granate seitdem im Museum.

    Ich hatte die Wagen bei Spring Mills in zwei Ordern bestellt, im Mai und November 2023.

    Mein Kurs beim bezahlen im Mai war $1,09, im November $1,08. So wild war das dann nicht.