Weekly Work Report 21.10.2007

  • Hallo und Dank erneut an alle. Schon wieder ist sehr viel zusammen gekommen - aber ich habe nicht vor, diesen Thread wieder zum Laufen zu bringen. Ich lasse Euch hiermit lediglich wissen, daß Eure Mühe zum Entschluß geführt hat, den Schritt in die 4. Dimension ebenfalls zu gehen. Dieses Posting kommt erst jetzt, da vor über einer Woche meine Festplatte die Hufe in Richtung Himmel positioniert hat (Ja ich BESITZE einen Computer!) - und ich daher erst seit gestern wieder über einen gebrauchsfähigen Rechner verfüge.


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    Original von Simon_Ginsburg
    Kannst Du englische Texte lesen? Dann schaue ich mal, ob ich eine "Einstiegsseite" für Dich finden kann.


    Ich denke schon. Zumindest schreibe ich auch seit etlichen Jahren in zwei Ami-Foren mit, und da ist noch keiner auf die Idee gekommen, daß ich ein "Nicht-Ami" bin. Ich wäre sehr froh über so eine "Einstiegsseite", obwohl es bei mir Verwunderung auslöst, daß eine solche offensichtlich nicht auch in Deutsch existent ist, wo Deutschland nun einmal schlicht DAS Mobaland ist.

  • 179EUR für den einfachen Handregler sind trotzdem heftig wenn man bedenkt, daß man ein Digitrax oder Lenz Einsteigerset für rund 100EUR mehr bekommt!

  • Quote

    Original von mtnsub
    Beide Motoren, insbesondere der Sagami, wurden dabei sehr warm, richtiggehend heiss. Da macht man sich schon seine Gedanken.


    Das ist schon so. Die "heisse Erfahrung" war ja auch für mich der Anlass, mir Gedanken zu machen.


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    Original von mtnsub


    700 EUR fuer ein analoges Fahrpult, mit dem ich in keinster Weise die Moeglichkeiten habe, die mir DCC fuer nichtmal die Haelfte (bei 20 Loks) bietet? Ich glaube nicht...


    Sagen wir 179 Euro. (Für den kompletten Fahrregler mit Gehäuse)


    Felix

  • Quote

    Original von Felix
    Damit sage ich nicht, wir sollen die Faulis quälen. Aber die PWM-Suppe wird nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wird. Beim Roco ASC-1000 habe ich nie eine schädliche Auswirkung auf die Faulis festgestellt.


    Ich hatte damals auch ein Roco ASC, an sich ein sehr schoenes Teil. Zu der Zeit hatte ich nur ein kleines Rangierdiorama, auf dem ich mit einer Atlas RS3 und einer auf Sagami-Motor und Ernst regear kit umgebauten Athearn SW1500 rangiert habe, ueblicherweise natuerlich sehr langsam. Beide Motoren, insbesondere der Sagami, wurden dabei sehr warm, richtiggehend heiss.Da macht man sich schon seine Gedanken.


    Quote

    Doch doch, das geht. Heisswolf :welcome)


    700 EUR fuer ein analoges Fahrpult, mit dem ich in keinster Weise die Moeglichkeiten habe, die mir DCC fuer nichtmal die Haelfte (bei 20 Loks) bietet? Ich glaube nicht...


    Quote

    Ich bleibe dabei: Digital und Analog erreichen beide das gleiche Ziel gleich gut, aber auf andere Weise. Es ist zum grossen Teil auch Geschmacksfrage. Nur die genannten drei Vorteile sprechen wirklich für Digital.


    Geschmackssache stimmt, aber es sind definitiv mehr als 3 Vorteile.

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    Wenn jemand eine automatisierte oder computergesteuerte Modellbahn möchte, sieht es wieder anders aus - aber für die meisten von uns ist das kein Thema.


    Computergesteuert ist fuer mich durchaus ein Thema, weil es keine andere Moeglichkeit gibt mit realistischem Zeit- und Geldaufwand eine CTC-Steuerung zu implementieren. Ich rede nicht von im-Kreis-fahr-Automatiken sondern von Fahrstrassensteuerung.

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    Original von Markus


    Vielleicht reichen ihm seine Module? Schonmal bedacht, daß es ihm vielleicht Spaß macht seinen Loks ein realistischen Fahrverhalten zu programieren?
    Es ist sein Weg den er sich so gewählt hat, daß schreibt Digital nicht vor!


    Nu muss ich mich doch noch selber mal zu diesem Thema zu Worte melden.... :hmm:
    Es ist richtig, dass ich seit einigen Jahren nicht mehr zum aktiven Bauen von Modulen oder auch nur dem Warten von bestehenden Modulen gekommen bin. Nur: In den besten Zeiten habe ich 11 Module besessen, die zum Teil in fast jeder Ausstellungsanlage eingesetzt wurden.


    In der Zwischenzeit habe ich EINIGES über den Design von Modulen/Anlagen studiert und ich denke, das wird den nächsten Vorhaben zu gute kommen.


    Daneben habe ich mich halt auch vermehrt mit dem Softwaretechnischen Teil von DCC befasst, d.h. neben dem reinen Programmieren von Decodern auch den Fragen, wie gewisse Anlageschaltungen via DCC und einem Computer gelöst werden können. Auch DAS habe ich im Hinblick auf weitere Bauprojekte gemacht.


    Was natürlich auch immer eine Rolle spielt ist die Frage, wo denn an einem Modul/einer Anlage gebastelt werden kann. DIES war bei mir in den letzten 3 Jahren nicht so optimal gelöst, aber auch dafür wird's bereits in Kürze eine Verbesserung geben. In der Zwischenzeit habe ich halt vor Allem Tätigkeiten gemacht, für die ein Laptop ausgereicht haben oder die nach kurzer Bastelei wieder in eine Box weggepackt werden konnten.


    Aber Alles in Allem möchte ich NIE mehr zur Analen Phase zurück! Oder wie heisst das, wenn man(n) nur Analog fährt? :evil::duel:

  • PWM geht sehr differenziert auch analog, wenn man will.


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    Original von mtnsub
    (PWM) Das schliesst aber den Mischbetrieb von Faulhaber- und normalen Motoren aus, sonst gibt's teuren Rauch.


    Kennt ihr irgend jemanden, dem konkret eine Lok mit Glockenankermotor abgeraucht ist wegen PWM? :duel:


    Es stimmt, dass langsame PWM die Lebensdauer von Glockenankermotoren reduziert. Diese schwankt nach Angaben von Maxon zwischen wenigen Hundert und 20'000 Stunden. Typisch seien 1000-3000 Stunden. Die Reduktion von sagen wir 3000 auf 1000 Stunden spielt in der Modellbahnpraxis keine Rolle, weil die Mechanik vorher ausgeleiert ist.


    Damit sage ich nicht, wir sollen die Faulis quälen. Aber die PWM-Suppe wird nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wird. Beim Roco ASC-1000 habe ich nie eine schädliche Auswirkung auf die Faulis festgestellt. Ich habe eine einzige Lok, die bei Extrem-PWM Schaden genommen hat. Selbst diese fährt heute noch. Das Erlebnis war jedoch Anlass, die Angelegenheit mal zu untersuchen.


    Dann habe ich herausgefunden, dass Fremo zu Analogzeiten jahrelang mit gewöhnlichem ungeglättetem Gleichstrom gefahren ist und keine negativen Effekte auf Triebfahrzeuge mit Glockenankermotor zu berichten weiss. (Ich hatte nachgefragt.) Heute fahre ich mit einem Nachbau des analogen Fremo-Handreglers. Der ungeglättete Gleichstrom bewirkt ein schöneres Anfahrverhalten, ähnlich wie bei PWM, aber ohne schädliche Oberwellen.


    Quote


    Korrekt. Nur kann ich im Digitalbetrieb die fuer den jeweiligen Motor genau passende Ansteuerungsart waehlen. Das geht analog eben nicht.


    Doch doch, das geht. Heisswolf :welcome)


    Ich bleibe dabei: Digital und Analog erreichen beide das gleiche Ziel gleich gut, aber auf andere Weise. Es ist zum grossen Teil auch Geschmacksfrage. Nur die genannten drei Vorteile sprechen wirklich für Digital.
    Wenn jemand eine automatisierte oder computergesteuerte Modellbahn möchte, sieht es wieder anders aus - aber für die meisten von uns ist das kein Thema.


    Felix

  • Quote

    Original von Felix
    Jedoch mag ich mich nicht beim Eisenbahn spielen mit Computern rumärgern. Ich will lieber etwas Handfestes arbeiten, mit Säge, Lötkolben, Farbe und Woodland Streumaterial statt Computer.


    Ich fahre digital, aber deswegen baut mir kein PC die Module. Säge, Lötkolben, Farbe und Geleändematerial sind auch erstmal nötig bevor sich was bewegt.



    Quote

    Original von Felix
    Simon "tunt" alle seine Decoder in akribischer Kleinarbeit. Das Resultat ist sensationell! Aber es hat auch seinen Preis: Seit vier Jahren baut Simon keine Module mehr, sondern fast die ganze Zeit sitzt er vor dem Notebook und piesackt seine Decoder. Mit Verlaub - das möchte ich keinesfalls :hmm:
    Felix


    Vielleicht reichen ihm seine Module? Schonmal bedacht, daß es ihm vielleicht Spaß macht seinen Loks ein realistischen Fahrverhalten zu programieren?
    Es ist sein Weg den er sich so gewählt hat, daß schreibt Digital nicht vor!


  • Beste Grüße,

  • Quote

    Original von Felix
    Das Argument "jederzeit volle Leistung dank Digital" ist physikalischer Unsinn. Richtig ist: Dank PWM arbeitet der Motor mit einem höheren Drehmoment.


    Das schliesst aber den Mischbetrieb von Faulhaber- und normalen Motoren aus, sonst gibt's teuren Rauch. Und ohne PWM ist das kein Unsinn. Es geht auch nicht um die Leistung, sondern um die anliegende Spannung am kritischen Uebergang Rad-Schiene bei Langsamfahrt. Und je geringer die Spannung da ist umso problematischer ist dieser Uebergang.


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    Nun hat aber PWM nichts mit der Frage nach analog oder digital zu tun


    Korrekt. Nur kann ich im Digitalbetrieb die fuer den jeweiligen Motor genau passende Ansteuerungsart waehlen. Das geht analog eben nicht.


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    Jedoch mag ich mich nicht beim Eisenbahn spielen mit Computern rumärgern. Ich will lieber etwas Handfestes arbeiten, mit Säge, Lötkolben, Farbe und Woodland Streumaterial statt Computer.


    Das ist ein guter Punkt. Jeder hat eben andere Vorlieben, bestimmte Teile am Hobby machen dem einen mehr Spass als dem anderen. Ich mag z.B. gerne loeten, verkabeln, Elektrik und Elektronik allgemein. Als Signalisierungs- und Betriebsfreak muss ich das wohl auch. Dafuer weiss ich jetzt schon, dass meine Anlage wahrscheinlich jahrelang nach "Inbetriebnahme" nicht aus dem "Particleboard Pacific"-Stadium herauskommen wird. Landschaftsbau und Detailierung sind nicht so mein Ding.


    Das schoene an diesem Hobby ist, so finde ich, dass es fuer jeden etwas bietet.

  • Soll ich auch...?


    Digital ist nicht besser, sondern vor allem anders. Analog auch. Bei beiden Systemen gilt: You get what you pay for.

    • Mit einem schlecht eingestellter Decoder läuft die Lok ebenso schlecht wie mit einem schlechten Analogtrafo
    • Mit einem guten Analogfahrregler läuft die Lok ebensogut wie mit einem gut eingestellten Decoder
    • Auch digital kommt man nur in Ausnahmefällen mit lediglich zwei Drähten aus (solch eine Ausnahme ist z.B. eine Fussbodenanlage)
    • Auch analoge Anlagen können (inkl. Abschaltsteuerung!) problemlos mit lediglich zwei Drähten angeschlossen werden. Das Zauberwort heisst "Stopweichen" und ist auf jedem Peco-Weichen-Beipackzettel erklärt.
    • einfache Anforderungen bringen einfache Technik, sowohl analog als auch digital
    • schwierige Anforderungen bringen komplizierte Technik, sowohl analog als auch digital


    Das Argument "jederzeit volle Leistung dank Digital" ist physikalischer Unsinn. Richtig ist: Dank PWM arbeitet der Motor mit einem höheren Drehmoment. Nun hat aber PWM nichts mit der Frage nach analog oder digital zu tun
    :yaya:


    Ich fahre zu Hause analog, konnte aber auch schon (Simon sei Dank) digital fahren. Ich gebe offen zu: Digital fahren ist etwas Schönes, wenn es funktioniert. Jedoch mag ich mich nicht beim Eisenbahn spielen mit Computern rumärgern. Ich will lieber etwas Handfestes arbeiten, mit Säge, Lötkolben, Farbe und Woodland Streumaterial statt Computer.
    :pc)
    Simon "tunt" alle seine Decoder in akribischer Kleinarbeit. Das Resultat ist sensationell! Aber es hat auch seinen Preis: Seit vier Jahren baut Simon keine Module mehr, sondern fast die ganze Zeit sitzt er vor dem Notebook und piesackt seine Decoder. Mit Verlaub - das möchte ich keinesfalls :hmm:


    Ich sehe drei wirkliche Vorteile von Digital gegenüber Analog:

    • Die Möglichkeit, beliebige Mehrfachtraktionen zu fahren, weil die Geschwindigkeitskennlinien abgeglichen werden können. Das geht analog so nicht.
    • Betrieb auf einer Einspurlinie oder in einem Yard mit mehreren Mitspielern. Das geht zwar mit Z-Schaltung auch analog, aber das Handling ist digital doch sehr viel eleganter, da man die ganzen Z-Schalter vergessen kann.
      (fährt man allein und ist eh nur ein Zug unterwegs, braucht man keine Z-Schaltung und kein digital.)
    • Die Teppichbahn. Gerade beim schnellen oder fliegenden Aufbau ermöglicht die Digitaltechnik den Mehrzugbetrieb auf elegante Weise. Das ist mir bei der Teppichbahn meines Sohnes, die noch analog betrieben wird, bewusst geworden.


    Meine 2¢ :welcome)


    Felix

  • Quote

    Original von mtnsub
    Muss ich mich wohl mal ne Stunde mit JMRI hinsetzen und dem Teil Manieren beibringen...


    Ich hatte bis jetzt keinen Decoder wo man nicht irgendwas verändern mußte.


    Quote

    Original von mtnsub
    Man sollte denken, dass eine Grossserien-Lok-Decoder-Kombination gut abgestimmt aus der Schachtel kommt, aber offenbar ist em nicht so... :motz:


    Auf welche Booster-Trafo-Zentralen Kombination soll man denn abstimmen? Für den unbedarften Normalkunden reicht es aus, Lok fährt und macht krach :evil:

  • Muss ich mich wohl mal ne Stunde mit JMRI hinsetzen und dem Teil Manieren beibringen...


    Man sollte denken, dass eine Grossserien-Lok-Decoder-Kombination gut abgestimmt aus der Schachtel kommt, aber offenbar ist em nicht so... :motz:

  • Quote

    Original von mtnsub


    Den Sounddecoder in meiner CW40-8, ich nehme an es ist ein QSI? Die Regelbarkeit finde ich furchtbar, schlechter als selbst die alten Lenz-Decoder und definitiv nicht mit Lenz Gold oder Digitrax DH1x3 zu vergleichen...


    Also ich finde die aktuellen Sounddecoder bei Atlas von der Regelbarkeit her gut. Habe aber auch ein wenig rumexperimentiert und programiert bis es mir gefallen hat. Die Lenz-Dualdecoder hatte ich ganz schnell entsorgt, Züge auf einer richtigen Anlage konnte man mit denen nicht bewegen.

  • Quote

    Original von Markus
    Von welchen Atlas Gold Series Decoder redest Du? Die Dual-Krücken aus dem Hause Lenz oder die QSI-Sounddecoder?


    Den Sounddecoder in meiner CW40-8, ich nehme an es ist ein QSI? Die Regelbarkeit finde ich furchtbar, schlechter als selbst die alten Lenz-Decoder und definitiv nicht mit Lenz Gold oder Digitrax DH1x3 zu vergleichen...

  • Quote

    Original von mtnsub
    Und die werden hoffentlich nicht so ein Schund sein wie die Atlas Gold Series-Decoder...



    Von welchen Atlas Gold Series Decoder redest Du? Die Dual-Krücken aus dem Hause Lenz oder die QSI-Sounddecoder?

  • Also wenn es bei mir um 50 Dekoder ginge...... Ich hätte keine Analogloks mehr. :hmm: :duel:


    Wieviele Funktionen braucht ein Dekoder? Braucht man Sound?
    Diese Fragen sollte jeder für sich entscheiden.


    MEINE Meinung würde ich niemandem als letzte Weisheit verkaufen.
    Mir reichen vier Sonderfunktionen, ich brauche nicht den Sound der Klospülung auf F27 :D Licht an und aus reicht mir eigentlich.
    Sound? Naja, nicht unbedingt.


    Was mir tierisch Spass macht ist mit EINER Soundlok digital zu rangieren.

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    Bigboy4015 - Ulrich Wolf - Cajon Pass / Nebraska / Wyoming - DB / SBB / ÖBB - DVB Straßenbahn Dresden - H0

    The situation is hopeless but not serious !

  • Johannes:


    Ich möchte Dir noch zwei ganz konkrete Beispiele geben:


    1. Du baust Deine große (Fußboden-) Anlage auf. Du möchstest auf dieser Anlage mit, sagen wir mal, 12 Loks fahren. Was machst Du im Analogbetrieb? Du trennst Gleise, baust abschaltbare Gleisabschnitte, verlegst dazu eine Reihe Kabel. So weit, so gut. Jetzt stell Dir vor: Roanoke, Mai 1955. Am Bahnsteig 3 steht ein Reisezug, bespannt mit einer N&W Class A. Weil Dir das so gut gefällt, möchstest Du der A eine Class J vorspannen. Schick! Aber dann: Du kommst ja mit der J gar nicht rückwärts an die A heran! :( Warum? Deine A steht in einem abgeschalteten Abschnitt, nämlich dem Bahnsteiggleis.


    Lösung: Bau Decoder in beide Loks ein und das Problem ist erledigt.


    Keine abschaltbaren Gleisabschnitte, ZWEI Strippen, die von der Digitalzentrale zum Gleis gehen (wird angeschlossen wie ein analoger Trafo) und das wars. Du kannst JEDE Lok einzeln und unabhängig voneinenander fahren lassen.
    So etwas analog zu machen ist zwar möglich, aber der Schaltungsaufwand ist mehr als riesig, außerdem macht das umfangreiche Eingriffe die Elektronik der Fahrzeuge erfoderlich.


    2. Volle Leistung: Im Analogbetrieb wird die Geschwindigkeit des Tfz über die Fahrspannung geregelt, willst Du langsamer fahren, mußt Du die Spannung vermindern. Soweit klar.
    P=U mal I. Leistung ist Spannung mal Strom.
    Nehmen wir an, Du fährst im Analogbetrieb "volles Rohr", also mit 12V.
    Der Motor zieht dabei angenommene 450mA Strom.
    Hier würde der Motor also eine elektrische Leistung von 5,4 Watt entwickeln.
    Reduzierst Du jetzt die Geschwindigkeit, um langsamer zu fahren, sinkt die Motorleistung.


    Lösung: Bau Decoder ein und das Problem ist erledigt.


    Im Digitalbetrieb steht nämlich IMMER die volle Spannung am Gleis an. Die Lok bekommt ihre Befehle vom Decoder. Deshalb kannst Du auch im unteren Geschwindigkeitsbereich mit voller Motorleistung fahren.


    Gut, das geht auch im Analogbetrieb mit Phasenanschnitt- oder Impulsbreitensteuerung, das nehmen Dir aber Deine Glockenankermotoren sehr übel.


    Ja Du, das sind für mich ZWEI der wesentlichen Vorteile eines Digitalbetriebes. Es gibt aber noch mehr. Tja, für die Messe im Februar haben wir uns (die beteiligten Aussteller) nunmal auf das DCC-System geeinigt. Wer also bei uns fahren will, muß einen solchen Decoder in der Lok haben, ganz einfach.
    Analoge Messingloks können allerdings gern in meinem Museumsbereich des Bahnhofs ausgestellt werden, den ich mit Bernd (1900) zusammen baue. Dort sind sie sicherlich eine sehr attraktive Zierde!
    Solltest Du dennoch eine Lok mal probehalber mit einem Decoder ausrüsten, kannst Du gerne bei uns mitfahren.


    Siehst Du, von Sound war hier gar keine Rede. :D


    Beste Grüße, 8)

  • Quote

    Original von 1900
    VapeurChapelon,


    nun weisste aber Bescheid! ...



    Nun muss ich mit meiner flapsigen Antwortja wirklich noch einen Rückzieher einlegen. So war's natürlich nicht gemeint, dass Du dich damit abfinden müsstest.


    Ich finde, dass diese Meinungsäußerungen und Wissenssammlung fast alles bisherige in den Schatten stellt, positv meine ich natürlich. Allein in dieser Diskussion werden so viel Argumente geliefert, dass man eigentlich über seinen (analogen) Schatten springen muss.
    Ich sagte es schon einmal, und ich will mich hier bewusst wiederholen. Bei mir sind es weniger Lokomotiven als bei Dir, Johannes, und eben auch alle analog. Was mich letztlich zu diesem Schritt ins digitale Zeitalter bewogen hat, ist der nahezu unmögliche Einsatz meiner Loks bei Freunden auf deren Modulen und Anlagen, weil sie eben alle bereits digital fahren. Auch ich werde mit Sicherheit nur in kleinen Schritten vorangehen, eben nur das digitalisieren, was ich unbedingt im Betrieb vorstellen möchte oder was, wie demnächst, zur Ausstellung mitlaufen soll. Und den Zephyr habe ich mir als erstes geleistet, denn die erste Lok wird wohl in den nächten Tagen bei mir eintreffen.


    Und ich freue mich schon drauf, auch wenn da wohl nicht gleich alles so laufen wird wie ich mir es erhoffe. Also bis demnächst, wir hören und sehen uns.


    Bernd S.


    Grüße
    Bernd S. - member of AMREG.de


    [size=10]Der Name ist Programm: 1900 - und das in H0!
    [font='Verdana, Helvetica, sans-serif']We always learn far more from our own mistakes, than we will ever learn from another's advice.

    Edited once, last by 1900 ().

  • Huiuiuiuiui Johannes, Deine antworten werden ja zu richtigen Romanen....

    Quote

    Original von VAPEURCHAPELON
    Das "ständig mit voller Leistung" hätte ich gerne etwas erklärt bekommen. Aber vermutlich bin ich genau an dem


    interessiert.


    Aufbauend auf der Architektur, dass die gesamte Anlage IMMER zumindest einseitige Kommunikation von der Zentrale zu allen Loks (besser gesagt, zu allen Decodern) hat, ermöglicht natürlich viele Lösungen, die früher nur mit riesigem Auwand realisierbar waren. Dazu ist aber noch zu sagen, dass für die meisten zusätzlich ein Computer notwendig sind, bis entsprechende spezialisierte Hardware zu vernünftigem Preis verfügbar ist.


    Für einen realitätsnahen Betrieb fallen mir da spontan ein:
    - Mehrzugbetrieb wobei die Loks einfach zu einem Consist geschlagen oder wieder davon entfernt werden können.
    - Sicherer Weichenbetrieb und das gezielte "Zuweisen" einer "OS" von der Leitstelle zu einer lokalen Bedienung und zurück.
    - Kurzschlussschutz und die zeitnahe Information WO gerade ein Kurzschluss passiert ist.
    - Gleisbesetztmeldung und die Abbildung von frei wählbaren (und auch leicht austauschbaren) Sicherheitssystemen wie ABS, APB oder CTC.
    - Verbesserung der Lokdynamik mittels Abgleich der Geschwindigkeitskurve und Einstellen der Motorregelung. Damit lassen sich auch Loks in Mehrfachtraktionen spannen, die unter Analog NIE zusammen laufen würden.
    - Lichteffekte wie Abblendlicht, Fernlicht, Ditchlights an und blinkend, Mars und andere Lichter an mit entsprechend einstellbarer Frequenz.
    - Zugnummernerkennung falls das System eine Form des Feedback kennt (z.B. Transponding von Digitrax)


    Diese Liste liesse sich natürlich noch erweitern..... :geil:

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    Original von VAPEURCHAPELON
    Deshalb fragte ich ebenfalls weiter unten nach einer website, mit deren Hilfe man sich in Kürze aber prägnant informieren kann.


    Hmmmmmmm, aufgrund der riesigen Möglichkeiten, die DCC bietet, ist "Prägnant" natürlich ein dehnbarer Begriff.....
    Kannst Du englische Texte lesen? Dann schaue ich mal, ob ich eine "Einstiegsseite" für Dich finden kann.

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    Original von VAPEURCHAPELON
    Genau das meinte ich. Nicht die eventuelle Nicht-Mehr-Funktion, sondern die "klar besseren" Decoder in 5 Jahren. Da ärgert man sich doch sicher, 5 jahre eher viel Geld ausgegeben zu haben, wo die Technologie noch relativ jung u. v. a. teuer war...


    Wer sagt denn, dass Du bereits Morgen ALLES umrüsten musst?


    Und zudem, mit Deiner Haltung darfst Du Dir NIE einen Computer kaufen.... :evil:

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    Original von VAPEURCHAPELON
    Sind Dinge, die es bei mir nicht gibt. Meine Modelle laufen langsam UND gut, meine Gleise sind sauber, meine Weichen sind groß, und unsaubere Mechanik (!) gibt es bei mir schon gar nicht. Unsaubere Mechanik! Nicht zu fassen!


    Du würdest vermutlich staunen, was ein guter Decoder auch aus Deinen bestens laufenden Maschinen an Langsamfahreigenschaften noch herausholen kann.....

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    Original von VAPEURCHAPELON
    Auch wenn es momentan nicht danach aussieht, bleibt Tatsache, daß ich Gründe für den Umstieg suche, bis auf die immer anne Beleuchtung aber noch keinen weiter gefunden habe. Und dafür ist mir das noch zu teuer. Es geht hier sicherlich um etliche Hunnis. Zentrale plus - derzeit - 42 Decoder. Oder im Mindesten ca. 30 Decoder, wenn ich nur meine bisher lackierten Loks damit ausrüsten wollen würde. Aber die anderen müßten sowieso folgen.


    Zum Thema umrüstung kann ich Dir ein Liedchen singen....


    Besitze zwar nur eine Messinglok und die ist sogar noch der mit abstand schlechteste Kauf den ich je gemacht hatte.....


    Aber dafür sind in meinem Fuhrpark über 200 Loks, von denen aktuell gerade mal 90 bereits umgerüstet sind und ich für weitere 30 die Decoder im Haus hab. Dafür habe ich mir ein Dokument erstellt, auf dem ich nicht nur das gesamte Inventar ersehe, sondern auch wichtige Infos nachführe wie zum Beispiel welche Lok welchen Typus von Decoder benötigt oder bereits eingebaut erhalten hat. Bei der Geschwindigkeit der Umrüstung wird's bei mir sicher noch 3-5 Jahre dauern, bis alle Loks den Decoder auch implantiert haben. Gerade bei älteren Spur N Loks ist der Umbau noch mit richtiger Fräs- und Lötarbeit verbunden....

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