Tips für Kontinentalreise

  • Tach,

    ich hab da mal ein paar Fragen. Ich plane für nächstes Jahr mir Freundin und Eltern eine Reise quer durch die Staaten. Reiserichtung, von Ost nach West, die Grundidee ist, einen Van zu mieten, ein Zelt zu kaufen und hauptsächlich auf Zeltplätzen und in Motels zu nächtigen. Primärziel der Reise ist nicht die Eisenbahn, ein bissl was davon soll aber auch vorkommen. Nach ersten Rechnungen sind 3 Wochen zu wenig, 4 werden es also wohl werden. Die Basic Route sieht so aus, einigermaßen in Tagesabschnitte aufgeteilt:

    D.C. - Paw Paw, WV - Altoona - Niagara Falls - Detroit - Chicago - Omaha - Rapid City - Yellowstone - Salt Lake City - Grand Canyon - Vegas - Death Valley - Bakersfield - Frisco.

    Für diese Tour komme ich auf 15 Tage, wenn jede Etappe ein Tag ist. Natürlich sind Zwischenstopps geplant, auf jedenfall in Niagara Falls, Detroit (bis zu 4), Chicago, Yellowstone, Vegas, Grand Canyon und Frisco. Einige der Etappenziele hab ich erstmal nur so rausgesucht, weil sie günstig lagen. Da sind Alternativen möglich, z.B. bei Omaha, Rapid City oder Death Valley. Was haltet ihr prinzipiell von der Route, wo würdet Ihr was ändern, was würdet Ihr hinzufügen.

    Sicherlich, das ganze ist eine Magetour, aber grad für meine Eltern wird es das erste und letzte Mal sein, das sie da rüber kommen, deswegen möchte ich so viel wie möglich mitnehmen...

    Bin für Eure Ideen dankbar

    Micha


    Americas Resourceful Railroad
    ________________________________________________

  • Was ist in PawPaw,WV und Altoona so spannend? Ja, Altoona wegen der Bahn, aber sonst?
    Wenn es ein Kulturprogram werden soll und die Bahn nur Nebensache, dann würd ich eher nach Pittsburgh fahren, die Stadt soll recht ansehnlich sein und kulturell einiges bieten.
    Statt LasVegas-Bakersfield würd ich eher über Los Angeles fahren, Walk of Fame und Hollywood&Co sind Pluspunkte bei den Frauen ;)

    Gruß Markus

    H0 & Digital & mit Sound

    Conrail, Norfolk Southern , CSX ... und BNSF ist auch ganz nett

  • Um Gottes Willen, tu' Dir und Deinen Mitreisenden das bloss nicht an! Du wirst die ganze Zeit nur mit Fahren im Auto verbringen, das ist keine Erholung und sehen tust Du auch nix. Und gerade fuer aeltere Leute ist das die reine Strapaze.

    Ich wuerde mich entweder auf nur eine groessere Gegend beschraenken oder zwischenfliegen (ist aber auch wieder mehr Stress).

    Ok fuer 3 Wochen waere LA - Las Vegas - Bryce Canyon - Salt Lake City - Reno - Kueste - San Francisco und entweder wieder nach LA zurueck oder Gabelflug heim. Bei 4 Wochen koenntest Du noch den Yellowstone Park und/oder Grand Canyon mitnehmen. Genuegend Zeit auch mal einen Tag irgendwo zu bleiben, wenn's gefaellt. Beste Reisezeit Februar/Maerz oder September, ausserhalb der brutalsten Hitze.

    Andere Moeglichkeit: Z.B. Flug nach San Francisco, dann Donner Pass - Reno - Salt Lake City - LA in 10 Tagen, Zwischenflug nach z.B. New York und von dort Rundtour ueber Niagara Falls - Amish Country - Cumberland - Washington DC, Rueckflug von dort. Hin- und Rueckflug kannst Du als Gabelflug buchen, den Zwischenflug als one-way. Beste Reisezeit ganz klar Herbst, Indian Summer im Osten ist grandios. Moeglicherweise waere erst Osten, dann Westen besser, wegen dem "Boah-Faktor" der Landschaft. Andererseits waere die Zeit im Osten sicher ruhiger und pittoresker. Geschmackssache.

    Ich weiss nicht wie alt Deine Eltern sind, aber vergiss nicht, dass der Flug und die Zeitumstellung aelteren Menschen ordentlich zu schaffen machen. 8h/Tag im Auto zu sitzen ist Quaelkram. Plane viel Zeit fuer Ruhephasen und einfach mal am Pool liegen ein. Wenn Du uebervorsichtig warst kannst Du immer noch ne kleine Rundtour vom Motel aus einlegen. Von einer "20 Staedte in 10 Tagen Tour" hat keiner was.

    Ich wuerde einen Mietwagen direkt von hier buchen. Uebernachtungen dann in Motels, Motel 6/Super/Howard Johnson oder eins der mom&pop's. Halt' am ersten Tag in jeder Kette schnell mal an und hol' Dir einen Motelfuehrer, da stehen Anfahrtbeschreibungen, Services und Preise drin. Vorreservieren brauchst Du nicht, fahr einfach hin. Reservieren wuerde ich nur jeweils die erste und letzte Nacht nach/vor dem Flug. So gibt's keine boesen Ueberraschungen.

    Zu den Staedten:

    San Francisco - super, groesstenteils problemlos, ewig viel zu sehen. Gutes Klima da meist kuehl. Unbedingt mit der Market Street trolley fahren. Guenstigste Motels am Ostufer der Bay (z.B. Livermore; Fremont Super 8 ist prima). In die Stadt rein auf keinen Fall mit dem Auto fahren - fahr zur naechsten BART oder Caltrain-Station und fahr dann mit dem Zug).

    Los Angeles - [kotz] Ein Riesenhaufen Dreck, Chaos und vergangener Charme. Lohnt IMHO fuer nicht-railfans nicht. Zum Fuzzen natuerlich geil! Super 8 an der Telegraph Road in Commerce ist akzeptabel und direkt neben der BNSF und LAJ.

    Salt Lake City - sehr sauber und sicher, laedt zum Bummeln ein. Die Kirche schwingt da ein eisernes Regiment. Viel zu sehen, nette Umgebung. Beste Uebernachtungsmoeglichkeiten in Orem und Provo.

    Las Vegas - sauber und sicher. Am besten in einem der Casino-Hotels bleiben. Pomp fuer kleines Geld. Man muss nicht spielen um bleiben zu duerfen. UP fuehrt durch Downtown, der Bahnhof ist aber kein guter Ort. Am besten noerdlich der Stadt oder am Cima Hill fuzzen, so Zeit bleibt.

    Reno - siehe Las Vegas, bisschen aelter und nicht ganz so sauber. Donner Pass, muss ich mehr sagen? Die I-80 fuehrt die ganze Zeit von Roseville bis Reno an der Bahn entlang, wenn Du einen Zug siehst oder hoerst bist Du gleich da. Empfehlung: das Begleitpersonal fuer ne Stunde in Truckee shoppen schicken und selber auf der anderen Strassenseite fuzzen gehen. :D

    Washington DC - teilweise uebelste Gegend, aber in den Touristenpunkten natuerlich sicher. Mall/White House und so vermutlich interessant. hab' ich mich nie drum gekuemmert, es gibt das Interessanteres. ;)

    Niagara Falls - sehr teuer und touristisch, aber schon ein Highlight.

    Cumberland - eh klar. Holiday Inn waere fuer mich Pflichtprogramm. Leider mittlerweile recht teuer geworden. Gute Alternative waere das Station Inn in Cresson - nettes Bed & Breakfast mit Fuzzperspektive von der Veranda. Auch moeglich: uebernachten in einem B&B im Harpers Ferry National Park. Traumhafter Blick ueber Fluss und Bahn. Ich habe Adressen falls interessant.

    Naja, so als Idee...

    @Markus: wie, was will er in Paw Paw?!? Das ist die Kirche! Der Wagen steht auf heiligem Boden. :nunu(

    Edited 2 times, last by mtnsub (August 4, 2008 at 8:38 PM).

  • Hi Micha,
    also so was. Das hab ich mit Frau und Schwiegereltern vor 21 Jahren gemacht.
    Allerdings haben wir eine groooooßes RV gehabt (33" mit 7 Schlafplätzen für 4 Personen mit Kühlschrank, Micro, Dusche... eben alles was man braucht
    :geil: ).
    Aber auch mit riesen Durst (Big Block 7,4l 240PS und 30-75l/100km :nunu(

    Wir haben aber immer im RV übernachtet. Tip: bis 17h am Campground sein, dann gibt es auch noch full hook up (Strom, Wasser, Sche....) :D

    Schon auf dem zweiten Campground sind wir dann Mitglied bei KOA geworden, bringt Rabatt. :appl:

    Die Route war bei uns ähnlich:
    Start in Washington D.C.
    1 Tag. Niagara nach Toronto (Niagara Falls ist eigentlich langweilig aber das ist Geschmacksache und mein Eindruck)
    2. - 4 Tag Toronto, Sears Tower Stadtrundfahrt und dann auf dem Land Verwndtenbesuch.
    5. Tag Toronto - bis hinter Chicago (im Süden ists da gefährlich) Die Stadt haben wir nicht angeschaut, wir wollten damals Natur. Ich bin die letzten 10 Jahre 7mal beruflich in Chicago gewesen und habe sie mir da angeschaut, interessant allemal als Europäer.
    jetzt verlassen mich exaktere Tagesetappen. Aber wir haben dann in dieser Reihenfolge gesehen:
    Pipetown, Badlands, Mount Rushmore, Rapid City.
    Dann eventuell Devils Tower nicht vergessen (die unheimliche Begegnung der dritten Art)
    Und nun immer Richtung Yellowstone. Das zieht sich :boring)

    Dann 2 Tage Yellostone, eigentlich zu wenig, es hat gereicht einmal durch den Park zu fahren (konnten aber alles sehen, inclusive Bär) :geil:

    Von da aus dann nach Süden:
    Salt Lake City, Mormonentempel und Kupfermine (die kleine Lorenbahn auf dem Grund ist doch tatsächlich eine ausgewachsene Eisenbahn) :respect)

    Dann weiter Richtung Süden gen Grand Canyon.

    Das ist am meisten hängen geblieben von allem: Der Blick 1200m in die Tiefe, Atemberaubend.

    Dann nach Flagstaff und von nun an wieder Richtung Osten. Las Vegas haben wir uns Geschenkt für Später(hoffentlich ist irgendwann mal auch Später :motz: )

    Dann über Albuquerque, Amarillo, Oklahoma, Little Rock, Memphis nach Tennesie und Kentucky. Dort haben wir nochmals 3 Tage auf einem Campingplatz in den Smoky Mountains verbracht.

    Von da aus dann in einem Tag zurück nach Washington D.C.

    Strecke 10500km, 21 Tage, 3 große Strecken mit mehr als 1000km Tagesleistung (DC-Toronto, Toronto - Chicago, Smokey Mountains - DC), sonst 400-500km bzw. sight seeing.

    Wir hatten 2 Platte Reifen, eine verstellte Spur (Abnutzung der Vorderreifen), Zündaussetzer Zeitweise und noch so ein paar Sachen. Aber da wir ja Europäer sind, können wir uns selber helfen und lassen die Karre nicht einfach stehen. Das hat uns dann eine Rückzahlung von 500$ eingebracht, 1987 ne Menge Kohle.

    Ja, falls du noch Fragen hast, Bitte.

    P.S.
    Ich würde das genauso wieder machen, allerdings mit größerem Focus auf die Eisenbahn.

    ...
    Grüße Hardy
    Fremo Member since 2011
    ...
    GULF MOBILE & OHIO sowie FRISCO und ILLINOIS CENTRAL (GULF)

    H0 - damit man's auch ohne Brille sieht 

  • Danke für Deine Ausführungen, Markolf. In Paw Paw könnte ich meine Eltern am C&O Canal wandern lassen, während ich mir den Cutoff nochmal reinziehe... :D

    Ich hatte grad ein längeres Telefonat mit Detroit, auch von da wurde mir von dem Plan abgeraten. Aus Wettertechnischen Gründen und weil ich den östlichen Teil schon kenne, werde ich wohl doch "nur" den Westen in Angriff nehmen.

    Vegas ist glaub ich ein Guter Startpunkt, Grand Canyon und Glen Canyon, dann hoch nach Salt Lake City. Wenn ich von dort aus noch hoch zum Yellowstone Park mache, müsste ich eigentlich auch "kurz" Die Milwaukee in Butte besuchen, das wird aber glaub ich wieder zu groß. Also von Salt Lake City über Reno nach Frisco. Hätte man als Attraktion Vegas, zwei National Parks und Frisco, dafür jedesmal ein paar Tage mehr Zeit. Und ich kann mir in Page wenigstens eine Bahn anschauen, die ich gern sehen will... ;)

    Markolf, in der "Kirche" war ich auch:

    Das Schild hier gefiel mir in Paw Paw aber besser: ;)

    Micha


    Americas Resourceful Railroad
    ________________________________________________

  • Quote

    Original von Acela
    Danke für Deine Ausführungen, Markolf. In Paw Paw könnte ich meine Eltern am C&O Canal wandern lassen, während ich mir den Cutoff nochmal reinziehe... :D


    Guter Plan. Man muss allerdings nicht unbedingt an der Bahn lang, auch aus dem State Park gibt's schoene Perspektiven: http://www.railpictures.net/viewphoto.php?id=183&nseq=15

    Quote

    Vegas ist glaub ich ein Guter Startpunkt,


    Nur wenn Du einen Direktflug kriegst. Falls Du in USA irgendwo umsteigen musst (mit dem ganzen Gepaeck durch die Immigration, danach wieder einchecken) wuerde ich einen Direktflug nach LA bevorzugen. Ist meistens auch guenstiger weil die Konkurrenz dahin groesser ist.

    Quote

    Grand Canyon und Glen Canyon, dann hoch nach Salt Lake City.


    Glen Canyon wuerde ich zugunsten Bryce Canyon knicken. IMHO wesentlch schoener.

    Quote

    Das Schild hier gefiel mir in Paw Paw aber besser: ;)


    Hihi. Und das in USA... ;)

  • Sorry Jungs, auch wenn ich jetzt als Volltrottel da stehe, aber das mit PawPaw raff ich nicht :(

    Zu Los Angeles, ich war 2005 dort, habe in der Stadt und dem Stadtgebiet recht wenig Eisenbahn gesehen und dies aber auch nicht vermißt.
    Der Walk of Fame war für mich eine große Einkaufsstraße, mein Rucksack war anschließend voll!
    Gesehen habe ich von dem ganzen Stadtbereich vielleicht 10% und das ist schon sehr positiv geschätzt!!!

    Wenn ich nochmals dort wäre, dann könnte ich mindestens 2 Wochen dort verbringen und auf Bahn völlig verzichten. Höchstens mal 'nen Surfliner als Transportmittel.

    Gruß Markus

    H0 & Digital & mit Sound

    Conrail, Norfolk Southern , CSX ... und BNSF ist auch ganz nett

  • :hmm: im Großraum Los Angeles gibt es schon einiges zu sehen. Ist halt immer Ansichtssache was der Großraum Los Angeles ist... :D

    - Cajon (Okay heute nicht mehr so doll wie vor 10 Jahren) Interesant ist der Flyover in Frost, der ist nicht so eingezäunt wie die Passhöhe
    - Tehachapi
    - Beaumont Hill
    - Mit dem Surfliner nach San Diego

    California 1 nach San Francisco über Monterey und Hearst Castle in San Simeon.

    San Francisco auf jeden Fall und wenn man mit dem Auto dort ist auch mal den Abstecher in Richtung Napa Valley machen.
    Aufgrund der Tempolimits, des verkehrs und der Entfernungen bedeutet im Westen Abstecher auch mal eine Zweitagestour. ;)

    Von meinem "kalifornischen Wohnsitz" :D in Redondo Beach kann ich mit der Metro ins Centrum von LA fahren, umsteigen in Imperial / Wilmington. Von dort nach Norden komme ich zur Union Station.

    Für nach Malibu nehme ich das Bike - keine 5 Kilometer zu Pamela an den Strand
    :geil:

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    Bigboy4015 - Ulrich Wolf - Cajon Pass / Nebraska / Wyoming - DB / SBB / ÖBB - DVB Straßenbahn Dresden - H0
    The situation is hopeless but not serious !

    Edited once, last by bigboy4015 (August 5, 2008 at 11:24 AM).

  • Quote

    Original von bigboy4015
    Für nach Malibu nehme ich das Bike - keine 5 Kilometer zu Pamela an den Strand
    :geil:

    Nur blöd, daß Pamela nie am echten Strand von Malibu Beach gedreht hat, sondern weiter südlich am Santa Monica Beach und von Redondo Beach nach Santa Monica sagt Google Earth was von 22km ...
    Ich stand schon auf dem Pier von Malibu Beach *angeb*

    Gruß Markus

    H0 & Digital & mit Sound

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  • Im Halbschlaf solte man nicht tippen: :boring)

    Es sind etwas über 5 MEILEN nach VENICE.... :wow)

    In Santa Monica und Malibu war ich mit John´s 82er Seville
    (Ja ich weiß: Die Karre ist:
    a: pothässlich und
    b: ein VW Golf hat mehr Power :D )

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    Edited once, last by bigboy4015 (August 5, 2008 at 3:39 PM).

  • Zu Paw Paw: es liegt halt am westlichen Ende des Magnolia Cutoffs, inmitten des letzten grossen CPL-Reservats (Grasshopper bis Dans Run). Von dort kann man auf dem alten Gleisbett der B&O den Cutoff erkunden, eine herrliche und (zumindest wochentags) extrem abgelegene Gegend. "Kirche" deshalb, weil ein paar Freunde von mir dorthin regelmaessige "Pilgertouren" unternehmen, wie andere zu Kirchenfesten halt. Dort wird dann mitten im ehemaligen Ort Magnolia gecampt. Ist schon eine ganz besondere Gegend.

    Zu Los Angeles: Meine persoenlichen Highlights in LA sind die Haefen von LA und Long Beach (erstaunlich offen trotz des ganzen Terror-Wahnsinns), die Los Angeles Junction RR, und natuerlich - wenn man es zu LA zaehlen will - Cajon und Tehachapi. An den Beaumont Hill bin ich leider noch nicht gekommen, soll aber auch gut sein. Mit dem Rest bin ich trotz mittlerweile 5 Trips nicht warm geworden. Die Haeuser der Reichen in Beverly Hills geben mir nix und downtown fand' ich nur aetzend. Ich gebe aber zu, dass ich wahrscheinlich keinen der Stars ueberhaupt nur erkennen wuerde - kein Interesse...

    Dann lieber in San Francisco! :D Uebrigens die erste Stadt, in der ich waehrend einer Zugfahrt in einen Steinhagel geraten bin, direkt suedlich der downtown Caltrain Station. Nicht sehr angenehm... Von den ueblichen Ghettos abgesehen aber dennoch eine richtig nette Stadt.

  • Steinhagel?
    Kannst du das näher erklären

    Gruß Dirk

    Cajon Pass in H0 
    Long Valley Lumber & Co. in 0n30
    Long Valley Backwoods Craftsman Kit´s in 0n30 + F 1:20.3 & Scale Lumber Sawmill

  • Quote

    Original von Cajon Pass Nachbauer
    Steinhagel?
    Kannst du das näher erklären


    Ich bin im Sommer 2005 nachmittags mit dem Zug von Santa Clara nach San Francisco gefahren. In South San Francisco fuehrt die Strecke (ehemals SP denke ich) durch eine fragwuerdige Nachbar-schaft. Dort erwarteten uns ungefaehr 15 farbige Kids (vielleicht so 12-18 Jahre alt) mit Steinhaufen, die den Zug der ganzen Laenge nach mit den faustgrossen Steinen ueberzogen. Der Aufprall von den Klamotten auf die Aussenhaut und die Fensterscheiben macht einen Hoellenkrach (die Doppelstockwagen sind in der Mitte offen, man sitzt oben auf einer Art Veranda). Das Geraeusch ist sehr unangenehm. Man schreckt unwillkuerlich von den Fenstern zurueck, als Europaer ist man sowas ja eher nicht gewohnt. Der Spuk dauerte nicht lange, offensichtliche Schaeden waren nicht entstanden. Man lernt allerdings zu verstehen, woher die verbeulte Aussenhaut an den stainless Wagen kommt.

    Die meisten Reisenden kannten das Schauspiel und waren nicht weiter beeindruckt. Ich schon...

    Edited once, last by mtnsub (August 5, 2008 at 11:26 AM).

  • Trotz mehrerer Reisen durch die USA muss ich mich - was Erfahrungswerte betrifft - doch in Zurückhaltung üben, weil die Trips schon viele Jahre zurückliegen (ab 1986 - 1999).
    Trotzdem muss ich ebenfalls davor warnen, mit einem Auto voll Leuten quer durch die Staaten zu brettern, unter dem Zwang, auf jeden Fall zu einem gewissen Zeitpunkt auf der anderen Seite des Kontinents anzukommen. Das geht - in Maßen - nur alleine.

    Mein letzter derartiger Trip begann in Dallas,Texas und endete in Washington, D.C. Ich hatte seinerzeit vor, zu Beginn der Reise irgendwo in Texas ein Auto zu kaufen und es dann von der Ostküste aus zu verschiffen. Weil ich keine pasende Kiste fand, hab ich den Leihwagen von einer auf fünf Wochen verlängert. Hätte ich das vorher richtig überlegt - - -
    Aber ohne Mitreisende gab es keine Probleme, ich konnte mir die Zeit absolut frei einteilen. Natürlich

    1999 bin ich mit meiner Lebensgefährtin zu einer Hochzeit in Dayton, Ohio geflogen - dort 4 Tage gewesen. Danach sind wir runter zur Golfküste gefahren, ein paar Strände abgeklappert, Kurzbesuch in New Orleans, rauf nach Arkansas zu den Verwandten, und die Nacht durch zurück nach Dayton. Wir hatten insgesamt 2 Wochen Zeit. Die meiste Zeit ging fürs Fahren drauf. Ergebnis: Keine Eisenbahnfotos, lediglich 1 Hobbyshopbesuch, erhöhter Stressfaktor. :motz:
    Fazit: Nie wieder.
    M.

    Martin


    As they say in Beirut, Shiite happens.

  • Solche Streß- und Druck-Touren mag ich auch nicht mehr machen. Derzeit plane ich eine Roundtour um den Lake Michigan von Toronto aus mit 3 Wochen Zeit.
    So das man genügend Luft hat zu sagen "komm hier bleiben wir 2-3 Tage".

    Ich würde bei einer längeren Route die Stationen nach "muß" und "kann" abwechselnd aufreihen. So kann man auch mal länger bleiben und läßt ein "kann" Ziel eben links liegen.
    Dadurch setzt man sich selber nicht so unter Druck und erspart Mitreisenden eventuelle Enttäuschungen.

    Gruß Markus

    H0 & Digital & mit Sound

    Conrail, Norfolk Southern , CSX ... und BNSF ist auch ganz nett

  • Hallo Micha,tolle Tour die Du davor hast.Aber bedenke das das eine ganz schöne Strecke ist.Sowas ähnliches habe ich 1995 mit der Bahn gemacht.Start in NY mit dem Lake Shore Limited nach Chicago,dann mit dem Texas Eagle von Chicago über Little Rock,Dallas,Fort Worth und San Antonio nach Tucson.Von Dort über L.A nach S.F Dauer 2 Wochen.War schön aber auch anstrengend.Ich würde aus meinener Erfahrung sagen Such Dir das Beste raus und das schau Dir intensiv an.Ich meine alles und dann nicht richtig bringt auch nichts.Als Idee und Anregung.Mach dazwischen euine Fahrt mit Amtrak z.B Denver-S.F oder Chicago- Grand Canyon und dann weiter mit dem Auto immer an der Bahn entlang Richtung L.A.Falls Du noch Kartenmaterial brauchst oder Hotelverzeichnisse schick mir ne mail.Viel Spass beim Planen und ich kann Dir ja mal meine Reiseausarbeitung mit Bahn und Auto von Chicago nach S.F. schicken falls Du interesse hast.Gruss Kalle :):)

  • Wie gesagt, inzwischen hab ich mich auf eine "Rundreise" reduziert, so in der Art LA - Vegas - Salt Lake City, San Francisco - LA. Da gibts genug zwischendurch zu sehen und selbst bei 3 Wochen genug Zeit um zwischendurch vom Plan abzuweichen.

    Flugtechnisch scheint LA am günstigsten zu sein, ich fuchs mich da mal durch. Danke für Eure Tips soweit...

    Micha


    Americas Resourceful Railroad
    ________________________________________________

  • Moin,

    die "Kurzreise" LA-San Diego-Las Vegas-San Francisco-LA habe ich vor einiger Zeit gemacht, fünfeinhalb Wochen waren gerade genug - gerade wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist, stoßen doch viele Interessen aufeinander, die alle irgendwie befriedigt sein wollen, damit kein Streß aufkommt.
    Gute Planung und Kommunikation sind unabdingbar, habe ich damals gelernt ;)

    Gruß
    Jörg

    Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker und einem Telefonhörer?
    Den Telefonhörer kann man aufhängen, wenn man sich verwählt hat.
    [Dieter Nuhr]

  • Darf ich die Aufmerksamkeit auf eine ziemlich andere Route lenken.

    Zwischen Atlanta nach Houston gibt es viel zu sehen. Beide Flughäfen sind gut erreichbar. Wir haben früher sehr oft Urlaub in der Gegend gemacht und sehr schöne Dinge neben den Touristenrouten gefunden.
    Wenn Du viele Meilen reißen willst kannst Du auch ein Rundreise daraus machen. Ein Weg immer nahe am Golf der andere weiter nördlich.

    Reinhard (H0)

  • Hi, Micha :yaya:

    wenn du ne günstige Motel suchen:

    mein Tip: Microtel Site Map

    wir sind sehr zufrieden damit > lekker Kaffee und gute kleine Frühstücke ;)
    wir waren 2 Wochen dort in Bethel/Danbury, CT ( Besuch unsere Baseballfreunde) und kostet für uns (4 Pers.) pro Nacht mit Frühst. nur 70$:D, normalweise 90$ pro Nacht

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