Fassadenplatten

  • Warum macht Ihr alles so kompliziert?
    Legt doch das H0 Gehirn auf die Seite und verwendet das 1:1 im Kopf -> Da wird natürlich alles aus ganz simplen Graukarton gebau. Kosten für das Gebäude < 10€.


    Eine 1,5mm dicke Basisplatte.
    Dann die Elemente wie auf dem Bild aus 0,5mm dickem Graukarton schneiden.
    Das Anfasen könnt IHr Euch schneken, das sieht man im Original, aber ab 1:48 und kleiner verliert das die Wirkung.
    Einfach den Spalt zwischen den Elementen größer bzw. kleiner machen. Wenn man möchte, dann kann man mit einem Schmiergelkpapier (serh fein) die Knaten leicht anfasen.
    Geklebt mit normalem holzleim.
    Beige mit Dispersionsfarbe gestrichen.
    In die fugen einen dunkelgrauen wash reinlaufen lassen, mit einer Weiß im Drybrush die kanten leicht aufhellen.


    Fertig.

  • Danke für eure Hinweise!


    Volker, man könnte meinen, du wärst vom Fach. ;)


    Der V-Fräser an meinem Proxxon FBS brachte keine gescheiten Ergebnisse. Ich habe mir aber inzwischen einen Schneideplotter gegönnt (da ich ja soo viel scratchbuilde :whistling: ). Werde damit auch mal versuchen zu ritzen.

  • Im Allgemeinen sind Fugen in Fertigteilwandplatten zwischen 2 und 4 cm breit, je nach Abstand der Fugen. Die Kanten liegen senkrecht* zur Außenfläche, nur die 90° Ecken sind ca. 1,5 cm abgefast um das Brechen der Kanten beim Ausheben aus der Schalung zu vermeiden. In HO wäre diese Abfasung ca. 0,2 mm.
    * Wenn die Seitenschalung nicht abgeklappt wird, kann der Winkel etwas größer als 95° sein.


    Das scheint hier die Situation bei den vertikalen Fugen zu sein.


    Bei den horizontalen Fugen hat der Architekt die Fugen optisch verbreitert. Dabei liegt die Vertiefung i.a. komplett in der unteren Platte. Der untere Rand ist abgeschrägt, so dass Regenwasser ablaufen kann. So breit wie die Fuge im Foto erscheint, gibt es auch ein kurzes vertikales, zurückgesetztes Stück. Bei der oberen Platte stehen die Fugenkanten senkrecht zur Außenfläche mit einer Abfasung der Kante. Das geschieht, damit auf der oberen Wandfläche ablaufendes Regenwasser nicht auf einer Schräge zur konstruktiven Fuge laufen kann. Um das sicher zu stellen, wird die obere Kantenfläche eingekerbt, so dass sich eine Tropfkante ausbildet.


    Die konstruktieve Fuge ist ca. 2 bis 3 cm dick, liegt hinter der Ausnehmung und muss abgedichtet werden.


    Wird eine Vertiefung unabhängig von Fugen in der Plattenfläche angeordnet, so sind alle Kanten abgeschrägt. Es gibt ja kein Dichtungsproblem und anders lässt sich die Platte nicht unbeschädigt aus der Schalung heben.


    Ich denke, für die schmalen Fugen sollte ein gerader Sägeschnitt reichen. Bei den horizontalen Fugen an der oberen Platte ebenfalls.
    Gruß, Volker

  • Ich würde die kleineren Fugen evtl. mit einem V-Fräser machen und bei den grossen waagrechten Fugen die Platten trennen. Da kannst Du wie unten beschrieben die Platten anfasen.
    So hast Du einfach nur drei Plattenstreifen für die Fassade

    Liebe Grüsse


    Michael


    The man who never made a compromise never build a model railroad

  • Ich würde die Platten anfasen, mit Feile, geht aber auch mit dem Cutter (im rechten Winkel über die Kante ziehen). Bei Verwendung von 1,5 mm Platten bleibt genug Stärke, um einen Rest zum Stossen und Verkleben zu behalten.


    Und, ja, natürlich, einzeln zuschneiden.


    Grüsse, Peter

  • Moin,


    möchte ein Hintergrundgebäude mit Platten-Verkleidung bauen, so wie hier:


    https://goo.gl/maps/m1Oje


    Wie setzt man das am besten um? Mit dem Tamiya Scriber werden die "Spalten" zwischen den Platten zu eng. Platten einzeln zuschneiden und dann mit kleinem Spalt auf eine Basisplatte kleben?

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