Rodgau 2017

  • Es ist und wird ein immer kompliziertes Tehma bleiben.
    Wichtig ist für den Erfolg einer Convention, dass eben ein breites Publikum bedient wird, denn sie muss über die zahlende Besucher finanziert werden, sonst wird es keine mehr geben!


    Ich fand die Mischung sehr gut, denn selbst bei der Vorbildgetreue sage ich, dass es nebensächlich ist.
    Denn wer kennt sich schon gut genug in so einem breit gefächerten Thema aus um das wirklich bewerten zu können? Wer weiß genau bei welcher Gesellschaft zu welcher Epoche welche Loks und Wagen wie eingesetzt wurden?
    Niemand ist perfekt und wer ein breites Wissen hat und sich viel mit dem Vorbild beschäftigt, dem fehlt es oft selbst an handwerklichem Geschick, der Zeit oder dem Platz um es besser zu machen.


    Solange die "Show" stimmt, d.h. die Atmosphäre des gezeigten Exponats die Zuschauer fesselt bzw. beeindruckt, ist der Sinn erfüllt.


    Natürlich muss ich auch schmunzeln wenn auf einem post 1900er Western-Style-Diorama eine Tier4 GEVO mit nur 20 Wägen ihren Dienst verrichtet, so what!?
    :welc:

  • Quote

    Werni Meer hat mir mehrmals gesagt, dass man Anlagen auf verschiedenen Levels zeigen wollte, um Anfängern zu zeigen, dass auch Werke auf tieferem Niveau ihre Berechtigung haben


    Kann ich so bestätigen. Und war 2x Aussteller.




    Gesendet von meinem SM-T555 mit Tapatalk

  • Herauszufinden was die Besucher von der Convention alles erwarten, dürfte innerhalb des "geschützten Rahmen" dieses Forums schwierig sein. Natürlich wollen hier die meisten möglichst "gut gemachte" Anlagen (was immer das auch heisst). Auch ich lasse mich lieber von Anlagen auf hohem Niveau motivieren.
    Aber auch hier sind Voten für Anlagen mit nicht ganz so hohem Standard zu lesen.


    Ob in Adliswil die Latte hoch gelegt wurde? Als regelmässiger Teilnehmer und Aussteller weiss ich, dass dem nicht so war. Werni Meer hat mir mehrmals gesagt, dass man Anlagen auf verschiedenen Levels zeigen wollte, um Anfängern zu zeigen, dass auch Werke auf tieferem Niveau ihre Berechtigung haben.
    Ich denke wir müssen uns damit abfinden. Ansonsten könnte vermutlich die Convention in gewohntem Rahmen nicht stattfinden.


    Das man sich etwas mehr mit dem Vorbild befasst und etwas weniger Fantasie-Zugs-Kompositionen fahren lässt, ist aber auch bei Anlagen auf etwas tieferem Niveau nicht verboten.



    Thomas

  • Also ich fand die Convention schön, und würde auch sofort wieder kommen in 2 Jahren. Die Auswahl der Anlagen und Workshops war prima.
    Sehr gefallen hat mir, dass diesmal mehr Platz zwischen den Anlagen war, das hatte ich von vor 4 Jahren anders in Erinnerung. Es war dadurch deutlich entspannter und man steht nicht dauernd jemandem im Bild der gerne ein Foto machen möchte (ich selbst kann nicht gut fotografieren, deswegen lasse ich das lieber anderen... :-) ).
    Gewünscht hätte ich mir gerade bei den etwas höheren Anlagen noch mehr Trittstufen für Kinder. Die sehen oft gar nichts und ich hatte ein wenig Muskelkater in den Schultern weil ich meine Nichten häufig auf ebendiesen getragen habe...
    Der Kritik am Essen kann ich mich nicht anschließen. Es war lecker und frisch und preislich fair.


    Vielen Dank daher an die Veranstalter für eine meiner Meinung nach gelungene Convention und ich hoffe ihr macht euch in 2 Jahren wieder diese Mühe! Danke.
    Nur meine 2cents.
    Matthias

  • Alle nicht, ist klar.
    Da ist der Veranstalter gefordert.
    Die ersten Conventions und Adlisvil legten die Latte hoch.
    Ergo geht man mit einer Erwartungshaltung hin.


    1. Convention: dieser Holzlatten Tehachapi. Durch die langen korrekten Züge ein Hingucker.
    Also auch eine Frage des wie...


    Ich habe selbst lange Ausstellungen gemacht und es gab im Verein die Meinung das der Besucher nur sehen will was er zuhause hat.
    Und drei yg-Dreiachser okay sind.
    Ich sehe das anders. Die Anlage kann klein sein. Aber sie muss stimmig sein und dem Besucher zeigen was machbar ist. und ein paar Details - wie das mit den yg - sollte man beim Rollmaterial einhalten.

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    The situation is hopeless but not serious !

  • Ich könnte euren Verdruss noch verstehen, wenn alle Anlagen so betrieben würden. Wenn sie wegen der Zuggarnituren nicht gefallen, geht weiter oder sucht, was der Besitzer vielleicht gut gemacht.


    Das Modelleisenbahnhobby betreiben, heißt nicht zwingend sich mit der Geschichte jeder Bahngesellschaft zu beschäftigen. Eine Convention soll die Möglichkeiten des Hobbys zeigen und da gehört so etwas dazu, nur anscheinend nicht für viele hier.


    Ob ich da noch einmal hin fahren würde? Ja, wenn es nicht jede Anlage wäre.


    Mich würden eher Rangieranlagen in Industriegebieten der Ostküste wenig interessieren aber nicht abschrecken. Aber das sind meine ganz persönlichen Vorlieben. Ich habe nicht hier in Büchern Bekanntschaft mit amerikanischen Eisenbahnen geschlossen, sondern zufällig vor Ort an den DRGW Tennessee Pass und Moffat Routen, nur kannte ich mich damals nicht aus.

    Genug um den Hype den eine kleine Minderheit darauf veranstaltet nicht zu unterstützen. Viele Handarbeitsmodelle sind elektrische und mechanische Krücken, die sich nur in der Vitrine gut machen.

    Handarbeitsmodelle füllen auch heute noch eine Lücke bei Dampflokomotiven, die die Großserienhersteller wegen der Vielfalt an Originalen nicht schließen können. Mit Deinen Ansprüchen an Vorbildtreue bezüglich Lokomotiven, Zuggarnituren, Zeit wärst Du beim Thema SP Branchline um 1925 auf Handarbeitsmodelle angewiesen. Ähnlich war es mit modernen Dieseln. Sie kamen nicht bei den Großserienherstellern sondern von Overland Models. Die Großserienhersteller zogen erst in den 2000er Jahren nach und tun es zum Teil bis heute. Overland hatte bis zur SD70ACe und ES44AC die Nase vorn. Erst nachdem Tower 55 scheiterte, kamen die Modelle von Athearn und Intermountain.


    Die Möglichkeit haben die Importeure im Dieselbereich leider aufgegeben und produzieren nur noch die xte Auflage von 1. und 2. Generation Dieseln. Da entfallen halt die Entwicklungskosten.


    Dass es mechanische Krücken gab, keine Frage. Ich habe früh gelernt, dass der Kaufpreis nur ein Teil der Kosten ist, wenn man ein altes Handarbeitsmodell gut lauffähig bekommen will und selbst nicht die mechanischen Fähigkeiten hat.


    Und auch Sammeln ist ein Hobby und nichts Ehrenrühriges.


    Ich sehe keinen Hype, eher ein einschlafendes Geschäft, da heute Großserienmodelle detailmäßig aufgeschlossen haben.


    Sieh es doch ganz pragmatisch. Mit einem geschickt gewählten Anlagenthema brauchst Du sie nicht. Andererseits ziehen unlackierte Handarbeitsmodelle die Blicke auf sich. Das gibt sich, wenn sie lackiert sind, ich habe es erlebt.
    Gruß, Volker

  • Quote

    Warum nehmt ihr das so ernst? Wenn dem Besitzer Spaß macht, dann lasst ihn doch einfach. Es gibt so viele Wege dieses Hobby mit Freude auszuüben.
    Es gibt einen interessanten Kommentar im Oktober 2017 MRH: http://mrhpub.com/2017-10-oct/online/?page=292


    Nein!


    Gerade bei der Convention, mit deren Anspruch, müssen einfach andere Maßstäbe gesetzt werden.
    Bisserl anders sehe ich es bei einer lokalen Modellbahn Ausstellung wo jemand seine US Anlage zeigt.


    Aber schon z.B. bei der Lahnsteiner Ausstellung oder Ontraxs wäre dieser Standard nichts.
    Da erwarten die Besucher High-End.


    Sicher darf der Fun nicht zu kurz kommen, aber...


    Der stimmige Eindruck ist wichtig. Der Amtrak TGV ist zwar Fantasie aber in sich stimmig (ja der gefällt mir :D wobei ich die Köpfe dem vorderen des V150 Testzuges angepasst hätte -ohne Pantos- dafür hier mit einem Abgasschacht).
    Aber z.B. eine UP Turbine mit BN Cars... Geht gar nicht.


    Auch wenn der Autorack Train und der CZ 30 bis 40 Jahre auseinander sind. Die Züge sind in sich 100% stimmig. Und fuhren beide im FRC.


    Das wäre der CZ für mich übrigens auch mit den zum Zug passenden CB&Q oder DRGW Loks gewesen. Nicht stimmig zum Feather River aber absolut zum Zug.


    Stell dir vor du fährst 500 Kilometer wegen US Anlagen und da wären eine UP-farbene V200 oder eine 50 der ATSF. Und das bei vielen Layouts.
    Den Layout-Besitzern gefällt es, okay. Aber du, fährst du das nächste Mal wieder 500 Kilometer?


    AMTRAK 6-Achser: Das ist die SDP40F. Optisch ähnlich aber auf Basis der SD40.
    Und Amtrak's Alptraum. Vermutlich wegen der über den Rahmen liegenden Heizwassertanks neigte diese Baureihe zum Entgleisen. Ging zum Glück immer glimpflich aus.
    Die Loks gingen zur ATSF und waren als Freight Loks brauchbar.

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  • Quote

    Mal ganz davon abgesehen, dass die FP45 nur bei der Milw, SF und später Amtrak gelaufen sind :whistling: ...


    Nee, Amtrak hatte die nie. Sowohl SF als auch MILW haben ihre nach 71 den Boilern beraubt und im Güterzugdienst verwendet





    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Micha



    Americas Resourceful Railroad
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  • Echt :gruebel: Ich hab nicht alles an BN Literatur was es gibt aber längere artreine grüne BN Passengerzüge* und dazu noch mit nur einer Güterzuglok(!) bespannt (wie im weiter unten verlinkten Video zu sehen) hab ich noch auf keinem meiner Fotos gesehen.

    Den wirst du auch mit Sicherheit nicht finden. Als ob es in den paar Monaten zwischen Merger und Amtrak jemals ein "sortenreiner" BN Passagierzug auf die Gleise geschafft hätte. Aber sieht halt schon chic aus. Und für jemanden den keine Ahnung hat bestimmt ein sehr stimmiger consist.
    Das mit der Güterzuglok ist mir erst gar nicht aufgefallen. Da fehlt eindeutig der Boiler. Mal ganz davon abgesehen, dass die FP45 nur bei der Milw, SF und später Amtrak gelaufen sind :whistling: ...

  • Hallo zusammen,


    ich fand die Mischung der Anlagen Ok, es war denke ich für jeden Besucher etwas dabei.
    Neben dem Blick auf die Vorbildtreue und dem Modellbau schaue ich gerne danach
    wie die eine andere Anlage präsentiert wird. Da konnte man sich einiges an Anregungen
    holen, z. Bsp. Elmar´s Escondido Row in N auf einer Anlagenhöhe von Schienenoberkannte 1,5m,
    N auf diese Höhe wirkt wie ich finde Super...das hatte ich bisher nicht auf dem Schirm.
    Oder auch Mike´s Kassettensystem im Schattenbahnhofsbereich der Cleveland & Eastern Railroad, dann auch noch die
    ST Anlage, bei diesen drei Anlagen sieht man was in N machbar ist. Ein besonderes Flair
    hatte auch die Dreileiter 1:48 Anlage Shark Bay, zwar überladen, aber gealterte Fahrzeuge, irdenwie düster und Modellbahn aus
    vergangenen Zeiten...hatte was. Es war schön so was mal live sehen zu können.
    Zu der einen oder anderen Anlage würde mir bestimmt auch noch was einfallen...

  • Du hast nicht viel Ahnung von Handarbeitsmodellen, oder?


    Genug um den Hype den eine kleine Minderheit darauf veranstaltet nicht zu unterstützen. Viele Handarbeitsmodelle sind elektrische und mechanische Krücken, die sich nur in der Vitrine gut machen.

    Gruß Markus


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    Conrail, Norfolk Southern , CSX ... und BNSF ist auch ganz nett

  • Warum nehmt ihr das so ernst? Wenn dem Besitzer Spaß macht, dann lasst ihn doch einfach. Es gibt so viele Wege dieses Hobby mit Freude auszuüben.
    Es gibt einen interessanten Kommentar im Oktober 2017 MRH: http://mrhpub.com/2017-10-oct/online/?page=292


    Wenn sich mal wieder ein Neuling meldet, könnten einige das geschriebene vielleicht mal beherzigen. Irgendwann gibt sonst keine Neulinge mehr. ;)

    Wo ist der Unterschied zu geifernden Endfünfzigern und älter vor dem Buntmetallregal?

    Du hast nicht viel Ahnung von Handarbeitsmodellen, oder?
    Gruß, Volker

  • Der "all-BN" passenger consist war zwar super stimmig, aber leider auch zu schön um wahr zu sein :thumbsup:.


    Echt :gruebel: Ich hab nicht alles an BN Literatur was es gibt aber längere artreine grüne BN Passengerzüge* und dazu noch mit nur einer Güterzuglok(!) bespannt (wie im weiter unten verlinkten Video zu sehen) hab ich noch auf keinem meiner Fotos gesehen.


    *der spätere Executiv Train ausgeschlossen

    Gruß Markus


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    Conrail, Norfolk Southern , CSX ... und BNSF ist auch ganz nett

  • Spricht nichts dagegen aktuelle Museumsdampfloks auf einer modern gestalteten Anlage einzusetzen. Im Ausstellungseinsatz bin ich sogar so kompromissbereit auf die exakte Loknummer zu verzichten. Nur sollte es keine 50er Jahre Anlage sein wo dann die Tier 4 GeVO draufgestellt wird und es sollte auch keine BigBoy Ansammlung sein, sonst wirkt es wieder kitschig und spielzeughaft.

    Gruß Markus


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  • Der "all-BN" passenger consist war zwar super stimmig, aber leider auch zu schön um wahr zu sein :thumbsup:.
    Ich fand den ausgestellten Fuhrpark diesmal sowieso etwas eintönig. Neben den "üblichen Verdächtigen" und allerhand Brot-und-Butter-Maschinen gab es mMn nur wenige richtig tolle Modelle zu sehen. Nicht mal in nem Vitrienenkasten ?( .

  • Ich finde ganz persönlich, dass zumindest der einzelne Zug in sich stimmig sein sollte.


    200% Zustimmung.
    (Wobei der Fantasie Amtrak TGV schon was hat...)

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  • Allerdings scheren sich immer noch rund 90% überhaupt nicht um einen zum Thema passenden und vorbildgerechten Fahrzeugeinsatz. Da wird alles auf die Schienen gestellt was in der eigenen Sammlung rollfähig scheint.


    Joa, da hast Du sicherlich Recht.
    Wenn ich eine UP Gasturbine mit vergleichsweise recht modernen BN-Reefern sehe, bekomme ich auch eine Gänsehaut.
    Es kommt da aber auch auf die Philosophie des Ausstellers an. Ich finde ganz persönlich, dass zumindest der einzelne Zug in sich stimmig sein sollte.

  • Dann hat sich ja die Einrichtung eines Deutschbahnwühltisches im Nebenraum gelohnt. Diese Spezies geisterte diesmal nicht nölend in den Hallen herum und suchte mit irrem Blick verbissen den Stand von Märklin.


    Wo ist der Unterschied zu geifernden Endfünfzigern und älter vor dem Buntmetallregal?


    Was die Anlagen allgemein betrifft, habe ich viele interessante Ecken und Ausschnitte jetzt auf den Bildern und in den Filmen finden können. Allerdings scheren sich immer noch rund 90% überhaupt nicht um einen zum Thema passenden und vorbildgerechten Fahrzeugeinsatz. Da wird alles auf die Schienen gestellt was in der eigenen Sammlung rollfähig scheint.

    Gruß Markus


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    Conrail, Norfolk Southern , CSX ... und BNSF ist auch ganz nett

  • Zum deutschen Material.
    Vor vier Jahren hatte ich bei Rainer Hartmann gestöbert. Ein Schwung war bestellt. Was ich sonst noch bei ihm gefunden habe war komplett europäisches. U.a. den Beleuchtungskit von Kato für den DB 517 :D


    Ich denke, nee weiß ich, einige von uns sind:
    - US/Europa Modellbahner
    - Europa/US Modellbahner
    (Zutreffendes bitte unterstreichen)


    Und da auch ziemlich am Vorbild dran, egal ob Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, England, Polen, Holland...

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