Exoten, teuer und auch mal "Top Secret..."

  • 1961 bestellte der Secret Service einen Repräsentationswagen für den US Präsidenten. Lincoln zersägte einen im Werk Wixom (MI) gebauten Continental 4-door Convertible und verlängerte diesen um 3 1/2 ft. Der Umbauspezialist Hess & Eisenhardt (OH) baute aus der Rohkarosserie dann einen eindrucksvolle Wagen, mittels zusammensetzbarer Plexiglas- und einiger Blechteile war der Wagen auch geschlossen nutzbar.
    Eine Panzerung wurde nicht eingebaut. Die Karosserie entsprach also im Grundsatz dem normalen Continental.


    Der Secret Service gab dem Wagen die interne Bezeichnung X-100 oder SS-100-X. Anfang 1963 kam der erste Umbau des Wagens, die Front wurde gegen die 1962er getauscht und andere Radkappen im Sombrero Style kamen auf die Räder
    Beim Besuch von Präsident John F. Kennedy in Berlin fuhren auch Konrad Adenauer und Will Brandt im X-100 durch die Stadt.


    Dann kam der 22. November 1963. JFK besuchte Dallas.
    Mit seiner Frau Jackie sowie Gouverneur John Connally und dessen Frau fuhr er im offenen X-100 durch die Stadt. An der Dealey Plaza wurde auf Kennedy geschossen, dieser und Connally schwer verletzt. Der X-100 raste mit den Schwerverletzten zum Parkland Memorial Hospital wo nur noch der Tod des Präsidenten festgestellt werden konnte.


    Das Modell ist von Oxford in 1:87 entspricht dem Wagen im Zustand von 1963 und ja, der X-100 war 1963 dunkelblaumetallic, nicht schwarz.





    X-100 wurde am gleichen Tag in einer USAF C-130 Hercules nach Washington geflogen und in einer Garage des Weißen Hauses gesichert, auch für weitere Ermittlungen, abgestellt.


    Nur 20 Tage nach dem Attentat gab das Weiße Haus grünes Licht für einen großen Umbau des X-100. Im Rahmen des "Project D-2" (oder Quick Fix) wurden, bis Juni 1964 die Schäden aus dem Attentat beseitigt, das Fahrgastabteil wurde gegen Schusswaffen gepanzert und ein nicht demontierbares Dach (Greenhouse genannt) mit großen schussfesten Scheiben ersetzte das zusammensetzbare Dach. Dazu kamen nötige Verstärkungen durch die Panzerung und der V8 wurde durch ein leistungsstärkeres handgearbeitetes Exemplar ersetzt.
    Die nötigen Umbaumaßnahmen hatte eine Kommission aus Secret Service, Army Materials Research Center, Hess & Eisenhardt und Pittsburgh Plate Glass Company wie man sieht sehr schnell erarbeitet.


    Eine zweite größere Überarbeitung (Project R-2) erfolgte 1967 wieder bei Hess & Eisenhardt. Auch danach wurde der Wagen immer wieder kleineren Überarbeitungen unterzogen. Um 1970 wurde z.B. die vordere Stoßstange, die -wie Anfang der 1960er noch nicht ungewöhnlich- ursprünglich Hörner hatte, in welchen die Roten Warnlichter saßen, durch eine zeitgemäße durchgehende getauscht. Die beiden inneren Scheinwerfer im Grill wurden zu den roten Warnlichtern umgebaut.


    Der X-100 blieb bis 1977 im Bestand des Secret Service und wurde dann an Ford zurückgegeben. So steht er heute im Henry Ford Museum in Dearborn.


    Eine kleine Anmerkung zum aktuellen BEAST, der gepanzerten Limousine im Stil eines Cadillac CT6 die der Secret Service seit 2019 für Donald Trump nutzt. Auch der ist natürlich durch die Panzerung eigentlich ein als CT6 getarnter Lastwagen. Aber vom Design her ist da Cadillac wirklich ein extrem guter Wurf gelungen. Das BEAST sieht sehr elegant aus, eleganter wie das von Obama und zu Anfang auch Trump genutzte BEAST im Cadillac CTS Stil.

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    The situation is hopeless but not serious !

  • Man mehme ein dreiachsisges Geländewagen Chassis welches eigentlich für die australische Armee gedacht ist, nehme einen getunten AMG 536 PS V8 Biturbo-Motor und bastele daraus sowas wie den nahezu ultimativen Luxus 6x6 Offroad Pickup mit Portalachsen für richtig Bodenfreiheit.


    Mercedes-Benz G63 AMG 6x6.



    Kleiner Gag zum 6x6: es gibt nur 15 Rechtslenker. Nur erhältlich in Malaysia und mit Brabus Tuning zum Stückpreis: 700.000 Euro.


    Und jetzt ein "Auto", nur für einen Zweck gebaut: Den US-Präsidenten möglichst sicher zu transportieren.
    Das "Beast" oder "Cadillac One"...
    Basis ist ein Chevrolet Kodiak / GMC Topkick Kleinlaster.


    Optisch soll es ein Cadillac DTS sein.



    Vorbild ist der 2009er DTS für Barack Obama.


    Beide Modelle in H0, aus Resin und von BoS.

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