Weekly Work Report 22.12.19

  • Hallo Lutz


    ich mache es auch so. Sobald ich einen neuen Wagen angeschafft habe, werden die montierten Kupplungen gegen Kadee 58 bzw. 158 ausgetauscht. Ausnahme nur bei Wagen, welche von Hause aus schon Kadee-Kupplungen haben. So. z.B. Wagen von Kadee selbst.


    Bei NG-Wagen, also H0n3; ist das im Regelfall nicht erforderlich. Die Fahrzeuge von Blackstone sind mit Kadee 713 bzw. 714 ausgerüstet. Beide unterscheiden sich nur in der Farbe, also schwarz. bzw. braun je nach Wagentyp. Unbedingt austauschen muss man die Kupplungen von Wagen von Micro Trains. Diese Kupplungen sind nicht kompatibel zu Kadee. Bei Messingmodellen kommen auch grundsätzlich Kadee 713 bzw.. 714 drunter.


    Eine einheitliche Kupplung im gesamten Wagenpark hat sich bei mir bewährt.


    Gruß Wolfgang

  • Und ein weiterer Wagen für den Fremo Betrieb hergerichtet:


    Da man sich beim Fremo, jedenfalls bei der Southwest Division, durch die Zeitalter bewegt, habe ich mir auch einiges an modernen Rollmaterial zugelegt. Das eigentlich entgegen meiner eigenen Überzeugung um auch für moderne Betriebssessions gerüstet zu sein.
    Die Erfahrung hat gezeigt, daß es nicht reicht für neu gekaufte Wagen zwar eine Wagenkarte zu schreiben, sie aber ansonsten unverändert nur auszupacken und auf die Gleise des Fremo Arrangements zu stellen. Das waren dann die Wagen die im Betrieb den Ärger verursachen und dafür eine Bad Order (Schadwagenmeldung) erhalten. In schlimmen Fällen müssen sie dann von den Gleisen genommen werden.


    Hier möchte ich einmal stellvertretend die einfache Herrichtung eines neu gekauften Wagens zeigen.



    Das ist der Kandidat, ein FMC Boxcar 5077 DD.


    Leider baut man bei Atlas ab Werk die Accumate Kupplungen ein. Die Kupplungen aus Plastik mögen ja auf Heimanlagen mit kurzen Zügen ganz leidlich funktionieren, aber wenn es ans Eingemachte geht erweisen sich diese Kupplungen als unzuverlässig. Die beiden Probleme sind die Entformungsschrägen der Köpfe und die Schäfte. Bei Kunststoffspritzguß muß man bei der Gestaltung des Werkzeugs sog. Entformungsschrägen vorsehen damit man das hergestellte Teil überhaupt aus der Werkzeughöhlung, genannt Formnest, bekommt. Bei den Kupplungsköpfen verläuft zudem die Trennebene der Werkzeughälften genau horizontal in der Mitte des Kopfes. Man hat also beim fertigen Teil horizontal in der Mitte immer einen kleinen Gußgrat, der tunlichst entfert werden sollte weil er die Funktion behindert. Dann aber ist hier auch diese Formnaht der am weitesten vorspringende Teil, zum oberen Rand und zum unteren Rand hin fällt wegen der notwendigen Entformungssschrägen das Teil jeweils schräg nach hinten ab. Man hat hier also eine Art dachförmige Ausbildung des Teils für die Zugkraftübertragung.


    Beim Vorbild ist das jedoch eine ebene Fläche. Kommen beim Vorbild zwei dieser ebenen Flächen zusammen, so ergibt sich unter Zug, hier tatsächlich eine Flächenpressung, keine resultierenden Kräfte nach oben oder unten, weil diese beiden ebenen Teile preß aufeinanderliegen und der waagerechte Kraftverlauf senkrecht hindurchgeht.


    Im Modell hat man bei der dachförmigen Ausbildung im Prinzip schiefe Ebenen. Es gibt ebenfalls einen waagerechten Kraftverlauf paralell zu den Gleisen. Jedoch liegen hier 2 schiefe Ebenen aufeinander. Daraus folgt, siehe Schulphysik: Es gibt resultierende vertikale Kräfte nach oben und nach unten.


    Jetzt kommt noch in fieser Weise das etwas flexible Kunststoffmaterial unerwünscht in die Quere. Weil die Schäfte aus dem gleichen Material bestehen, können sie sich biegen.


    Und wegen der vertikal auftretenden Kräfte tun sie das unter auch wenn die Kupplung auf Zug belastet wird.


    Jetzt reicht u. U. ein unsauberer Schienenstoß oder Modulübergang und es gibt eine Zugtrennung. Großer Spaßverderber :!:


    Bei der Fremo Southwest Division hat man sich daher auf die Kadee Kupplungen geeeinigt. Die Kupplungen sind einschliesslich der Schäfte aus Metallwerkstoffen und können sich nicht biegen. Also ist hier zumindest schon mal ein Kupplungstausch angesagt.






    Hier die Accumate Kupplungen aus Plastik noch einmal näher betrachtet.






    Ausbau der Drehgestelle.






    Ausbau der Kupplungsboxen, hier hängen auch noch die Drehgestellaufnahmen mit daran.






    Bei den Atlas Wagen liegen aber noch 2 zusätzliche Boxen mit dabei. Da ich ein praktizierender Anhänger der Allradauflage bin, habe ich diese Plastikklötzchen aus Wankstützen von unten auf die Querträger eines Wagenendes geklebt.






    Dann werden die neuen Kupplungen von Kadee eingebaut. Da nur mit Schaschlikstäbchen entkuppelt wird, kann man die Trip Pins entfernen was ein mehr vorbildähnliches Aussehen ergibt.






    "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser." So werden die Radsätze aller Wagen auf Maßhaltigkeit überprüft. Auch hier können Ausrutscher dabei sein, die man auf diese Weise schon im Vorfeld eliminiert.
    Das ist auch nur fair gegenüber den Mitspielern.






    Des weiteren kontrolliert man die neu eingebauten Kupplungen ob sie sich in der richtigen Höhe befinden. Extra die Ausführung in Kunststoff, so kann man man schnell mal eben auch auf der Anlage Kupplungshöhen kontrollieren ohne daß der Booster abschaltet.






    Damit ist das neue Fahrzeug technisch fit gemacht und einsatzfähig. Ich führe diese Arbeiten bei jedem neu angeschafften Wagen gleich aus und lasse nicht einen Berg von unbehandelten Wagen anwachsen. Durch eine gescheite und geschickte Selbstorganisation bekommt man so auch riesige "Materialschlachten" bewältigt.
    Hier fehlen dann noch die Wagenkarte.
    Und das Quitscheentchengelb geht auf Dauer auch gar nicht. Das wird aber wohl noch bis zum Frühjahr warten müssen.

  • Diese Weihnachten lag eine Stewart F7a nebst F7b unterm Baum – "Auf eine US-Bahn gehört eine F-Unit!"


    Soweit, so gut, eine F7a gibt es ja auf meiner Strecke, in den schönen Farben des Empire Builders. Aber was mache ich mit der B-Unit? Einfach zum Spaß mitfahren lassen, ich nehme es ja nicht zu übermäßig genau (Sonst würde die F7 auch zeitlich nicht passen). Aber dann in einem tollen Farbschema, was nicht viel Beschriftung benötigt und schnell geht. Und wo ich schon alle Farben da habe, das Projekt B-Unit soll nichts kosten. Also: CN mit den hellgrauen diagonalen Streifen! Macht sich sicher auch gut mit den Schwarz-weißen Schemata der POTB.


    Eigentlich wollte ich das alles recht kurz und ohne Aufwand halten, aber wie es so ist stieß ich bei den Recherchen zur Farbgebung auf die GPB-17e – eine F9B mit zwei 48"-Lüftern statt den vier kleinen. Passt mir gut, die angegossenen Stewart-Lüfter sind zwar nicht schlecht, aber ich habe noch 48-Zöller einer P2k rumliegen und die sehen halt doch viel besser aus. Winterization hatch ist auch noch in der Grabbelkiste, und von einem alten Lokgehäuse kann ich mir die Lamellen klauen, die bei der F9B das mittlere Fenster ersetzten. Also: los geht’s!


    Gruß
    Jan


    Portland & Western (2013) in HO
    Port of Tillamook Bay Railroad // Oregon Coast Scenic Railroad

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!