Energiewende?

    • Official Post

    In gewisser Weise ist die Notwendigkeit schon lange bekannt.

    Es gab und gibt ja auch Ansätze...

    Dann kamen und kommen, auch grüne, Bedenkenträger, die vielfach direkt Gerichte angerufen haben. Die im Namen des Volkes und gemäß geltendem Recht geurteilt haben.


    Aktuell sind deshalb Windräder extrem schwer zu genehmigen.

    Die Stromleitungen nach Süden sind gestoppt.

    Die Ladeinfrastruktur für E-Autos kommt nicht in Schwung.

    Solarpanele mussten vom Dach.

    Lässt sich beliebig fortsetzen.


    Und da ändert auch ein grüner Wahlsieg nichts...

    Auch wenn man es im Wahlkampf täglich herunterbetet. Die Realität auch für die Grünen ist anders.

  • Warum soll immer nur der private Autoverkehr auf E-Autos umsteigen, aber diejenigen die Platz für dicke Akkus haben wie LKWs, Busse und auch Bahn werden verschont.

    Als positive Ausnahme sehe ich da die Deutsche Post. Die liefern schon teilweise mit E-Autos aus.

    Hier bist Du leider nicht ganz aktuell informiert. Bis 2030 wird der größte Nahverkehrsbetrieb Deutschlands rein elektrisch fahren. Aber die Ladeinfrastruktur, neue Betribeshöfe und die Fahrzeuge fallen nicht vom Himmel.

    https://www.rbb24.de/wirtschaf…r-ebus-busse-analyse.html

    https://www.tagesspiegel.de/be…robusse-ein/27279608.html

    Aber weil hier so schön drüber geredet wird, auch mal mein Senf zum E-Auto.

    Ich bringe das mal sehr Spitz auf den Punkt.

    Mir ist als Bewohner der Größten Stadt Deuschlands der Besitzt eines E-Autos praktisch verboten. Warum, Ich kann es nicht laden. Die wenigen Ladestationen in Berlin sind praktisch immer mit Mietautos besetzt. Und da ich nicht mittendrin wohne, ist es egal, das sie besetzt sind, es gibt hier sowieso keine.

  • Zum Thema.

    USA ist klar, Oberleitungen sind den Privaten zu teuer.

    Warum baut z.B. die Bundesbahn nicht schon seit Jahren auch Nebenstrecken mit Oberleitung aus, warum immer da noch Dieselbetrieb? Alternativ gab es ja mal Akkutriebwagen. Warum wurde das aufgegeben?

    Auch bei der DB müssen Kosten und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Bei Kosten von ca. 1,5 Mio. Euro bis 3,5 Mio Euro je Kilometer für eine Oberleitung wird man eine Nebenstrecke mit zwei bis drei Zügen pro Tag kaum elektrifizieren.


    Auch der Akku ist nicht in Vergessenheit geraten. Stadler hat 2018 einen Flirt Akko vorgestellt. Er ist 140 km/h schnell kann unter Fahrdraht und mit Akku fahren. Reichweite mit Akku ist ca. 185 km, die Aufladung erfolgt unter Fahrdraht. Das Land Schleswig-Holstein hat 55 zweiteilige Züge bestellt. https://de.wikipedia.org/wiki/Stadler_Flirt#Flirt_Akku


    Stadler liefert auch einen Flirt H2 mit Wasserstoff-Brennstoffzelle an die San Bernardino County Transportation Authority (SBCTA). Er soll 130 km/h schaffen.

    https://www.stadlerrail.com/me…ng%20flirt%20sbcta_de.pdf


    Mit Wasserstoff-Brennstoffzelle läuft bereits seit Dezember 2018 der Alstom Coradia iLint im Regelbetrieb auf den Strecken Buxtehude - Bremerhaven - Cuxhaven. 14 Stück gehen nach Niedersachsen, 27 nach Hessen. Weitere Strecken testen: https://de.wikipedia.org/wiki/Alstom_Coradia_LINT#iLint


    Siemens entwickelt in Zusammenarbeit mit DB einen Wasserstoff betriebenen Regionalzug auf Basis des Mireo Plus:https://www.deutschebahn.com/d…erstoff-Zeitalter-5735960


    Und auch auf dem Gebiet der Lokomotiven tut sich etwas. Toshiba in Kiel hat eie Lok mit diesel-elektrischem, elektrischem und Akku bzw Brennstoffzellen-Antrie vorgestellt: https://www.railwaygazette.com…emonstrator/48649.article

    DB Cargo hat 50 in der Konfiguration diesel-elektrisch und Akku bestellt.


    Ich denke andere werden nachziehen.

    Warum Langstreckentransporte nicht wie in den USA grundsätzlich auf die Bahn?

    Langstreckentransporte wie in den USA haben wir kaum. Meist bewegen wir uns unter 800 km (500 Meilen) und da ist Anteil der US-Bahnen am Frachtaufkommen nur gering, weil Lkw schneller und billiger sind. Ähnliches ist hier, wo noch ungleiche Randbedingungen dazu kommen. Außerdem fehlen die Streckenkapazitäten.


    Was Autos angeht, so sind Elektroantriebe im Pkw-Bereich weiter vorangeschritten. Es ist halt einfacher mit den geringeren Leistungen umzugehen und die Anzahl ist größer. Aber im LKW Bereich gibt es Tests mit Akkus, Brennstoffzelle und Wasserstoffverbrennungsmotor (wie Ulrich schrieb hat Deutz gerade einen vorgestellt) und es gibt die alternativen Treibstoffe, die für Lkw sicher besonders geeignet sind.
    Gruß, Volker

  • Senf (Achtung scharf!)


    Ach es könnte so schön sein, gäbe es nicht diese ideologischen Denkblockaden. Wenn das noch mit typisch Deutschen Bedenkentum gepaart wird, ist langsamste Schnecke schneller als der Fortschritt. Ist das Ganze dann noch grün eingefärbt bewegt man sich nicht mehr vorwärts, sondern schon rückwärts Richtung Mittelalter.


    Als typischer Grüner kommst du aus einem besserverdienenden Elternhaus, bist nicht älter als 30 Jahre, körperlich fit und kannst mal eben 60km mit dem Rad zurücklegen ohne ins schwitzen zu kommen, hast keine Geldsorgen, du wohnst in der Innenstadt da wo die tollen Szenetreffs sind, in einer hippen 150m² Altbauwohnung in bester Innenstadtlage (Papi zahlt), wenn du nicht gerade auf Bäumen oder Schienen hockst. Nur die Bildung hat gewisse Lücken, der Stoff der Freitagsstunden fehlt halt.

    Aber da man doch einen der fusselologischen Studiengänge wählt oder gewählt hat, hat man nur Laberfächer und kann sich nach in paarunddreissig Semestern so da durch den Abschluß mogeln. Dann bewegt man sich vollends in der abgeschlossenen grünen Luftfilterblase und man nimmt keine Einflüsse von ausserhalb mehr war. Du brauchst kein Auto, also brauchen auch alle anderen kein Auto mehr. Um Umwelt- oder Klimaschutz brauchst du dich zu kümmern oder dich gar einzuschränken, das sollen gefälligst die anderen machen und gefälligst Verzicht üben. Dafür kann man sich um"*" und ähnlich ganz wichtiges kümmern.

    Ich fasse das drastisch einmal so zusammen:

    Nach S.c.h.e.i.s.s.e. kommt Ö.k.o.s.c.h.e.i.s.s.e. und auch die ist braun und stinkt.


    Das folgende Zitat stammt von Lars Hennemann, veröffentlicht im Darmstädter Echo am 21.09.2119:

    ... Ansonsten empfiehlt es sich, jetzt von den Bäumen zu steigen. Da ist der Menschheit auch schon einmal gelungen. Als sie das Hirn einschaltete. Das Klima - von Globus und Debatte - könnte das brauchen."

  • Ich überlege noch ob Du nicht irgend ein Klischee über Die Grünen vergessen hast. Manchmal hilft es Parteiprogramme zu lesen, aber vielleicht ist das zu anstrengend?

    Die bisherige Koalition hat die CO2-Bepreisung für den Verkehr eingeführt. Ziel die fossilen Kraftstoffe zu verteuern, um den Umstieg auf CO2-freie Fahrzeuge zu beschleunigen. Die Grünen wollen das auch, aber im Gegensatz zur Noch-Regierung wollen sie die gesamten Einnahmen aus dem CO2 in Form eines Bürgergeldes zu gleichen Teilen an jeden Bürger zurückgeben. Außerdem wollen sie die Kaufprämien für E-Fahrzeuge verdoppeln. Was sie nicht wollen, ist das Auto abschaffen.


    Was Friday for Future betrifft. Ich habe schon mal gesagt, ohne sie gäbe es das Urteil des Bundesverfassungsgericht zum Klimaschutzgesetz nicht. Sie halten uns immer wieder vor Augen, dass wir nicht wie bisher weiterwurschteln können. CDU/CSU, SPD, FDP und ein paar andere würden lieber nichts verändern, es könnte die Wähler ja aus der Komfortzone herausholen und bei der nächsten Wahl Stimmen kosten, Und irgendwo ist fast jedes Jahr eine Landtagswahl.


    Beim Kampf gegen den Klimawandel und der Anpassung an ihn geht es nicht um die Zukunft der Generation 50+ sondern um die der Jugend. Aber es sind wir Älteren, die ihre Zukunft verspielen


    Viele der Jungen dürfen noch nicht Wählen, aber Demonstrieren dürfen sie. Und das ist gut angelegte Zeit, Lernstoff kann man nachholen, Versäumnisse im Klimaschutz nur schwer.

    Gruß, Volker

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    wer weiß wer weiß was zukünftig für akkus verbaut werden, gibt ja auch konzepte mit natrium die schon funktionieren...

    Grüße aus der Werkstatt der NC&GR RR


    ''Wenn etwas nicht fertig wird dann fange etwas neues an in der Hoffnung das dieses fertig wird'' :whistling:

  • Es klingt zu schön, um wahr zu sein.


    Ich kann weder den Inhalt des Videos noch die Kritik im nachfolgenden Link fachlich beurteilen: https://www.golem.de/news/wiss…e-energy-2106-157097.html


    Nach der Kritik stimmen die hohen Energiedichten, wie sie in Nature Energy publiziert wurden, nicht mit den Ergebnissen aus dem Anhang überein.


    Danach scheint der Zink-Luft-Akku derzeit noch weit vom Lithium-Ionen-Akku entfernt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Gruß, Volker

  • Lieber Lutz,

    Bitte die Kirche im Dorf lassen.


    Der Großteil der Grün Wähler sind normale Menschen die in keinster Weise irgendwie auffällig sind. Quer durch alle Bevölkerungsschichten. Jung, Alt, Dick, Dünn, Männlich, Weiblich, Akademiker oder Arbeiter.


    Du wirst wahrscheinlich auch den durchschnittlichen AFD Wähler nicht auf der Straße erkennen. Das sind ebenso nur Mitbürger die gehört und verstanden werden wollen.


    Die grünen Spinner die sich an Bäume ketten und der braune Pöbel der laut randaliert, sind Randerscheinungen unserer Gesellschaft.


    Zum Wahlprogramm sag ich jetzt mal nix, i Österreich war Wahl Tag und ich war mit den Kumpels auf einer zwei tägigen Ruder Ausfahrt. Die Diskussion kann mag ich nimmer hören

  • Punkt 1. unsere PKW-Flotte ist schon längst rein elektrisch.

    Punkt 2. Tja, da muß ich mich entscheiden (zur Erinnerung: Stadtrand) 20 Minuten PKW oder 80 Minuten ÖPNV zur Arbeit

    Weiter Punkt zwei: Ich bin so ein previlegiertes Archloch, das außerhalb von Berlin ein Wochenhaus hat, Betrieb und Versorgung ohne Auto faktisch ausgeschlossen. Ohne diesen Fluchtpunkt wäre ich wahrscheinlig psychisch schon zusammengebrochen, in diesem Schmelztiegel Berlin finden es doch nur noch Touristen toll. Dieses Grundstück war meine /unsere Rettung in den letzten zwei Jahren, wo Urlaubsreisen fast nicht möglich waren.

    Nochwas, meine Schwiegerfamilie wohnt in einem kleinen Dorf (ca70 Einwohner) die haben von ÖPNV oder Bus noch nie was gehört, ich weiß also durchaus, wovon Du redest.

  • In einer Sache muss ich Lutz zustimmen, und das sehe ich bei Jugendlichen, die ich kenne. Sie sind mit viel Enthusiasmus bei der Sache und gehen Freitags nicht zur Demo, um Schule zu schwänzen. Die wollen wirklich was erreichen. Allerdings sind sich viele nicht bewusst, was das alles einmal kostet und das auch sie das bezahlen müssen.


    Ich halte es für wichtig, was zu ändern, mir ist auch bewusst, dass es teuer wird, aber die Leute müssen mitgenommen werden. Im Moment sehen sie nur: "alles wird für mich teuer!", da ist verständlich dass sie nicht so viel Verständnis haben...

    Micha



    Americas Resourceful Railroad
    ________________________________________________



  • Ich halte es für wichtig, was zu ändern, mir ist auch bewusst, dass es teuer wird, aber die Leute müssen mitgenommen werden. Im Moment sehen sie nur: "alles wird für mich teuer!", da ist verständlich dass sie nicht so viel Verständnis haben...

    Dem kann ich voll und ganz zustimmen

  • Wenn man sich die Website von Fridays for Future und ihre Forderungen ansieht, stellt man fest, dass sie sich der Kosten bewusst sind. Sie haben ihre Forderungen wissenschaftlich prüfen lassen. Sie sehen auch, dass Nichtstun neben den katastrophalen Folgen für die Lebensumstände erhebliche Kosten versuchen wird.

    Zitat von https://fridaysforfuture.de/forderungen/

    Die Klimakrise stellt für die Stabilität der Ökosysteme unseres Planeten und für Millionen von Menschen eine existenzielle Bedrohung dar. Eine ungebremste Erderwärmung ist eine enorme Gefahr für Frieden und Wohlstand weltweit.[......]

    Es bleibt daher wenig Zeit, den Klimawandel aufzuhalten und so zu verhindern, dass die Kipppunkte im Klimasystem überschritten werden. Tun wir das nicht, werden die verursachten Schäden weit höhere Kosten mit sich bringen als alle Investitionen in konkrete Maßnahmen zur Vermeidung der Klimakatastrophe.


    Ob das allen streikenden Jugendlichen bewusst ist, wage ich nicht zu beantworten, sie könnten sich aber leicht informieren.


    Ich stimme zu, dass die Menschen mitgenommen werden müssen und soziale Härten ausgeglichen werden sollten. Diese Chance ist mit der CO2-Bepreisung der ehemaligen Groko erstmal vergeben worden.


    Es ist ist schwierig, Menschen klar zu machen, dass sie auf ihre so schön billigen Wochenendflüge nach XY, Inlandsflüge oder auf ihr großes SUV verzichten sollen, solange Politik halbherzig handelt und z.B. Lufthansa ohne Auflagen rettet, oder keine gleichen Verhältnisse für die Verkehrsträger herstellt oder ÖPNV immer weiter verteuert, die Autoindustrie weiterhin Pkw mit mehr als 150 PS anbietet - die Liste könnte man beliebig fortsetzen - kann es ja noch nicht so ernst sein.


    Ich nehme mich da nicht aus. Ich werde auf mein 11 Jahre alten RAV4 nur ungern verzichten, obwohl ich ihn von den Fahrstrecken sicherlich nicht brauche. Aber das Wohnen im Grünen am Stadtrand von Essen hat seinen Preis, der nächste Laden ist drei Kilometer entfernt. Und ein Einsteigen in einen Kleinwagen lässt mein Rücken nicht mehr zu.


    Vielleicht habe ich es hier schon mal gebracht: Kart Lauterbach wurde gefragt, ob die Corona-Pandemie seine politische Meinung geändert hätte. Seine Antwort: Er sei hinsichtlich der Bewältigung der Klimakrise sehr viel pestimistischer geworden, da da gäbe es keine Impfung.


    Nun stellen wir fest, dass die Impfung nicht die erhoffte schnelle Ausweg aus Corona ist........

    Gruß, Volker

  • Das werden Anwohner einer Bahnstrecke sicher anders sehen.


    Ich habe mal in Buena Vista, Co. in einem Motel an der Tennessee Pass Strecke übernachtet, möglichst weit weg von der Straße. Damals, 1976, wusste ich noch nichts von Eisenbahnen. Ich habe schnell gelernt, dass die Gleise 15 m hinter dem Zimmer lagen. Ich hätte mich über Batterie-Loks sehr gefreut.

    Gruß, Volker

  • Die nach Australien an Rio Tinto und Roy Hill verkauften Loks sind bereits die zweite Generation mit 7,2 MWh.


    Wenn Du Strom für diese sechs Loks meinst, dann solte das für einen Minenbetrieb kein Problem sein. Wenn Du den Stromverbrauch für die gesamte Verkehrswende zur Elektromobilität meinst..... Gute Frage, nächste Frage.


    Aber Scherz beiseite, so schwer es mir als Atomkraftgegner fällt, ich sehe nicht wie Wind- und Solarenergie den zusätzlichen Bedarf aus der Verkehrswende rechtzeitig in Deutschland decken kann. Ich fürchte, es führt kein Weg an Atomkraft vorbei, entweder bei uns oder zugekauft aus Nachbarländern.


    Zumindestens würde Kernkraftwerke als Übergangslösung uns Zeit erkaufen.


    Die Frage ist doch, was ist die größere Gefahr für die Menschheit, Klimakatastrophe oder Kernkraft. Ich halte die Klimakatastrophe für viel gefährlicher. Sie wird, wenn nicht gestoppt, die Welt für Menschen mit Sicherheit unbewohnbar machen, ein Kernkraft-GAU wir evt Teilflächen betreffen oder auch nicht.

    Gruß, Volker

  • Aber Scherz beiseite, so schwer es mir als Atomkraftgegner fällt, ich sehe nicht wie Wind- und Solarenergie den zusätzlichen Bedarf aus der Verkehrswende rechtzeitig in Deutschland decken kann. Ich fürchte, es führt kein Weg an Atomkraft vorbei, entweder bei uns oder zugekauft aus Nachbarländern.

    Ganz ehrlich: 2018/2019 ungefähr hätten wir noch entscheiden können, unsere alten AKW länger laufen zu lassen - jetzt ist es zu spät, Wartungsarbeiten aufgeschoben, Fachpersonal in Aufhebungsverträgen, Ersatzteile nicht mehr auf Lager...


    2018 gingen aber auch noch alle davon aus, dass selbst Altmaier die Erneuerbaren nicht so kaputt bekommt, wie er es dann doch geschafft hat (2017: 5GW neue Windenergieanlagen installiert, 2019: 1GW - und das war eine politsche Entscheidung von Altmaier und co. Zum Vergleich: Derzeit laufen noch knapp 4GW Kernkraft, zu Silvester wurden weitere 4GW abgeschaltet)


    Neue Kernkraftwerke zu planen - naja, bis die laufen ist es zu spät. Das dauert sehr optimistisch nicht unter 20 Jahre, eher 25, siehe Hinkley Point C und Flamanville 3. Ich hoffe ja, dass die aktuelle Regierung die Blockaden bei Erneuerbaren auflösen kann, dann können wir ziemlich entspannt das Äquivalent zu zwei großen KKW in Wind und drei in Solar installieren. Jedes Jahr.


    Damit schaffen wir dann die Abschaltung der Kohlekraftwerke und die Antriebswende im Verkehr gleichzeitig. (Und können Frankreich auch weiter Strom verkaufen, wenn deren altersschwacher Kernkraftwerkspark mal wieder unter der Last der Elektroheizungen schwächelt - wie fast jeden Winter)


    MfG, Heiko

  • Die neue Technik der Fortbewegung hat Einzug gehalten, aber nun stellt man zunehmend fest, das die dazu erforderliche Infrastruktur A) nicht vorhanden und B) nicht ohne weiteres dort aufgebaut werden kann, wo es Sinn macht. Stromschwankungen im zu schwachem Netz, stellen ein ernstes Problem dar.

    Ein Schnellschuss.......????

  • Dass wir von fossilen Teibstoffen weg müssen, ist notwendig. Ob es immer Elektrizität als Ersatz sein muss, stelle ich infrage.


    Leider erfordert ja nicht nur die Verkehrswende zusätzlich Strom. Industrien wie Stahl und Zement benötigen zur Klimaneutralität Wasserstoff, der durch grünen Strom gewonnen werden muss. Heizungen in Häusern werden durch Wärmepumpen ersetzt werden müssen und wenn der Klimawandel so fortschreitet, werden wir unzählige Klimaanlagen benötigen.


    All das soll laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in 2030 zu einem Stromverbrauch von ca. 700 Terrawattstunden (TWh) führen, eine erhöhung von ca. 30% gegenüber 2020.


    Da teile ich nicht Heikos Optimismus, dass das in Deutschland mit Wind Und Solar geschafft werden kann, geschweige denn in anderen Ländern.


    In NRW werden aus der Förderung fallende Windräder rückgebaut, dürfen aber wegen der neuen Abstandsregeln nicht ersetzt werden. Abstandsregeln und weitere Einschränkungen begrenzen dort den möglichen Ausbau und das ist in anderen Bundesländern ähnlich.

    Gruß, Volker

    • Official Post

    So lange man mit Klagen Solaranlagen auf des Nachbarn Dach verhindern kann weil sie ja reflektieren könnten, solange Denkmalschutz Solaranlagen auf Gebäuden in der Nähe historischer Gebäude verhindert weil man vom Dach einer Kirche keine Solarpanele sehen soll, solange Regeln wie 10H bestehen sehe ich irgendwie schwarz.


    Was mir bei den ganzen Alternativen nicht ganz einleuchtet ist, wie man damit eine kontinuierliche Grundversorgung garantieren will.

    Was noch dazu kommt ist das der Strombedarf in den nächsten Jahren extrem steigen wird, für ein neues Gewerbegebiet in Frankfurt wird aktuell ein zusätzlicher Strombedarf angegeben der dem der Stadt Hanau entspricht.


    Bei Autos wird ja immer wieder die mangelnde Reichweite kritisiert, größere Batterien werden kommen, nur wo kommt der Strom dafür her?


    Bleiben wir mal bei der UP, sagen wir in North Platte werden täglich 100 Loks im Service betankt, jede mit 5.000 Litern Diesel.

    Jetzt träumt man davon das mit Akku-Loks zu bewerkstelligen.

    Der Equivalent von 500.000 Litern Diesel in Strom? Prost Mahlzeit, wo ist das Kraftwerk?

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