Der GoldenPass Express - Im Modell von BEMO eine seltsame Konstruktion

  • Die Golden Pass Linie ist nicht neu, sie verbindet Montreux am Genfer See Luzern am Vierwaldstätter See, über Interlaken, zwischen Thuner See und Brienzer See.

    Bisher fuhr man mit der MOB auf 1.000 mm Spur von Montreux nach Zweisimmen und musste dort auf die BLS mit 1.435 mm Spur umsteigen um nach Interlaken zu kommen, dort stieg man auf die Zentralbahn ZB, ehemals SBB, um und erreichte wieder über 1.000 mm über die Brüning-Linie Luzern. Der Abschnitt über die Brüning-Strecke erfordert durch Zahnstangenabsnitte noch Bremszahnräder.

    Seit 2022 verbindet der GoldenPass Express ohne Umsteigen Montreux mit Interlaken-Ost. Die vier bei STADLER gebauten Züge sind die eigentliche Sensation. Die Wagen können die Spurweite von 1.000 mm auf 1.435 mm auf der Anlage in Zweisimmen ändern. Geht mit hohem Tempo.

    Dabei wird der Wagenkasten auch 20 cm angehoben um von den MOB Bahnsteighöhen auf die BLS Bahnsteighöhen angepasst zu werden.

    Die GPX, oder als Zuggattung PE, laufen immer in folgender Reihung

    • (BLS Re 465 - ist nur im Abschnitt Interlaken-Ost > Zweisimmen und Zweisimmen > Interlaken-Ost am Zug)
    • (Bsi Interfacewagen, ein GPX Wagen, wird benötigt um die BLS Re 465 zu steuern, hat einseitig Puffer und Kupplungshaken, auf der anderen Seite wie die übrigen Wagen und die MOB Loks die Schwab-Kupplung - ist nur im Abschnitt Interlaken-Ost > Zweisimmen und Zweisimmen > Interlaken-Ost am Zug)
    • Ast Steuerwagen
    • As Panoramawagen
    • Bs Niederflur
    • Bs Panoramawagen
    • ABst Steuerwagen
    • (MOB Ge 4/4 III - ist nur im Abschnitt Zweisimmen > Montreux und Montreux > Zweisimmen am Zug)

    Zwischen Interlaken und Zweisimmen sowie zwischen Montreux und Zweisimmen wird der Zug gezogen, in der jeweiligen Gegenrichtung, also Zweisimmen nach Interlaken sowie zwischen Zweisimmen und Montreux geschoben.

    Und BEMO hat den Zug 2025 angekündigt und jetzt ausgeliefert.

    Es gibt drei Versionen

    • als H0m Variante, nur die 5 Wagen, die die MOB befahren
    • als H0-DC Variante, alle 6 Wagen, die die BLS befahren
    • als H0-AC Variante, alle 6 Wagen, die die BLS befahren

    Meine 6-teilige H0-DC Variante kam heute. Die Roco BLS Re 465, eine grüne Refit, habe ich schon sicher zwei Jahre.

    Warum ist die Konstruktion komisch?:
    Die Details, der Druck, alles wunderbar. Besonders positiv finde ich : Die Steuerwagen sind schon vorbereitet, und zwar dem Vorbild auf der BLS entsprechend: Der ABst, der Richtung Interlaken vorn ist, die Re 465 steuert, hat schon die Nachbildung der Schwabkupplung und alles andere am Führerstandsende montiert. Der Ast, der Richtung Montreux vorn ist und der idR mit dem Interface-Wagen gekuppelt ist, hat beidseitig ab Werk Kupplungsschächte und eine Austauschplatine für die Stirnbeleuchtung, die bei diesem Wagen zwischen Zweisimmen und Interlaken aus ist. Der Ast hat die Teile die der ABst montiert hat beigelegt. Diese Tauschplatine um Analog den Kopf des Steuerwagens dunkel zu machen hat nur der Ast! Bisschen Chaos aber eigentlich logisch.

    Aber was bitte schön soll die absolut SCHWACHSINNIGE Kupplungs-Konstruktion? :ponyhof:

    • STARR am Drehgestell befestigter NEM Schacht, der sich nur MIT dem Drehgestell bewegen kann? Bei S-Kurven der Super-GAU Und als Kupplungen liegen ab Werk Roco-KK Kupplungsköpfe bei. :(:gruebel:

    • Du hast jetzt, die beiden Drehgestelle sind ja starr gekuppelt, quasi ein gigantisch langes vierachsiges Jakobs-Gestell, geschätzt 5cm zwischen den jeweils inneren Achsen der beiden Drehgestelle, auf dem sich zwei Wagenkästen abstützen. Das kann gehen weil keine Puffer im Weg sind und die Re 465 hat zum Interfacewagen ja zumindst KEINEN starre NEM. :cursing:

    • Und laut der Webseite soll das auf 360 mm Radius funktionieren.8o=O:?:

    • Diesen Murks hatte Liliput roundabout 30 Jahre her bei seinen ersten Eaos Güterwagen, die hast du nachher für 5 DM nachgeworfen bekommen.X(:rolleyes::huh::evil:

    • Kuppelabstand von Faltenbalg zu Faltenbalg locker 4 mm :whistling:

    Ich habe etwas getestet, Meine Lösung ist schlicht: Statt dem Roco Kopf kommen Kadee #17 zum Einsatz, der hat 7,11mm zwischen Schacht und Kupplungsebene, brinst die Faltenbälge auf etwa 1mm und macht die Drehgestelle beweglicher.

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  • Hochinteressante Sache. Muss mal nach dem Vorbild suchen.

    ....https://www.swetzel.ch/fahrztech/zwsimm/zwsimm.html

    Über das Kupplungschaos wunder ich mich nicht, heute wird reihenweise wirklichkeitsferner Müll produziert, nicht nur bei Modellbahnen.

    Gerold

    Edited once, last by DL109 (April 10, 2026 at 9:23 AM).

  • Wie?

    Das Dingen kommt nicht durch den M*-Küchentischradius?

    Und kuppelt nicht mit der RELEX Kupplung?

    Das geht gar nicht!

    Aber:

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    Siehste! Mit RELEX Kupplungen geht das. So sollte das auch beim neuen Golden Pass sein.


    Hinweis: Dieser Beitrag enthält ätzende Ironie.

    Grüsse
    Schraddel
    alias Lutz

    Happy Owner

  • Das Dingen kommt nicht durch den M*-Küchentischradius?

    ...

    Hinweis: Dieser Beitrag enthält ätzende Ironie.

    Ich frage mich wo die Ironie ist wenn BEMO auf der Webseite schreibt: Mindestradius >360...

    Steht da wirklich.

    Ich würde gern mal sehen wie der mit den starr gekuppelten Drehgestellen über einen M-Gleis Gleiswechsel fährt.

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  • Frage mich gerade ob das Yves weiss....:?:;):S


    Yves Marclay ist der Generaldirektor der MOB und Kenne ich persönlich und hat mehrere 5 Zoll Lokomotiven :) und ebenso hat er mit dem Swiss Vapeur Parc:thumbup:zu tun.

  • Bemo hat den Zug mit der MOB und Stadler Rail entwickelt.

    Bei den Drehgestellen reicht nicht die Umspurung, der Wagenkasten müsste auch 2,5 mm abgesenkt werden, beim Vorbild 20 cm

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  • EIn Triebfahrzeug das sich umspurt gibt es nicht. ;):P

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  • Stell mir grad vor wie eine Rio Grande K-37 sich selbst von Normalspur auf 3 Fuss umspurt.... wenn sie das damals gewusst hätten...

    Mit einer K-37 kann ich dir nicht dienen, aber mit einen K-27. Nicht spanisch, sondern mexicanisch: https://www.drgw.net/gallery/v/DRGW…62_000.jpg.html


    @ Ulrich

    Du siehst im Video eine Meterspurlok, die immer Meterspur war und deren H0m Pendant auf 12mm Gleise gehört. Aber was siehst du wirklich? eine Schmalspurlok die ab Werk auf 16,5mm Pickelgleis vergewaltigt worden ist um die Bedürfnisse der Pickelbahner in ihrer Scheibenwelt zu erfüllen. Es ist damit zum Spielzeug geworden.

    Grüsse
    Schraddel
    alias Lutz

    Happy Owner

  • Ich brauch da garnicht so weit zu gehen. Habe ich keine 10 Kilometer vor der Haustür.

    Die Kerkerbachbahn 1.435 mm zwischen Kerkerbach und Steeden, sowie 1.000 mm zwischen Kerkerbach und zuletzt Heckholzhausen beschaffte 1958 bei Ruhrtaler zwei zweiachsige 240 PS Dieselloks. Baureihe Ruhrtaler D 250 VK/V.

    Die V18 STEEDEN war normalspurig, hatte auch seitlich versetzte Schmalspurkupplung, die V19 KERKERBACHTAL hatte 1.000 mm und seitlich versetzte Puffer und Zughaken. Beide Loks konnten als Doppeltraktion von einem Führerstand aus gefahren werden.

    Die Schmalspurstrecke wurde 1960 stillgelegt und abgebaut, die V19 wurde umgespurt, Puffer und Zughaken mittig angeordnet. Die Schmalspurkupplung entfiel bei beiden Loks.

    1975 ging der Betrieb auf der Strecke, bis heute ein großes Kalkwerk in Steeden an die DB. Die Loks gingen als 333 901 und 902 an die DB. 1979 und 1981 musterte die DB die Einzelgänger aus,

    Die ex V18 / 333 901 ging bis 1989 an die Fernleitungs-Betriebsgesellschaft mbH, Bonn, war dann kurz bei der Museumseisenbahn Paderborn. Um 1991 wurde die Lok auf 1.000 mm umgespurt und ging als 74 an die BVZ in der Schweiz, wurde 2003 zur MGB 74 und Anfang 2026 an einen Privatmann verkauft. Sie soll angeblich nach Kerkerbach in ein "Museum" kommen.

    Die ex V19 / 333 902 wurde 1981 wieder auf 1.000 mm umgebaut und wurde zur FO 4973, später MGB 4973. 2011 ging sie als 333 902 an die DP Deutsche Privatbahn GmbH, wurde auf 1.435 mm umgebaut.

    Man hat bei der MGB, die u.a. aus FO und BVZ entstanden ist nie die beiden Loks, die eigentlich baugleich waren hintereinander genummert, die waren immer 74 und 4973.

    Die ursprüngliche V18 wurde 1991 einmal auf 1.000 umgebaut.

    Bei der ursprünglichen V19 sieht das anders aus:

    1958: 1.000 mm, 1960: 1.435 mm, 1981: 1.000 mm und 2011: 1.435 mm. Also dreimal umgespurt.

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  • Quote

    Du siehst im Video eine Meterspurlok, die immer Meterspur war und deren H0m Pendant auf 12mm Gleise gehört. Aber was siehst du wirklich? eine Schmalspurlok die ab Werk auf 16,5mm Pickelgleis vergewaltigt worden ist um die Bedürfnisse der Pickelbahner in ihrer Scheibenwelt zu erfüllen. Es ist damit zum Spielzeug geworden.

    100 % richtig, würde ich auch nie kaufen, ich kauf aber auch keine Fantasy Lackierungen, Auch das ist für mich Spielzeug.

    Das heftige ist das Bemo damit gut Umsatz macht: Der Bedarf an H0m Loks auf H0, DC und AC, ist da.

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  • Quote

    Das heftige ist das Bemo damit gut Umsatz macht: Der Bedarf an H0m Loks auf H0, DC und AC, ist da.

    Gehört zu dem Bedarf auch der Wagenabstand von mehr als einem Meter? :/

    Gruß

  • Gerald, ich befürchte denen ist das egal, Hauptsache der Glacier-Express rollt.

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  • ich hab für den Dreischienenbereich auf der Clubanlage einen Zwischenwagen (Kit von Binkley) gebaut. Der löst das Problem... unerwarteterweise funktioniert das sehr gut und ohne Entgleisungen und unerwünschtes Entkuppeln. Automatisches einkuppeln der Schmalspurfahrzeuge geht aber nicht, weil zuwenig Platz für eine federnde Aufnahme der Schmalspurkupplungen vorhanden war.


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    Gerold

  • Micha, manchmal glaube ich, ich bin zu pingelig. Ich weiß das es geht, entsprechende Gleislage und Radien vorausgesetzt, auch weil eben keine Puffer im Weg sind, aber der Kupplungsabstand zwischen den Wagen, das ist doch Murks. und durch die starre Kupplung entsteht ein vierachsiges Jakobs-Gestell mit geschätzt 8 cm Achsstand zwischen den Inneren Achsen, mehr wie das Drehgestell von DD35 oder DD40.

    Der GPX ist garantiert auf jedem Layout ein Highlight, Vielleicht erwarte ich von einem Listenpreis der für die sechs Wagen bei 834 Euro liegt, viermal 129 Euro und die beiden Steuerwagen 159 Euro, bei AC nochmal 100 Euro mehr, auch zuviel.

    • Keine Innenbeleuchtung ausser bei den Steuerwagen (also viermal 17 Euro dazu)
    • Keine Kurzkupplungskinematik - Okay, die Roco Re 465 hat auch keine aber gerade der Interfacewagen, hätte einseitig eine Kinematik verdient.
    • Deshalb 4 Millimeter Kuppelabstand

    Komischerweise kommt das auf den Videos im Albula Forum und auch sonst bei YT nicht so raus.

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  • Ulrich,

    Wir fahren ja auch unsere Heavyweights und Streamliner Faltenbalg an Faltenbalg ohne KK-Mechanik. aber wir haben gefederte Faltenbälge. Haben die Bemo Wagen das auch?

    Eine KK-Mechanik ist hier bei den Schmalspurwagen mit Mittelpufferkupplung technisch witzlos. Es gibt keine Seitenpuffer die sich verhaken können. Von daher ist eine starre Kupplung wie sonst für KK-Kulissen erforderlich unnötig.

    Aber Du erinnerst Dich an die Märklin/Trix Boxcars? Die mit der Zinkpest. Hier hat M* eine komplette KK-Mimik eingebaut. Eben weil es dem M*-Kunden nicht mehr vermittelbar ist, daß man hier keine KK braucht.

    Grüsse
    Schraddel
    alias Lutz

    Happy Owner

  • Bei Bemo ist nix gefedert, aber das muss enger gehen...

    ein gigantischer Teil der Märklin / Trix Güterwagen dürfte mit in der Tat sinnlosen KK Köpfen von Märklin oder Roco über diverse Anlagen fahren.

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