Das Beste was du sagen konntest....
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Um aufs Thema zurückzukommen :
noch war ich mit meiner Anlage keinem Härtetest unterworfen, zur Zeit sind zwar fünf Strombezirke befahrbar, der Digitrax Zephyr als Zentrale ist angeschlossen, auf der Anlage ist ein Programmiergleis (ca. 140 cm) abgetrennt, ein zweites beidseits gekapptes Programmiergleis ist in der Nähe von Trafos und Boostern angelegt, also in der Skizze mitte links bei dem Wort "Stellpulte" in Beitrag #13 in "Was bisher geschah", und wird mit der IB IR betrieben (= Intellibox IR), ca. 80 cm, die Raumbeleuchtung habe ich ökonomischer umgeordnet (dabei mit der Hilti feinststaubige Sauerei im Train Room gemacht, von der Betondecke des Raumes herrührend). Die eigentliche Hauptarbeit war der Umgang mit meinen Lokomotiven und ihren Decodern.
Es ist ein wirkliches Abenteuer für mich, mir das notwendige Wissen hierzu praxisbezogen anzueignen. Was die Jüngeren hier teilweise nicht verstehen können, ist die grundsatz- und theoriebezogene Herangehensweise an das Thema PROGRAMMIEREN VON NETZWERKEN VERSCHIEDENER EBENEN (z.B. DECODERN), EINBINDEN VON MIKROKONTROLLERN, ANWENDUNGEN und ähnlichen Überschriften, durchaus mit praktischen Beispielen garniert. Das wären meine Titel bei meinem technischen (ersten) Studium gewesen. Ich sollte ich als Elektro- oder ähnlicher Ingenieur meine Kenntnisse vom Allgemeinen zum konkreten Beispiel entwickeln und beweisen. Dieses Bildungs- und Ausbildungskonzept sollten wir lernen und tief einatmen und es in uns weiterentwickeln. Wurde aber nunmal und total unumkehrbar Ende der 80er Jahre durch die Möglichkeiten des Handies, ab 90 durch den überall verfüg- und leistbaren Heimcomputer quasi überholt und zumindest (in Teilen) neutralisiert. Die spannende Frage war, was kommt jetzt ?
Klar war, dass man auf jeden Fall User werden sollte, es schon fast war. Um mich herum breitete sich mit der Zeit eine Art wohlige gemütliche Technikfreundlichkeit aus, nichts Konkretes, kein besonderer Wunsch, der Spezialist aber in der Nähe. Zumindest ein Freund, der einen an der Hand hat, der dann wiederum.... etc.
Einfach gesagt, war für mich die Frage, ob ich Decoder und Co. praktisch kennenlernen, oder lieber nach dem Helferspezi Ausschau halten sollte.
Seit Silvester streichelte ich nun meine IB, zunächst mit dem dringenden Wunsch, zwei neuere meiner vier Athearn SD40-T2 endlich fahren zu sehen, eine hatte ich ca. 2017, die zweite um ca. 2024 gekauft. Mit Decoder jeweils. Sie ruhten seit damals ruhig in ihren Schachteln. Für die dort herstellerseitig eingebauten Decoder gab es kein manual mehr, zumindest erstamal. Andere Dec.beschreibungen taugten, um Analogieschlüsse zu ziehen, zur ganz geringfügig. Dabei stellte ich fest, dass jeder Decoder (und ich hatte im Laufe der Jahre meiner Schachtel- Modellbahnerzeit diverse Locos mit diversen Decodern angesammelt, manchmal auch Decoder unbesehen einbauen lassen) seine eigene Vorgehensweise erfordert. Eine Tatsache, die mir während VIELER STUNDEN meine Motivation zu dieser praktischen Tätigkeit gegen Null schwinden liess.
Langsam reifte in mir die Erkenntnis, dass Normung und anzunehmende Ähnlichkeit von Einstellungen und sonstigen Umgänglichkeiten zwischen und mit Decs. offensichtlich nur ein Werbeversprechen und nur manchmal oder höchstens überwiegend etwas mehr sind als inhaltsarme Worte . Ich möchte gestehen, dass ich das manual zur IB von Herrn Vaupel ("Herr Uhlenbrock") gerne und leicht gelesen hatte, dagegen die m.E. beschränkte und teils selbstbestätigende Sprache des Zephyr manuals mit innerer Abwehr und zögerlich zur Kenntnis genommen hatte. Dennoch versorgen Sprachstile dieser Art wohl mehr Dec.kunden als es Märklin- DCC- Kunden auf der ganzen Welt gibt. Ganz speziell ziehe ich die Einteilung in Programmiermodi (paged, direct usw.) im IB manual in erhebliche Zweifel, wogegen die Amis in ihren manual Texten (Digitrax, SoundTraxx, Quantum/Atlas etc.) strenger produktbezogene Beschreibungen formuliert haben.
Ich habe verstanden, dass hier auch sprachliche Gewöhnung eine Rolle spielt. Im Grunde braucht eine Amilok mit Dec. eine ganz andere Beschreibung und Anleitung als eine europäische.
Meine letzten Erkenntnisse bzw. Lektionen sind die:
Das Internet mit KI (in letzter Zeit) hat mir sehr geholfen, die Dinge zu finden und zu verstehen. Unbedingt unter verschiedenen Begriffen suchen ! (ein Beispiel: warum blinkt eine Lok mehrfach 10 x). Unter jedem Wort kann man das eigentlich eingeben, hat jedesmal verschiedene Antworten ===> also hartnäckig die verschiedenen Lösungen suchen, indem man die Fragen verschieden formuliert. Es war völlig frustran, innerhalb der diversen CV- Aufstellungen das Richtige zu finden. Nein, der Wechsel des Trafos fürs Programmiergleis hat die Funktionen der einstmals gut programmierten Lok wieder lebendig gemacht ! Musste nur noch die CV fürs master volume eingeben...
und Lok scheinwerfert und fährt richtig artig,
*** Unbedingt manuals im Netz aufsuchen, leicht und gut bei ESU, Lenz, Digitrax, weniger einfach bei Tsunami, Econami und Verwandte, schwierig bei Quantum (und deren Ableger für oder von oder mit Atlas). ***
Weder in der Lokschachtel noch in den Weiten des Internets war die Reset CV, also die der fabrikseitigen Einstellungen, geschweige denn Hinweise zu Programmier- Modi zu finden. Trotz solcher Hürden empfand ich dieses- ich muss es leider sagen - Affentheater nicht mehr so nervenzerfetzend wie vor einigen Tagen. Ich denke ausserdem, dass Herr Vaupel seinen IB- Text natürlich den neueren Entwicklungen inzwischen angepasst hat. Ausserdem habe ich die leise Ahnung, dass die platten aber exakten Worte des Zephyr manuals mir doch den Weg zeigen werden, mich von diversen Überlegungen bezüglich CVs zu befreien und dabei insgesamt weniger Tasten drücken zu müssen bzw- meinen Fingern gewisse Automatismen beizubringen.
Diese Aussagen treffen v.a. auf Decoder VOR 2017 zu.
(... nee aber manches ...)