Posts by G26CW

    ... für was hat die Rio Grande die Water Cars verwendet? MOW, auxiliary tender, fire train?


    Die Rolling Stock Rosters der D&RGW listen eine ganze Reihe von auxiliary tenders auch für standard gauge. Auf Fotos sieht man immer wieder solche Wagen hinter den Dampflokomotiven der Rio Grande im Einsatz, z. B. eine Mallet am Zugschluss + aux tender + caboose.
    Daneben gab es auch weitere water cars für MOW, da die Mitarbeiter der Track Gangs oder B&B Gangs oft weitab vom Schuss arbeiteten und die Trinkwasserversorgung sichergestellt werden musste. Dem Vernehmen nach waren diese Wagen allerdings in MOW-Farben lackiert.


    Auf der Schmalspur bediente man sich ausrangierter Schlepptender als Zusatztender oder Tank Cars für die Schneeschleudern.

    Hallo Markus,
    danke für die Infos. Wie sich das liest ist die Lokbeschaffung von Metra eher eine Notmaßnahme.
    Aber fix Güterzugmaschinen umzubauen ist wahrlich ungewöhnlich. Gut, nach den reinen Personenzug-E-Units waren Loks wie z.B. die F40PH ja nur eine "passengerized" GP40-2 mit HEP und einem Blechmäntelchen drumherum.


    Weißt du vielleicht, ob die Metra-Idee auch durch Erfahrungen mit Güterzugmaschinen anderswo entstanden ist?
    Wie z.B. bei Metrolink in Kalifornien, als kurzfristig und aus anderen Gründen BNSF-GEs einspringen mussten?


    https://www.youtube.com/watch?v=tbChxhpWLok


    So schlecht sehen wide-cab Freighters in Personenzugdiensten gar nicht aus.
    Auch noch eine Erinnerung an die P32-BWH.
    Achtung, stark airhorn-lastig:


    https://www.youtube.com/watch?v=UfL5gFpLMNs

    Ist das der Grund, warum NP und GN die F3 und F7 gegenüber den E-Modellen bevorzugt hat? Also vierachsige Loks auf deren Bergstrecken vor Passagierzügen?


    Cheers


    Hallo,
    da spielt vor allem die Leistung/Zugkraft eine Rolle.
    Ein Beispiel:
    Die Great Northern beschaffte ursprünglich E-7A-Units für den 1947 vorgestellten Streamliner "Empire Builder" .
    Jene damals eingeführten Zwölfwagenzüge wurden von jeweils zwei E-7A bespannt.
    Glücklich war man damit aber nicht und ab 1951 verwendete man Drei- oder Vierfachtraktionen aus F-Units.
    In der Literatur heißt es unter anderem:
    "Mountain Grades proved too much for the two E-7 s originally assigned to the builder,so they were replaced in 1951 by three-unit F-3 or F-7 combinations."


    Eine E-7 hat die Achsfolge A1A-A1A mit einer Leistung von 2000 hp, die F-7 B-B mit einer Leistung von 1500 hp.


    Und somit:


    2 x E-7 mit 4000 hp = 8 angetriebene Achsen
    3 x E-7 mit 6000 hp = 12 angetriebene Achsen


    3 x F-7 mit 4500 hp = 12 angetriebene Achsen
    4 x F-7 mit 6000 hp = 16 angetriebene Achsen


    Die Great Northern kehrte allerdings wieder zu sechsachsigen Personenzuglokomotiven zurück:
    Als die F-Units in den sechziger Jahren Alterserscheinungen zeigten wandte man sich an EMD und beschaffte Hood Units der Typen
    SDP-40 mit den Nrn. 320-325 im Jahr 1966
    SDP-45 mit den Nrn. 326-333 im Jahr 1967
    Eingesetzt wurden die Lokomotiven für den Empire Builder, Western Star und Pool Trains.
    So recht schien die GN der Zukunft des Personenverkehrs nicht zu trauen, denn die Hood Units sollten nach Anpassung auch im Güterverkehr benützt werden können.
    Was ja dann nach dem Burlington Northern-Merger 1970 auch tatsächlich geschehen ist.
    Kurioserweise kaufte man aber für den Güterverkehr anno 1969 Cowl Units, F-45 mit den Nummern 427-440, nachdem man keine weiteren SD-45 (Nrn. 400-426) mehr angeschafft hat.


    Bei der Northern Pacific setzte man von Anfang an auf Vierachser.


    Ein anderes Beispiel:
    Die Southern Pacific verwendet im Westen sehr wohl A1A A1A-Sechsachser, die Alco PA.
    Nur war hier der Unterschied -und auch der Grund, warum man Alcos und keine EMD E-Units für die Sierra bevorzugte- in der größten Zugkraft bei der niedrigsten Geschwindigkeit zu finden:
    Eine E-7 erbrachte bei 34 mph 18.100 Pounds, eine Alco PA dagegen 30.500 Pounds bei 20 mph, was auf Bergstrecken eindeutig vorteilhafter ist- natürlich vorbehaltlich der vom Eigentümer verwendeten Übersetzung.
    Als Amtrak den Personenverkehr übernahm und sich "erdreistete" E-Units zu verwenden, ließ man das bald wieder bleiben und setzte in der rainbow era vorläufig auf F Units.


    Die Rio Grande beschaffte zwei A-B-A sets Alco PA für den California Zephyr und ersetzte diese ebenfalls bald durch Vierachser.

    Hallo Chris,
    das ist aber sehr schade. ;(
    Schön wäre es gewesen, wenn der bisherige Bilderreigen mit einem Bericht zur fertigen Modellbahn geendet hätte, zumal die British Columbia Railway eine faszinierende Bahn war.


    Nun denn, auf zu neuen Ufern und viel Spaß und Erfolg dabei!

    Horst Meiers Anlage "Sherman Hill" dürfte landschaftsmäßig in Richtung des Fragestellers gehen:


    https://www.kirnbachtaeler.de/…en/odenwald/shermann.html


    In der Miba Spezial 90 berichtet der Erbauer Horst Meier höchstdarselbst über seine Anlage und deren Bau.


    Dieses Heft ist allerdings nur noch als als e-Book für € 8,99 erhältlich.
    https://shop.vgbahn.info/miba/shop/spezial+90-_823.html


    Oder für einen Download unter "miba spezial 90 pdf" googeln und von scaletrainsclub.com herunterladen.
    Da kann man das Ganze Online lesen.
    Der Däne Pele Soeborg und andere liefern ebenfalls Landschaftsbeispiele zum Thema Westen.
    "Union Pacific" und "Wyoming" mit zahlreichen Eindrücken "Bahn und Landschaft" finden sich auf railpictures net.

    Hallo Mike,
    starkes Modell.
    Das Lackieren über all die Türen, Klappen und Lüfter hinweg war gewiss schwierig und das auch noch in N.
    Welches Maskierband hast du für deine Arbeit verwendet?

    2. Region mehr oder minder. Landschaftlich find ich Wyoming am besten, weil das dort so vielfältig ist und weil man da die Cowboy-Zeit heute noch deutlich sieht und spürt. Epoche bin ich mir noch nicht ganz im reinen. Hab da noch eine Zeitspanne von 1950 bis Heute. Gesellschaften bin ich breit gefächert: Norfolk Southern, Amtrak, Union Pacific, Denver and Rio Grande Western, Norfolk and Western, Pennsylvania Railroad, Santa Fee, BNSF und die Waldbahn in Virginia mit den Shay Lokomotiven


    Hallo Janosch,


    man kann nicht alles in eine Anlage packen, das muss klar sein. Auch wenn die Welt der amerikanischen Eisenbahnen vielfältig, überwältigend und begeisternd ist und man am liebsten alles ins Modell umsetzen möchte.
    Mit power pooling oder run-through-agreements gibt es aber durchaus Möglichkeiten (abseits der bunten Ära nach jeder Bahnfusion) für etwas mehr Abwechslung vor den Zügen - ohne gleich den ganzen Kontinent in den Keller stopfen zu wollen. Das wurde schon in den 1960ern praktiziert.


    Aber Achtung! Die Umsetzung erfordert genaue Forschungsarbeit und bedeutet eben nicht, dass man grundsätzlich alles vogelwild durcheinandermixen kann.


    Hier eine Diskussion dazu:


    http://cs.trains.com/trn/f/111/t/100861.aspx



    Bildbeispiele aus den 1960ern /70ern ff.


    UP/Rio Grande in California (Kohlezug von Utah nach California/Kaiser Steel)
    http://www.railpictures.net/photo/592887/


    UP/ Frisco in Kansas
    http://www.railpictures.net/photo/590033/


    UP/SP in Wyoming
    http://www.railpictures.net/photo/589398/


    Milwaukee/BN
    http://transport.castlegraphic…age.php?album=20&pid=4857


    Burlington/NYC Colorado
    http://www.railpictures.net/photo/646883/
    http://www.railpictures.net/photo/544059/


    N&W Wyoming
    http://www.railpictures.net/photo/667504/


    UP/Norfolk & Western Kansas City
    http://www.railpictures.net/photo/589905/


    ATSF / N&W
    http://www.railpictures.net/photo/431394/


    Dazu kommen noch zahlreiche weitere Beispiele, als Bahnen fremde Loks anmieteten um eine kurze power shortage zu mindern. Da fuhren dann schon mal Geeps der Baltimore & Ohio bei der Milwaukee Road. Und bei einigen Leasinggesellschaften fuhren Loks noch einige Zeit im Altlack herum. ..


    Alternativ gäbe es das freelancing, wenn man sich gar nicht entscheiden kann.
    Man erfindet seine eigene Bahngesellschaft mit allem drum und dran inklusive Farbschema, Namen, Loklisten, Standards usw.
    Sehr schöne Beispiele sind hier Tony Koesters Allegheny Midland, die Utah Belt von Eric Brooman oder die Virginian & Ohio von Allen McClelland.
    Und viele mehr. Muss man wollen, ist aber auch sehr interessant.

    Im Januar 1951 fuhr der San Juan letztmalig zwischen Alamosa und Durango, wegen behördlichen Verzögerungen blieb aber ein "Restbetrieb" auf den 30 Meilen zwischen Chama und Dulce.
    Dafür reichte ein Einwagenzug aus. "Aspen Gold " oder "Grande Gold" wurde im März 1950 für den Normalspur- "Prospector" eingeführt. Farbfotos aus diesem Jahr zeigen aber auch eine Narrow Gauge Excursion, die der Rocky Mountain Railroad Club veranstaltete und sowohl Wagen in Pullman Green als auch in Grande Gold beinhaltet hat. Es existieren auch Fotos der 473 in Grande Gold und vier Wagen in Pullman Green.
    Die "buntige Lok" gehört zu den vier in "Grande Gold" lackierten Dampflokomotiven der D&RGW. Drei Consolidations, die Nummern 268, 319 und 345 und eine K-28 Mikado, die 473, wurden in Grande Gold lackiert. Letztere wurde für die Silverton Branch völlig unpassend auf Wild West getrimmt. Der hollywoodmäßige Mummenschanz mit Fake Stack wurde mit der Übernahme durch Charles Bradshaw und seiner Durango & Silverton beendet. Kurioserweise erhielt die Lok später abermals ein goldenes Kleid, den Diamond Stack und das hölzerne Headlight und konnte so beispielsweise 2006 bewundert werden.
    Die C-16 Nummer 268 hat man schon in Gold auf der 1949 Chicago Railroad Fair ausgestellt und 1955 ausgemustert, nachdem sie die undankbare Aufgabe erledigt hatte, beim Abbau der Linien um Gunnison die Altmetallzüge zu bespannen.
    Prominent zum Einsatz kam das "Bumblebee scheme" auch im Hollywoodfilm "Rio Grande", der den Royal Gorge War zwischen der D&RG und der Santa Fe thematisierte und auf der Silverton Branch gefilmt wurde. Dem Treiben der Filmschaffenden fielen dabei leider auch zwei Lokomotiven zum Opfer, die in einem Frontalzusammenstoß zerstört wurden.


    Die gelben Passenger Cars wurden dann praktisch zum Markenzeichen des "Silverton".


    Grande Gold erschien auf Normalspurloks erstmals 1951 bei einem wreck rebuild, FTA 5481 wird genannt, die von EMD mit F7-carbody ausgeliefert wurde.
    Fabrikneu wurden im Juni/Juli 1952 erste Loks in Grande Gold geliefert, es waren die letzten F7 Units der DRGW mit den Nummern 5701 ff.
    Zwischenzeitlich hatte die DRGW mit der Umlackierung begonnen, z.B. die F3-Sets und die Alco PA/PB.

    Hat jemand von euch den Railroad Model Craftsman?


    Im Web wird gemeldet, dass Matt Snell eine Artikelserie zum Thema verfasst hat.
    Angeblich sind diese in den Ausgaben May-June-July 2012 zu finden (Eigenbau).
    Kann leider nicht damit dienen, da ich den RMC nur bei persönlich interessanten Themen kaufe und diese Ausgaben fehlen.


    http://www.rmweb.co.uk/communi…ash-flats-and-containers/


    Hier noch einige Links zum Hersteller solcher Container und einem Nutzer:


    http://www.greenfieldlogistics.com/capabilities.php


    https://www.wastequip.com/products/intermodal-containers


    Die gezeigten Container werden für verunreinigte Erden/Schutt benützt und nicht für gewöhnlichen Müll.


    http://digital.denverlibrary.o…5330coll22/id/51885/rec/1
    Idler Car. Wobei ich mich frage ob die Wagen nicht 3 Kupplungen pro Seite hatten.


    Hallo, zum Thema D&RGW idler cars:


    Zitat aus: Rio Grande Car Plans by Robert J. Wayner, S. 55


    "Three-way-coupler idler cars, classed as work equipment, are used for handling mixed standard and narrow gauge equipment in the same cut or train.
    The narrow gauge coupler can be moved to either side of the standard gauge coupler in the center,
    to accomodate cars riding the center rail of three-rail track,
    which is Offset to the right or left of the center line of the outside rails used by standard gauge cars."


    Gelistet sind folgende idler cars:


    010792
    010793
    010794
    010796
    010797
    X-3050



    http://cs.trains.com/trn/f/740/t/242701.aspx?sortorder=desc


    http://cs.trains.com/mrr/f/13/t/158210.aspx


    http://www.cumberlandmodelengi….com/BogsFreightCars.html


    https://www.shapeways.com/prod…w-dual-gauge-idler-x-3050


    https://ngtrainpics.photoshelter.com/image/I000068Wm1lM1500

    Hallo Frank,
    wenn du beim Thema Film und Eisenbahn beginnen möchtest wäre vielleicht das Thema Sierra Railroad etwas für dich.


    http://www.railpictures.net/showphotos.php?railroad=Sierra Railroad


    Dort findest du Dinner Trains mit Dieseltraktion genauso wie ein Historic Landmark, die Railtown 1897. Mit einem solchen Anlagenmotiv könnte man mehrere Interessen abdecken.


    http://railtown1897.org/


    Die Sierra Railroad wurde schon vielfach für Dreharbeiten aller Art vom Werbespot über Actionserien bis hin zu Westernklassikern benützt (12 Uhr mittags mit Gary Cooper z. B.)
    Das Paradepferd der Bahn, die Rogers 4-6-0 Nr. 3, wurde immer wieder optisch und farblich den Erfordernissen der Filmleute angepasst.


    Und allgemein zum Thema Film:
    Immer wieder verändert wurden auch die Lokomotiven, die den Produktionsgesellschaften selbst gehörten, die meist von der V&T stammten und in Filmen wie "Union Pacific" eingesetzt wurden.
    Damals musste man es als tragisch ansehen, dass ein Hauptlieferant für altes Rollmaterial, die Virginia & Truckee RR, in ihrer großen Finanznot in den 1930ern zahlreiche Lokomotiven und Wagen verkaufen musste.
    Letztlich war es aber ein Glücksfall, dass Lokomotiv-Ikonen des Wilden Westens wie die "Genoa", die "Reno", die "Inyo", die "J.W. Bowker" , die "Dayton" und weitere aus eben jenem Grund erhalten geblieben sind.
    In "Old Tucson" wurden übrigens auch diverse Filme gedreht.
    Also: das Thema hat etwas.

    Das Land Indien gehört zwar absolut nicht zum Forumsthema, aber zumindest ein Teil hiervon ist uramerikanisch:
    Indiens Dieseltraktion wurde und wird von zahlreichen Lokomotiven dominiert, die auf dem ALCO-Exportmodell DL-560 aus den 1960ern basieren, deren erste Exemplare noch in Schenectady entstanden, alsbald jedoch das Licht der Eisenbahnwelt in den Diesel Locomotive Works im indischen Varanasi erblickten.
    Nun hat man mal geschaut, ob daraus auch eine richtige Ellok gebastelt werden kann.


    Voila`, hier ist das gute Stück:


    https://www.youtube.com/watch?v=IpGYnW3PXck


    Da waren echte Freelancer am Werk. ;)