Posts by bedstadt

    Hallo Marc!
    Ich kann leider erst jetzt antworten, da ich in den letzten 3 Wochen beschäftigt war.

    Zum bereits gesagten:

    Auf jeden Fall Credit Valley besuchen, lohnt sich. Ich hab hier mal den Link Credit Valley Railway Company
    Der Laden versteckt sich in einem großen Gewerbegebiet wo alles gleich aussieht, also Hausnummer einprägen. Es giebt auch ein sehr großen Angebot an Zeitschriften und Büchern.

    Zum Railfaning around Montreal: Die Station Dorval ist kein guter Tip mehr. Vor 2 Jahren war man dort mit dem Bau von Schnellstraßen beschäftigt und der Parkplatz, welcher als Fotostandpunkt diente nicht mehr zugänglich bzw. existend.
    Besser geeignet ist da eine kleine Fußgängerbrücke zwischen den AMT Stationen Beaconsfield und Beaurepaire. Google maps Hier kommen die selben Züge lang wie in Dorval. CN und CP Güterzüge, zusätzlich auf der CN : VIA Rail Personenzüge und auch ein CSX Güterzugpaar, zusätzlich auf der CP: AMT Personenzüge. Der Verkehr scheint sich in den Morgenstunden bzw den Nachmittags- und Abendstunden zu ballen.
    Wenn es nicht so sehr auf Güterverkehr ankommt, lassen sich wochentags in den Zeiten der Rush hour viele Züge um die Station Montreal Ouest (West) und um die Central Station beobachten. Hier noch mal ein Link zu einem Reisebericht von mir Drehscheibe online

    Zum Thema Rush hour auch mein Tip zu Toronto: Die Bathurst street bridge im Herzen Torontos westlich der Union station google maps
    Ansonsten östlich Toronto um den Ort Cobourg, hier verlaufen CN und CP relativ nah beieinander in Sichtweite zum Ontariosee google maps

    und natürlich westlich von Toronto Bayview junction bei Hamilton wo es eine Vielzahl von Fotostandpunkten gibt, zur Orientierung auch hier ein paar Tips und Google links und Sonnenstandsinfo.
    morgens bis vormittags Fußgängerbrücke mit direkter Parkmöglichkeit nebenan für CN, VIA und GOtransit Züge Richtung Toronto google maps
    vormittags bis nachmittags Trampelpfad durch kleines Wäldchen, für CN Züge aus Richtung Detroit/Chicago, VIA Züge aus Richtung Windsor/London, CP Züge aus Richtung Toronto google maps
    nachmittags über die Straße und Trampelpfad durch kleines Wäldchen, für Züge CN Züge Richtung Detroit/Chicago und Fort Erie/Buffalo, VIA Züge Richtung London/Windsor google maps
    Die meisten Züge nehmen ihren Weg über die Nord - West Richtung. Dies sind CN Güterzüge zwischen Toronto und Detroit bzw. Chicago und VIA Züge auf der Linie Toronto - London - Windsor. Einige CN Züge und sämtliche GOtransit Vorortzüge folgen dem See in Richtung Süden Richtung Hamilton. Dies sind CN Güterzüge zwischen Toronto und Fort Erie und weiter nach Buffalo, GOtransit Züge der Relation Lakeshore West nach Hamilton und der Amtrak Zug "Maple Leaf" Toronto - New York. CP Güterzüge zwichen Toronto und Buffalo durchqueren das Gleisdreieck in West - Süd Richtung, dabei haben sie in Richtung Toronto eine ziemlich extreme Steigung zu überwinden. Sehr fotogen ist dagegen wenn sich ein CP Zug durch die schöne S-Kurve bergab windet. Auch die CN hat ein Verbindungsgleis in West - Süd Richtung, Cow path (Kuhpfad) genannt, welches von mindestens einem Zugpaar genutzt wird. CN Rangierloks aus dem nördlich gelegenen Aldershot verirren sich manchmal, Hamilton Rangierbahnhof ist Territorium von SOR (Southern Ontario Railway - inzwichen zu Genesee & Wyoming zugehörig)


    Welche Züge wo und wann fahren kann ich eigentlich nur mit diesen Links beantworten VIA Rail Canada, GOtransit, AMT
    Güterzüge sind völlig unberechenbar, wobei Planzüge zu Beginn ihres Laufwegs oder auf Kurzstrecken eine Regelmäßigkeit zu zeigen scheinen. Grundsätzlich zu sagen ist, es fahren viel weniger Züge als du vielleicht von deutschen Verhältnissen gewöhnt bist. Das sind zum Beispiel für die stark frequentierte CN Relation Toronto - Chicago/Detroit etwa 12 bis 15 Zugpaare am Tag. Etwa selbes Aufkommen auf der CN zwischen Toronto und Montreal. Östlich von Montreal wird es sehr sehr dünn.
    Als kleinen Tip für Bayview vor etwa 2 Wochen an 4 von 4 Tagen beobachtet. Im Gefolge von VIA Zug 70 Brantford ab 08:48, Aldershot an 09:21 war Containerzug 148 Chicago - Toronto zu beobachten (etwa 30min - 60 min Abstand). An 3 Tagen konnte ich kurz vor bzw nach VIA 70 einen gemischten Güterzug beobachten. Wenn du Planung brauchst fährst du am besten, wenn du auf die VIA Züge spekulierst und einfach vorher bzw nachher noch ein paar Minuten oder besser Stunden ran hängst.

    Viel Spaß
    wünscht
    Michael

    und falls du noch einige Unklarheiten hast einfach nachfragen

    Randalieren = eisenbahnerdeutsch für verschieben von Fahrzeugen, rangieren, switching

    Genau diesem Geschäft wurde jetzt nachgegangen. Nach einem Kaffee an der örtlichen Tankstelle galt es die tags zuvor angelieferten
    befüllten Kesselwagen bei den zahlreichen Anschließern im Stadtgebiet abzuliefern, und die bereits entleerten wieder mitzunehmen.
    Ölprodukte sind das Haupttransportgut hier oben. Sie werden allerdings nicht abtransportiert, sondern angeliefert. Die Schiffe, die
    den Großen Sklavensee und die Flusssysteme bereisen brauchen Treibstoff. Hauptsaison ist allerdings der Winter, mit Kraftstoff für die
    Ice Road Truckers und Heizstoffen um Temperaturen bis zu -50° zu trotzen. Zu dieser Zeit, wenn Eis und Schnee die Herrschaft über-
    nehmen, verkehrt auch der Güterzug drei statt zweimal die Woche nach Hay River NWT.


    Auf der linken Bildseite traditionelle Great Slave Lake freigther canoes. Diese gewaltigen Boote wurden zum Warentransport
    und Fischen eingesetzt und erinnern mich stark an die Aran Islands currachs


    Unsere GP40-2L trifft auf ein Schubschiff. Höchstwahrscheinlich schlägt in beiden das selbe Herz, ein EMD 645er, weit
    verbreiteter Motor in Eisenbahnfahrzeugen, Flussschiffen und größeren Notstromaggregaten.


    Wenig später wird Staub aufgewirbelt auf der Hauptgeschäftsstraße von Hay River


    Beim Zusammenstellen des Zuges nach High Levell zeigt sich CN 9527 vor dem Flughafen Hay Rivers

    Das Ganze war in ein paar Stunden des Vormittags erledigt, ein netter Zuverdienst zur Pension für den alten Lokführer, aber wohl nur
    einer der Jobs für den jungen Rangierer. Nach getaner Arbeit kam der Lokführer noch zu einem Schwätzchen. Erstaunt über die mehr
    als 1000 Kilometer entfernte Heimat meines Autos (Edmonton), war er wohl nicht weniger überrascht, dass sich Europäer hierher
    verirrten um Züge zu fotografieren. Nach meiner Frage, wann sich denn einmal ein Zug nach Süden bewegt, gab er mir Auskunft,
    dass die Crew gegen 13:30 Meldezeit habe. Nun hieß es für mich für den Nachmittag und den weiteren Verlauf der Tour Pläne zu
    schmieden. Yellowknife könnte man besuchen, den Wood Buffallo Nationalpark habe ich auch noch nicht gesehen. Den Plan weiter
    nach Fort Nelson zu fahren, hatte ich aufgrund der Straßenverhältnisse schon ad acta gelegt.

    Bis später

    22.05.2009

    Die Arktis - unendliche Weite, tauendes Eis. Wir befinden uns im Hier und Jetzt. Kommen Sie an Bord unseres atomgetriebenen
    Eisbrechers. Besuchen sie Knuts (R.I.P) ferne Heimat. Beteiligen Sie sich an der Jagd nach Öl, Gold un Diamanten.

    Hay River an der Mündung des Hay River in den Großen Sklavensee wird auch als Hub of the North oder das Tor zu Arktis
    bezeichnet. Der etwa 3500 Einwohner zählende Ort ist mit seiner Eisenbahn und seinem Highway wichtiger Umschlagplatz
    für Güter für die nördliche Region. Per Schiff und Flugzeug und im Winter per Ice Roads werden entlegene Ansiedlungen
    entlang des Mackenzie Rivers bis an die Ufer des Arktischen Ozeans versorgt. Während die Völker der First Nations bereits
    7000 v.Chr. in dieser für uns unwirklichen Gegend siedelten, kamen die Langnasen erst in neuerer Zeit, Ende des 19 Jahrhunderts,
    als Händler, Goldsucher oder Missionare.


    Keine Ahnung was den Reiz dieses Ortes ausmacht. Alles etwas schäbig und überall Gerümpel.


    Da sich auf der Bahn kein Rad drehte, machte ich etwas was ich eigentlich immer an etwas exotischeren Orten tue, ich besuchte den
    Flughafen.


    Line up for Take off. Captain Joe McBryan richtet seine DC-3 auf der Runway 5 aus. Wenig später erhebt sich der tägliche
    Linienflug nach Yellowknife, eine Staubfahne hinter sich herziehend, in die Lüfte.


    Eine First Air ATR 42 besucht den Flughafen Hay River


    Kanadisches Produkt, Dash8-100 von Canadian North. (In Ottawa erwischte ich ein weitaus interessanteres Flugzeug dieser
    Airline. Falls Interesse besteht kann ich das Bild noch nachreichen)


    Aber es geht ja um Eisenbahn in diesem Forum, also zurück zur Materie. Vielleicht ist es euch ja schon weiter oben aufgefallen?
    Unter der Überschrift Gerümpel ist ein Bild eines Dieseltriebwagens, gebaut von der US-amerikanischen Budd Company, gelandet.
    Eigentlich ist CN 15016 gar kein Gerümpel, sondern wichtiges Utensil der Canadian National für die Untersuchung ihrer Bahn-
    strecken. 1958 für die CN gebaut, zwischenzeitlich bei VIA Rail Canada im Einsatz, kam das Fahrzeug nach Einstellung des
    Großteils des kanadischen Personenverkehrs wieder zur Canadian National. Umgerüstet zum Track Geometry Car bereist der
    Wagen das gesamte Streckennetz der CN. Mit Hay River hat er seinen nördlichsten Einsatzpunkt erreicht. Während meines
    Besuchs am Flughafen überraschte mich das Gefährt laut pfeifend über die Bahnstrecke vor dem Flughafen rumpelnd.

    Wenig später rumpelt er entlang der Hauptstraße durch Hay River südwärts.


    Kurz nach den letzten Häusern taucht die Strecke in die Wälder


    Typisch Northwest Territories?

    So, das war es für heute. Weitere Teile folgen. Als kleinen Zeitvertreib habe ich hier noch einen Youtube Link zur Hay River Experience
    Und weil ich es in vergangenen Teilen glaube ich vergessen habe einen zweiten Youtube Link zum Thema Peace River

    Gruß

    Die kanadische Regierung wird für ein weiteres Jahr den Personenverkehr zwischen Sault St. Marie und Hearst bezuschussen, dies soll den von der Einstellung Betroffenen genug Zeit geben ihre Dinge (Aufgabe von Hütten oder Camps, Erschließung neuer Verkehrswege) zu regeln.
    Wer also Lust verspürt die ehemalige Algoma Central Railway zwischen Sault St. Marie und Hearst zu erkunden, der hat noch bis März nächsten Jahres Zeit.
    Transport Canada

    Hallo Chris,
    Nochmals zu den Gebäuden. Warum etwas umsetzen von dem du nicht selbst 100% überzeugt bist. Die Wohnplatten könnt ich mir eher in der Bronx in New York vorstellen. Dawson Creek ist ein wirklich kleiner Ort mit einem hübschen typisch amerikanisch kleinstädischen Zentrum mit Steinbauten 2-3 Stockwerke. Darum herum nach meiner Erinnerung viel niedrigere Wohnbebauung. Entlang des Highways viele Motels, inzwischen scheinbar auch einige große Protzbauten (nach google Bildersuche). Da mir deine Modellbahnsituation aber immer noch etwas spanisch vorkommt habe ich eine kleine google-Satelittensafari gemacht und konnte leider keine Vorbildsituation dafür finden. Versteh mich bitte nicht falsch Wohngebäude auf ehemaligen Industriebrachen sind sicher gut vorstellbar aber keine für diese Gegend auch noch untypischen Gebäude aus den 30ern - 50ern. Sicher hast du schon sehr viel Bildmaterial gesammelt, aber du solltest auch nicht den Fehler begehen alles auf den begrenzten Raum drauf zu quetschen. Das ist immer die große Gefahr, wenn wir nur auf Grundlage von Bildern arbeiten. Das sollen nur ein paar Ansätze zum Nachdenken sein, ich habe mich natürlich nicht so ausführlich wie du mit dem Thema auseinandergesetzt, auch Bilder aus den 70ern kenn ich leider nicht.
    Aber noch mal zum Beginn, warum etwas umsetzen von dem man nicht selbst 100% überzeugt ist?

    Grüsse

    Ja Jörg, deswegen schreibe ich ja jetzt auch hier, und ihr bekommt es als Erste.
    Was dir alles auffällt Ullrich.

    Immer noch der 21.05.2009

    Über den Mackenzie Highway sollte es nach Norden gehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Orten war hier die Straße Erster.
    Bereits Ende der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts erreichte die Straße Hay River, den zweitgrößten Ort in den Northwest
    Territories. Erst 1962 begann die Canadian National mit dem Bau der Great Slave Lake Railway. Ziel des durch den kanadischen
    Staat initiierten Bahnbaus waren die Zink- und Bleierzlagerstätten bei Pine Point. 1964 wurde die Linie, welche in Roma Jct.
    Anschluss an die Northern Alberta Railways hatte, eröffnet.

    Auf den ersten 300 Kilometern bis High Level finden sich noch einige landwirtschaftliche Betriebe zwischen
    den ausgedehnten Waldflächen


    Der Schwarzbär zeigt sich öfters, Coyoten und Wölfe weniger


    Das 3500 Einwohnerstädtchen High Level entstand in den 40ern im Zuge des Mackenzie Highways. 1963 erreichte die Bahn
    das Örtchen. Bei meinem Besuch 2009 verkehrten drei wöchentliche Zugpaare nach Roma Jct./Peace River.
    Wichtige Wirtschaftszweige sind vor allem die Holzindustrie, Agrarwirtschaft und in zunehmenden Maße die Öl- und Gasindustrie.
    Markante Zeichen sieht man in Form von Getreidesilos und den hier noch (zumindest 2009) betriebenen Holzabfallöfen
    (Beehive Burner/Wigwam Burner). Besonders nachts bietet sich ein Spektakel, wenn die Öfen die Umgebung in ein oranges Licht
    tauchen und die Luft mit einem beißenden Geruch würzen.


    Getreidesilos in High Level


    Für anfallende Rangierarbeiten wird immer eine Lokomotive vorgehalten, hier GMD GP40-2L 9576. Im Hintergrund ist
    ein Lager von verpackten Schnittholz zu erkennen.


    Auch eine Holz- trestle gibt es noch in der kanadischen Einöde zwischen High Level und Meander River zu sehen


    Bei 60° nördlicher Breite wird die Grenze zwischen Alberta und dem Nordwest Territorium überschritten


    113 pounds-per-yard rail (ungefähr deutsches S54) mit Produktionsjahr 1923, in Kiesbettung

    Interessant, Gleis Herstellung 1923, Strecke Baujahr 1964.
    Das Bild zeigt eine gängige Praxis bei nordamerikanischen Eisenbahnen. Nach Hauptstreckengebrauch wird das Gleis einfach für
    sekundäre Strecken wiederverwendet. Leider hat mich die ganze Sache mit den Walzzeichen damals nicht so interessiert, sonst
    hätte ich noch versucht den Hersteller zu ermitteln.

    Blick Richtung Norden, Boundary Mile300 CN Meander River Subdivision


    Als ich mich Hay River näherte fing es an zu dämmern, ich ließ mich aber nicht von etwas Touri-sightseeing abhalten. Kurz vor Hay River
    stürzt der gleichnahmige Fluß über die spektakulären Twin Falls dem großen Sklavensee entgegen.


    Alexandra Falls


    Louise Falls


    Die Gleise enden am Highway, die Strecke nach Pine Point wurde nach Schließung der Erzmiene im Jahr 1988 abgebaut


    Hay River, Northwest Territories, 21.05.2009, 22:16Uhr


    So sieht es also aus, das nördliche Ende der nordamerikanischen Eisenbahn. Nur der Inselbetrieb in Alaska dringt in noch nördlichere
    Breitengrade vor. Was mich hierher gebracht hat, weiß ich nicht mehr. Die Ice Road Truckers oder Ice Pilots kannte ich noch
    nicht. Wahrscheinlich war es eine Dokumetation über einen Polizisten der Royal Canadian Mounted Police, der per Flugzeug Recht
    und Ordnung in die abgelegenen Gebiete der Northwest Territories brachte. Und natürlich waren es die Bücher von Greg McDonell,
    in denen ich erst erfuhr, dass es dort auch Eisenbahn gibt.

    Zwischenzeit, die Flüsse und Seen über die im Winter die LKWs brettern sind noch nicht ganz eisfrei,
    so bleiben die Schiffe im Hafen


    Aber Hay River ist auch ein großer Schiffsfriedhof und Schrottplatz


    Der große Sklavensee, mit 614 m tiefster See Nordamerikas


    Kurz vor Mitternacht bettete ich mich bei diesem Ausblick zur Ruhe

    Keine Sorge, die Reise geht noch weiter
    Gruß

    21.05.2009

    Peace River, Alberta

    Die Northern Alberta Railways station in Peace River wurde im Jahr 1916 erbaut, damals aber noch unter der Central Canada Railway.
    1920 entschloss sich die Provinzregierung Albertas in die Entwicklung der Bahnen in den nördlichen Provinzregionen einzugreifen.
    Sie erwarb drei shortlines, darunter die Central Canada Railway. Der Betrieb der Strecken wurde der Canadian Pacific anvertraut.
    Während der 1920er wurden die Strecken sukzessiv erweitert, so die Strecke von Peace River in Richtung Nordwesten bis nach Hines Creek,
    von McLennan nach Dawson Creek, British Columbia und die Strecke nach Waterways/Fort McMurray.
    Von 1926 bis 1928 wurde der Betrieb der Canadian National übertragen, im Januar 1929 wurde der Betrieb durch die Provinzregierung in den
    Northern Alberta Railways (NAR) zusammengefasst. Bis sie 1981 komplett in der CN aufging gehörte die NAR gemeinschaflich der CP und CN.

    Zug 527 erreicht von McLennan kommend das Peace River Valley und das Örtchen Peace River


    Nach etwas Rangierarbeit geht es für die Zugbesatzung mit zwei gemopsten Lokomotiven weiter zur Bedienung der Peace Valley
    Papierfabrik.


    Blick auf das 6500 Einwohner Städtchen Peace River und den gleichnamigen Fluss, während eine neue mit Taxi herangekarrte Lok-
    besatzung Zug 527, für die restlichen 10Meilen bis Roma Jct., wieder in Fahrbereitschaft versetzt.


    Kurz nach Querung des Peace River müssen die beiden SD40-2W schwer arbeiten um Zug 527 aus dem Flusstal in die ansonsten
    hier recht flache Prärielandschaft zu bringen.


    Nach dem kurzen Anstieg quert der Zug das Industriegebiet von Peace River, Bahnanschließer gibt es hier nicht


    Kurz vor Roma Junction


    Nach dem recht entspannten Vormittag hatte ich mir jetzt eine Gewaltaktion vorgenommen, rund 600 km Highway nach Norden.

    Teil 3 und weitere folgen
    Gruß

    Hallo,
    falls das einigen hier bekannt vorkommt, ja dieser Bericht erscheint auch parallel in einem anderen Forum, aber man sollte
    den neuen Punkt Reiseberichte hier nicht ungenutzt stehen lassen und außerdem glaube ich, dass dies hier eh der bessere
    Ort für dieses Thema ist. Springen wir also gleich hinein in einen


    Air Canada Airbus auf dem Weg von Ottawa nach Edmonton.


    20.05.2009
    Edmonton ist wichtiger Knoten an der Canadian National (CN) Transkontinentalbahn, hier die ehemalige Grand Trunk Pacific (GTP) Strecke.
    Von Nordosten erreicht aber auch noch die ehemalige Canadian Northern Railway (CNoR), heute auch CN, die Stadt. Außerdem führen
    einige Stichstrecken, zb. auch die ehemalige Northern Alberta Railway (NAR) nach Norden aus der Stadt. Richtung Süden verläuft die
    Anbindung Calgarys an das Netz der CN. Andersherum erreicht die Canadian Pacific (CP) mit ihrer Anbindung an ihre Transkontinentalstrecke
    in Calgary die Stadt von Süden. Jeder kann sich also jetzt das unglaubliche Gleis- und Verkehrswirrwar vorstellen. Nach Betrachtung eines CP
    Containerzuges vor meiner Unterkunft am Flughafen zog es mich so gut wie möglich um Edmonton herum nach Norden, auch wenn ich so
    die größte und wohl einzige Attraktion der Provinzhauptstadt von Alberta, die West Edmonton Mall, verpasste.
    Die Suche nach der kanadischen Lokomotive schlechthin, der GMD-1, im "Raffinerie" Städtchen Fort Saskatchewan blieb leider erfolglos.

    Eine Farm in Nordalberta auf meinem weiteren Weg nach Norden


    Das Ortszentrum von Redwater


    In Redwater, Attraktion laut Wiki ein 9 Loch Golfplatz, veranlasste mich das Eisenbahnradio zu stoppen. Verkehr auf der
    Canadian National Lac La Biche Sub verhieß es. Die Strecke durch den Ort verbindet Edmonton mit der Boomtown Fort McMurray
    im Nordosten der Provinz. http://www.3sat.de/page/?source=/hitec/136043/index.html
    Von 1929-1981 gemeinsam mit der Canadian Pacific unter dem Banner der Northern Alberta Railways betrieben, zwischen 1996
    und 1998 verkauft, wurde die Strecke nach Fort McMurray 2006 durch die Canadian National zurück erworben und umfangreiche
    Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen gestartet.
    Nach 30min Wartezeit brachte die nächste Eisenbahnradiosendung Ernüchterung, der Zug bewegte sich ostwärts, weg von mir.
    Also zog ich weiter, weiter nach Norden.


    Irgendwo auf dem Weg nach Norden machen die Felder Sümpfen und Wäldern Platz.


    Bei Slave Lake gab es wieder ein Zeichen von Bahnverkehr. Ein Piepton im Eisenbahnradio, die Datenübermittlung eines EOT
    (End of train device oder auch caboose killer) an die führende Lokomotive, verkündete Zug in der Nähe. Und wirklich, als ich
    die Eisenbahntrasse das nächste mal zu Gesicht bekam zog ein Zug nach Norden, meiner Fahrtrichtung.
    Auch Teil der ehemaligen Northern Alberta Railway verbindet die Strecke Edmonton mit der Peace River Region.
    Bei Wagner erwartete ich den Zug, der sich dann doch etwas Zeit ließ. Besorgte Anrainer erkundigen sich ob alles in Ordnung
    sei, für einen freilaufenden ortsansässigen Hund war ich scheinbar das Spannendste zwischen Frühstück und Abendbrot.


    Zug 419 Edmonton - McLennan vor der Kulisse des Lesser Slave Lake (Kleiner Sklavensee),
    zugegeben mit Sonne hätte das Bild mit tiefblauen See viel besser gewirkt.


    In High Prairie gab es das nächste Bahnfoto. Es war aber nicht der schon gesichtete, der war noch weit entfernt.
    "Running dead on hours" - die Maximalarbeitszeit erreicht hatte die Crew dieses Zuges und wartete nun auf das Taxi nach Hause.
    Weiterbefördert wurde der Zug im Verband mit Zug 419 aus Edmonton, dessen Crew sich über die Mehrarbeit sicher gefreut
    hat.


    Zuglok eine GMD GP40-2 aus dem Jahr 1976


    McLennan ist Einsatzmittelpunkt von Lokomotiven und Personalen für die Peace River und Great Slave Lake Region.
    Der leichtere Oberbau auf den Strecken hier sorgt dafür, dass die Gegend bisher von schwereren Maschinen verschont
    geblieben ist. Bei meinem Besuch waren Lokomotiven vom Typ GP-40-2 und GP40-2L, SD40-2W und SD40u (modernisierte SD40)
    aus den 60er und 70ern anzutreffen.


    McLennan - Wer genau hinschaut kann bei den vorderen Lokomotiven im Bild den Unterschied
    zwischen einer GMD GP40-2 (#9675 1991 von GoTransit in Toronto übernommen) und einer GMD GP40-2L
    (light - höherer leichterer Rahmen, ganze Lok sitzt höher) dahinter erkennen.


    Kurz vor Peace River versank die Sonne dramatisch hinterm Horizont.


    Das wars fürs Erste, weitere Teile folgen hier und anderswo.

    Gruß

    Hallo Chris,
    Du verlangst nach Kritik? Ich habe da was, was mich persönlich stört. Die zwei Background-Flats stören das Gesamtensemble, meiner Meinung empfindlich. Du solltest das Gebiet strikt industriell halten. Falls du an dem ländlichen Thema noch festhältst, bitte auch keine großen Industriebauten oder Fabrikhallen, aber auf keinen Fall mehrstöckige Wohnplatten. Auf dem Land gibt es genug Platz, dass sich alles in die Breite ausbreiten kann und nicht in die Höhe muss.

    Gruß

    Hallo Jens-Michael!
    Du suchst so was wie die Boddenfähre? dann schau dir doch mal den früheren Fährverkehr nach Vancouver Island an.
    Im Link nach unten gescrollt findest du schöne Bilder von der Seaspan Greg Flickr.
    Das Fährschiff existiert sogar heute noch, seit ca 2 Jahren allerdings nur noch zum Transport von LKW- Aufliegern. Für den Eisenbahnfährverkehr werden inzwischen Pontons (railbarges) und Schlepper (tug boats) eingesetzt. Seaspan existiert seit 1970, wie der Verkehr vorher abgewickelt wurde weiß ich nicht. Link zu Seaspan
    Eigene Fähren besaß die CN jedenfalls für den Neufundland- und Prince Edward Island-Verkehr, allerdings hatten diese Fährschiffe Vogelflugdimensionen. Der Fährverkehr wurde 1986 aus der Eisenbahn als Marine Atlantic ausgegliedert und ist im Gegensatz zur CN heute immer noch eine Staasfirma. Als Beispiel für ein Eisenbahnfährschiff ein Link zur Frederick Carter . Der Bahnverkehr auf den beiden Inseln wurde allerdings schon 1988 bzw. 1989 eingestellt.

    weitere Fährverkehre bis in die 90er mit Barge und Tug gab es über den St. Claire River zwischen Sarnia und Port Huron (CN) und den Detroit River zwischen Windsor und Detroit (CP). Ein Link zu einem sehr interessanten youtubevideo.

    und heute noch eine CN Fähre über den St. Lawrence River zwischen Matane und Baie-Comeau, Quebec mit richtigem Fährschiff, ein Link zuMarinetraffic.com

    Gruß

    Das ist ein winterization hatch, welches einen der vier Lüfter bedeckt. Anwendung findet es in eher kälteren Gegenden, also sehr oft in dem nördlich der USA gelegenen Land.
    Sinn und Zweck der Vorrichtung ist es einen Teil der warmen Motorabluft in den Maschinenraum zu führen um so Teile vor dem Einfrieren zu bewahren.

    Aber wenn du nach einer vorbildnahen Nachbildung der ONR 1987 suchst solltest du von dem MTH Teil Abstand nehmen.
    MTH-F7 - 1987-FP7 zwei unterschiedliche Lokmodelle
    Außerdem war die 1987 eine Extra für den Einsatz als TEE Triebkopf umgebaute Lokomotive und nur als solche einsetzbar.

    Grüße

    Hallo Chris!

    Das Kaslo Cab ist zB hier ohne Probleme erhältlich highball graphics

    Jim ist zwar etwas teurer als der Herstellerpreis, aber er will ja auch von etwas leben. Die Verfügbarkeit wird angezeigt. Wenn etwas nicht am Lager ist wird es aber schwierig, weil es dann meist auch beim Hersteller nicht verfügbar ist und nicht geordert werden kann.

    Und zu den Cabs. Das Intermountain cab ist von den Maßen etwas daneben, gut ist das Athearn Genesis cab. Bei den Kleinteileherstellern gab es ein schönes von Railflyer und vor Jahren von einer kanadischen Firma, deren Name ich leider vergessen habe, beide in Plastik. Auch das Detail Associates Kit, auch vorrätig bei Jim, dürfte aus Plastik sein.
    Von den Kaslo Resin Kits habe ich nur GE Häuschen. Sie haben kleinere Unstimmigkeiten und bedürfen, Resin typisch, gröberer Anpassungsarbeiten, liefern aber ein gutes Ergebnis. Aber ich glaube das kennst du ja schon, warst das nicht du mit der M420?

    Grüße

    Und es hat den nächsten Personenzug erwischt. Ende März soll der letzte Zug zwischen Sault Ste. Marie und Hearst rollen. Canadian National, welche den Verkehr betreibt, begründet dies mit der Streichung der Subventionen durch die kanadische Regierung. Interessanterweise schiebt man jegliche Verantwortung staatsseitig von sich und schiebt den Schwarzen Peter der inzwischen privatisierten und unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten operierenden Canadian National zu.

    Hier noch ein Link zur CBC