Posts by Schraddel

    Seufz.

    Jeder US Modellbahnhändler der was taugt sollte diese Teile auf Lager haben oder beschaffen können.

    Um diese Zahnräder zu montieren muß bei P2K und Blue Box kein Gehäuse ab, keine Kupplungbox ab. Im verlinkten Filmchen gleich zu 4:30 springen.


    Hinweis 1: Es gibt keine Klicki-Bunte App. Man muß die Arbeit händisch ausführen.

    Hinweis 2: Die geplatzen Zahnräder lassen sich nicht kleben. Oder mit Ringen zusammen zwängen, der Zahnabstand an der gerissenen Stelle bleibt fehlerhaft. Der Glaube an Esoterik und den magischen Wunderkleber der um Mitternacht bei Vollmond aufgetragen wird hilft nicht weiter. Das Material lässt sich technisch nicht kleben.

    Hallo,

    bislang war das Problem mit geplatzten Achszahnräder bei älteren P2K Loks bekannt. Athearn galt dabei als bombensicher.

    Dieses Zahnrad platzt gerade. Die Halbachsen sitzen noch fest, aber der Riß verursacht schon einen abweichenden Zahnabstand. Das führt dann zu Eingriffsfehlern, dem typischen Tang-Tang Geräusch und zuweilen zum Hoppeln der Lok. Nur, hier es ist nicht eines aus einer P2K Lok, sondern von einer Athearn RTR Lok.

    Genauer einer EMD SW1500 die geschätzt um die 15 Jahre alt ist. Zwei Radsätze dieser Lok waren betroffen. :kratz)

    Bei Gartenbahnen sieht die Rechung anders aus. Kurz angerissen, in den 6-Achsigen Dieseln sind in jedem Drehgestell jeweils 2 Stück Motoren von Typ RS 385 PH verbaut. Die haben laut Datenblatt 3A Blockierstrom. Macht bei 4 Motoren dann 12A für eine einzelne Lok. Wer Consists fährt kann sich dann selber ausrechnen. Die Normalstromstärke im optimalen Bereish wären 0,5A pro Motor.

    Wo ist das Problem, wenn die Elektronik schon bei Blockieren eines Motors den Strom abschaltet?

    Gruß, Volker

    Du kannst mit einem 3A Booster rsp. Zentrale 1 G-Scale Lok fahren, aber keine 2. Da sollte der Booster schon beim Anfahrversuch sofort abschalten.

    Zur überschlägigen Berechnung im Normalbetrieb ein 6-Achser zieht bis zu 2A Motorstrom, hinzu kommen noch der Strom für Beleuchtung, Rauchgenerator und Sound. Mit einem 3A Booster kommt man bei Gartenbahnen nicht weit. Hier ist dann das Einsatzgebiet für 5A und 8A Booster rsp. Zentralen.

    Hallo,

    jede Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Bei H0 und N sind das meistens die Decoderanschlußkabel. 0,14mm² ist eine gängige Größe für H0. Die ist für 3,5A Belastung ausgelegt.

    Nicht umsonst wird eine Einstellung der Zentralen für H0 und Booster für eine Maximalspannung von 14V und eine maximale Stromstärke von 3A dringend empfohlen. D.h. bei 3A soll die Kurzschlußsicherung auslösen.

    Bei Spur wiNz gibt es Kabelquerschnitte von 0,05mm². Hier sind 2A das Maximale und besser mit 12V Spannung. Die Kurzschlußsicherung soll bei 2A auslösen.

    Dicke Kabel zur Stromversorgung der Anlage gerne. Geringerer Spannungsabfall und bessere Signalübertagung der DCC Signale.

    ABER, auch hier sollte mit 3A für H0 und mit 2A für N abgesichert werden!

    3A reichen nicht für die ganze H0 Anlage? => Aufteilung in Bezirke die jeweils mit 14V und 3A abgesichert werden. Für N reichen 12V und 2A aus. Es gibt spezielle elektronische Kurzschlußsicherungen auf dem Markt. Oder man nimmt gleich Booster.

    Die Kurzschlußsicherungen kann man so einstellen, daß sie nicht gleich den Strom wieder einzuschalten versuchen. Man kann entweder einen Zeitfaktor einstellen, wo nach Ablauf von X Minuten der Booster wieder einschalten soll. Oder aber er bleibt aus und muß manuell restettet werden. Letztes ist der optimalere Schutz.


    Bei Gartenbahnen sieht die Rechung anders aus. Kurz angerissen, in den 6-Achsigen Dieseln sind in jedem Drehgestell jeweils 2 Stück Motoren von Typ RS 385 PH verbaut. Die haben laut Datenblatt 3A Blockierstrom. Macht bei 4 Motoren dann 12A für eine einzelne Lok. Wer Consists fährt kann sich dann selber ausrechnen. Die Normalstromstärke im optimalen Bereish wären 0,5A pro Motor.

    In den 4-Achsen ist pro DG 1 Motor vom Typ RS 540 PH verbaut. Blockierstrom pro Motor ist 4,4A, macht 8,4A pro Lok. Normalstrom etwa 1,5A pro Motor.

    Auf meiner Werkbank ist gerade ein A-B-A Consist aus klassischen EMF F7. Wären dann 25,4A die durch entsprechende Leitungsquerschnitte berücksichtigt werden sollen. Diese Kabel besorgt man sich am besten über KFZ Autoelektrik. Besteht auch die Möglichkeit billige KFZ Schmelzsicherungen einzubauen (NICHT bei H0 und N!) Wann die Sicherung auslöst richtet sichauch hier nach der Belastbarkeit der Kabel abhängig von deren Querschnitt.

    Hallo,

    Im Januar errichten mich neue Fahrzeugmodelle:



    Dieses rundgelutschte Teil stellt ein Modell des Ford Taurus der 3. Generation dar. https://en.wikipedia.org/wiki/Ford_Taurus_(third_generation)

    Das Modell ist von Atlas und hat 27,90 Öcken gekostet. Das ist viel für ein doch recht einfach ausgeführtes Modell. Hier schlagen dann u.a. die Trump Zölle durch. In China gefertigt und mit US Strafzoll für die Einfuhr in die USamA belegt treibt den Preis nach oben. Die Einfuhr in die EU schlägt dann noch einmal mit 19% Märchensteuer zu, beschönigend EUSt. genannt.

    Das ist so ein Brot-und-Butter Auto was man massenweise auf der Anlage plazieren könnte, wäre der Preis nicht so hoch.


    Dann habe ich mir einmal angewöhnt die Sattelplattenhöhe der Brekins Trucks zu korrogieren.


    Hier beim Ford C und beim Dodge.


    Ergebnis:

    Lohn der Mühe mit den Satteltellern, jetzt waagerecht stehende Auflieger. Hier einer von Walthers. Die Stützen sind im Bild ausgefahren und erreichen den Boden. Den Aufliegern liegen auch Stützen im eingefahrenen Zustand bei. So kann ich den Auflieger ohne Zugmaschine abstellen.


    Auflieger von Rapido Trains. Kann man sich als An- rsp. Abkuppelvorgang vorstellen.


    Ein Wilson 43' Getreideaufliger von Lone Star aufgesattelt auf die neue Kenworth W900 Zugmaschine von Brekina.


    Der bekannte Strick 40' Auflieger für den kombinierten Verkehr. Die Stützen fehlen nicht etwa, sie sind klappbar ausgeführt und schwenken nach oben unter den Boden.


    Die Vergleiche:

    Ford C im Vergleich mit dem Athearn Modell.



    Das Herpa Modell des W900 war von Anfang an vermurkst, daher lasse ich es aussen vor. Dafür ein weiterer Vergleich der Kenworth W900 Modelle von Athearn und Brekina. Den Athearn Kenworth gibt es schon seit über 40 Jahren. Zum Schluß wollte Athearn ungefähr den doppelten Preis des Brekina Modells für eine einzelne W900 Zugmaschine haben.

    Zerreissen müsst Ihr selber.

    Der 2. Teil:

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    Und PCX obendarauf:

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    Wenn das oben schon auf einen Vergleich hinausgelaufen ist, hätte ich da mal ne Frage:

    ich lasse den oder einen master nun schneller fahren (ein WENIG schneller), dann fahren doch alle consists etwas schneller (bei mir wären es gleichzeitig maximal vier), oder ?;) Wurde das mal praktisch realisiert ?

    Ja Jo,

    das wird massenweise praktiziert. Es wird Dich aber nicht davon entbinden :rtfm:zu machen.

    Egal welches Decoderfabrikat, da sind dann all die kleinen Stellschräubchen CVs dokumentiert welche noch zusätzliche Einstellmöglichkeiten hinsichtlich Anpassung der Fahrwerte bieten. Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, ich sehe auch wie Du schwimmst und versuchst Dich zu orientieren. Ganz einfach wenn das Grundwissen wie man Decoder einstellt fehlt, muß man raten.

    Hallo,

    jede Menge davon:

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    Hallo Jo,

    Du hast hier noch die vorherige Generation, sprich Tsunami1 vorliegen. Diese Decoder brauchen noch einen verstärkten Programmierstrom, sonst lassen sie sich nicht auslesen und programmieren.

    Jetzt kommt es auf Deinen Zephyr an welcher Typ das genau ist. Beim DCS52 kann man verstärkten Programmierstrom einstellen. Bei den vorherigen Typen DCS50 und DCS51 braucht man für die alten Tsunamis einen Zusatzverstärker in Form eines PTB100 von Soundtraxx. Der wird zwischen Zentrale und Programmiergleis geschleift. Damit kann man diese Decoder wie gewohnt programmieren.

    Oder aber man besorgt sich JMRI Decoder Pro. Das gibt es kostenlos im www zum herunterladen. Man braucht dann noch einen "Übersetzer" von USB Rechnerausgang auf DCC Programmiergleis, z.B. in Form eines SPROG3. Wenn Du einen Zephyr DCS52 hast, der hat eine USB Buchse und dann brachst Du keinen SPROG3.

    Letzeres ist der bequemere Weg. Zumal Du dann bei Decoder Pro für Tsunami Decoder tatsächlich Klartext angezeigt bekommst. D.h. kein Rätselraten mehr hinter welchem Soundslot sich welches Geräusch verbirgt, sondern konkrete Benennung des Sounds.

    Ansonsten schicke mir einen PN.

    Gerald,

    das "Publikum" erwartet, daß die neu gekaufte Lok bei ihnen zu Hause ausgepackt, auf die Anlage gestellt wird und vollumfänglich funktioniert.

    Das war hier nicht der Fall und Auslöser für diese ganze Diskussion.

    Bei Athearn Blue Box hat man wenigstens eine funktionierende Stirnlampe. Bei Piko nichts.

    Gerold,

    solange BLI und MTH Loks bzw. deren Decoder noch funktionieren, lass sie laufen.

    Der Umbau ist erst erforderlich wenn die Decoder tot sind. Für MTH gibt es keine Ersatzteile mehr. Bei BLI gibt es insbesondere für ältere Loks oft auch keine ET mehr dafür.

    Neuere Loks kann man zu BLI einschicken und dort für einen Pauschbetrag reparieren lassen. Der umfast auch den Rückversand nach EU. Aber die Versandkosten in die USA trägst du selber. Dann noch die Bürokratieaufwand beim Zoll. Man muß in D der Sendung eine Bescheinigung für eine "Passive Veredelung im Nicht-EU Ausland" beifügen. Anderenfalls zahlt man bei der Wiedereinfuhr in die EUSt. den Zollwert der kompletten Lok. Mit der o.a. Bescheinigung ist die EUSt. nur für die Reparatur zu entrichten. Die Bescheinigung lässt man am besten von einem darauf spezialisierten Verzollungbüro ausführen, sonst erstickt man in Formularen und braucht eine EORI Nummer.

    Vor diesem Hintergrund ist der Komplettumbau der Elektronik einer BLI Lok auf DCC nach NMRA finanziell günstiger.

    Bei PIKO Loks kann man das auch machen. Aber die Lok sind wie erwähnt als Bastelgrundlage zu teuer. Ich halte sie im Auslieferungslager des Herstellers rsp. Importeurs für bestens aufgehoben. So vermeidet man neuen Elektronikschrott und belastet selber nicht die Umwelt damit... :ironie:

    Gerold,

    Du siehst da nur die Spitze des Eisbergs. In den einschlägigen Deutschbahnforen kommen Pikos elektronische Machwerke auch nicht gut weg.

    Der dortige User "Loisl" ist der Klicki-Bunti bei Piko der die Platinen entwickelt hat. Im 12. Stock des Elfenbeinturms hat man offensichtlich keine Bodensicht und wohl auch keinen Bodenkontakt mehr...

    Des weiteren, Dokumentation sind der schwache Punkt bei Klicki-Buntis. Erst recht für den Laien der keinen Masterabschluß in IT hat verständlich geschriebene. Ist leider auch in anderen Branchen so.

    Das schreibt einer der mittlerweile aus 2 Dutzend MTH und BLI Loks die markeneigene Elektronik ausgewaidet und auf richtig DCC nach NMRA umgebaut hat.

    Betrifft: Darstellung von Arroganz

    Aus einem Österreichischen Forum (Kleinbahnsammler Forum):

    Lieber ... ,

    auch, wenn Dir das so nicht gefällt. Es ist für uns aktuell der logisch einzig gangbare Weg um diese ganze Funktionsfülle an elektronischen und mechanischen Funktionen unterzubringen und anzusteuern. Wir haben mit unseren Decodern da auch keine Probleme damit.

    Wenn Du eine andere Idee hast, wie eine Plux22-Schnittstelle - normgerecht - so belegt und angesteuert werden kann, dass auch der blödeste Feld-,Wald- und Wiesendecoder die ganzen Funktionen steuern kann, dann lass mich das gerne wissen.

    Oder wende Dich doch an den Decoderhersteller Deines Vertrauens, damit der seine Hausaufgaben macht.

    Wir werden nicht warten, bis auch der letzte Elektronikentwickler endlich geistig gleichgezogen hat, sind aber unter Kollegen immer und jederzeit gesprächsbereit und offen für konstruktive Fragen und Anregungen.

    Und bevor jetzt wieder ein Faß aufgemacht wird, wer denn bitte 28, 32, oder gar 68 Funktionen braucht. Klare Antwort: NIEMAND! Niemand BRAUCHT eine Modelleisenbahn. Aber viele wollen eine. Viele wollen möglichst umfangreiche Ausstattungen und alle möglichen Spielereien. Siehe Esu zB mit den Bremsfunken - bei den meisten Modellen völlig an der Vorbildrealität vorbei. Aber schmälert das die Begeisterung? Nein, tut's nicht...

    Nach viel Lehrgeld und vielen Kinderkrankheiten sind wir heute mit unserer aktuellesten Decodergeneration ganz sicher an einem Punkt, an dem wir uns als (Jüngster!) Hersteller nicht mehr verstecken müssen.

    Und das leider jeder Elektronikhersteller bzgl. Programmiersprache(n) sein eigenes Süppchen kocht, ist nicht auf unserem Mist gewachsen, sondern liegt viel eher in der Natur der Sache, dass überall viel Hirnschmalz von einigen wenigen Entwicklern drin ist, die aber bestenfalls in der jeweils eigenen Abteilung als Gruppe harmonieren und kooperieren.

    Deshalb gibt es als kleinsten gemeinsamen Nenner die steinzeitliche Methode CV-Programmierung. Oder eben (jeweils Herstellerexklusiv) das sehr bequeme Umfeld über einen Programmer...

    Btw: es gibt auch in Österreich schon genügend Fachhändler mit Programmer, die ihren Kunden gerne helfen. Dass noch nicht alle dabei sind, ist schade, aber Gut Ding braucht eben Weile. Und einige Wenige glauben ja leider auch, dass wir alleine auch die Nachfrage und den Verkauf gewährleisten sollen und sie als großzügiger Warenverteiler die Marge kassieren...

    Ergo: Gibt es eine gute, andere Idee, wie trotz diesem extrem großen Funktionsumfang eine P22 immer, überall, einfach so als Plug+Play funktioniert? Dann bitte, bitte her damit.

    Wenn nein, dann bitte ich darum, nicht immer um das gleiche Thema zu mäkeln, nur weil es individuell möglicherweise nicht so ganz perfekt passt.

    Und noch ein oder zwei Worte zum Thema Updates - Mein Auto ist gebaut im Mai'24, zugelassen im Juni'24 - und hat schon 4 Updates hinter sich. Mein Smartphone ist von '23 und ich kann die ganzen Updates schon gar nicht mehr zählen. Meine Magenta TV-Box ist von April'24 und hat auch schon 3 Updates. Selbst mein Drucker (der ständig online sein MUSS) hat sich schon mindestens 4 Updates gezogen! Das zieht sich doch bei uns allen überall bei allen elektronischen Geräten wie ein roter Faden mittlerweile durch...

    LG vom ...

    Martin,

    Du hast eine 2-8-4 ohne Zinkpest erwischt. Das ist gut.


    Ein Bekannter brachte mir vor einigen Jahren eine günstig erworbene Brass Lok:


    Voll der Brösel. Es waren am Ende noch mehr Mängel vorhanden. Jedenfall so viele, daß ich hier schon von einem Sozialfall spreche.


    Hier ein Blick auf den Rappel-Knickschlauch Antrieb. Und wenn man genau hinschaut, das Getriebegehäuse war ebenfalls von Zinkpest befallen.


    Gelöst wurde die Probleme schliesslich durch umgearbeitete Roco Radsätze von der 042. Ein komplett neuer Antriebsstrang mit NWSL Getriebe, NWSL Gelenkwelle und einem Mashima 1833 Motor. Die losen Teile wurden mit der Flamme wieder gebändigt. Erst dann konnte der eigentlich gewünschte Umbau auf DCC Sound erfolgen.

    Nicht die reine Brass Lehre, aber brauchbar.

    Hallo,

    um das hier zu einem gewissen Abschluß zu bringen, ein Beispiel einer Lok von Jägerndorfer nach EU Vorbild. Die Lok hat diese Lichtfunktionen:

    - 3-Licht Spitzensignal vorne

    - Dito hinten

    - 2 rote Schlußleichten vorne

    - Dito hinten

    - Führerhausinnenbeleuchtung

    - Armaturenbrettbeleuchtung

    Sonst nichts. Alles in allem insgedamt 6 Funktionen. Nichts mit dem ein Deocder mit 6 FA nicht fertig wird.

    Früher hielten sich die Hersteller rsp. Importeure bei den in den Loks eingebauten Hauptplatinen an die einschlägigen Normen nach NMRA, NEM und RCA. Für den Endkunden waren die gemeinsamen Normen eine große Erleichterung im Umgang mit der Digitalisierung seiner Loks. In eine genormte Schnittstelle steckte man den Decoder seiner Wahl ein und alle Lichtfunktionen waren zugänglich und funktionierten so wie erwartet. Man beschränkte sich nur auf die Decoder wo jeder Hersteller sein eigenes Süppchen nach Werksrezept gekocht hat.

    In letzter Zeit häufen sich die Fälle wo die Hauptplatinen in neu gekauften Loks von den gängigen Standards und Normen abweichen. Hier ist dann die Freiheit der unabhängigen Wahl seiner Decodermarke stark eingeschränkt bis unmöglich gemacht worden. Wäre es ein Presserzeugnis könnte man fast schon von Zensur sprechen. Bei diesen Loks sitzt der propertiäre Faktor auf der Hauptplatine wo einige Bauelemente den einfachen Einsatz von "Fremdfabrikaten" verhindern. Politik und Modellbahn sollte man strikt getrennt halten, aber das hier ist schon ein gewisses auf Modellbahnen bezogenes Politikum. Bislang waren hierzulande nur Märklinfahrer fest an ihren Systemlieferanten gebunden. Mittlerweile ist das auch bei anderen Marken bezüglich Digital angekommen.

    Jägerndorfer schreibt lapider, daß da ein Esu Decoder eingebaut werden muß, dann würde alles funktionieren. Ich habe jedenfalls nicht vor resigniert das vom Modellbahnimporteur empfohlene Fabrikat zwangsweise freiwilig zu kaufen. Da ergreife ich lieber eigene Maßnahmen um das propewrtiäre Übel zu beseitigen.

    Vor diesem Hintergrund ist der folgende Umbau zu verstehen.

    49600066kb.jpg

    49600068rg.jpg
    Das ist der Kandidat, eine Hauptplatine mit Ursprung Neu-Ulm die, was wundert es, nicht so funktioniert wie sie eigentlich sollte. Es wurde ein "Fremddecoder" in die PLUX22 Schnittstelle eingesteckt. Die vorhandene PLUX22 Schnittstelle suggeriert eine Norm, die real dann tatsächlich nicht vorhanden ist. Na ja vielleicht Werksnorm aus dem Wiley bei Neu-Ulm.
    Als Abwechslung statt alles dunkel, brannten diesmal alle Lichter ohne, daß man es beeinflussen konnte. Dank der Neu-Ulmer Verhinderungsschaltung gegen Fremddecoder. Lediglich die Führerhausinnenbeleuchtung ließ sich schalten.

    Tatsächlich gibt es eine Norm für die Belegung der Pins der PLUX Schnittstellen mit der ich selber sehr gute Erfahrungen gemacht habe: https://www.nmra.org/sites/default/files...x_interface.pdf Diese werde ich daher auch hier anwenden.

    Vorher wurden die Leiterbahnen auf der Platine aufmerksam studiert, deren Verlauf verfolgt und die Anschlüsse der PLUX Steckdose mit dem vorliegenden NMRA Ausdruck verglichen.

    49600067qb.jpg
    Die Verfolgung der Leiterbahnen auf der Hauptplatine bestätigte den Verdacht, daß hier die Pins für die Funktionsausgänge sehr verschwurbelt belegt waren. Gegenprüfungen mit Blindsteckern nach Norm S-9.1.1.4 bestätigten das. Hinzu kam meine absolute Unlust Stunden oder Tage damit zuzubringen die Verschwurbelungsschaltungen und Funktionen der zusätzlichen Bauteile auf der Hauptplatine aufzudröseln.

    Als logischen Ansatz, die beste elektrische Verbindung zwischen zwei Punkten ist die direkte elektrische Leitung. Nach diesem Prinzip habe ich die Pins an der PLUX Steckbuchse mit den jeweiligen Verbrauchern mit Decoderlitzen verbunden. Die Kabelfarben entsprechen der NMRA. Die vorhandenen Leiterbahnen wurden vorher an jeweils 2 Stellen durchtrennt. Lediglich die "+" Leiterbahn wurden beibehalten, weil sie gemäß Norm an alle "+" Eingänge der LEDs führte.


    49600069sg.jpg
    Letzter Akt war dann das Stückchen grüner Decoderlitze für die Instrumententafelbeleuchtung. Die rote Schlußbeleuchtung habe ich nicht aktiviert, dafür wären 2 weitere Decoderkabel und 4 Schnitte in den Leiterbahnen erforderlich. Man kann sie über Kreuz an die Ausgänge für die Stirnlichter mit anschliessen. Oder wenn man die roten Schlußleuchten getrennt schalten möchte, an zwei weitere Funktionsausgänge. Dafür ist jedoch ein PLUX22 Decoder erforderlich, weil der die benötigten Funktionsausgänge hat.
    Eingesteckt habe ich jedoch einen PLUX12 Decoder von Lenz. Der ist hinsichtlich seiner Funktionsausgänge hier vollkommen ausreichend. Wer noch mehr Bling-Bling haben will muß selber mehr Lichter in der Lok einbauen.
    Jedenfalls funktioniert die Lok mit ihrer umgebauten Platine, erst Weksnorm Schrott, jetzt nach NMRA Norm funktionsfähig, so wie sie es schon ab Werk sollte.


    49600070qa.jpg
    Stirnlicht hinten.


    49600072zj.jpg
    Stirnlicht vorne.


    49600073dm.jpg
    Die alles überstrahlende Inneraumbeleuchtung.


    49600074mc.jpg
    Und die nicht blendfreie Armaturenbrettbeleuchtung.


    Fazit
    Man kann Hr. Lindners Nickeligkeiten umgehen, hier mit recht einfachen Mitteln.
    Die Lok von Jägerndorfer ist eigentlich ein schönes Modell, aber die Hauptplatine darin ist Sch... Das mögen Esuiten vielleicht anders sehen, aber ich sehe darin eine fragwürdige Kundenbindung des Modellbahners an eine einzige Marke.
    Man muß auch nicht allen Mist schlucken den die Modellbahnindustrie einem vorsetzt.


    Um jetzt den Bogen zur Piko Nichtfunktionier-ML4000 zu schlagen, mein Bekannter hat seine Lok wieder auf die Ladentheke gelegt und sich das Geld zurück geben lassen. Killfaktor war was ich in Beutrag #88 beschrieben habe. Wir haben lange darüber diskutiert was man machen könnte. Das Umpolen der LEDs war nicht wirklich praktisch machbar. Wären die LEDs alle richtig herum gepolt gewesen, hätte ich eine Lösung ähnlich w.o. beschrieben machen können. Für eine Neuverkabelung mit neuen LEDs hätte ich zudem erst einmal Platz in der Nase der Lok schaffen müssen. Heißt Lok komplette demontieren und am massiven Zinkal Hauptrahmen Herumsägen und Feilen. Hinzu kommt, daß die Piko Lok eine sehr teure Bastelgrundlage ist. Mein Bekannter ist ausgesprochener SP und Rio Grande Fan, der hätte sich noch mehr von dem KMs gekauft. Aber so war ziemlich enttäuscht von dem Piko Produkt und das Kapitel Piko KM ML4000 betrachtet er für sich als abgeschlossen.

    Das letzte geht auch bei Lenz ;)

    Ja sowieso. Prez I war übervorsichtig und wollte nichts riskieren - daher geringe Spannung eingestellt. Prez II hat sich eingebildet mit drahtlosem Handregler Weichenstrassen schalten zu müssen. Brauch ich so dringend wie ein Hühnerauge. Jetzt ist er weg und wir haben das Chaos.

    Ihr seid nicht der einzige Moba Club der Opfer von Klicki-Buntis wurde.

    Ein Vereinsmitglied das beruflich mit Klicki Bunti zu tun hat, hetzt Vorstand und Mitglieder auf alles auf Elektronik umzustellen. Wenn die Tat zu 90% vollbracht ist lässt der sich dann nur noch sehr selten auf den Clubabenden blicken. Da die elektronische Anlagensteuerung noch nicht komplett installiert ist, läuft das System nicht stabil bis gar nicht. Entpuppt sich dann als Giga-Mega-Electro-Nix. Hinterlässt den größten Teil der Vereinsmitglieder ratlos und ein tiefes Loch in der Vereinskasse. Niemand kennt sich mit dem Vodoo richtig aus, bestenfalls Viertelwissen. Der Klicki Bunti aber erklärt nichts, rückt nichts heraus was zur Aufkärung dienen kann und pocht auf sein Herrschaftswissen.

    So manche Clubanlage verkommt dann zu einem statischen Großdiorama.


    Ansonsten zum Nachdenken; die Modellbahnmotoren in H0 Loks sind alle für max. 12V ausgelegt. Bei Spur N kann man von 9V ausgehen. Bei an den Motorbürsten tatsächlich anliegenden 12V rsp. 9V mutieren fast alle Modellbahnloks zu Rennsemmeln. Für vorbildgerechte Geschwindigkeiten muß der Decoder die Eingangsspannung sozusagen niederknüppeln. Dabei entsteht (Ab-)Wärme. Zudem arbeiten Decoder zur Drehzahlregelung mit Impulsbreitensteuerung. Heißt, am Motor liegt immer die Höchstspannung an, die auch die Eingangsspannung des Decoders ist. Nur die Zeitdauer, d.h. wie lange die Spannung am Motor anliegt, regelt die Drehzahl über die Einschaltdauer.

    Eisenankermotoren sind rel. unempfindlich geben Überspannungen, obwohl mir da auch schon ettliche abgebrannte Exemplare untergekommen sind. Glockenankermotoren sind wesentlich empfindlicher gegen Überspannung oberhalb ihres Nennwerts. Hatte einen Kunden bei dem ich u.a. so alle 2 1/2 bis 3 Monate die Glockenankermotoren in seinen Spur N Loks von Bachmann austauschen musste. Die üblichen Verdächtigungen wie China Müll, taugt alles nichts etc. Nachforschen ergab, er betrieb seine Spur N Anlage mit einer Märklin MFX Zentrale... :geil:

    Die haut dann so 19V und mehr ins Gleis. Mag für Märklin H0 Gleise aus Eisenblech richtig sein, aber für Spur N mit Neusilbervollprofilschienen des Schlechten zu viel. Die Bürsten der kleinen Miniatur Glockenankermotoren verglühen:hogri:dann regelrecht. Seitdem er seine MFX Zentrale für Ausgangsspannungen für Spur Z umgestellt hat gibt es keine Probleme mehr.