SP "Cadillacs"

  • Nachdem das Projekt "ich richte mal die P2K / Life Like SD7 und SD9 her" nun schon mehrere Wochen am Laufen ist möchte ich Euch meine bisherigen Erfahrungen nicht vorenthalten.

    Es handelt sich durchwegs um Modelle der älteren Serien im durchaus gut bekannten blassblauen Karton in dem sich oben die Shell und unten das Frame befindet.


    Grundsätzliches Ziel war/ist es, alle SD7 und SD9 mit Digitaldecoder und LEDs auszustatten.
    Alle SP Black-Widow Lackierungen werden beibehalten, nur renumbering sofern notwendig und evt. kleine Detail Anpassungen.

    Alle "fremd" Lackierungen sollen "abgebeizt", detailliert und neu lackiert werden - in SP Bloody Nose (bzw. "Lark Dark Gray" with red "winged" nose).

    Darunter wäre auch eine P2K 21194 - SP SD9 #3900, die so himmelhoch hellgrau ist, dass ich bezweifle es selbst durch Altern kaschieren zu können (fiele dann vlt. auch aus meinem Zeitfenster, dass eher Anfang/Mitte der 80er endet).


    Mit den älteren SD7s (gemeint ist die P2K Modellserie) habe ich angefangen (dreimal #8228 und eine #8229). Mir schwante sowieso schon Übles, doch was sich mir hier tatsächlich bot, war dann doch nichts für schwache Nerven (bitte die Bilder erst NACH dem Essen ansehen <X).


    Drehgestell / Zahnräder


    Ultraschallbad (nach ca. 3min, trotz Vorreinigung)

    to be continued ... (bald)


    Christian

  • Ja, den Honig muss man bei den P2ks auf jeden Fall entfernen. Ich nutze dazu ein Alkoholbad und eine Nylonbürste. Aber alles in allem sind es gut laufende, beim Umbau recht dankbare Modelle. Beim Zerlegen muss man ein wenig aufpassen, die Rastnasen brechen sehr schnell ab und bei den SD7/9 ist eine Seite des Cabs meist geklebt, läßt isch aber mit einer Stunde im Tiefkühler gut lösen.


    Bin mal gespannt, wie Du die Geschichte mit den Kupplungsaufnahmen angehst :)

    Gruß
    Jan


    Portland & Western (2013) in HO
    Port of Tillamook Bay Railroad // Oregon Coast Scenic Railroad

  • Aiaiaiai ... Jan, Du bist mir jetzt zuvor gekommen :)


    Ich erkläre diese "Schmiermasse" ab sofort zur "Erdnussbuttercreme", darauf stehen die Amis doch bekanntlich so (sofern Sie nicht allergisch darauf sind ...) :P


    Bei mir ist ein bischen "Frosch" Spüli mit normalem Wasser im Ultraschallbad ... mal dauert es länger, mal geht es schneller ... zuvor wische ich alles weg, was offensichtlich leicht abgeht. Den Rest sollen "die Maschinen" machen - hehe. Die Zeit kann man mit Zerlegen des nächsten Modells nutzen - und - es ist wirklich nicht wenig Arbeit wie Du ja auch schon sicher erfahren musstest ... :D


    Und - zu lange sollte man die Lager der Schnecken auch nicht drin lassen im Becken (= wenn Wasser). Wobei - es scheint ein guter Test für ALLE Metalle zu sein , seien es Achsen oder Lagerbuchsen - hier gibt es in den Serien deutlichen Qualitätsunterschiede (ich sage nur "Rost" ... so wirklich grausman tw. ... ). Details folgen dazu ...


    Ich war doch auch beeindruckt von der Qualität der Getriebe bzw. Drehgestelle. Die Rastnasen der Drehgestelle auf der Unterseite (die Konstruktion der Drehgestelle ist ja wirklich ziemlich ausgetüftelt) hatte ich bis zum vierten "Objekt" problemlos im Griff. Bei dem letzten brach tatsächlich bei gleicher Behandlung je eine Nase ab. ich schiebe das auf "Ermüdung" des Kunststoffs. Es sind aber immer noch genug "Nasen" vorhanden. Alles in allem laufen diese Drehgestelle nach "Entschmierung" wunderbarst - da habe ich ganz andere Erfahrungen mit Athearn Teilen gemacht ...


    Bis zum Cab dauert es wohl noch bei den speziellen Kandidaten, doch danke für diese Info hinsichtlich "disassembling" ;)


    Eine SD9 ( Nummer sechs, ich greife also meiner Doku schon vor - hehe) hatte sogar Kadee #5 "Kluppungen" am Rahmen, bzw. an den Originalaufnahmen angeschraubt (habe jedoch nicht die Höhe kontrolliert), was mich etwas verwundert hat. Ich bin ja auch nicht sooo der Freund von Kupplungen an der shell - das muss ich mir noch genauer ansehen. Diese SD9 (jüngere Serie) - ist ein ganz spezieller Fall - Details folgen auch hier ...

  • Darunter wäre auch eine P2K 21194 - SP SD9 #3900, die so himmelhoch hellgrau ist, dass ich bezweifle es selbst durch Altern kaschieren zu können (fiele dann vlt. auch aus meinem Zeitfenster, dass eher Anfang/Mitte der 80er endet).

    Hey Christian - bei der SP geht doch alles...von hellgrau bis schwarz :geil: . In "SP in transition" sind einige schöne Beispiele aus den 80ern enthalten. Falls Du das Buch nicht hast - ich würde es gerade loswerden wollen ;)

    beavis Jörgen beavis


    "ALS DEIN ANWALT EMPFEHLE ICH DIR , MIT HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT ZU FAHREN !"



  • Regt Euch ab Leute. Solange es nur Honig, Ahornsirup oder Erdnussbutter ist, geht es ja noch. Das bekommt man noch recht einfach entfernt.


    Wenn das Getriebefett aber erst einmal zu Feststoff mutiert ist...

    Da hilft nur bergmännisch abbauen. Glück Auf!

  • Eine der vier SD7 war genau so ein Kandidat. Schraubenzieher und Schaber. Die "Erdnussbuttercreme" war schon fast sandfarben und fest wie Zement.

    Das war mir dann doch zu heikel bzw. da die Flächen grösstenteils nicht glatt waren und Kunststoffzahnräder ... also nochmal ins Ultraschallbad - und nochmal... so gefühlt nach vier bis sechs Stunden rütteln war dann endgültig alles ab.

    Bei Metall wäre ich da auch eher vorsichtig mit länger im Bad ... klar Alkohol, nur man bemüht sich halt schon nicht unendlich viel Gestank und Sondermüll zu generieren, da hätte ich auch weitergekratzt :thumbup:


    Hinsichtlich "Farbgebungen" (zB: Roadnumber und SP in "rotem Font auf grauem Hintergrund" - hehe) - Danke, doch beim Thema SP Literatur bin ich wirklich mehr als nur gut bestückt :)


    Christian

  • Wieder ein bischen etwas weitergegangen. Sechs Loks gereinigt und vier chassis davon wieder aufgebaut.


    Es waren wie vlt. schon erwähnt auch zwei jüngere Modelle darunter, die mit einem anderen Mittel geschmiert waren, welches .... auch noch Messing angreift (dafür aber nicht bretthart wird). Von dem Wechsel des Mittels und den Folgen hatte ich auch schon gelesen. Diese zwei SD9 haben auch andere Platinen verbaut.


    Hier schnell mal eine Liste was ich bei all diesen Modellen beachtet und zum Teil technisch modifiziert habe:


    1. Drehgestelle komplett zerlegen und "Entfetten"

    2. Motor kontrollieren (siehe Spezialexemplar anbei), ggf. Umbau auf KATO (alt/original) oder Alternativen

    3. Alle drei Achsen pro Drehgestell sind starr gelagert - mittlere Achsenaufnehmer (=Stromabnehmer) vertikal "auffräsen", das hilft gegen Entgleisungsfreudigkeit (hatte selbst keine Probleme, doch wenn man schon dabei ist ...)

    4. Angerostete Radsätze tauschen (zB. Ebay: "Kato Atlas 707301")

    5. Schneckenlager extra kontrollieren, wenn dort Grünspahn herrscht nachputzen / polieren

    6. Platinenbestückung komplett ablöten und 1K Ohm Widerständer für LEDs auflöten (ich verwende Platine und 8 pin sockel weiter)

    7. Alles auf Platine anlöten / Steckkontakte "vergessen"


    Drehgestelle hatten wir ja schon entfettet, Punkt zwei - Motor:


    Bei einer war auch an der Platinenunterseite zum Motor hin einiges an chemischen Prozessen zu sehen. Darum Motor optisch kontrolliert, die Platine habe ich gerettet, der Motor kommt sicherheitshalber in die Tonne (abstehende Kupferdrähte, aufs Minimum runtergefahrene Kohlen (in einer Richtung schleifen Kollektorteile an der Motorachse gegen die Aufnahmen der Bürsten), freiliegende Wicklungsdrähe wie auch netter weisser Flaum an der Wicklung selbst).


    Da ich mir nicht sicher bin (oder war) diese P2K Motoren drinnen zu lassen habe ich dies gleich zum Anlass genommen einen Rahmen umzubauen, sodass ein KATO Motor inkl. Gummihalterung 1:1 hineinpasst. Dazu mussten die beiden Gussgewichte gekürzt werden, sowie am Rahmen die Öffnung unter dem Motor vergrössert, wie auch für die Schwungmassen rechts und links etwas mehr Platz geschaffen werden.

    Da der KATO Motor Hex Aufnahmen in den Schwungmassen hat habe ich neue Knochen gebastelt - zu den Schnecken hin original P2K Knochen, am anderen Ende Athearn Hex - das ganze sieht dann in etwa fertig so aus:


    http://kuzmany.at/sp/P2K_SD7_kato-rebuild.jpg


    Christian

  • Das hintere Modell ist die "originale" Variante, die sehen alle im Grunde genommen so aus (von den vielleicht neuen Walthers Modellen mal abgesehen, dazu kann ich nichts sagen). Beim vorderen Chassis habe ich die Gussgewichte stark gekürzt, damit der KATO Motor mit seinen Flywheels Platz hat.


    Ja, die P2K E-Units sind wirklich unglaubliche Brummer, dagegen sind die SDs wirklich Leichgewichte (sehen schwerer aus als sie sind, muss einmal wiegen Original vs. Kato Umbau (=leichter).


    Übrigens - jetzt habe ich in meiner Motor Bastelkiste unter den Athearn (Genesis) ROCO Motoren welche gefunden, die keine Hex Aufnahmen in den Flyhwheels haben sondern Knochenadapter. Sehr spannend ... ROCOs sind etwas kürzer als P2K, vlt. kann man den Motor aber so platzieren dass nur ein P2K Knochen verlängert muss. Ich frage mich ja woher ich die habe bzw. als was sie verkauft wurden. Die anderen hex ROCO sind alle "originale" Athearn mit Verpackung (aus diversen Chargen).


    Btw. der KATO Motor läuft einen Tick langsamer, feiner und rollt länger aus als die P2K Motoren. Matching ist aber kein Problem.

    Jetzt möchte ich auch noch einen ROCO Motor testen und Vergleichen (also wohl ein weiteres chassis "choppen", aber nur die Gewichter rechts und links).


    http://kuzmany.at/sp/ROCO_Motor_nonhex.jpg

    http://kuzmany.at/sp/ROCO_Motor.jpg

  • In dem Zusammenhang,

    bei den Roco Motoren ist die Streuung der Qualität mittlerweile ziemlich weit gespreizt. Das reicht von einwandfrei sanft anlaufenden Motoren wie aus aus der guten alten Roco Zeit, bis hin zu Rastfix-Krückstücken die nur sehr unwillig anlaufen. Digital kann man bei diesen Krücken zwar einiges ausbügeln, aber eben nicht alles.

    Neulich habe ich auch so einen Rastefix aus einer Athearn-Genesis Lok hinausgeworfen und durch einen 3-poligen China Böller ersetzt. Seitdem ruckelt diese Lok nicht mehr in Fahrstufe 1 wie vorher mit dem Roco Motor.

    Also Augen auf beim Roco Kauf.



    Was Gelenkwellen angeht, ich habe keine Hemmungen mir die selber zu konfigurieren wie ich sie gerade brauche.

  • Ich bin schockiert - schon wieder über drei Wochen vergangen - man könnte meinen ich sitze nur faul herum ;)


    So - der Komplettumbau der nächsten SD9 (also von der shell her) mit ROCO Motor ist vollzogen (Update: Sogar zwei).


    Ich konnte den Motor tatsächlich soweit "vorne" einbauen, dass nur der rückwärtige driveshaft verlängert werden musste (das habe ich in der zweiten Variante revidiert, doch besser mittig, sonst muss am Kunststofftank auch noch etwas an einer Seite rausgenommen werden).

    Deutlich weniger Arbeit die beiden Gewichte oben zu bearbeiten, am Rahmen leider kaum Ersparnis, da das ROCO Motorgehäuse etwas höher und vor allem länger als P2K bzw. KATO ist.


    Mangels Silikon (eingetrocknet und - tja, halt "lockdown" der Läden) habe ich vorhandenen Pattex Montage Kleber "All Materials" (klar/durchsichtig) verwendet und damit die Motoren eingeklebt. Das war jetzt nur zur Probe, doch bin ich mittlerweile so davon begeistert, dass die nächsten auch so montiert werden (bevor diese Kartusche wiederum eingetrocknet ist).


    Der erste dieser ROCO Motoren ist ein 1A Material. Läuft ultraruhig, und jetzt kommts - ruhiger UND leiser als der KATO. Das liegt sicherlich auch daran, dass er komplett im Rahmen eingeklebt ist (und dieser Pattex ist tatsächlich "ultraelastisch", ansonsten wäre as wohl eine "Radaubude").
    Der KATO wäre sicher auch ruhiger, wenn er nicht nur an zwei Schrauben diagonal mittles diesem wackeligen Gummiadapter von Kato im ausgefrässten P2K Ramen stecken würde - meine Empfehlung ist wenn KATO rein soll - spart Euch die Arbeit des grossen Ausfräsens (ein bischen muss sowieso gemacht werden) und klebt/silikoniert Ihn einfach "drauf".

    Weiters sind meine beiden "husch-pfusch" Hex2Bone driveshafts sicher nicht "wuchtig", da werde ich noch nachbessern müssen (Messingrohre sind schon da). Ich habe Plastruct Kunststoffrohre nach einer Anleitung auf trainorders verwendet, doch diese haben absolut nicht den erwähnten Innendurchmesser (sollte 2mm sein), und beim Aufbohren (von ca. 1,65mm auf ca. 2mm) mangelt es mir akutell an den richtigen Bohrern (bestellt auch schon da), damit ist das ganze nicht "rund" geworden.


    Was mir besonders am ROCO auffällt, er hat wohl offensichtlich mehr Drehmoment im Niedrigdrehzahlbereich, läuft aber auch schneller als der KATO (mag ebenfalls am Drehmoment liegen).

    Hierzu muss ich nun meine Aussage vom letzten Mal revidieren:

    Alle originalen (gereinigten und neu verlöteten, ohne Krimskrams auf der Platine) Chassis mit P2K Motoren laufen "imho" analog gleich schnell wie die Variante mit dem ROCO Motor.

    Der ROCO ist etwas schneller im niedrigen Voltbereich (ca. 3V) und pendelt sich dann bei so 5 bis 6V zum P2K 1:1 ein.

    Der KATO Motor hingegen läuft ca. 20% langsamer - immer ... egal ob zum P2K oder zum ROCO. Vermutlich weil er entweder weniger Drehmoment hat oder ganz einfach weniger Drehzahl "overall". Vielleicht verliere ich auch durch die unsauberen driveshafts oder den "Sitz" des KATO Motors einiges.
    Das möchte ich noch rausfinden (evt. klebe ich Ihn ein, bzw. machen die Wellen neu mit Messing). Ggf. kommt auch ein ROCO hinein damit die alle gleich laufen.

    Ich sehe mir die ROCO Geschwindigkeit noch im Vergleich zu den Athearn RTR SD40, SD40T-2, SD45T-2 an, denke jedoch da liegen P2K und ROCO gleichauf (Streuung gibt es ja bei Athearn RTR auch - zumindest bei den älteren zwischen 2000 und ~2011). Da Genesis sowieso ROCO Motoren (oder später Klone) haben sehe ich mir das auch noch an ..

    Die Halbachsen sind auch schon da - anbei ein Foto im Vergleich zu den originalen. Die Achsstifte sind etwas länger, das stört aber nicht - Platz ist seitlich genug. In der 100er Packung waren tatsächlich zwei verschiedene Halbachsen beinhaltet. Grösstenteils "aufgerauht" bzw. mit Verkantung an der Achse, jedoch auch ca. 30% mit glatten Achshälften (also "ohne Grip"), und diese tw. so dünn, dass sie in den P2K Achsen komplett durchrutschen.


    Christian


    PS: Frage: Womit fräst Ihr denn Gussrahmen aus ? Ich dremel das grobe mit einer Mini Trennscheibe weg, dann mit einem PFERD 3mm Tungsten Carbonide Frässtift die Feinarbeit (suboptimal, der Guss neigt sich bei Erwärmung am Stift zu verkleben (sieht aus wie eloxiert, geht aber wieder komplett ab). Darum immer - fräsen, Pause/kühlen, fräsen ... kostet eben Zeit ...).


    Achsen im Vergleich


    SD9 mit Roco Motor erster Prototyp


    SD9 mit Roco Motor finale Variante


    Alle Varianten von oben gesehen (sorry - KATO steht verkehrt)


    SD9 Roco Motor Varianten im Vergleich ...


  • Mangels Silikon (eingetrocknet und - tja, halt "lockdown" der Läden) habe ich vorhandenen Pattex Montage Kleber "All Materials" (klar/durchsichtig) verwendet und damit die Motoren eingeklebt. Das war jetzt nur zur Probe, doch bin ich mittlerweile so davon begeistert, dass die nächsten auch so montiert werden (bevor diese Kartusche wiederum eingetrocknet ist).

    Schön, was Du da machst, aber beim Silikon empfehle ich vorne eine Schraube 4er oder 5er Kreuzschlitz reinzudrehen. Wenns nicht gerade mehrere Jahre sind, kann ich so das Silikon/Acryl eigentlich fast immer zu ende verbrauchen.


    Fräsen: mit ungefähr so einem wie im Link (Beispiellink, Händler mir unbekannt)

    https://www.alternate.de/Dreme…4ser/html/product/1019867

  • Ja, meine Abdichtung der Spitze reicht wohl offensichtlich nicht aus (Tape "drum").

    Ich "verschraube" jetzt Klarsichtfolie zwischen Kartusche und Spitze, mal sehen ob das "tut".


    Ich habe die "pöse" Ahnung, dass das Silikon schon mindestens zwei Jahre geöffnet war ... oder fünf 8o


    Ah - Fräsmesser, vielen Dank. Werde dies bei meinem Werkzeughändler des Vertrauens ordern (bevor ich mir so ein Optimum Fräs-/Bohr Monster zulege ^^...).

  • Danke für den Tipp mit dem doch recht günstigen Dremel 192 Fräsmesser (ist sogar ein Doppelpack).

    Gleich zwei weitere Rahmen in ca. halber Zeit "zugearbeitet". Das nimmt einfach mehr weg, und das weiche Metall scheint dem Messer hinsichtlich Abnutzung kaum etwas anzuhaben. Motoren sind auch schon eingeklebt. Somit neun zerlegt und gereinigt, sechs im Umbau.


    Die Verlängerung der Antriebswellen stellt noch ein bischen ein Problem dar. Habe verschiedene Messingrohre besorgt, eines mit 2mm eines mit 2.1mm Innendurchmesser. Beide haben "irgendeinen" Innendurchmesser - eher die 2.1mm .


    Für eine Verlängerung der P2K Knochen (1,95mm) wäre ein Rohr mir 1,9mm ideal (oder echten 2mm). Für den KATO Motor passt der Athearn Hex Knochen, der hat günstigerweise gleich nur 1,87mm Durchmesser, also kleineres 1,8mm Innendurchmesserrohr. Bis jetzt nichts passendes gefunden.


    Alternativ versuche ich die Kunststoffrohre mit 1,65mm innen aufzubohren (die waren, wie erwähnt, innen zu klein), dazu hätte ich jetzt adäquate Bohrer.


    Oder die passenden Knochen gleich 3D designen und bei einem Bekannten drucken lassen ... hm.

  • Schau mal nach Quetschhülsen aus dem Anglerbedarf, die nutze ich z.B. um die LifeLike-Schwungmassen auf die Welle der Kato-Motoren zu adaptieren.

    Gruß
    Jan


    Portland & Western (2013) in HO
    Port of Tillamook Bay Railroad // Oregon Coast Scenic Railroad

  • Hm. Ich habe mir das angesehen und auch eine Packung mit 1,8mm Innendurchmesser "lang" (=10mm) erworben, doch ... nun ... ich brächte das vlt. doch länger - mal sehen ob es reicht :)


    Zumindest für so einfacheren Schwungmassenwechsel könnte ich das nützen - guter Tipp - Danke !

  • Wow - die Zeit vergeht. Kurzes Update:


    Diese Hülsen sind - ausreichend und gut um die Knochen zu verlängern, doch leider ziemlich unbrauchbar um sie in die Plastikfutter der originalen P2K Schwungmassen zu stecken. Wir haben dann versucht sie auf einem Unimat auf den passenden Aussendurchmesser runterzudrehen - das klappt jedoch nicht, da löst sich eher die kurze Hülse auf bzw. reisst oder verbiegt sich.

    Nächste Runde dann via Messingrohr - runtergedreht, auch eine zeitaufreibende Arbeit, Ausbeute an "brauchbaren Hülsen" ca. zwei von sechs. Es scheint auch als wäre der Kunststoffinnendurchmesser bzw. Weichheit des Materials in den P2K Schwungmassen nicht immer der- bzw dieselbe, was sich wiederum auf die Hülsen (verbiegen, da sehr dünn ...) auswirkt.


    Eins ist klar - die Schwungmasse muss komplett wuchtig auf der Motorachse sitzen, sonst gibt es bei schon bei mehr als Langsamfahrt Unwucht und massives "Gedröhns". Die Knochen/Wellen sind relativ unkompliziert, da dort keine bewegenden Massen (natürlich sollten sie sehr genau sein, doch ist das kaum ein Problem).


    Ich habe jetzt noch den NWSL 2032D-9 (angegeben mit 9500 rpm) in einer Lok (mit abgedrehten Messinghülsen) sitzen. Läuft sehr fein, ruhig, etwas schneller an im niederen Voltbereich, doch pendelt sich gegenüber Roco so ab 5-6 Volt ein. Ist also definitiv ohne viel Anpassung via DCC "multi unit" tauglich.


    Da ich jetzt sowieso alle Rahmen ausgefrässt habe und mir noch Motoren aus China besorgt habe wollte ich auch einige Vergleiche machen um zu Entscheiden ob ich die restlichen mit ROCO und NWSL bestücke oder zu etwas anderem greife. Also eigentlich war die Gelegenheit jetzt einfach günstig mehrere idente Chassis schnell parallel mit verschiedenen Motoren zu bestücken um diese zu Vergleichen.


    Die Kandidaten des Motoren Tests:


    KATO Classic (der schwarze "alte" mit flywheels - 381-956010)

    NWSL 2032D-9 (sicher vor 10 Jahren mal einige gekauft - klingt wie 90210),

    ROCO mit Schwungmassen für Knochen (Ebay kauf, sollen GENESIS Upgrade Motoren gewesen sein, die hatten aber irgendwann HEX-Einsätze (solche hab ich auch)


    "Sicher" aus China:

    https://de.aliexpress.com/item/32839908031.html - sieht aus wie ein Mashima Nachbau, sehr leise, mit 18,5mm passt er noch gerade in hood-units, sehr leise und feinfühlig;

    https://de.aliexpress.com/item/32892343180.html - sieht aus wie ein kürzerer NWSL Can Motor (also wie der 2032D-9); dreht auch ident (angegeben mit 9500 rpm), leise und fein;

    https://de.aliexpress.com/item/32956389667.html - dünn und lang, mit verstärkten Magneten (er ist auch extrem magnetisch übrigens); soll 8800 rpm haben, ebenfalls sehr leise, durch seine Schlankheit wohl ideal für slugs oder Loks mit engen Innenmassen;


    Testdetails aus den P2K SD7/9 Rahmen - alle mit komplett zerlegten, gesäuberten und "renovierten" Rahmen, Getrieben bzw. Achsen:


    Geschwindigkeit/Drehzahlverhalten, analog geregelt (ohne "Zeuchs dazwischen"):


    Der dünne lange aus China ist der langsamste (8800 rpm - https://de.aliexpress.com/item/32956389667.html), selbst mit grossen Schwungmassen rollt die Lok kaum aus (verstärkte Magneten). Sehr leise und gut zu regeln. Sicher ein guter Motor für enge Räume. Er ist ca. 25% langsamer in der selben Lok als ein ROCO/Genesis, wie der oben erwähnte NWSL und der kurze NWSL Nachbau aus China (wobei - da ist das Original schon aus China :D) . Und sagen wir mal noch "einen Tick" langsamer als der klassische alte KATO (der übrigens am längsten ausläuft - gut, hat die grössten Schwungmassen und vermutlich den geringsten Innenwiderstand der Magneten).


    Genau der klassische KATO. Läuft sehr gut aus, ca. 20% langsamer als der Rest - bis auf den obigen aus China. Vom Preis her eher sehr unattraktiv mittlerweile. Es soll Anfang letzten Jahres einwandfreie Klone (oder sagen wir - von einem anderen US Hersteller verbaut) bei ali gegeben haben um so 2 USD. Leider war ich zu spät. Und es gibt jetzt noch "catcher" Seiten die mit identen Bildern werben (tw. oll das zeug aus den USA kommen - zum selben Preis) - die sind fix alle fake, da fliesst nur Kohle und das wars dann.


    Von der Optik her ein Mashima Nachbau: https://de.aliexpress.com/item/32839908031.html - sehr zu Empfehlen, wenn der Platz ausreicht (und das täte er selbst in P2K GPs. Ein Kraftbündel und sehr ruhig und fein laufend. Um den Preis im fünferpack ein guter Preis. Gleich schnell wie P2K, Roco/Genesis und Co. Darum würde ich auch auf eine Angabe bei "ca. 10000 rpm" tippen. Die Kurve sieht auch sehr gut zum ROCO/Genesis aus, die NWSL neigen alle unten etwas früher zu reagieren und sich dann bei ca. 5v anzupassen.


    Der NWSL (or whatever) Clone: https://de.aliexpress.com/item/32892343180.html - auch eine gute Empfehlung, er ist eben deutlich kürzer und aufgrund der reduzierten Länge würde ich darauf tippen, dass er deutlich weniger Power hat als der vorhergehende (und ein bischen weniger wie der längere NWSL). Sicher aber nicht schwächer als der alte KATO. Eher gleichauf. Ist ident vom Drehverhalten wie der NWSL (zumindest im Flachen) also auch unten bei wenigen Volt. Bei 5V gleich zu ROCO/Genesis, dem NWSL und auch einem P2K "classic". Gute universelle Alternative wenn der Platz geringer ausfällt (vor allem von der Länge).


    Der echte NWSL 2032D-9 (vor ca. 10 Jahren gekauft, angegeben mit 9500 rpm). Denke es gibt ihn wieder von NWSL (doch weissgott was da jetzt geliefert wird), vor allem bei dem Preis momentan, sicher nicht interessant mit Import und so. Bis auf das bessere/schneller Anlaufverhalten bei niedriger Drehzahl gegenüber Roco und P2K würde ich sagen - also umgekehrt - sicher ein guter Motor.


    Fehlt noch der ROCO / Genesis / whatever. Getestet habe ich bis jetzt nur fünf meiner sechs mit Knochenaufnahmen in den Schwungmassen (wie schon mal erwähnt, die anderen sechs sehen ident aus - auch von der Schungmasse, nur haben diese innen sechskant eingefräst, jüngeren Datums). Ich vermute mal diese drehen dann auch gleich (wird sich zeigen). Die Roco laufen etwas träger/langsamer an (so wie die originalen P2K), doch ab ca. 5V ist alles gleich zu den NWSL, dem Mashima Nachbau oder dem kürzeren "ich seh wie ein kurzer NWSL aus").
    Ja - ich hätte mir sofort auch neue ROCO zugelegt, doch der Preis als Ersatzteil ist hoch (kein Thema, ist "made in Austria" noch immer (so sagt man / Neunkirchen), doch bei meinem Bedarf und im Verhältnis zu den Kaufpreisen der Loks. Da teste/bastle ich lieber etwas herum.


    Bilder der Motoren folgen noch !


    LG


    Christian

  • Hi !


    Zeitlich gesehen (zum letzten post von mir zuvor) - "ohne Worte" ...


    Also - acht neun haben nun die ROCO / Genesis Motoren drin, ein paar die jüngeren mit Hex in den Schwungmassen, die anderen die mit Knochenaufnahme in den Schwungmassen. Alle ident vom Fahrverhalten und der Geschwindigkeitslinie. Ein Motor "quietscht" in einer Richtung beim Auslauf bis zum Stop. Das habe ich zuvor "überhört". Schmieren nutzt nichts, nehme an entweder Bürsten oder vlt. Grat am Kollektor. Nicht schlimm, ein bischen ärgerlich.

    Die zwei "guten" Hülsen habe ich am NWSL Motor verwendet und dort zwei P2K Schwungmassen montieren können, die tatsächlich 1A rund drehen. Alle anderen Hülsen waren für die Tonne. Somit - die neunte SD (Chessie SD9 ohne dynamic brakes - "darf nicht" repainted werden - wieder ein Umbau erspart) ist schon fertig (hat auch zwei LEDs erhalten).
    Läuft ein bischen anders wie unten beschrieben (nur beim Anfahren), das ist aber egal da sowieso kein pairing mit den SP units geplant.

    Bei Ali(express) gab es jetzt vor vor ca. einem Monat für eine kurze Dauer tatsächlich die von mir schon erwähnten ROCO (Genesis?) mit den Knochenaufnahmen. Um ca. knapp unter 4 EUR das Stück. Sogar "Roco" Prägung im Kunststoffrahmen des Motors. Sollen laut dortiger Angabe 11500 RPM haben, das wären die selben die ich jetzt verbaut habe.

    Die ersten sollten in den nächsten Tagen eintrudeln. Bin gespannt. Wäre sehr froh, dann könnte ich de fakto wohl auch alle weiteren Modelle gleich ausstatten.


    Dann folgen auch die versprochenene Bilder von den Motoren (von allen erwähnten bzw. getesteten).


    Hier noch ein Bild von meiner aktuellen "Baustelle" oder - sagen wir mal "shop" dazu ^^ - das Bild ist wohl abhanden gekommen oder war nie dort ... komisch (Update: 09.09.2022)


    the-shops.jpg

    lG


    Christian

    PS: (Update: 10.09.2022) Bild wieder hinzugefügt ...
    PSPS: Ja die Bilder der Motoren fehlen auch noch ... Ali hat brav alle geliefert (allerletzte Lieferung hatte längere Wellen die "nur" durch die Schwungmasse durchstehen - ohne Aufnahmen für Knochen oder Hex).

  • Ja, den Honig muss man bei den P2ks auf jeden Fall entfernen. Ich nutze dazu ein Alkoholbad und eine Nylonbürste. Aber alles in allem sind es gut laufende, beim Umbau recht dankbare Modelle. Beim Zerlegen muss man ein wenig aufpassen, die Rastnasen brechen sehr schnell ab und bei den SD7/9 ist eine Seite des Cabs meist geklebt, läßt isch aber mit einer Stunde im Tiefkühler gut lösen.


    Bin mal gespannt, wie Du die Geschichte mit den Kupplungsaufnahmen angehst :)


    Hätte ich doch auf Deine Frage damals besser reagiert und mir überlegt wie ich das auch gleich "in einem Schwung" Angehe ...

    Das Thema ist nun geklärt und erledigt. Ich habe bei allen bis auf einen Rahmen (es gibt also bei den alten P2K SD7/9 mindestens DREI verschiedene "Kupplungsaufnahmen") die Träger am Ende abgeschnitten, an jedem Ende zwei Löcher / 2mm Gewinde eingeschnitten, daran kommt dann unterhalb quer ein 2mm Evergreen Kunststoffstreifen an dem die Kupplungen befestig werden. Ist alles unter der Shell und nicht sichtbar.
    War jetzt semi-optimal, da ich ja schon einmal für die Motoren an den Rahmen genug herumgefräst hatte und diese bereits alle eingeklebt waren (also sorgfältig den Rahmen immer von einer Seite her über den Motor dicht in ein Plastiksäckchen ...).

    Ein Bild der drei älteren Kupplungsaufnahmen an P2K SD frames (die rechteste habe ich beibehalten, alle anderen sind umgebaut):

    P2K SD7/9 coupler mounts


    p2k-sd-coupler.jpg

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