Decals entfernen

  • Hallo zusammen,
    gleich vorweg, ich habe die Suchfunktion hier im Forum verwendet, aber nicht so richtig was passendes gefunden!


    Wie bekomme ich werksseitige Bedruckung bzw. Decals an Kaufloks rückstandslos entfernt?
    Ich muss, um meine Wunsch Roadname zu erhalten, eine andere werksneue Lok "umdecaln. Da gab es bislang in N rein garnichts. Also ein allzu bekanntes Problem. Ich will nur die Decals ändern und nicht airbrushen. Leider bleibt mir keine andere Wahl, weil es dieses Modell von KATO z.Z. garnicht mehr gibt,weder painted noch unlettered.


    Wer kann helfen?


    Gruß Thomas

  • Irgendwo gab es mal einen Link zu einem youtube-video, da ging das relativ gut mit "Micro-set"
    Wattestäbchen und los rubbeln.
    Ich hatte es dann auch mal getestet mit leider negativen Ergebnis, geht wohl bloß bei Kato-Loks


    Edit: nicht decals, sondern Druck entfernen

  • Die Hersteller verwenden unterschiedliche Lacke, daher gibt es keine Generalregel. Ich habe jüngst z.B. bei einer Kato-Lok (in N-scale) die gelbe Beschriftung (Northern Pacific) vom schwarzen Untergrund gut mit Micro Paint Brush und billigem, acetonfreien Nagellackentferner runterbekommen. Der schwarze Untergrund wurde etwas matt, aber da eine neue Beschriftung an die gleiche Stelle kam und dann noch Mattlack über alles, war das egal.


    Als ich das bei einer Life-Like-Lok ebenso machen wollte, war ratz-fatz die ganze schwarze Farbe weg. Ich würde immer mit weniger aggressivem anfangen, also zuerst dies Micro-Sol, dann Isopropanol etc. Ich hatte es auch schon bei einer Arnold-Lok, dass - in dem Fall mit Dowanol – die Untergrundfarbe schneller weg war als die aufgedruckten Beschriftungen. Es heißt also probieren und Risiko eingehen, nur fehlt dazu leider das Material. Selbst wenn wir eine Liste aller Erfahrungswerte zusammen erstellen würden, ist damit zu rechnen, dass die Hersteller Farbrezepturen irgendwann ändern oder geändert haben...


    Gruß, Peter

  • Na gut. Konkret geht es um eine KATO MIKADO 2-8-2 der Erie. KATO hat die Mikado, so meine Info, vor 8 years das letzte mal produziert. Vielleicht weiß jemand genaueres ob nun Druck oder Decals da drauf sind? Ich gehe mal von Decals aus. Ich habe also genau 1 Versuch das Teil zu versauen. Aus dem Steamer soll schlussendlich eine White Pass & Yukon Route #73 werden. Die Decals dazu hat TMR Distributing und hoffentlich bald bei mir zu Hause.
    In einem alten Thread wurde mal simpler Weise ein Radiergummi als Werkzeug genannt.....aber bei filigranen Nscale Engines?


    Gruß Thomas

  • Großserienhersteller nehmen keine Decals. Ich würde als erstes die Micro-Sol plus Klebeband Methode probieren. Ich hab auch gute Erfahrungen mit "Kratzen" gemacht. Scharfer Skalpell und dann die Beschriftung gaaaaanz vorsichtig abkratzen...

    Micha



    Americas Resourceful Railroad
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  • Decals halte ich bei einer acht Jahre alten Kato Lok für unmöglich. Das ist viel zu aufwendig, zeitraubend und ungenau. Und Tampondruck ist ja auch schon Jahrzehnte alt. Aber selbst davor wurden schon andere Druchverfahren verwendet.
    Gruß, Volker

  • Hallo zusammen,


    gestern ist die MIKADO angekommen. Ich habe schonmal vorsichtig versucht, wie Acela vorschlug, mit Skalpell zu entfernen. Unter der Lupe betrachtet habe ich trotzdem Bedenken hinsichtlich von unvermeidbaren Kratzspuren. Also ich probiere mal alle gemachten Vorschläge. Nachteilig einzig die unterschiedlichen Kubaturen des alten (factory) Roadname zum neuen "White Pass" . Etliche Detailänderungen stehen u.a. sowieso noch an. TMR hat die neuen Decals schon versendet.


    Gruß Thomas

  • Ich hatte neulich bei einer Atlas Lok die Weichmacher Variante probiert. Die Beschriftung mit Micro Set einweichen, immer und immer wieder. Dann die Flüssigkeit verdunsten lassen und Tesafilm drauf kleben. Minutenlang fest anrubbeln und dann abziehen. Hat halbwegs funktioniert...

    Micha



    Americas Resourceful Railroad
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  • Hallo Thomas,


    ich arbeite mit dem "Carson Paint Killer", der hauptsächlich von Modellauto-Bastlern angewendet wird, um ganze Karosserien zu entlacken. Greift den Plastik nicht an (zumindes bei mir noch nicht passiert...)


    Vorsichtig ein Wattestäbchen tränken und über die zu entfernende Stelle gehen. Manchmal geht auch ein wenig Untergrund-Lack mit weg, daher vorsichtig arbeiten. Bei Lackierungen von älteren Rivarossi-/Atlas
    Modellen klappts aber nicht, anscheinend haben die einen sehr dicken und stabilen Drucklack verwendet.

  • Hallo,


    spricht denn etwas gegen Nagellackentferner? Ich verwende einen geeigneten Nagellackentferner wenn ich die komplette Farbe eines Modells entfernen möchte. Beim entfernen von z.B. der Betriebsnummer geht auch meistens etwas Farbe vom Untergrund weg. Da muß man natürlich sehr vorsichtig arbeiten, aber mit etwas Alterung lässt sich dies auch kaschieren.
    Auf jeden Fall ist das eine viel günstigere Variante.


    Gruß,
    Matthias

  • Soviel ich weiss ist Nagellackentferner nichts anderes als Aceton, oder hat sich das geändert in der Zwischenzeit? Auf alle Fälle recht aggressiv. Messingmodelle reinige ich immer damit, der Windsplitter von Shapeways hats auch vertragen. Ein Plastikmodell längere Zeit dem auszusetzen tät ich nicht riskieren, manche reagieren da sehr unschön.

  • Hallo,


    ich verwende den Oversa Nagellackentferner Acetonfrei. Ich habe damit bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wie schon geschrieben, ich benutze ihn insbesondere um komplette Lackierungen zu entfernen. Eine Flasche Nagellackentferner ist dann doch sehr viel günstiger als die üblichen bekannten Modellbau-Produkte. Roundhouse, Micro-Trains und Walthers-Modelle haben alles gut überlebt, auch wenn sie tagelang in einem Glas eingeweicht waren.
    Danach lässt sich die Farbe wunderbar entfernen. Reinigen und neu lackieren, das ist alles gut gegangen.


    Gruß,
    Matthias

  • Keine Materialanweichung??? Unglaublich..na gut, sind deine positiven Erfahrungen.
    Mir ging es nur um die Bedruckung/Decals. Die Grundierung soll unbedingt erhalten bleiben. Ich werde Michael@Acela sein Tipp, weil aus seiner professionellen Erfahrung, verfolgen.


    Gruß Thomas

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