Frage an die Brass Spezialisten und Sammler

  • Das Gebot des anderen wird ja gar nicht als höchstes angenommen, weil der erste automatisch drüber ist und dessen Gebot als nächsthöheres aktualisiert wird. Und wenn jemand versucht, drüber zu kommen, geht er Schritt um Schritt höher, und das kann schon sehr schnell gehen.

  • Nein, der Bieter hatte einen höheren Maximalbetrag angegeben, als zu dem Zeitpunkt erreicht war. Somit wurde jeder andere Bieter durch sein Maximalgebot sofort überboten und steht automatisch wieder als Höchstbietender in der Liste. Bis irgendwann sein Maximalgebot erreicht war und jemand anderes der Höchstbietende wurde. Ganz normal.

  • Ich würde trotz der Nischenprodukte einfach mal bei Brasstrains anfragen. Liste mit ein paar Fotos hinschicken und warten. Mehr als nein sagen können sie nicht. Bei einem deutschen Händler bekommst Du bedingt durch völlig unterschiedliche Steuergesetzgebungen erheblich weniger, bei manchen Händlern nur ca. 35%. Gewerbe- und Umsatzsteuer können schon mal zusammen 35% ausmachen.
    Gruß, Volker

  • Hallo Micha, wenn es doch deutsche Modelle wären... wäre der Markt um einiges größer. Mein Vater hat sich mit der österreichischen Epoche 1 eine wahre Niesche ausgesucht.
    Richtig, ich habe es nicht eilig. Ich finde die Modelle wirklich sehr schön und vorallen die 210er ist ein wahrer Blickfang bei mir im Wohnzimmer. Wenn der Preis nicht stimmt werde ich sie einfach behalten.
    @ Volker, die Idee mit Consignment ist nicht schlecht aber Brasstrains ist villeicht der falsche Händler dafür. Ich werde aber vielleicht mal bei deutschen Brass Händlern anfragen ob die auch solche Angebote haben.

  • Wenn es deutsche Modelle sind, würde ich erstmal die gängigen Foren abklappern und dort anbieten. Ausserdem könntest Du Anzeigen in der ein oder anderen Fachzeitschrift schalten.


    Wenn Du es nicht eilig hast, was ich aus deinem Beitrag entnehme, könntest Du die Loks als Sofortkauf bei ebay reinsetzenn. Den ca. Marktwert sollte man rausbekommen, das ist Dein Sofort Kaufen Preis, lasse Preisvorschläge zu und schaue, was die Leute Dir so anbieten.


    Oder Du fragst wie erwähnt bei Brasstrains an, schickst alles rüber und akzeptierst die 75%, vorausgesetzt, sie verkaufen es...

  • Ich würde es nicht Marktwert sondern Ebay-Wert nennen. Mit ein wenig Pech liegt dieser weit unter dem Verkaufspreis bei Brasstrains oder den ca. 50% davon, die Brasstrains beim Ankauf zahlt. Brasstrains bietet für Brass Loks auch einen Consignment Service mit Kostenteilung 25% Brasstrains und 75% der Verkäufer: https://brasstrains.com/Help/Consignment


    Bei denen kann man sicher sein, die kennen den Markt und ich habe sie als vertrauenswürdig und ehrlich kennen gelernt.


    Vielleicht ist Consignment eine langsame Möglichkeit mit den sichersten Einnahmen?
    Gruß, Volker

  • Hallo


    auch wenn ich mich mit den Sammlern jetzt anlege. Ich kann nicht verstehen wie man ein unlackiertes Brass Modell in der Schachtel "verrotten" lassen kann. Ich selbst habe, speziell im Bereich H0n3 und da D&RGW, mir einige Brass-Modelle besorgt. Soweit die Modelle noch nicht lackiert waren wurden sie lackiert. Als zweites habe ich die Drehgestelle auf "Betriebstauglichkeit" überprüft. In den meisten Fällen habe ich sie gegen Drehgestelle von Blackstone ausgetauscht. Vorteil keine Kurzschlüsse und hohe Laufsicherheit. Ich muss nicht unbedingt Brass haben, aber speziell im Bereich H0n3 gibt es viele Fahrzeuge als Modell nicht. So z. B.


    - Combine


    - Fahrzeuge des San Juan


    - bestimmte Güterwagen


    Zur Zeit gibt es ja kaum Fahrzeuge in dieser Richtung. So war mal die K-28 für 2014 angekündigt. Und ? Jetzt haben wir 2020 und wieder gibt es nur eine Ankündigung. Andererseits ist die Preisentwicklung im Bereich Brass auch ganz hübsch. So werden manche Modelle mittlerweile mit 100 % Preissteigerung aufgerufen.


    Ich muss natürlich zugeben, das bei mir auch ein Fahrzeuge unlackiert In der Vitrine steht. Ein Passenger. Den hatte ich mal gekauft und anschließend kamen die Passenger von Blackstone heraus: Da habe ich mir die Mühe der Lackierung gespart.


    Gruß Wolfgang

  • Hallo,


    ich habe ein ähnliches "Problem" mit meines Shays und Climaxes aus meiner "Logging-Zeit". Sie liegen seit fast 10 Jahren ungenutzt in ihren Schachteln im Schrank.
    Man könnte es ja so sehen; ich nutze sie nicht, ihr derzeitiger Gegenwert könnte meinen aktuellen Themen zu Gute kommen, biete ich sie ab 1€ bzw. $ bei eBay an, bildet sich ihr Preis entsprechend des derzeitigen Marktes, verloren hätte ich an sich dabei nichts, da ihre Verwendung bei meinen Logging Railroads ihren damaligen Kaufpreis ausreichend für mich aufgewogen hat. ...
    :gruebel:


    Grüße Tom

  • Da Du von heimischen Herstellern geschrieben hast, vermute ich mal deutsches bzw. europäische Vorbilder. Den Markt kenne ich nicht gut. Ich beobachte zwar Ebay.de, aber inzwischen ist dort der überwiegende Anteil Loks nach amerikanischen Vorbild. Ganz selten kann geboten werden. Meist ist es Sofort-Kaufen mit evt. Preisvorschlag.


    Das kann bei einem realistischen Preis ein mühsames Geschäft sein. Noch noch wollen viele Käufer auf Ebay ein Schnäppchen machen.


    Beim Verkauf nach Gebot, zumindest auf dem amerikanischen Ebay, liegt das Risiko im Einstiegspreis und im Modell selbst. Liegt er zu hoch, bietet niemand. Liegt er niedrig oder bei 0, gibt es Angebote. Aber wenn jetzt das Modell nicht sehr nachgefragt ist, kann die Lok weit unter Wert weggehen.


    Ich stehe im Augenblick vor der gleichen Frage, da ich einige amerikanische Dampfloks in HO verkaufen will. Das Angebot hier schenke ich mir, das hat bei Bachmann Dampfloks keine Anfrage gebracht. Außerdem sind es nicht Leuchtturm-Lok, sondern kleinere SP Arbeitstiere.


    Ich habe bereits einige Loks in die USA verkauft, aber bisher nur an Händler, weil ich die Risiken auf Ebay vermeiden wollte. Die besten Angebote kamen immer von Brasstrains.com. Es sind aber auch nur im Schnitt 50% des Marktwertes. Brasstrains hat gelegentlich auch europäische Vorbilder im Angebot.


    Wie Du siehst, zweifele ich auch noch. Es gleicht bei Brass fast einem Glücksspiel.
    Gruß, Volker

  • Ok dann probier ichs einmal...
    Wenn es hier total unangebracht ist, bitte auf die Pinnwand verschieben.
    Ich besitze 8 Stück Micro Metakit/ Feinmechanik, 1 Ferro Train und eine Much Dampflok. Alles Epoche 1 Modelle der KkStB.
    Ebenfalls im Bestand ein paar passende Kleinserien Wagen, bzw gesuperte Modelle von Roco und Klein Modellbahn. (Allesamt ausgerüstet mit Bremsanlage, Federpuffer, Schraubenkupplung und RP25 Radsätzen).
    Die oben aufgelisteten Loks sind keine Vitrinen oder Schachtelmodelle, mit ihnen wurde gefahren und rangiert.
    Wenn bei irgend jemand interesse besteht, dann bitte PN an mich. Dann kann ich gerne eine Detaillierte Liste senden.
    Da ich absoluter nicht Kenner auf dem Gebiet von Messing Loks bin, kann ich mich nur grob an den aufgerufenen Preisen im Internet halten. Wenn diese total daneben sind, lasse ich mich auch gerne belehren.

  • Moin !
    Warum bietest Du die Maschinen nicht einfach erstmal hier im Forum an ? Ein paar Brass-Freaks hat´s hier auch...

  • Danke für eure Einschätzungen!
    Dass auf diesem kleinem Markt sehr viel mit vom Voodoo abhängig ist war mir schon klar. Fakt ist aber dass ich aufgrund von "Biologischen Vorgängen" seit Jahren ca. 10 Stück solcher Loks zuahuse habe.
    In der Vitrine sind sie auch wirklich schön anzusehen aber finanziell wüsste ich sehr viel bessere Dinge damit anzufangen.
    Was wäre denn die beste Alternative für einen Verkauf? selber auch Willhaben und ebay sein Glück versuchen oder die gesamte Sammlung zu einem schlechteren Preis an einen Händler verschärbeln?
    Bei ersterem bin ich mir nicht sicher ob ich mir das Antum will... Das war bei meinen Roco Modellen schon ein Kampf. (Sind die Zurüstbeutel noch Original verschlossen, Da fehlt die Prüfkarte das ist Betrug, etc. etc.)...
    Oder sollte ich mich einfach daran erfreuen dass es schöne Modelle sind?

  • Lutz hat es treffend beschrieben. Als Geldanlage taugen Messingloks trotz aller Beteuerungen der Verkäufer und Importeure nicht. Es gibt immer wieder mal ein Model, das an Wert gewinnt, aber welches lässt sich kaum vorhersagen. Bringt der Importeur einen weiteren Run, ist der Spaß schon vorbei. Oder bringt Arhearn Genesis ein Modell heraus, das es vorher von Overland gab, purzeln die Brass Preise.


    Und dann ist da der von Lutz beschriebene Zyklus, den ich mit einem Beispiel illustrieren kann. Die Tenshodo GN L-1 2-6-6-2 kostete in 2008 $2.250 (Brass Guide), vor zwei Jahren ca. $1.500 (Verkäufe). Dann begann der Importeur North Bank Line Reservierung für eine neue state-of-the-art L-1 zu sammeln und es kamen alte Tenshodo auf den Markt und nun ist der Preis bei $900 (Verkäufe). Der MRSP von 1978 war $995.


    Sieht für das Jahr 2008 eigent ganz gut aus oder? Eindeutig nein: 1 Dollar in 1978 sind 3,30 Dollar in 2008. Mit $2.250 ist also noch nicht einmal ein Inflationsausgleich erreicht.
    Gruß, Volker

  • Wertbeständigkeit? :lw):geil::ponyhof:


    Ausserhalb des aufgeplusterten Weisse-Zwirnhandschuh-Sammler-Reservats geht es viel nüchterner zu. Auch hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Es gehören immer 2 dazu, der Verkäufer möchte möglichst viel Erlös erziehlen und der potentielle Käufer möchte den Preis so weit wie möglichst drücken. Ist wie bei Märklins, nur der Markt ist viel kleiner und damit mehr vom Zufall abhängig.
    Hinzu kommt noch eine gewisse Art "Schweinezyklus". Manche nur in kleiner Stückzahl gefertigte Modelle sind jahrelang vom Markt verschwunden und auf einmal werden gleich 1 Dutzend davon nahezu gleichzeitig angeboten. 3 - 4 Monatelang gibt es dann ein Überangebot und Käufer können sich die Rosinen picken. Dann sind sie wieder für mehrere Jahre verschwunden.
    Das dürfte wohl mit gewissen biologischen Vorgängen im Zusammenhang stehen wenn der Nachlassverwalter eine große Sammlung auf den Markt wirft. Und oft bleibt es nicht nur bei einem Nachlassverwalter ... Schweinezyklus.
    So ungefähr tickt der Markt dafür.


    Und mit der Wertbeständigkeit ist das genau so wie mit Briefmarken, Märklin, Porzellanteller, Puppen etc.
    Es taugt einfach nicht als Geldanlage. Egal ob die Loks nur in der Schachtel waren oder auf der Anlage fuhren.


    Und Loks in der Schachtel, ein Beispiel aus der Praxis:

    Die können schon einmal pelzig werden. War nie aus der Schachtel genommen worden; hoch und heilig geschworen. Die Weisse-Zwirnhandschuh-Fraktion ist jetzt am Boden zerstört. Mehr Verlust als Wert.

  • Hallo Zusammen,
    Ich wollte mich erkundigen ob sich wer von euch bei den heimischen Herstellern auskennt? (Micro Metakit, Ferro Train,...)
    Vorallem intressiert es mich wie es mit der Wertbeständigkeit aussieht wenn die Loks nicht in der Schachtel gesammelt wurden sondern auf der Anlage gefahren sind.
    Da können manche Sammler bekanntlich garnicht damit umgehen...
    Danke im Voraus

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